Kategorie: Lucian’s Tantra-Essays

Lucian’s Tantra-Essays

  • Kalis Werk – Gefangenschaft und Befreiung

    Kali –  Das Universum, ihr großer Sandkasten

    Diese Urkraft ist immer am Werke. Sie schafft, erhält und zerstört, als wenn sie spielt. Ich habe meiner Tochter gerade einen neuen megagroßen Sandkasten gekauft…genauso wie ein Kind spielt die Göttin mit Sand, baut etwas, freut sich dran und macht es im nächsten Moment wenn es ihr gefällt wieder kaputt. Sie scherzt und spielt. Sie ist eigenwillig und geht ihre eigenen Wege. Sie ist voller Seligkeit.  Nach der Auflösung des Universums am Ende eines großen Zyklus sammelt die Göttliche Mutter den Samen für die nächste Schöpfung ein. So war das Corona-Jahr Zerstörung und Verlust, gleichzeitig der Beginn einer neuen Phase

    Kali – Herrin eines großen Spinnen-Gewebes

    Die Spinne webt das Netz aus ihrem Körper und bleibt in ihm. Kali oder Shakti ist zum Universum geworden und zu allem, was in ihm enthalten ist.

    Ist Kali schwarz?

    Oft wird sie so beschrieben, weil sie aus der Ferne dunkel erscheint. Aber nicht, wenn man sie näher kennt. Der Himmel erscheint blau, aber bei näherer Betrachtung hat er keine Farbe. Auch das Wasser des Ozeans scheint blau zu sein, aber wenn man es mit der Hand schöpft, ist es farblos. Verlust und Zerstörung erscheinen uns schwarz, es sind die persönlichen Katastrophen, die dunklen Momente unseres Lebens…ein Partner verlässt uns, wir verlieren einen Beruf, eine Krebserkrankung schockiert uns, doch alles das passiert nur, um uns von unseren Anhaftungen, unseren falschen Identifikationen  zu befreien. Kalis helle Seite ist der Impuls  zur Befreiung und Loslösung aus falschem Denken und Handeln. Diese lichte Seite ist Glück und Freude die aus der Dunkelheit erwachsen. Durch Maya (die große Täuschung) verstrickt sie uns und durch Gnade befreit sie uns. Sie ist die Erlöserin, die Befreierin von allen Fesseln, die uns an die Welt binden.

    Maria im Herzen ist das Wohnzimmer der Göttin

    Immer wenn Du an die große Göttin denkst als Kali oder Maria oder Mutter Erde, mache Dir klar, dass sie in der Mitte Deiner Brust thront und dort gegenwärtig ist und von dort die Welt regiert. Sie schenkt Dir innere Wärme und Mitgefühl.

    Fühle Dich als Diener, Kind oder Baby der Großen Göttin

    Sie scherzt und spielt. Nicht immer verstehen wir gleich ihre grausamen oder makaberen Scherze.

    Nicht immer verstehen wir ihre Gnade und ihre grundlosen überraschenden Geschenke und Wunder.

    Wenn es ihr gefällt schenkt sie nur einem unter 100.000 Freiheit, weil unser Geist zu eng ist. Das Universum ist ihr Spiel. Fühle Dich als ihr Diener, das macht Deinen Geist frei.

    Fühle Dich als ihr Kind, geliebt und gehalten, das bringt Dir Frieden und Ruhe.

    Fühle Dich als ihr Säugling. Das bringt Dir Geborgenheit und Freiheit von allen Sorgen. Sie wirkt, Du bist ihr Kind das beschützt ist.

    Es ist nichts Falsches daran in der Welt zu leben

    Ihr dürft nur Euer Denken auf die Große Göttin richten, sonst ist alles umsonst. Tue mit der einen Hand Deine Pflicht in Beruf und Familie oder Partnerschaft und, halte Dich mit der anderen Hand an der Göttin fest. Ist die Pflicht erfüllt, umarmt die Göttin mit beiden Händen.

    Freie Seele

    Sagt Euch selbst stets: „Ich bin eine freie Seele“ Wie kann ich gebunden sein, ob ich nun in der Welt lebe oder im Wald? Ich bin ein Kind der Göttin, der Königin aller Königinnen. Wer kann mich binden?“

    Lied Gedicht aus Indien

    Wer weiß denn schon, wer Mutter Kali ist?

    Selbst die sechs Darshanas (philosophischen Systeme)

    vermögen nicht, Sie zu enthüllen.

    SIE ist es, wie die Schriften sagen,

    die das innerste Selbst des Yogis ist,

    der nur im Selbst all seine Freude findet;

    SIE, die aus eigenem freien Willen

    In allem wohnt, was lebt.

    Mein Herz, wie kannst Du danach trachten,

    das Wesen der Göttin zu erkennen?

    Irrst wie ein Narr umher,

    den man in einen dunklen Raum gesperrt!

    Ekstatische Liebe ist’s, die SIE erfasst;

    Wie kannst Du ohne Liebe SIE je ermessen?

    Nur durch Bejahung, niemals durch Verneinung,

    wirst Du SIE erkennen können;

    nicht durch Veda, noch durch Tantra,

    auch nicht durch die 6 Darshanas.

    Im Elixier der Liebe nur

    Erfreut SIE sich, mein Herz!

    In Freude, die nie endet,

    wohnt SIE im Inneren des Menschen.

    So tief, wie ein Mensch meditiert,

    so tief ist seine Liebe;

    so tief, wie seine Liebe,

    so groß ist sein Gewinn;

    und Glaube ist die Wurzel von allem.

    Wenn in dem Nektarsee von Mutter KALIs Füßen

    Mein Denken tief versunken bleibt,

    wozu dann Andacht und Opfergaben….

  • KALI III: Kali & Maria – Zerstörung und Beschütztsein

    Im Tantra wird die weibliche Gottheit verehrt – in allen Aspekten und vielen Formen, die Kali, die schwarze und die weiße Madonna.

    Kali ist Schrecken

    Kali ist expressiv und wild mit herausgestreckter Zunge.

    Aber nur für das falsche Ego ist das erschreckend, weil sie alles wegreißt und zerstört, weil sie uns verlieren lässt das, an das wir anhaften. Sie ist laut und knallend und kommt polternd! Es sind die Schreie eines Schlachtfeldes zu hören.

    Sie ist die Katastrophe unseres Lebens. Es schmerzt, wenn wir  unsere Anhaf-tungen spüren und verlieren.

    Jede Entwicklung und jedes Wachstum braucht Kali-Energie.

    Maria ist die all-liebende in Bescheidenheit

    Die „Regina della Amore“ = Königin der Liebe in Italien, als schwarze Madonna in der Ostkirche bekannt oder als „Virgen de Cobre“ z.B. in Kuba als Schutzheilige.

    Maria ist die hintergründige Kraft, die unendlich demütig und bescheiden auftritt, denn strahlt sie eine so große Macht der Liebe aus. In Sanftheit und fast schüchtern und versteckt – in der Kirche oft in einer dunklen Neben-Nische, ist sie nicht gleich zu finden. So steht Maria für die alles mitfühlende und alles verzeihende ideale Mutter, die selbst ganz schlicht ist und nicht im Hintergrund bleiben möchte, fast unsichtbar. Sie ist nicht vordergründig sondern sehr schlicht, fast unscheinbar und hintergründig, nur ein Gefäß.

    Sie ist nicht laut, sondern leise  und zart. Wie ein Baby können wir ihrer Liebe immer gewiss sein.

    KALI ist MARIA und MARIA ist KALI

    Kali enthält auch Maria und Maria enthält auch Kali, wie Yin und Yang.

    Beide sind nur zwei Seiten einer Münze, und beides ist notwendig für Entwicklung und Wachstum.

    Lass uns also weder Maria noch Kali verdrängen sondern unsere Lust an der Vergänglichkeit und am Verlieren zelebrieren genauso wie die Lust an der Geborgenheit und Gnade und die Weichheit der Vergebung und des Verzeihens… Denn der Teufel verzeiht nie und ist immer auf Rache und Krieg aus. Maria verzeiht immer, auch das Schlimmste, wenn jemand reumütig und einsichtig ist.

    Warum lässt die große Göttin Kali  uns  umherirren? Ist das nicht grausam?

    Es ist Kalis Wille, dass wir ein bisschen umherirren.. Es ist ihr großer Spaß. Gott hat die Welt zu seinem Vergnügen geschaffen. Man nennt das Mahamaya Die große Illusion. Deshalb muss man Zuflucht nehmen zur Göttlichen Mutter, der kosmischen Kraft. Sie hat uns in diese Täuschungen verstrickt. Man kann die Große Göttin KALI nur erkennen, wenn alle Täuschungen überwunden sind.

    Gedicht von Premdas

    Der milde Frühlingswind des neuen Tages

    Weckt neue Freudenwellen

    Sanft weht er auf die Erde

    Den Duft der Liebe der Göttin nieder,

    bis alle Yogis ganz berauscht von dieser Liebe,

    in Seligkeit versunken sind.

    Auf dem Meer der Welt entfaltet sich

    Der Lotus dieses neuen Tages.

    Oh, siehe da die MUTTER sitzen,

    von segensvoller Majestät umhüllt!

    Sieh wie die Bienen dort den Nektar schlürfen,

    vor Freude wie von Sinnen!

    Sieh, wie der Mutter Antlitz strahlt,

    das so bezaubert alle Herzen

    und zieht in ihren Bann das ganze All!

    Um ihre Lotusfüße sammeln sich Scharen trunkener Heiliger,

    vor Freude tanzend.

    Wie unvergleichlich ihre Schönheit ist!

    Wunschlosigkeit ohne Ende

    Durchzieht das Herz, wenn Sie erscheint.

    O Bruder, sagt Premdas,

    demütig bitt ich dich und alle andern,

    singt der MUTTER Preis!

    Kali befreit uns von allem Schrecken und aller Anhaftung an falsche Sicherheiten!

    Kali schiebt und schubst Dich vorwärts, heraus aus Deiner Bequemlichkeit, damit Du Dein ganzes Potential ausschöpfst und jede noch so versteckte Angst ans Tageslicht bringst um sie aufzudecken und zu erkennen als Trugbild von unserem eigenen Verstand erschaffen.

    Mit der rechten Hand gewährt Kali ihren Kindern Wohltaten, mit der anderen löst sie ihre Furcht auf. Sie verbindet den Schrecken der Zerstörung mit der Versicherung mütterlicher Zuneigung, denn sie ist die gleichzeitig  liebende Mutter und die Wohltäterin.

    Was wie ein Verlust erscheint, ist in Wirklichkeit der Anfang von einer guten neuen Phase. So fegt Kali alles hinweg, was dem Glück und der Lust im Wege steht

    Wenn Kali so Raum schafft, dann kann er kommen, der WONNEMONAT Deines Lebens!

  • Kali IV: Die Zerstörungs-Göttin des Tantra. Platz machen und Raum schaffen für Freude und Lust

    Zerstörung des Schreckens

    Oben seht ihr das Bild der Kali-Göttin.

    Sie verkörpert Erschrecken und Zerstörung und gleichzeitig die Befreiung von aller Angst. Ihr seht die zerstörenden Arme mit der Machete und dem abgeschlagenen Schädel sowie einem Kleid aus abgeschlagenen Armen und Beinen…

    Gerade in Zeiten von Corona pulverisierte KALI all unsere Pläne…und wieder und wieder und wieder. Sie zerstörte unsere Träume und Hoffnungen, wieder und wieder  und wieder. Sie zwang uns nur noch in der Gegenwart zu sein, in diesem Moment. Sie entriss uns Freunde und liebe Menschen und warf uns ganz auf uns selbst zurück. Sie nahm uns die Wärme der Gemeinschaft, den Trost der Gruppe Gleichgesinnter und zerstörte die Rituale des Feierns, die uns früher halfen, unseren Alltag und unsere Sorgen zu vergessen, und Kraft zu schöpfen für unsere Routinen. All das hatten wir nicht mehr.

    Eine kleine Geschichte von einem Scherz mit meinem Sohn…

    Ich habe im Internet im Karnevals Versandhandel ein Kali-Kostüm gesehen und bestellt, ein Anzug mit blauer Haut, eine schwarze Perücke und einen Gürtel aus abgeschlagenen Füßen und Beinen…

    Als die zwei abgeschlagenen Füße aus Gummi lebensecht bemalt kamen, habe ich sie eines abends im Bett unter der Bettdecke meines Sohnes versteckt. Als er schlafen ging gegen21 Uhr hat er sich fürchterlich erschreckt sie im Bett zu finden und spontan geweint…Ich bin sofort zu ihm und habe ihm alles erklärt, dass es nur Attrappen sind und auch im Film nie der echte Tod und das echte Blut gezeigt werden, sondern nur Filmblut – so eine Art Ketchup.

    Ich habe ihn gefragt, was er als erstes gedacht hat? Und er sagte, dass es „von einem Mörder ist im Haus“…

    Dann habe ich ihn festgehalten und umarmt so lange, bis er sich beruhigt hatte und er hat ruhig geschlafen ohne böse Träume:

    Was lehrt uns das? – Das Schlimme ist letztlich nur eine Illusion, selbst wenn es in real passiert. Kali lehrt uns, dass das Wesentliche nicht  zerstörbar ist und sie erschreckt uns durch die Zerstörung unserer liebgewonnenen inneren Bilder. Wir verdrängen den Schatten und nur deshalb macht uns die dunkle Seite Angst. Das Leben hat aber immer Beides.

    Die Geschichte von der Schlange und dem Gartenschlauch

    Jemand spazierte des nachts durch einen Garten bei Halbmond, plötzlich tritt er auf etwas und springt erschreckt zurück, eine Schlange, vielleicht eine gefährliche, giftige….dann schaut er genauer hin und sieht, dass es nur ein Gartenschlauch war, doch sein Herz rast noch wie verrückt von Angst….

    Warum lieben die Menschen die Krimis, die Thriller, wo es um Mord und Totschlag geht, um das Schlimme und Böse?

    Wenn man ab 20.15 Uhr zur Primetime durch die TV Kanäle zippt, werden zu 70% Krimis oder Gewalt-Action-Filme gezeigt, wo Agenten, Detektive, Kommissare, Polizisten hinter dem Bösen her sind und es verfolgen. Das bringt die höchsten Einschalt-Quoten. Schöne und romantische Filme langweilen die Menschen oft, wie Rosamunde Pilcher…

    Die Schurken, die Verbrecher sind die Helden neben den Bekämpfern…Sogar im realen Leben bekommen Massenmörder und Verbrecher im Gefängnis täglich Liebesbriefe von Frauen, sie werden insgeheim verehrt….Der Beamte, der ordentlich seinen Beruf macht bekommt nie private Post….

    Menschen weiden sich am Grausamen, sie suhlen sich im schlimmen Skandal.  Die Nachrichten sind am beliebtesten, wo eine besonders schlimme Katastrophe passiert ist, der Flugzeugabsturz in den Pyrenäen, die italienische Autobahn-brücke, zusammengebrochen bei Genua, ein Tsunami in Thailand, der Anschlag auf das World Trade Center und jetzt Corona. Oder Vergewaltigung, Kindesmissbrauch, Lüge und Betrug, lassen die Quoten in die Höhe schnellen.

    Warum ist das so?

    Instinktiv spürt jeder, dass die verdrängte dunkle Seite – KALI – anerkannt werden möchte. Und man agiert das Böse, Schlimme und Schreckliche innerlich aus durch diese Filme. Entweder haben sie ein Happy End und zum Schluss wird der Verbrecher getötet oder gestellt. Wenn nicht, hat zumindest jeder ,der behütet auf seinem Sofa sitzt mit einer Flasche Bier das Gefühl, hach- wie gut es mir doch geht, bei all dem Schlimmen was in der Welt passiert.

    Meistens kann er den Fernseher ausstellen und in Ruhe schlafen weil er weiß – es war nur ein Film, es war nur Fiktion und im Vergleich geht es mir doch verdammt gut und ich lebe vergleichsweise sicher und bequem.

    Michael Jacksons Hit und Video Thriller

    Michael hatte die höchsten Verkaufsraten aller Zeiten mit dieser CD und dem Musikvideo, es spielt auf einem Friedhof, mit auferstandenen Leichen und Monstern…und ein teuflisches Lachen ist zum Schluss zu hören. Genau dieses Lachen ist Kali, die uns damit sagt: „Komm nimm es nicht so ernst, es ist nur eine große Illusion im Spiel Lila des Kosmos. Was Dich erschrecken kann ist eine Illusion, nicht wirklich.“ Ist das makaber? Vielleicht  – aber wahr.

    Kali befreit uns von allem Schrecken und aller Anhaftung an falsche Sicherheiten!

    Kali schiebt und schubst Dich vorwärts, heraus aus Deiner Bequemlichkeit, damit Du Dein ganzes Potential ausschöpfst und jede noch so versteckte Angst ans Tageslicht bringst um sie aufzudecken und zu erkennen als Trugbild von Deinem eigenen Verstand erschaffen.

    Mit der rechten Hand gewährt Kali ihren Kindern Wohltaten, mit der anderen löst sie ihre Furcht auf. Sie verbindet den Schrecken der Zerstörung mit der Versicherung mütterlicher Zuneigung, denn sie ist die gleichzeitig  liebende Mutter und die Wohltäterin.

    Was wie ein Verlust erscheint, ist in Wirklichkeit der Anfang von einer guten neuen Phase. So fegt Kali alles hinweg, was dem Glück und der Lust im Wege steht.

    Wenn Kali so Raum schafft, dann kann er kommen, der ewig währende WONNEMONAT unseres Lebens!

  • War Jesus ein Tantriker? Tantra und die Botschaft des Oster-Festes….

    Welche Botschaft hat Ostern für uns Tantriker?

    Ist es ein Fruchtbarkeits- und Freudenfest zum Frühlingsanfang oder die Erinnerung an den schlimmen Tod von Jesus am Kreuz?

    Ostergeschichte von Jesus

    Schon als Kind habe ich mit Ostern zweierlei Dinge verbunden. Auf der einen Seite das freudige Eiersuchen und Zusammensein mit Familie. In der Kirche war es sehr schwer und dramatisch: Leiden, Sterben und Auferstehung Christi

    Das letzte Abendmahl am Abend des Gründonnerstag: das erinnert uns an die Bedeutung von Gemeinschaft und die Kraft der Gruppe, was  uns so fehlt im Lock Down.

    Das einsame Beten von Jesus im Garten Getsemane

    Karfreitag:  Kreuzweg, Kreuzigung und Tod

    Karsamstag: Beerdigung und Ruhetag

    Ostersonntag: Die Auferstehung von Jesus – Sieg über den Tod! Osterkerze und Osterfeuer stehen dafür, dass das Licht siegt über die Dunkelheit, den Tod!

    (ist aber nicht körperlich gemeint)

    Ostermontag: Tag der Familie und des Opferlamms, das die Juden zum Passahfest schlachteten

    Das hat die christliche Religion oft zu etwas Schweren, Dunklen gemacht, nicht zu einem lichtvollen Garten der Freude. Der Arme, der am Kreuz hängt, und leidend verblutet….

     Doch das ist nur eine falsche Interpretation.

    Als Jeshua wusste, dass er inhaftiert und hingerichtet würde, ging er allein in den Garten Getsemane und sprach mit Gott: „Mein Herr, mein Herr, warum hast Du mich verlassen…

    Herr, ich habe Angst zu sterben….“ „Ich habe solche Angst, ich zittere im Angesicht des Todes. Herr lass den Kelch an mir vorüber gehen, doch nicht mein Wille sondern Dein Wille geschehe!“ Das war das letzte Aufzucken des Egos, wo Jesus seine menschliche Seite zeigte. (Die letzte Versuchung Christi).

    Jeshua (Name von Jesus in seiner eigenen Sprache) ist nicht vor der Angst geflohen, Jeshua hat nicht gegen die Angst gekämpft, er hat sich ihr gestellt, er hat sie angeschaut und ist stehen geblieben.

    Auch hat er seinen Schmerz nicht mit Drogen betäubt. Man hatte ihn vorher gefoltert, ein Auge war zugeschwollen, Fleischfetzen hingen schon aus blutenden Wunden.

    In Israel war es damals üblich, den ans Kreuz geschlagenen und sterbenden einen Schwamm mit Myrre-Wein zu reichen, woran sie sich laben konnten um nicht zu viel Schmerz zu spüren. Als man Jeshua den Schwamm auf einem Stock reichte hoch ans Kreuz, hat er den Kopf nur weggedreht. Und es wird berichtet, dass er im Todesmoment einen lauten Schrei ausgestoßen hat, der sogar die ganze Natur erschütterte. Er war kein steriler Engel, sondern er hat seine Emotionen rausgelassen und geschrien: Hier war er auch Mensch obwohl Göttliche Inkarnation, Gottes Sohn. Er war Gott zum Anfassen und hat auch andere angefasst. Insofern wandeln wir Tantriker auch auf Jeshuas Spuren.

    Konfrontiere Dich mit Deiner Dunkelheit und Deinen Ängsten. Danach kannst Du das ganze Kreuz wegwerfen.

     

    Was ist Tod, was ist Angst?

    Es gibt keine Angst und es gibt keinen Tod! Beide sind eine selbstgemachte Illusion des Geistes! Und Ostern ist das Freudenfest des Triumphierens über den Tod, den es in Wirklichkeit nicht gibt nur als Gedankenkonstrukt über die Zukunft.

    Das was nicht ist, kann in Sein nicht kommen, doch das was ist, hört niemals auf zu sein.

    Jeder anderen Angst liegt die Angst vor dem Tod zugrunde, die Angst zu sterben, die Angst nicht mehr zu sein. Das kann nur sein wenn wir uns falsch mit dem Körper identifizieren.

    Wir leben nicht nur in unseren Kindern weiter, sondern auch wenn wir in die Natur schauen gibt es dort keinen Tod. Aus jedem abgesägten Baum sprießt wieder was Neues hervor.

    Mit seinem Tod wollte Jesus uns also zeigen, dass jede Angst eine Illusion ist – und er hat es durch die Auferstehung demonstriert.

    Jesus wollte uns lehren mit seinem finalen Schicksal: Wenn Du keine Angst mehr vor dem Tod hast, WEIL DU WIRKLICH LEBST , dann hast Du vor nichts mehr Angst.

    Und das ist nicht als physische Unsterblichkeit zu verstehen sondern unsere Essenz ist Geist.

    Deshalb sagen die Heiligen in Indien, nicht: sterben, sondern nur er/sie hat den Körper verlassen.

    Alles was wirklich wertvoll ist, wie die Liebe ist unsterblich und überdauert jeden Tod.

    Die Liebe kann uns keiner Nehmen, den Körper ja. Wir werden alle altern und sterben  und unsere Liebsten auch. Wenn wir alt sind hat irgendwann der Körper nicht mehr die Abwehrkraft und es ist dann egal woran wir sterben, ob es Corona oder Krebs oder Herzinfarkt heißt.

    Vipassana/ Buddha lehrt

    Die Vergänglichkeit alles Äußeren

    • Der Körper ist vergänglich (Corona)
    • Der Atem ist vergänglich
    • Die Gefühle sind vergänglich
    • Die Gedanken sind vergänglich

    Angst ist somit nur ein Gedankenbild von Leid & Schmerz aus der Vergangenheit projiziert auf die Zukunft: Warum sehen wir den Tod immer Negativ? Kann er nicht genauso etwas Befreiendes, Wunderbares, Leichtes, Erleuchtendes sein? Der Beginn von etwas Neuem = Geburt?

    Das Jetzt-Jetzt Kontinuum ist das Einzige, das nicht vergänglich ist.

    Das wird in der Bibel und bei Jesus  das „ewige Leben“ genannt.

    Es bedeutet nicht physische Unsterblichkeit, die unsere Kultur im Jugendwahn ersonnen hat.

    Kreuzigung des Egos KALI

     „Es geht heute um die Kreuzigung des Egos. Nur was unecht ist, kann abfallen und sterben; Dein wahres göttliches Wesen nicht.“ Für mich fühlt sich das ganze Corona-Jahr wie eine Kreuzigung an.

    Ostern als sinnliches Freudenfest der Heiden

    Es ist ein altes heidnisches Fruchtbarkeitsfest im Frühling, wenn wieder alles sprießt

    Daher die Hasen – die immer geil sind und rammeln was das Zeug hält und die Eier, die auch für die Fruchtbarkeit stehen….Die österliche Freudenzeit „frohe Ostern!“

    Osterhasen, Ostereier, Osterfeuer; seid fruchtbar und vereinigt Euch, lebt die Freude!

    Somit ist die Osterbotschaft: Sei sinnlich und genieße alles Schöne der Erde für die

    Lebenszeit Deines Körpers hier auf der Erde – und nimm dieses Geschenk an!!

  • KALI – die Göttin des Tantra: Ende und Anfang

    Fürchte Dich nicht vor Veränderungen und Verlusten!

    Das Alte muss losgelassen werden, um Platz für das Neue zu schaffen

    Zerstörung und Schrecken

    Die höchst machtvolle Hindu-Göttin wird von vielen gefürchtet, die die natürlichen Zyklen von Geburt, Tod und Wiedergeburt nicht verstehen. Kali ist die Verkörperung von Mutter Natur, die mit ihren Stürmen und Feuern, Vulkanausbrüchen, Erdbeben, Tsunamis  und Überschwemmungen das Alte hinwegfegt, um den Boden für neue Saat und neues Leben vorzubereiten.

    Das Dunkle und der Schatten – die Sonnenfinsternis

    Diese Urkraft ist immer am Werke. Sie erschafft, erhält und zerstört, als wenn sie spielt. Diese Kraft wird Kali genannt oder Shakti. Manchmal wird sie schwarz dargestellt. Sie erscheint schwarz aus der Ferne, aber nicht, wenn man sie näher kennt. Der Himmel erscheint blau, aber bei näherer Betrachtung hat er keine Farbe. Auch das Wasser des Ozeans scheint blau zu sein, aber wenn man es mit der Hand schöpft, ist es farblos.

    Kali schiebt und schubst Dich vorwärts, heraus aus Deiner Bequemlichkeit, damit Du Dein ganzes Potential ausschöpfst.

    Gefangenschaft und Befreiung sind beide Kalis Werk. Durch ihre Maya (Illusion) werden Menschen in Gier und Sucht und Angst verstrickt und durch ihre Gnade erlangen sie Befreiung. Sie wird die Erlöserin genannt und die Befreierin von den Fesseln, die uns an die Welt binden.

    Naturgesetze von Erschaffen, Erhalten und Zerstören

    Kali sagt: „Ich lobe alle, deren Herzen die universelle Ordnung akzeptieren.“

    Kali ist ständige Veränderung und Wandlung. Doch das Ego sucht Sicherheit durch Besitzen und Festhalten und kämpft oft gegen jede Veränderung. Sie erscheint nur chaotisch und ewig veränderlich, tatsächlich ist alles, bis in das kleinste Detail, so entworfen, dass es perfekt funktioniert. Der Tanz des Universums ist fröhlich. Die sich drehenden und wirbelnden Energien sind eine unendliche Feier des Lebens selbst. Reihe Dich in diesen Tanz mit ein, geliebtes Wesen, und erfreue Dich an dem wunderbaren Gewirk der Geschichte Deines Lebens. Fürchte Dich nicht vor Veränderungen oder Verlusten!

    Es fällt uns in unserer Kultur so schwer, auch den Verlust und das Ende und den Tod als Notwendigkeit und Gnade zu sehen. Kali ist nicht böse, genauso wenig wie das Sonnenlicht, das auf alle gleichermaßen herunterscheint. Licht lässt Leben wachsen und kann genauso gut verbrennen als Feuer. Das alles sind nur Ausdruck der auf ihrer Umlaufbahn vorüberziehenden Energien, die mit Dir und Deinen Lieben spielen. Nimm diese Erfahrungen als Beweis dafür an, dass Du lebendig bist! Nimm Deine tiefsten Gefühle als Zeichen Deiner wahren, menschlichen Essenz!

    Das kosmische Spiel – Lila

    Die Göttliche Mutter scherzt und spielt. Das Universum ist ihr Spiel (Lila). Kali ist eigenwillig und geht ihre eigenen Wege. Sie ist voller Seligkeit. Es ist ihr Wille. Sie will das Spiel mit ihren Geschöpfen fortsetzen. Beim Versteckspielen hört das Herumlaufen auf, sobald alle das Mal berührt haben. Das Spiel kann dann nicht weitergehen und das missfällt ihr. Sie hat Spaß am Fortgang des Spieles. Kali ist das Gesetz und die Produzentin und Beobachterin und Genießerin des kosmischen Spiels, das der Mensch und die Natur innerhalb dieses Gesetzes gleichsam wie ein Theater aufführen.

    Manifestation

    Kali ist die Göttin, um alles zuwege zu bringen. Wenn Du sie anrufst, kannst Du alles manifestieren! Wer sie anruft hat eine machtvolle Verbündete an seiner Seite.

    Schutz und mütterliche Zuneigung – Gnade und Segen

    Kali ist die Mutter des Universums. Wenn es ihr gefällt, löscht sie die Spuren des Ichs im Menschen und lässt ihn aufgehen im Bewusstsein des Absoluten.

    Mit der rechten Hand gewährt Kali ihren Kindern Wohltaten, mit der anderen beschwichtigt Sie ihre Furcht. Sie verbindet den Schrecken der Zerstörung mit der Versicherung mütterlicher Zuneigung, denn sie ist die kosmische Kraft, die Gesamtheit des Universums, die wunderbare Harmonie der Gegensatzpaare. Sie schickt den Tod und sie erschafft und erhält

    Was können wir daraus lernen? Zerstörung und Verlust aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Unsere derzeitigen Veränderungen sind zu unserem Besten. Halte Deine Gedanken positiv, denn sie haben Macht. Was wie ein Verlust erscheint, ist in Wirklichkeit der Anfang von einer guten neuen Phase. Lasse die Vergangenheit los. Denn Verlust ist immer auch Vergangenheit. Es ist Zeit, weiterzuziehen!

  • Revolution der Liebesbeziehung – Liebe als Besitz oder Liebe in Freiheit?

    Heute ist Frühlingsanfang und bei Manchem keimen die ersten Frühlingsgefühle auf. Die Sehnsucht ist groß, umso mehr nach einem Jahr Gefängnis im Lockdown. Die Sehnsucht sich zu verlieben, egal ob in den gleichen oder einen neuen Partner, steckt in uns allen.

    Der Wunsch nach Erneuerung und Wachstum. Das Bedürfnis nach euphorischer Freude, die Dich selbst und alle Sorgen des Alltags vergessen lässt….

    Ich glaube, ich habe mich das schon immer gefragt, ob die Liebe zwischen Mann und Frau OHNE SCHMERZ möglich ist. „Neue Besen kehren gut!“ sagt der Volksmund. Zumindest haben wir den Eindruck am Anfang einer Beziehung. Doch habe ich in den ersten vier tiefen Beziehungen gerade vor, beim und nach dem Auseinandergehen die tiefsten Schmerzen empfunden, die ich je hatte in meinem Leben.

    Woran liegt das? Klar, am Anfang trinken wir „süßes Gift“, so meint der Bestseller-Autor aus den 80’er Jahren „Traumvorstellung Liebe“ von Robert Johnson. Das schmeckt vorzüglich und versetzt uns in einen komplett blinden Rausch. Und zwar deshalb, weil jeder beim Verlieben denkt, er hätte im Partner die ideale Mutter gefunden. Denn nur die könnte alles Geben und wirklich jedes Bedürfnis rundum sättigen. Und natürlich kann in der Realität kein Partner alle Bedürfnisse erfüllen, die Projektion muss zurückgenommen werden, die Seifenblasen zerplatzen, die Illusion wird nach und nach zerstört, zurück bleiben zwei Menschen mit Fehlern und Schwächen, wie sie wirklich sind. Dann kommt der Moment der Transformation oder die Flucht vor der Nähe: Liebe ich den anderen wie er ist, oder trenne ich mich?

    Damit aus dem anfänglichen Feuer also keine Asche wird, ist es notwendig die Liebe immer wieder neu zu erweitern und sie neu zu erschaffen. Nein, Liebe ist kein Selbstläufer, sondern eine Treppe, in der das Paar immer eine neue Stufe gemeinsam erklimmen muss, sonst stirbt die Beziehung. Ein Baum der nicht mehr wächst, ist tot. So ist es auch mit der Mann-Frau-Liebe.

    Dabei kommt Tantra ins Spiel: Tantra gibt den Paaren nicht nur immer neue Impulse, das Intimleben fantasievoll zu gestalten, sondern lehrt eine neue, eine andere Art von Liebe, als sie landläufig verstanden und gelebt wird. Wir nennen das: die universelle Liebe, eine Liebe jenseits von Vorlieben und Abneigungen, die über das Persönliche hinaus geht. Und wir glauben, dass dies die Essenz ist für jede langjährig erfüllende Wachstums-beziehung ist. Und für jedes Gipfel-Erlebnis jeden Höhepunkt in der Liebe.

    Das Hauptproblem in der Liebe ist das BESITZEN. Nur zu dumm, dass bei uns allen ganz schnell Liebe mit einem Besitzanspruch verbunden ist. Das Ego denkt: Wenn ich etwas besitze, bin ich glücklich, weil ich sicher bin. Doch das Kontrollieren der Liebe um der Sicherheit willen zerstört jede Glücks-Ekstase!!!

    ABER wer will schon besessen werden? Wenn wir besitzen sind wir besetzt und oft Besessen.

    Wollen wir uns nicht alle auch frei fühlen? Spüren wir nicht, wie glücklich das Gefühl von Freiheit machen kann?

    Die Welt lehrt uns, wir können alles Besitzen, nur nicht das Herz eines Menschen. Selbst wenn Du jemanden tot schlägst, kannst Du nicht erzwingen dass er/sie Dich liebt.

    Also scheint die Liebe ein Kind der Freiheit zu sein und gedeiht in Freiheit am Besten. Und ja, einsam sein will auch keiner. Allein ersticken wir oft in Einsamkeit, obwohl wir dann die höchste Freiheit genießen.

    Der Nachteil von Besitz ist: Jeder Besitz geht irgendwann verloren. Und dann leiden wir fürchterlich.

    Wenn jemand das Verlieren von Besitz genauso genießen könnte wie das Gewinnen von Besitz – JA DANN WÄREN WIR RAUS AUS DER ZWICKMÜHLE! Aber das ist eine hohe Weisheit, Verlieren macht genauso glücklich wie gewinnen, weil wir beim Verlieren frei werden von einem Zwang, einer Last, einem selbstgemachten Druck, der einengt.

    Und ist der Preis für die Nähe eines Menschen, dass wir dem anderen zu liebe unsere Bedürfnisse und Wünsche unterdrücken? Das wir uns verstellen und verbiegen bis zur Unkenntlichkeit? Auch das zermürbt und zerstört jede Beziehung, wenn die Liebe nur noch die Pflicht zur gegenseitigen Bedürfniserfüllung dient und jeder nur noch auf den anderen schaut, sich selbst vergisst.

    Die wahre Liebe ist ein sehr hohes Ideal, und dennoch folgen wir ihm im Tantra und lernen es Schritt für Schritt immer weiter zu leben.

    Es ist Liebe ohne Besitzanspruch, ohne Neid, ohne Eifersucht, ohne zu Manipulieren und daher auch gewaltlose Liebe, denn immer wenn das Ego denkt, der andere entgleitet Dir, werden wir offen oder subtil gewalttätig. Und ihr könnt mir glauben, schon so oft war mein Hass in einer Liebesbeziehung so tief, dass ich wirklich dachte ich könnte den anderen ermorden.

    Tantra lehrt eine Revolution der Liebesbeziehung zwischen Mann und Frau. Besitzen und einen Partner zu haben, nur um sich sicher zu fühlen ist altes Jahrtausend. Im neuen Jahrtausend erwartet das Leben von uns, dass wir uns weiterentwickeln. Diese Liebe kann dem anderen alles Gönnen an Glück auch wenn er/sie es mit jemand anderen erleben sollte oder sich sogar abwendet. Die neue Liebe übt, nicht zu besitzen und will wirklich das größte Glück für den anderen –  gleichzeitig für Dich selbst.

    Ich selbst bin an diesem Ziel auch noch nicht angekommen aber ich übe es und spüre, dass dadurch ein immer tieferes Glück in mir entsteht und immer öfter ekstatische Liebes-Erlebnisse!

    Darum rufe ich Euch zu: Liebe mit ganzer Leidenschaft, aber ohne zu Besitzen!! Dann bist Du leicht, diese LIEBE VERLEIHT FLÜGEL!!

  • Tantra über die Rolle von Humor und Lachen auf dem spirituellen Weg

    Verrückt – das ist es! Gerade hatten wir Karneval, auch die tolle, verrückte, wahnsinnige Zeit genannt. Da wird traditionell nochmal ausgelassen gefeiert, bevor die 40-tägige Fastenzeit bis Ostern beginnt…dieses Jahr tote Hose.

    Wahnsinn hatten wir jetzt genug ein Jahr lang.

    Karneval heißt wörtlich: Es lebe das Fleisch – oder auch Fleisch lebe wohl! Das enthält für uns Tantriker eine Essenz: Der Humor , das Lachen über sich selbst und andere ist so wichtig auf dem spirituellen Weg – denn nur so gewinnen wir Abstand zu unserem EGO. Ein Mensch, der zum Lachen in den Keller geht oder immer „bierernst“ ist, ist eigentlich kein Mensch, sondern ein Roboter. Nur solche Menschen sind gefährlich. Der Humor und das Lachen wurden erfunden, um die eigenen Fehler und die Fehler der anderen zu verschmerzen… und zu vergeben.  Humor hilft beim Loslassen des Egos, Humor macht frei. Insofern sind Humor und Erleuchtung sehr nah beieinander. Im Humor nehmen wir uns selbst nicht mehr so wichtig.  Wann könnte das notwendiger sein als in Corona-Zeiten, wo jegliches Feiern und Lachen schon fast verboten sind und die Gesichter immer blasser und länger werden… Das Wort ‚Humor‘ kommt von griech. Humores = Säfte. Das Lachen bringt die Säfte wieder ins Fließen – auch die sexuellen Säfte…. Zuerst hast Du keinen Spaß, dann hast Du Spaß, und im Tantra lernst Du nicht nur Spaß zu haben, sondern Spaß zu sein!

    Wer lacht, hat ein offenes Herz.  Und das ist so wichtig. Denn wenn wir uns in Streit und Rechthaberei verstricken, wird unser Herz bedrückt und beschwert. In der letzten Zoom Session durften wir gemeinsam erkennen, dass Corona ein Segen sein kann: wenn wir nicht kämpfen und nicht resignieren, sondern:

    • a) Annehmen, was ist
    • und b) schöpferisch ins Handeln kommen und andere neue Rituale erfinden, die glücklich machen. Andere Rituale als die, die wir jahrelang gepflegt haben. Wenn dann noch der Humor dazu kommt, dann kann jeder Tag in der Corona-Zeit ein Fest werden – ein echtes Gewinner-Gewinner-Modell – wir können uns freuen, wenn der Lockdown zu Ende geht – wir können uns aber GENAUSO freuen, wenn der Lockdown noch eine Weile weitergeht!!
    • Das ist FREIHEIT – was Tantra immer anstrebt….Das nennt man im Karneval auch die Narrenfreiheit. Der spirituelle Narr heißt in Indien Mayatita, einer der von Illusionen frei ist, kann nur lachen. Wie bei einem kleinen Baby, dem man nichts übel nehmen kann, egal wie ungezogen es ist oder was es kaputt macht, die Eltern geben dem Baby Narrenfreiheit und genauso gibt die Große Göttin uns Narrenfreiheit!

    Nimm sie Dir!

  • Lebe aus Entscheidungen anstatt aus Umständen

    Lebst Du aus Umständen oder aus Entscheidungen?

    Aus Sachzwängen oder aus Visionen?

    Das war eine der wichtigsten Lehren in meinem Leben, die ich von einem Coach lernen durfte und die aus dem Mitschwimmen in einer Herde der Masse aus mir einen Manifestierer gemacht hat. Ich weiß heute, dass ich alles erschaffen kann, was ich wirklich will!

    Nur zu oft höre ich von Menschen, die sich „eigentlich“ wünschen einen Kurs oder eine Ausbildung zu machen: „Dazu habe ich leider keine Zeit“

    oder: „Dafür habe ich leider kein Geld…“

    Und: „Wenn ich Zeit und Geld hätte – ja, dann würde ich….“

    Das ist der perfekte Weg, in seinem Leben zu stagnieren. So wirst Du alles beim Alten belassen, und auf bessere Umstände warten…

    Aber kommt Zeit? Kommt Geld – einfach so? Nein! Ganz gewiss nicht!!

    Wer alles dabei belässt wie es ist, wird die gleichen Resultate haben wie bisher. Willst Du das wirklich? Bist Du damit  zufrieden?

    Wenn nicht: Erinnere Dich, dass Du eine Schöpferin, ein Schöpfer mit freiem Willen bist.

    Was Du willst und wünschst, das geschieht, wenn Du es dir bewusst machst.

    ‚Keine Zeit‘ und ‚kein Geld‘ sind geschickte Lügen des EGO die Dich von dem abhalten möchte, was Dich wirklich glücklich macht!

    Denn – wenn Du ehrlich zu Dir selbst bist, weißt Du, dass Du jeden Tag 24 Stunden Zeit hast, wie jeder Mensch auf dieser Erde, egal ob arm oder reich.

    Und wenn Du das Schlafen abziehst hast Du immer noch 16 Stunden…über die Du frei entscheiden kannst.

    Und – wenn Du ehrlich zu Dir selbst bist: Hast Du in Deinem bisherigen Leben Dir nicht selbst schon oft bewiesen, dass zum Schluss immer Geld da war, um einen Deiner echten und tiefen Herzenswünsche zu verwirklichen?

    Wenn Du also ehrlich und wahrhaftig und ernsthaft mit Dir selbst umgehst, weißt Du, dass Zeit und Geld nie relevant sind, wenn es um Deine schöpferische Freiheit geht, zu erschaffen.

    Und so kommst Du immer zu der Frage: Zeit und Geld, wofür?

    Es geht um Deine inneren Werte, Deine Ziele, Visionen, Herzenswünsche…Wofür brennt Deine Leidenschaft im Leben? Was ist Dir wirklich wichtig?

    Für das, was Dir wirklich wichtig ist, wirst Du immer Zeit und Geld haben!

    Geld folgt guten Ideen.

    Wenn Dein Ziel groß ist und die Mittel (Geld) klein, handle trotzdem und Deine Mittel werden mit dem Handeln wachsen!

    Du hast die Wahl, Du darfst entscheiden, ganz allein!

    Und: Jede wichtige Entscheidung braucht Mut! Die Welt gehört den Mutigen!

    Es geht also darum, sich klar zu werden, was Dir wichtig ist, was Deine Prioritäten sind im Leben.

    Und das Wichtigste, sollte immer zuerst das Göttliche sein und Deine Seele, denn das ist der Ursprung, die Wurzel von allem. Und wenn die Wurzel nicht stark ist und genährt, wird alles andere am Baum vertrocknen und keine Früchte tragen.

    Folglich sind die intelligent, die die Zeit des Tages zuerst für ihre Seele und Gott verwenden und danach erst für alles andere.

    Die nächste Priorität sollte immer Deine Gesundheit sein, denn sie ist ebenso Grundlage von allem anderen. Schenke Dir täglich Zeit für Deine Gesundheit, z.B. durch Yoga, durch Laufen etc.

    Zuerst Seele und Gesundheit – alles andere kann warten.

    Sage Dir das täglich wie ein Mantra.

    Und dann erst darf alles andere folgen – Arbeit, Beruf, Familie, Kinder, Hobbies…

    Wobei für Männer danach immer die Priorität Beruf sein sollte

    Und für Frauen immer die Priorität Liebe/Beziehung, dann wird jeder glücklich!

    Denke einmal tief darüber nach und Du wirst es verstehen, dass Dein Leben nur fruchtbar sein kann mit den richtigen Prioritäten. Und verpflichte Dich dann innerlich nach Deinen Prioritäten Deinen Tag zu planen und einzuteilen!

    Seele/Gott zuerst – alles andere kann warten….

    Gesundheit zuerst – alles andere kann warten

    Liebe zuerst – alles andere kann warten

    Dann wirst Du Wohlstand auf allen Ebenen anziehen, Wohlergehen, Glück und Erfüllung im Überfluss. Das gönne und wünsche ich Dir von Herzen!

  • Winter-Sonnenwende: Tantra Essay von Lucian Einsamkeit ist die neue Seuche Tantra weiß: Des Menschen Seele lebt von Gemeinschaft und Stille

    Einsamkeit ist die neue Volkskrankheit. Jeder, der täglich mehr als zwei Stunden in sozialen Medien oder dem Internet surft, ist einsam. Er sucht den Ersatz für das Wirkliche. Das Digitale verödet die Seele und führt zur Langeweile, der Suche nach Unterhaltung und endet in Sucht und Krankheit.

    Die digitalen Medien verführen zum Konsum dessen, was andere gemacht haben, anstatt selbst kreativ zu sein. Womit haben Menschen ihre Zeit an langen Winterabenden verbracht, als es noch kein Smartphone gab, kein TV, kein Internet. Gab es diese Zeit überhaupt jemals?

    Das Wirkliche ist ein Gespräch, wo man sich in Augen und Gesicht schauen kann. Das Wirkliche ist, den anderen in körperlicher Gegenwart spüren, das Wirkliche ist eine Umarmung. Das Wirkliche ist GEMEINSAM lachen, GEMEINSAM weinen. Das Wirkliche ist echte Berührung. Das wirkliche ist gemeinsam singen, gemeinsam Musik machen oder gemeinsam Sport treiben.

    Wer einsam ist, stirb früher. Das ist wissenschaftlich untermauert. Denn wer einsam ist, erfährt psychischen Stress –  und diese Art von negativem Stress lässt Menschen früher sterben. Darum sucht und findet die echte Begegnung  und die Gemeinschaft auch und gerade jetzt! Unser Leben gehört uns!

    Auch vor der neuen Seuche und ohne sie sind im Durchschnitt 2.500 Menschen pro Tag in Deutschland gestorben! Täglich! (im ganzen Jahr 900.000). Sterben ist ein natürlicher Teil des Lebens. Und die Vorstellung, den Tod beherrschen zu können eine Illusion. Der Tod ist eine geistige Illusion, die größte von allen, welche allen übrigen Ängsten des Menschen zugrunde liegt. Wer in Angst ist, ist nicht in Liebe oder in Vertrauen. Darum können nur Liebe und Vertrauen Umstände ändern, die Angst kann es nicht. Auch ist nicht entscheidend ob jemand lange lebt, sondern WIE er oder sie gelebt hat. In Erfüllung und Glück oder in Leiden und Schmerz. Heute für ein Glück zu  leben, das erst morgen kommt, ist immer falsch, denn: Es gibt nur das HEUTE. Lass keine Stunde ihren Schatten auf die folgende werfen, und wenn diese vorbeigegangen ist, lass alles, was in ihrem Verlauf geschah, mit ihr gehen. So wirst Du ungebunden bleiben, in ewigem Frieden in der Welt der Zeit.

    Allein-Sein oder Einsam-Sein?

    Allein-Sein ist die selbst gewählte Ruhe. In ihr fühlst Du Dich wohlig und frei im Vergleich zur quälenden Einsamkeit. Als Ausgleich zur Aktivität und Arbeit braucht mensch immer wieder Alleinsein und Stille. Du hast nur dann inneren Frieden, wenn Du für die richtige Balance zwischen Yin und Yang sorgst. Dann fühlst Du Dich in der Ruhe und im Allein-Sein ALL-EINS.

    Die Große Göttin möchte sicherstellen, dass Deine heilige Ruhe ungestört und heiter bleibt, sorgenfrei in Deinem ewigen Zuhause. Sie möchte, dass alle Tränen abgewischt werden und dass keine bleibt, die unvergossen ist. Denn die Große Göttin möchte, dass Lachen eine jede Träne ersetzt und dass Du frei bist.

    Betriebsanleitung für „tantrischen Leerlauf“ in den Rauhnächten

    Tu einfach dies: Sei still, und lege alle Gedanken darüber, was Du bist und was die Welt ist, weg. Lege alle Konzepte über die Welt, die Du gelernt hast, alle Bilder, die Du von Dir selbst hast, beiseite. Lebe heute einen Tag, wo Du wirklich nichts musst und nichts sollst. Mach Deinen Geist von allem leer, was er für wahr oder falsch hält, gut oder schlecht. Entäußere Dich jedes Gedankens, den Du für würdig hältst und allen Vorstellungen, deren Du Dich schämst. Halte an nichts fest. Bringe nicht einen Gedanken mit, den die Vergangenheit Dich gelehrt hat, noch eine Überzeugung, die Du jemals gelernt hast von irgendetwas. Vergiss diese Welt. Höre und lese keine Nachrichten, vergiss Deinen Glauben und komme mit völlig leeren Händen  zu Deinem Gott.

    Und in unserem stillen Herzen und in unserem offenen Geist wird seine Liebe sich ihren Weg von selber strahlend bahnen.

    Praktisch: Mal 3 Tage kein einziges elektronisches Medium verwenden. Medium heißt wörtlich: „Ein Vermittelndes…“ Ohne Vermittelndes kommst Du zum Wesentlichen zu Dir, zum Zentrum, weil dann nichts mehr ist, zwischen Dir und dem Göttlichen.

    Schlafe lange. Verbringe Tage ohne Uhr, ohne Plan, ohne Zeit. Folge den feinen Impulsen Deines Inneren, denen Du getrost folgen darfst. Gehe raus und mache kleine Spaziergänge ohne Ziel und Zeitplan. Schaue in den Himmel und beobachte die Wolken. Atme bewusst und tief. Rieche die Luft. Trinke in Ruhe Tee. Iss nicht zu viel. Genieße oder gebe eine Massage. Mache es anders als im Alltag. Mache ein paar Körperübungen und bewege Dich, aber nur wenn es einem inneren Impuls entspringt und nicht zu viel, ohne Ehrgeiz. Streichele, umarme und nimm Dir Zeit für Zärtlichkeit.

    Wenn uns Weihnachten eines lehrt, dann ist es Vergebung. Das Zentrum, das A und O von Jesu Lehre: Vergebung ist Vereinigung. Vereinigung ist Vergebung.

    Als Mantra können Dir diese Sätze helfen, die Wunder wirken:

    Ich will vergeben, und dieses wird verschwinden.

     (mit „dieses“ ist gemeint, ein xyz-Negativgefühl)

    Ich vergebe und werde dieses anders sehen.

     (mit „dieses“ ist gemeint: Problem, Sorge, Ärger ABC)

  • Homo Lockdown – der sich selbst einsperrende & verstümmelnde Mensch: kopfgesteuert? schwanzgesteuert? herzgesteuert??? oder totalbescheuert??

    ‚Sei verrückt und lebe gefährlich!‘  ruft uns Tantra zu!

    Ja, ich bin auch Deutscher und habe auch einen Verstand und diesen auch meist sehr ausgiebig genutzt: Das war der Versuch, das Leben zu kontrollieren und unter Achtung der Normen und Gesetze gefällig zu leben. Und ja, ich habe auch lange versucht, ein guter Bürger zu sein, bei der Umwelt nicht anzuecken.

    Corona wirkt letztlich als Segen, doch der Lockdown zeigt uns schmerzlich wie Menschen in die Irre gehen können, wenn sie nur ihren Ängsten folgen, und diese sind Teil des Verstandes. Ebenso zeigt der Lockdown uns deutlich, wie sehr wir uns nach Freiheit, nach freier Entfaltung sehnen. – …noch mehr: Nach unbändiger, kindlicher, unkontrollierter Freude, nach Verrücktsein, nach Leichtigkeit…nach überschäumender Ekstase! Und vor allem nach Liebe IN GEMEINSCHAFT.

    Das ist der größte Schatz und das tiefste Urbedürfnis, das Menschen haben, egal auf welchem Kontinent in welcher Zeit und welcher Kultur. Du kannst Menschen alles nehmen, aber die Gemeinschaft ist das Schlimmste, wenn sie geraubt wird.

    Ja, alle diese natürlichen und verrückten Gefühls-Impulse wurden im Leben des Heranwachsenden und Erwachsenen hunderttausende Male unterdrückt, eingeschlossen und begraben. Und ja, die Freaks, die Spinner, die Verliebten, die Künstler, die scheinbar chaotisch Lebenden, werden belächelt als Wahnsinnige, Leichtsinnige, Verirrte.

    Doch Glück, Liebe, Leichtigkeit können wir weder durch Vernunft noch durch Verstand erlangen; höchstens die Illusion von Sicherheit, die materiell begründet wird.

    Daher ist die ganze Gesellschaft, das ganze System auf Sicherheit aus – und hat so Glück und Liebe, die Gefühle sterben lassen. Darum leben wir über weite Strecken wie Zombies, wie Roboter, die Programme, die Pflichten erfüllen. Ist das LEBEN???

    Deshalb sind auch Kinder nicht mehr erwünscht. Sie stören das Roboter-Leben. Für das „System relevant“ sind nur Überleben, Leistung, Profit-Maximierung, Effektivität, äußere Kontrolle, Prestige, materieller Wohlstand…Aber was ist das für ein System, in dem Glück und Liebe nachrangig geworden sind?

    Es ist ein System das unter das Niveau der Steinzeit zurückgefallen ist! Es ist ein System, das an sehr viel schlimmerer Krankheit als Corona oder Krebs leidet und das tief zerfressen ist, so dass nur noch eine morbide Hülle des Lebens übrig geblieben ist.

    Das ist traurig und zu beweinen.

    Denn der Kern, unsere Seele, unser Herz unser Innerstes ist so in die Verbannung, ins Exil geschickt worden.

    Und doch sind diese unvernünftigen Impulse meist der Stimme der Intuition entsprungen. Intuition ist es, zu spüren was richtig ist, ohne darüber nachgedacht zu haben, und ohne es nach Gesetzen der Logik und Vernunft zu erwägen, zu bewerten, zu beurteilen und zu filtern. Und Tantra ist es, die Intuition nicht nur zu spüren, sondern sie täglich ohne zu zögern,  z u  l e b e n.

    Die meisten von uns sind keine direkten Menschen mehr, sondern, gefilterte Menschen und haben schon viele Jahre und Jahrzehnte eine Maske getragen, die das freie Durchatmen verhindert!

    Können wir leben ohne Urteilen? Geht das??

    Täglich???

    Tantra von der Idee her und von den Ritualen her ermutigt Menschen verrückt zu sein, auszubrechen aus den Normen und Erwartungen der Umwelt. Tantra ermutigt, die eigene Wahrheit zu spüren und ihr direkt und unmittelbar in tiefem Vertrauen zu folgen. Tantra ermutigt dazu, Erwartungen der Familie, Berufswelt und des Freundeskreises zu ENTTÄUSCHEN. Denn das ist der einzige Weg in die Freiheit.

    Und Ja, die angepassten Gutmenschen sind sehr angenehm für die Umgebung und sehr pflegeleicht. Doch ihr Gutsein-Müssen, ihr Helfen für Alle und Jeden, ihre ungefragt aufgezwungene Unterstützung  – ist nur die Abwehr dagegen, die eigene Hilflosigkeit zu spüren! …den eigenen inneren Müllberg nicht anzuschauen, die Leichenfelder der Seele zu verdrängen – und am schlimmsten, diese Menschen schießen sich selbst jeden Tag ab!!

    Denn die Liebe, die immer Selbstliebe beinhalten muss, wird ermordet. Darum bittet Tantra jeden Menschen, ohne Waffen zu kommen. Die Pistolen und Messer des Selbstmordes und der Selbstverstümmelung dürfen draußen bleiben. Die Pistolen und die Maschinengewehre, sind die negativen Glaubenssätze mit denen wir uns selbst täglich beballern, umbringen und persönliches Unglück erschaffen:

    Die Kugeln aus diesen Selbstmord-Waffen sind:

    „Das habe ich nicht verdient“

    „Das bin ich nicht wert“

    „Ich bin NICHT liebenswert“

    „Ich bin schuldig“

    „Ich bin nicht gut genug“

    „Ich werde nicht gesehen“

    „Ich kann nicht…“

    Wenn ich nur die Wahl hätte, würde ich heute den nur schwanzgesteuerten Menschen dem nur kopfgesteuerten Menschen vorziehen. Denn der erste folgt den Trieben, die die Natur in ihn gelegt hat. Und diese unreflektierten, unkontrollierten Triebe führen oft erstaunlicherweise zu mehr schönen segensvollen Manifestationen als aller Geist und alle Weisheit erschaffen könnten!! (z.B. Kinder).

    Die Lösung weiß Tantra. Der Ausweg aus dem Dilemma, „entweder – oder“ ist:

    „Sowohl als auch!“

    Und das ist der Mensch, der nur noch aus seiner Intuition lebt, dabei den Verstand lediglich als Arbeitswerkzeug hier und da benutzt und dann wieder bei Seite legt.

    Unser Ideal ist der herzgesteuerte Mensch – dann bist Du immer in Deiner Bestimmung, dann bist Du Seligkeit und kannst alle damit anstecken und heilen.

    Dann gibt es kein Wollen mehr. Dann werden Millionen um Dich herum mit Deiner Glück-Seeligkeit infiziert. Dann gibt es kein Halten mehr und auch einen Impfstoff dagegen wird man glücklicherweise nie erfinden können!!

    Liebe ist die größte Kraft, die höchste Macht. Nichts aus der körperlichen oder geistigen Welt ist stärker.

    Was ist der Weg in diesen Zustand?

    Breche jeden Tag eine alte Gewohnheit.

    Verstoße jeden Tag gegen Normen, selbstgemachte, familiäre oder gesellschaftliche! Du bist in einem Stadium, wo Du alle diese künstlichen Sicherheiten, die in Schmerz enden, nicht mehr brauchst!

    Tue jeden Tag etwas Verrücktes, etwas das Dich selbst wundert oder überrascht, dass Du es tust.

    Sei jeden Tag einmal unverschämt schamlos.

    Sei jeden Tag einmal Kind.

    Sei nur noch Kind, aber bewusst!

    Begrüße jeden Tag Deine HEILIGE HILFLOSIGKEIT, wenn Du sie spürst und bügle nicht drüber mit Depression, Betäubung, Kampf – oder „jetzt erst Recht“.

    Begrüße jeden Tag Deine GÖTTLICHE OHNMACHT, wenn Du ihr begegnest. Sie ist eine Gnade, sie ist Deine Offenheit. Das ist Dein direkter Weg zur Liebe.

    Sei Dir jeden Tag einmal bewusst, DASS DU NICHTS WEISST! Ja, erlaube Dir täglich einmal Dein ganzes angelerntes Kopfwissen, Deine weltliche oder spirituelle Bildung über Bord zu werfen. Denn auch das sind nur Mauern, die den Blick auf die göttliche Gegenwart versperren und verzerren, sie einengen.

    Du brauchst das „Wissen“ nicht. Wirf jeden Tag einmal die sogenannte „Realität“ über Bord; das, was unsere Gesellschaft so nennt und erkenne wie lächerlich diese extrem begrenzte Selektion an Wahrheit ist, die Du täglich in den Nachrichten hörst, in der Zeitung liest oder im Internet. Lache täglich einmal über die sogenannte „Naturwissenschaft“, die nur beweisen kann was der (menschliche und daher fehlerhafte) Wissenschaftler schon vorher wusste! Das hat mit Objektivität genau genommen GARNICHTS zu tun. Darum darfst Du diese Erkenntnisse getrost belächeln….

    Übe jeden Tag die Verletzlichkeit des KINDLICHEN BITTENS.

    Bitte andere oder die Große Göttin um das, was Deinem innersten Bedürfnis entspricht. Du wirst es erhalten. Denn jeder wahre Ruf wird im Universum erhört. Und erfüllt!

    Sei jeden Tag einmal bodenlos albern und lache über Deine Fehler und die Komik des Lebens bis Du Bauchschmerzen bekommst und geschwollene Augen!

    Frage Dich täglich: Wofür brennst Du?

    Was bringt Dich wieder zum Leuchten?

    Was bringt Dich zum Singen und zum Tanzen?

    UND FOLGE DEM! TU ES! DU DARFST!! ES WIRD DIR GEGÖNNT!!

    Mehr noch – WENN ES ÜBERHAUZPT EINE PFLICHT GIBT DANN IST GENAU DAS DEINE HEILIGE PFLICHT!! Und Du kannst ganz wirklich nichts Besseres für die Mitmenschen und die Welt tun! Gott, die Göttin lacht und jubiliert MIT DIR!

    Mach wieder Dein Licht an. Entzünde wieder das Feuer Deiner Leidenschaft!

    Nur aus Leidenschaft und göttlicher Besessenheit entstehen wahrhaft geniale Dinge im Leben. Diego Maradona, der gerade relativ jung starb, lebte impulsiv, chaotisch, süchtig, unmoralisch – aber er bleibt ein Denkmal und Millionen Menschen auf dem ganzen Globus verneigen sich vor ihm auch über seinem Tod hinaus in tiefer Liebe. Das ist die Macht, aus dem Herzen zu leben. Vor den Menschen die lebenslang nur ihren Verstand benutzen verneigt sich niemand, egal wie reich oder mächtig. Sie sind, sorry, schon vor ihrem Tod vergessen. Sie haben der Menschheit nichts gegeben. Sie haben nur ihre Lebenszeit abgesessen. Sie haben es nur ausgehalten auf diesem Planeten.

    Ich möchte, dass Ihr das Leben feiert und Eurer verrückten Berufung folgt, so dass ihr ohne zu zögern, ohne jedes Bereuen oder Bedauern,

    lachend,

    schreiend

    und weinend vor Freude

    sagen könnt, wenn ihr Euch in den Sarg legt:

    ES WAR GUT!