Schlagwort: September

  • Mein persönliches Verständnis von Tantra

    Mein persönliches Verständnis von Tantra

    bildnewsletter092014_000

     

    Lieber Leserin, lieber Leser,

    mich hat schon immer die Idee der Ganzheitlichkeit fasziniert. Körper-Seele-Geist sind eine Einheit.

    Wenn ich bei den Psycho-Leuten war, hat mir irgendwann der Körper gefehlt.

    Wenn ich bei den Meditationsleuten war, haben mir irgendwann die bunten Gefühle und die Leidenschaft gefehlt.

    Wenn ich bei den Massageleuten war, hat mir irgendwann der spirituelle Hintergrund gefehlt.

    Ich dachte: „Mein Gott, das gehört doch alles zusammen! Das sind doch alles wichtige Teile von mir!“

    Ich habe diese erstmals im Tantra vereinigt gefunden. Und: Das ist das Besondere an der Kularnava-Methode, diese konsequente Ganzheitlichkeit. Das findest Du nirgendwo auf der Welt – eine so große Bandbreite – in solcher Tiefe und Konzentration vermittelt!

    Im Grunde meines Herzens bin ich ein sehr religiöser Mensch. Es berührt mich immer tief, wenn ich Gläubige sehe, egal welcher Coleur, die inbrünstig meditieren, beten, singen oder Verehrungsrituale vollziehen. Mein Verständnis von Religion war aber immer universell, nicht eingeengt und eingeschränkt durch zu viel Dogma, Fanatismus, Konvention und Moral.

    Das EINE Göttliche hat viele Namen und kann auf vielen Wegen erreicht werden. Es ist an der Zeit, dass die Menschheit aufhört, darüber zu streiten.

    So ist Kularnava-Tantra für mich in erster Linie ein religiöser, spiritueller Weg, der das Göttliche in jedem Menschen freilegt und sieht.

    Bei den spirituellen Leuten und in der Religion fehlte mir oft der Humor, die Natürlichkeit und Fröhlichkeit. Zuviel Ernst macht schwer. Der Witz über unser Leben und unsere fehlerhafte Menschlichkeit, erleichtert es, die Last all unserer Probleme zu tragen.

    Ein herzhaftes Lachen bringt uns stets dem Göttlichen näher…Ha, Ha, Ha….!

  • Ganz du selbst sein und trotzdem lieben?

    Ganz du selbst sein und trotzdem lieben?

    clip_image002_051

     

    Individualität ist das, was mich von den Menschen und der Welt absondert.

    Liebe ist das, was mich mit den Menschen und der Welt verbindet.

    Im Tantra lehren wir zuerst die Bildung eines gesunden und starken Egos, die Ausformung einer Persönlichkeit. Das wird erreicht über die Entfaltung der drei unteren Chakras. Die Erdung, die Sexualität und die Selbstbehauptung: Zu wissen, was Du willst, Deine Bedürfnisse zu kennen und Deine Wünsche zu äußern und sie durchzusetzen, sind hier die köstlichen Hausaufgaben.

    Die Individualität beginnt in der Pubertät, sich auszuformen. Besonders im Westen wird darauf großen Wert gelegt: Du bist besonders, Du bist anders als die anderen, Du bist einzigartig. Ja, Du bist jemand und brauchst Dich nicht zu verstecken.

    Damit das „Anders-sein“ nicht zu einsam macht und der Schmerz des Sich-getrennt-fühlens nicht zu groß wird, brauchen wir die Liebe.

    Je stärker die Individualität, desto stärker brauchen wir Liebe. Liebe kann sich auch anpassen zugunsten einer Gemeinschaft, einer Partnerschaft, einer Gruppe.

    Ja, die Liebe vermindert das Ego, es wird etwas geopfert. Doch wirst Du Dich nicht selbst verlieren, wenn Du in einem starken Ich verwurzelt bist und es mit dem geistigen Weg der Meditation verbindest.

    Deshalb lehren wir beides im Tantra, damit wir nicht den krankhaften Egoisten haben oder auch den sich selbst verlierenden hilflosen Liebenden…

    Beides zusammen zu bringen, ist die selige Erfüllung unseres Auftrages auf dieser Erde. Eines ohne das andere geht nicht.

    Wenn Du beide Wege ehrst und beschreitest, wirst Du Dich harmonisch entwickeln.

  • Das Gasthaus

    Das Gasthaus

    clip_image002_031

     

    Das menschliche Dasein ist ein Gasthaus,
    jeden Morgen ein neuer Gast.

    Freude, Depression und Niedertracht –
    auch ein kurzer Moment von Achtsamkeit
    kommt als unverhoffter Besucher.

    Begrüße und bewirte sie alle!
    Selbst wenn es eine Schar von Sorgen ist,
    die gewaltsam dein Haus seiner Möbel entledigen,

    selbst dann behandle jeden Gast ehrenvoll.
    Vielleicht bereitet er dich vor,
    auf ganz neue Freuden.

    Den dunklen Gedanken der Scham, der Bosheit –
    begegne ihnen lachend an der Tür
    und lade sie zu Dir ein.

    Sei dankbar für jeden, der kommt,
    denn alle sind zu Deiner Führung
    geschickt worden aus einer anderen Welt.

    von Rumi (Sufi-Mystiker und Dichter)

    Rumi, ich liebe ihn, sehr tantrische und leidenschaftlich schön formulierte Weisheit. Wer beherrscht schon seine Gedanken und Gefühle, dass sie ihn nie mit Düsterem überfallen? Niemand. Da sie nicht mit Gewalt zu beherrschen sind – oder nur auf Kosten der Lebendigkeit.

    Deshalb ist es der tantrische Weg der gelösten Achtsamkeit, sie dasein zu lassen, sie anzuschauen, sie zu beobachten, ohne sich einzumischen, ohne etwas hinzuzufügen, ohne sie kontrollieren oder lenken zu wollen, ohne krampfhaft „positiv“ sein zu wollen. Tantra ist ‚Annehmen, was ist’ und zwar – in Dir.

    „Annehmen, was ist“ sollte aber nicht missverstanden werden als esoterisch verbrämte Hängenmatten-Philosophie, als träge und faule Träumerei, als kraftlose oder ängstliche Untätigkeit. Nein, der Tantriker wird immer wieder Risiken eingehen und mutig Grenzen überschreiten, ohne zu wissen, was ihn jenseits davon erwartet.

    Die Stimmungen und Gedanken und Gefühle, die kommen, anzunehmen ist aber ein weiser Akt der Demut und schafft Raum, schafft Distanz zur Identifikation, schafft innere Freiheit. Dankbar sein können,, auch für Dunkles…wenn Dir das gelingt, bist Du schon sehr weit gekommen auf dem tantrischen Weg;

    Dann können wir leichter wandeln und ein Lied singen…manchmal….

  • Tantra ist Konfrontation mit der Wahrheit

    Tantra ist Konfrontation mit der Wahrheit

    Suche nach Sex oder Suche nach spritueller Erleuchtung?

    clip_image001_000

    Interviewer: „Heute ist das Interesse an Tantra sehr gross…“

    Dieter Jarzombek: „Nein. Nein, das bezweifle ich. Das Interesse am Sex ist gross. Und ich glaube, dass viele Menschen das Tantrische, das Heilige, das Spirituelle in Kauf nehmen, weil sie sich so dem Thema Sex etwas angstfreier nähern können. Es ist ein Weg. Ich will ihn nicht verurteilen.“

      (mehr …)

  • Das Wurzelchakra: Ohne Wurzel keine Blüte

    Das Wurzelchakra: Ohne Wurzel keine Blüte

    Ehre Dein Bedürfnis nach Beschützt-Sein

    clip_image002_019

    Die Themen

    Das Wurzelcakra ist das unterste Energiezentrum des Menschen, dem Erdelement und der Geburt zugeordnet. Es dient der Erdung und seine Funktion ist stabilisierend. Im Körper ist es am Beckenboden in Gegend des Anus gelegen.

    (mehr …)

  • Siddhartha – der Tantriker

    Siddhartha – der Tantriker

    Mit 45
    ist das Leben
    (mit faulen Kompromissen)
    vorbei!

    clip_image002_000

    Nach langer Zeit habe ich einmal wieder Hermann Hesse’s Siddhartha gelesen und bin auf’s Neue ganz begeistert: Nicht nur ist es ein Meisterwerk der Literatur- jeder Satz ein Genuss – gleichwohl können wir sehr viel daraus lernen.

    (mehr …)