Kategorie: Lucian’s Tantra-Essays

Lucian’s Tantra-Essays

  • Tantra heißt schöner Lieben – vom Bedürfnis zur Kunst

    Ich wage mich heute an das Thema, obwohl ich weiß wie es wieder Millionen Vorurteile schüren wird, was Tantra nicht ist…keiner kann es verstehen, der es nicht erlebte…

    Die Intimität, die Sexualität berührt und bewegt uns im Innersten stark – positiv und negativ. Der Sexualtrieb ist ein Körperbedürfnis – Tantra ist eine Kunst des Genießens und der Ekstase.

    Was verändert sich im Leben eines Menschen, der Tantra übt?

    Warum leben Menschen – außer in der Verliebtheits-Phase – viel zu wenig schöne, erfüllte oder gar ekstatische Sexualität?

    Warum wird fast nur darüber geredet, es aber nicht vollzogen?

    Warum vereinigen Menschen sich so wenig körperlich?

    Wo es doch eine Quelle so großer Freude und tiefer Befriedigung und kreativer Kraft für den Alltag sein kann!!

    Weil sie moralisch verklemmt sind und Angst davor haben. Sie sehen es als gefährlich an. Für Intimität und Sexualität braucht der Mensch MUT.  Den Mutigen gehören die Liebe und die Lust! Tantra befreit Deinen Geist von alter verklemmter Moral der vergangenen Jahrtausende. Die Unterdrückung dieser Urkraft brauchen wir heute nicht mehr, im Gegenteil, wir sind über-zivilisiert.

    Die Große Göttin gönnt Dir alle Freuden! Nur der Mensch wertet das ab. Das Göttliche tut es nicht, auch sexuelle Freude ist ANANDA ein Teil der göttlichen Glückseligkeit. Genieße sie! Durch Tantra lernst Du, Dir die sexuelle Freiheit zurück zu erobern. Wenn Du mehr schöne Vereinigungen willst, sei so frei, bitte darum und tue es.

    Und dann lernst Du in der Liebesschule des Tantra die Verfeinerung der Lust, die Ausdehnung und Vertiefung. Und schließlich erfährst Du, wie Sex zu Meditation und geistiger Ekstase führen kann.

    Genauso wie Ekstase in der Meditation kann der Mensch Ekstase im Liebesakt der Vereinigung sehr viel häufiger erleben als viele denken. Tantra führt Dich von Gipfel-Erlebnis zu Gipfel-Erlebnis. Tantra ist eine Bergkette von Höhepunkten die Du nie zuvor erlebtest.

    Tantra hat mir gezeigt, dass die Liebe schöner sein kann, als alle meine Träume und Fantasien darüber. Tantra regt die geistige Phantasie an. Tantra überrascht mit Glückseligkeit!

    Tantra-Meisterin oder Tantra-Meister wirst Du, wenn Du Dich zwar den Sinnen hingeben kannst und dennoch völlig absichtslos bleibst. Ja, das ist ein für Neulinge schwierig zu erklärender Widerspruch.

    Das Ego bleibt im Tantra draußen aus der Sexualität. Sexualität wird nicht zur Machtausübung benutzt, und nicht um einen Besitzstand zu festigen. Und auch nicht um zu belohnen oder zu bestrafen. Sexualität ist so natürlich wie Atmen, dazu haben wir einen Körper mit all seinen Sinnen bekommen. Tantra verfeinert die Kundalini-Urkraft und macht Dich kreativ und zu einer Visionärin, einem Visionär.

    Tantriker können die Energien im Körper jederzeit leiten und beherrschen oder auch ganz die Kontrolle abgeben und sehr viel länger in Ekstase verweilen als der Durchschnittsmensch.

    Es zählt nicht, ob Du lebst, sondern der Mut, den Du aufbringst.

    Den wünsche ich dir, um den ersten Kularnava-Kurs zu besuchen und Du wirst sehen, es ist eigentlich ganz leicht und für die meisten ein Gefühl von „Nach-Hause-Kommen“!

  • Tantra und das liebe Geld

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Ich möchte heute über das Thema sprechen: Tantra und das liebe Geld…

    Dazu habe ich Euch einmal wieder eins meiner  Gemälde mitgebracht: „Tutta Regina“ – heißt übersetzt aus dem italienischen Ganzkönigin  Allkönigin– eine Form der Maria, sie könnte auch Lakshmi heißen bei den Indern. Es ist die Göttin, die Wohlstand spendet.

    Schau es Dir an: Tantra ist Wohlstand und Fülle im Herzen zu haben. Tantra ist Fülle in der Sexualität zu haben – im Tantra ist es wichtig, dass Herz und Sex immer miteinander verbunden sind. Und Tantra ist auch Wohlstand in Energie zu haben, Geld ist nur eine Energie-Form mit der man etwas anstellen kann.

    Tantra heißt wörtlich „Ausdehnen“. Wenn Tantra zur Ausdehnung der Liebe und des Glücks gut ist, kann es da auch zur Ausdehnung des finanziellen Wohlstandes gut sein?

    Wie oft höre ich – ja, ich würde ja gerne einen Tantra-Kurs besuchen, oder die Tantra-Ausbildung machen, aber ich habe kein Geld! Genauso oft höre ich – aber ich habe keine Zeit. Oder auch, wenn die Arbeit es erlauben würde, der Partner, die Kinder, die Familie….

    Und nicht wenige Menschen – auch ich gehörte oft dazu – leiden unter Verschuldung und Existenz-Ängsten. Und auch ich habe früher Geldkurse besucht und Bücher gelesen – „In 7 Jahren zum Millionär“ etc. bis ich erkannte, es geht nicht um Geld in Wirklichkeit. Das ist alles Unsinn. Geld kann nie ein Lebensziel oder eine Vision sein. Alle die sehr reich sind, wollten nie Millionär werden, sondern waren von einer guten Idee besessen und dieser folgte automatisch der Erfolg und das Geld.

    Es ist also immer die Frage: Geld wofür? Es kann immer nur ein Mittel zum Zweck sein.

    Fokussiere also nie auf Geld, sondern auf Deine Herzenswünsche, Visionen und Lebensziele.

    Denn Geld folgt immer guten Ideen. Jeder trägt die schöpferische Macht von Geburt an in sich. Benutze diese Macht nicht mehr gegen Dich, das macht depressiv, sondern für Dich.

    Tantra lehrt den Glauben an die Fülle. Das Universum ist überfließender Reichtum und Wohlstand. Die Große Göttin gönnt Dir alles Schöne der Welt und führt Dich schließlich zur Erleuchtung.

    Dir geschieht nach Deinem Glauben. Wer an Angst, Schuldgefühle, Mangel, Sorge und Kampf glaubt, bekommt Mangel und Schulden. Wer sich unwert fühlt oder schuldig und meint er müsste sich selbst bestrafen, der hat kein Geld. Wer seinen eigenen inneren Reichtum nicht liebend annehmen kann, der hat kein Geld. Wer nicht empfangen kann, der hat kein Geld. Wer nicht offenherzig geben kann, der hat kein Geld.

    Wer an die Fülle glaubt und seinen Wert spürt, der hat immer genug Geld um sich alle Herzenswünsche zu erfüllen. Es liegt also in Deiner Hand worauf Du fokussierst.

    Aber Geld und Zeit sind Umstände. Wenn Dein Befinden von Kontoständen gesteuert wird, bist Du arm.

    Wer aus Umständen lebt, wird seine Situation nie verbessern. Nur wer das Pferd umgekehrt aufzäumt, zuerst Deine Entscheidung für den Glauben an Deine lichtvolle und reiche Natur – und dann kommt auch der äußere Wohlstand im Überfluss.

    Viele wollen Geld haben, um sich sicher zu fühlen. Doch selbst Millionäre haben Ängste wenn sie durch einen Börsencrash die Hälfte ihrer Millionen verlieren. So kommen wir bei dem Geld-Thema irgendwann auf den Kern – das Urvertrauen.

    Höre auf Dir Sorgen zu machen, denn damit behinderst Du das Gute, das zu Dir möchte. Um Vertrauen zu lernen, dafür gibt es leider keinen Trick und keine Technik. Vertrauen lernt man nur durch Vertrauen. Eben nicht in die Zukunft gehen, nicht die Sorgenmaschine wieder und wieder anwerfen, sondern Stunde für Stunde und Tag für Tag leben und das Richtige glauben und tun. Dann sorgt das Leben schon für Dich. Das Göttliche sorgt immer für Dich.

    Auch wenn Du es noch nicht denken kannst, glaube es in kindlichem Vertrauen und dann erfährst Du es immer öfter.

    So wünsche ich Euch allen, sei ganz Königin, sei ganz König – erschaffe Wohlstand in jedem Moment und Du wirst leicht wie ein Schmetterling.

  • Tantra und die Wellness-Lüge: Über das Leben Deiner Bestimmung und Deines Traumes HEUTE!

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Zum Jahreswechsel denkt mancher darüber nach, was er im Neuen Jahr anders machen möchte. Auch ich nutze die Zeit der Rauhnächte stets dazu, innere Inventur zu machen und meine Visionen und Träume anzupassen, zu ergänzen, zu erneuern und aufzuschreiben. Das ist das neue Drehbuch für das Jahr.

    Dabei ist nicht nur der INHALT Deines Lebens wichtig, sondern ebenso WIE Du Deinen Tag lebst. Jeder darf seine Bestimmung finden und leben, nämlich mit dem sein Geld verdienen – oder die sinnvolle Tätigkeit ausüben, die Dich mit größter Leidenschaft, heller Begeisterung und sprühendem Enthusiasmus erfüllt.

    Nur dann – wahrlich nur dann – gerätst Du nicht in den Teufelskreis, Dein Glück in die Zukunft zu verlegen und entkommst dem krankmachenden Zirkel von AUSPOWERN – WELLNESS; AUSPOWERN – WELLNESS; AUSPOWERN – WELLNESS…ACKERN – URLAUB; ACKERN – URLAUB; ACKERN – URLAUB; (wobei die meisten noch die Phase von Krankheit oder Unfällen zu erleiden haben dazwischen);

    Die Saunalandschaften und Wellness-Spa‘s schießen wie Pilze aus dem Boden, weil sie diese krankmachende Lebensweise fördern und unterstützten! Es ist eine Illusion und schmerz-generierende Lebensphilosophie unserer Zeit, Dich heute kaputt zu machen, damit es Dir morgen irgendwann gut geht….

    Wenn Du täglich in Gefühl von Wellness, von Wohlbefinden arbeitest, brauchst Du keinen Urlaub. Viele Dinge, die ich besitze, helfen mir, mich zu entspannen und mit meinem Umfeld besser zurecht zu kommen. Ich frage mich, wie viel ich davon noch bräuchte, wenn ich nicht das Bedürfnis hätte, ‚wegzukommen‘ oder ‚abzuschalten‘. Wenn ich stets täte, was ich gerne mache, dann müsste es eigentlich weniger geben, dem ich gerne entfliehen würde und wahrscheinlich hätte ich auch nicht annähernd so viel Stress, von dem ich mich erholen müsste.

    Mit anderen Worten: wenn Du das Gefühl bekommst: „Jetzt brauche ich Urlaub!“ oder schlimmer: „Jetzt bin ich reif für die Insel!“ dann ist es schon zu spät, weil Du im WIE der Arbeit Dich selbst übermäßig gestresst hast und getrieben gefühlt und im WAS der Tätigkeit neben der Spur läufst; weil Du immer noch nicht glaubst, dass Du wirklich Schöpfer Deines Lebens bist und Regisseur Deines Films und selbst bestimmen kannst, was Dir Freude macht und womit Du die Tage ausfüllst! Beruflich und privat!!

    Denn wenn Du Deine Bestimmung lebst, dann powerst Du Dich nicht aus, dann entlädt sich nicht Deine Batterie, sondern sie füllt sich!! Fange heute damit an, indem Du eine Stunde das tust, was Dir wirklich Freude macht und Erfüllung bringt. Opfere dafür Zeitverschwender wie Internet-Surfen und TV-Schauen oder am Smartphone rumdaddeln. Opfere dafür Dinge, von denen Du bisher dachtest, es sei Deine Pflicht und Du müsstest es machen, damit Du ein guter Mensch bist, in den Augen Deiner Familie, Deiner Mitarbeiter etc.

     

    Und: Natürlich darfst Du Reisen, aber nicht, weil Du Urlaub brauchst. Natürlich darfst Du eine schöne Sauna genießen, aber eben nicht als Anlauf für die nächste Runde des krankmachenden AUSPOWERN-Spiels.

    Nur dann, wenn Du bei dem, was Deiner Leidenschaft entspricht, entspannt bleibst in der Arbeit und Dich eben nicht ausbrennst…weder für andere noch für falsche, weil zu ehrgeizige Ziele, bist Du in der richtigen Spur. Da kommen wir zum asiatischen Wu Wei „Nicht-Tun im Tun“ oder wie die Inder es nennen Karma-Yoga, d.h. tätig sein ohne das Ego reinzumischen, selbstlos, aus Freude an der Sache. So rät der weise Schriftsteller Mark Twain: „Arbeite, als würdest Du das Geld nicht brauchen!“.

    Wie wahr, wie wahr. Denn Geld ist keine Vision und alle die ihrer Leidenschaft wirklich folgen, die interessiert Geld nicht. Sie haben es, weil Geld den richtigen Visionen folgt, ganz selbstverständlich, im Vertrauen.

    Neben dem mutigen Leben Deiner Leidenschaft braucht es also auch während des Tages in der Arbeit von Moment zu Moment diese meditative Einstellung: Zu arbeiten, ohne ein Gefühl der Hast, ohne ein Gefühl der Dringlichkeit, ohne ein Gefühl der Anstrengung, der Selbst-Überforderung…ohne die „Welt retten zu wollen“. Ohne die Lüge des Egos „mal schnell noch alles fertigmachen zu wollen“ bevor man leben darf! So ruhst Du nicht in Deiner Seele, so bist Du nicht bei Dir, so bist Du nicht wirklich DU!

    Ja, kann man damit genug Geld verdienen und Leistung bringen, die als Arbeit definiert ist, die man innerhalb einer begrenzten Zeit schafft?? Kann man damit erfolgreich sein und ein gutes Unternehmen führen? Oder geht dann alles den Bach runter, wenn man in yogischer Gelassenheit, in schläfriger Bewusstheit den Tag gestaltet, dem Moment folgt, wie ein Hippie?? Ich behaupte, langfristig und nachhaltig NUR DANN!

    Das geht, wenn Du sehr klar bist in Deinen Strukturen und anstatt Selbstüberforderung an andere abgibst. Delegiere, was zu viel ist oder was nicht Deiner Bestimmung entspricht, weil es Dir keinen Spaß macht.

    Ist es also möglich, zu arbeiten, ein Ziel zu haben und trotzdem in dem Bewusstsein, zu leben „Der Weg ist das Ziel“? Ja, und es ist die Grundlage für Wohlbefinden, für Frieden, für Entspannung, für das Freisein von Sorge.

    Nur der sowohl Entspannte als auch Begeisterte hat ein so hohes Energieniveau,

    das andere ihm helfen, ihn unterstützen und mitgerissen werden von dieser positiven Energie. Wir sehen auch das spannende Phänomen, das diesen Menschen immer wieder glückliche Zufälle passieren. Solche Menschen sind Glücks-Magnete. Gute Gelegenheiten kommen ihnen entgegen, scheinbar zufällig, regelmäßig erleben sie traumhafte Wunder, kleinere und größere!

    Jede Vision sollte mit Wohlbefinden beginnen, in Wohlbefinden sein und in Wohlbefinden münden bei der Erreichung von Zielen.

    Sich in diese Richtung zu bewegen, das wünsche ich Euch allen zum Neuen Jahr! Es fängt täglich an!!

  • Persönlicher Nachruf an Tantra-Meister Andro

    Tantrameister Andro

    geb. 25.8.1941, gest. 22.12.2019

    Persönlicher Nachruf an Tantra-Meister Andro

    Heute ist Heiligabend und vorgestern ist Andro, der Berliner Tantra-Meister auf seiner brasilianischen Liebesinsel Tao Oasis von uns gegangen, wie ich hörte.

    Somit ist einer der ganz großen Pioniere und Tantra-Lehrer von der Bühne abgetreten und setzt seine Reise in einer anderen Welt fort. Wir haben ihm sehr viel zu verdanken und ohne ihn wäre das heutige „Neo-Tantra“, so kaum denkbar.

    Lieber Andro, einige Jahre durfte ich Dein Schüler und Organisator sein und danke Dir von Herzen für das Viele, Viele Wertvolle das ich lernen durfte. Ein Teil von Dir wird mich in der Methodik und Lehre immer begleiten.

    Und ich will tief bewegt und schmerzvoll ausrufen: „Lob und Preis Dir Andro und Deinem großen geistigen Werk, dass Du hinterlassen hast! Ehre sei Dir und Frieden! Mögest Du in den Armen der Großen Göttin glückselig ruhen!“

    Ja, er war und ist der größte lebende Meister des linkshändigen roten Tantra des Abendlandes, das darf neidlos jeder anerkennen, egal wie er/sie zu seinen Lehren und Leben gestanden hat.

    Geboren im Jahr 1941 verbindet Andro und mich, dass wir am gleichen Tag Geburtstag hatten, nämlich am 25. August verrückterweise. Und gestorben ist er – wohl am 22. Dezember, dem Geburtstag meines Vaters. Somit gehört er zu den Tantra-Lehrern der ersten Generation, (neben vielleicht noch Advaita, 1949 geboren und Margo Anand geb. 1944, zu den absoluten Pionieren. Und sicher war er der radikalste bekannte Lehrer im linkshändigen Tantra, der mit Vorliebe Tabus brach und die bürgerliche Gesellschaft mit ihren – oft verlogenen – Werten  zu provozieren wusste. Ein Grenzüberschreiter, der auch den Zeitgeist der 68’er Generation noch lebte und mitnahm. Von ca. 1990 bis 2000 war ich sein Schüler und Organisator und oft besuchte er meinen damaligen Anandamayi Ashram in Köttingen Lindlar, einem Haus, allein an Wald und Bach gelegen und war einige Jahre in meiner Tantra-Lehrer-Ausbildung ab 1994 ein Gast-Referent.

    Ähnlich wie ich, kam er von seinem Elternhaus her aus einer Natur-Heil-Tradition.

    Ich habe noch vor Augen wie er in einem Workshop des Feuerlaufens nicht durch die glühenden Kohlen ging, sondern sich nackt liegend durch das Feuer wälzte – so war er extrem und wahrlich verrückt, eine schillernde Persönlichkeit wie ein Papagei. Oder wie er in den heißen Quellen von Saturnia trommelte, ein Feuer entzündete und nackt mit der Gruppe tanzte, und das im prüden Italien, später von der Polizei abgeführt. Oder wie wir früh morgens auf meiner Terrasse alle nackt in einer Badewanne draußen ins kalte Wasser tauchten, oder wie ich das erste Mal in meinem Leben nackt in Körperkontakt mit einem Mann die Nacht schlafend verbringen sollte oder wie wir nackt vor einem körperhohen Spiegel masturbierend standen in der Gruppe und jeder sich selbst dabei in die Augen schauen sollte… Oder wie er mich als geborener Vegetarier in einem Ritual wirklich dazu brachte, ein Stück Steak zu essen – für mich ein sehr großer Tabubruch bis heute das erste und letzte Mal….

    Auch Bilder spuken noch in meinem Geist herum, wie er auf den Seminaren täglich mehrere Kannen Schwarztee trank und den halben Tag in der warmen Badewanne verbrachte….

    Dem nicht eingeweihten Leser wird das alles sehr „strange“ vorkommen… Andro konnte jeden aus der Reserve locken. Äußerlich stets ruhig und friedlich, doch in der Konsequenz seiner Ritual-Strukturen oft sehr konfrontierend, in seinem Ausdruck zen-mäßig nüchtern, Witze zu machen war bei Andro meist verboten….

    Was durfte ich von ihm mitnehmen und weitertragen in der Rückschau? Ich habe wahrlich und wirklich gelernt, was Massage ist, die Kunst die Hände an einem anderen Körper heilsam einzusetzen. Er war wirklich der größte Massagemeister. Er hat uns vorgelebt, wie tabufreie Nacktheit gelebt wird. Die Selbstverständlichkeit seines Auftretens – kompromisslos – was in diesem intimen Bereich weiß-Gott-nicht selbstverständlich ist, in unserer leider immer noch sehr verklemmten Kultur. Andro haben wir es zu verdanken, dass er durch die Rituale von Ashley Thirleby das linkshändige Tantra in den Westen brachte und ihm eine Form gab. Mein Gott, wer sollte noch wirklich wissen, was die Tantriker vor 1000 Jahren in der Entstehungsgeschichte gemacht haben? Alle Texte und Quellen sind sehr wage und verklausuliert in indischer Symbolik, wir mussten es neu erfinden für westliche Menschen.

    Und so – ausgehend sicher am maßgeblichsten von dem indischen Meister Bhagwan Shree Rajneesh, später Osho genannt (1931-1990), den Andro noch persönlich besuchte (übrigens ebenso auch meine Mutter), hat Andro neben den Massagen, das Selbstlieberitual und Maithuna das Vereinigungsritual maßgeblich in die Praxis umgesetzt, mit großem Mut, Ausdauer und Enthusiasmus. Laut Andro war Tantra ohne Vereinigung kein Tantra.

    Dabei ist Andro immer bescheiden und demütig geblieben. Und vor allem war er ein sehr geerdeter Mensch. In Berlin sah ich ihn in seinem damaligen Antinous-Institut heute Diamond Lotus – strickend am Boden sitzen und zwischendurch Ramana Maharshi lesend, bei der Küchen- oder Hausarbeit oder beim Kloputzen – dafür war er sich nie zu schade, und hat nicht einen auf „großer Guru“ markiert. Auch das habe ich mitgenommen von Dir, verehrter Andro. Ja, Du warst immer sehr praktisch und hast viele Handwerkskünste beherrscht….

    Und Du hast das „Kommune-Projekt“ immer gelebt, eine große Utopie von der viele träumten seit den 70er Jahren. Du hast es weitergeführt und Dir ebenso einen Traum verwirklicht, die eigene Liebesinsel im Amazonas Delta in Brasilien. So hast Du immer den Mut besessen mit neuen Lebensformen zu experimentieren und sie in die Tat umzusetzen, lebenslang erz-schwul aber auch z.B. in Dreier-Beziehung mit Mann und Frau lebend.

    Und Du hattest immer ein großes Herz für die „Aussätzigen der Gesellschaft“, Menschen, die kaum in ein Schema reinpassten, wie Du und hast ihnen liebevoll einen Rahmen gegeben und geschaffen in Deiner Kommune.

    Man musste nicht das, was Du tatest gut finden, aber mit großer Konsequenz und Disziplin bist Du Deinem Weg und Deinen Werten immer treu geblieben.

    So bleibst Du in vielen wertvollen Aspekten immer ein großes Vorbild für mich, das mir Kraft und Mut gegeben hat und gibt, meinen – auch ganz persönlichen und anderen Weg – zu gehen.

    Mögen wir von Dir inspiriert immer den Mut haben weiter Neuland zu betreten, Grenzen zu überschreiten, egal was andere, egal was die jeweils vorherrschende Moral oder „Political Correctness“ dazu denkt. Darin wirst Du mir auch immer ein leuchtendes Vorbild sein.

    Es lebe das linkshändige Tantra!

  • Die große Kraft des Bittens

    Tantra ist die Befreiung von den 8 Fesseln Hass, Scham, Familie, Stolz, Furcht, Absonderung, Status, Sorgen

    Die Weisheit des Gingko-Blattes

    Sex und Herz scheinbar getrennt und doch vereint….

    Es gibt verschiedene Ebenen des Bittens und Betens. Je nach Einsatz bekommst Du die Ergebnisse.

    Jeder der auf ein Kularnava Seminar kommt war von der Großen Göttin eingeladen keiner ist aus Zufall da.

    Oder Thema: Die verschiedenen Ebenen des Bittens

    Und Betens

    Über die Magie des Erschaffens und die Hingabe

  • Tantra und die liebe Eifersucht

    Nein, ich bin nicht mehr eifersüchtig, ich habe es aufgelöst. Letztens wurde ich gefragt: „Was, DU noch eifersüchtig?“ Ja, ich kann es wohl wahrnehmen und fühlen hier und da, wenn die Eifersucht anklopft, aber mein Sein und Handeln werden davon nicht mehr bestimmt…zum Glück!

    Eifersucht ist ein Gefühl des verletzten Klein-Kind-Ichs. Wie alt bist Du wirklich?

    Vielen Menschen würden sich wünschen, nicht mehr von Eifersucht gequält zu sein, wirklich ein schreckliches Gefühl, eine Mischung aus Ohnmacht, Verzweiflung, Angst, Trauer und Wut, oder wie der Volksmund sagt: „Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht was Leiden schafft.“

    Ich selbst habe auch viele Jahre darunter gelitten und immer nach einem Weg gesucht, sie für mich und meine Teilnehmer aufzulösen. Tantra hilft Dir das Thema Eifersucht umzuwandeln, denn überstarke Eifersucht wirkt immer zerstörerisch auf Beziehungen und ist der beste Weg einen Partner fortzutreiben.

    Der Partner ist kein Besitz, sondern ein Geschenk

    Die Lösung: Tantra sieht den Partner nicht als ein Besitz an, sondern als ein Geschenk.

    Das ist ein großer Unterschied. Wenn Du einen Partner dazu benutzt, Dich sicher zu fühlen und alle Deine Bedürfnisse dauerhaft befriedigen zu lassen, kann das nur schief gehen. Tantra lehrt Dich, dass alle Fülle und alle Sicherheit und alle Liebe bereits IN DIR SELBST ruhen. Wenn Du also lernst, es mehr aus Dir zu schöpfen bist Du weniger verletzlich und weniger abhängig von einem Partner. Tantra lehrt: „Ich bin eine freie Seele. Wie kann ich gebunden sein, ob ich nun in der Welt lebe oder im Walde? Ich bin ein Kind der Großen Göttin, der Königin aller Königinnen, wer kann mich binden??“

    Niemand möchte der Besitz eines anderen sein. Jeder Mensch möchte frei sein, er selbst zu sein. So wandelt Tantra die enge und begrenzte Liebe in eine weitere universelle Liebe. Liebe wird dann nicht mehr als ein Geschäft angesehen – wie Du mir, so ich Dir. Beziehung ist dann eben nicht mehr nur eine Bedürfnis-Befriedigungs-Anstalt, sondern Liebe als das Ehren des Göttlichen im Anderen.

    Lieben heißt, das Glück gönnen können

    Liebe kann nur dann authentisch sein, wenn Du dem Menschen, den Du liebst, alles Glück der Welt gönnst. Genauso gönnst Du dem anderen auch seine Fehler. Ebenso hast Du das Recht und die Freiheit jederzeit jeden zu Lieben wenn es für Dich stimmt, körperlich und seelisch im beiderseitigen Einverständnis. Und genauso hast Du das Recht, Fehler zu machen. Jeder möchte mit allem Drum und Dran bedingungslos geliebt werden, wie er/sie ist und nicht wie er/sie sein sollte.

    Eifersucht schenkt jedes Mal, wenn sie auftritt eine wunderbare Lernchance:

    Schau Dir innerlich die Person an, auf die Du eifersüchtig bist. Wenn Du die Eigenschaften, die Du in dieser Frau oder diesem Mann siehst, selbst in Dir als Wunsch anerkennst, sie ebenso zu leben und auszudrücken, ist die Eifersucht verschwunden.  Du bleibst dann bei Dir anstatt Hass oder Zorn auf andere zu projizieren. Insofern gibt Eifersucht immer die deutliche Botschaft:

     „Warum lebe ich nicht endlich das, was ich wirklich will?!“

    Der Tantriker übt die Mitfreude, auch wenn ein Partner die Freuden der Liebe mit jemand anderem genießt. Und nein, Liebe ist dann nicht beliebig und austauschbar oder gar belanglos. Ganz im Gegenteil, jede Begegnung ist besonders und einzigartig. Treue ist immer in erster Linie Dir selbst gegenüber wichtig. Keiner sollte sich für einen Partner verbiegen müssen.

    Und: Wenn ein Partner gar keine Zeit mehr mit Dir verbringen möchte, sondern mit jemand anderem, warum solltest Du sie/ihn davon abhalten? Willst du mit jemandem zusammen sein, der nicht das Wertvolle, das Du bist, ehrend und dankbar annimmt? Sicher nicht. Insofern gibt es in dem Fall noch 1000 andere Partner für Dich die auch einzigartig und wunderbar sind.

    Somit beendet Tantra jede Gewalt und jeden Angriff auf andere in Zusammenhang mit der Liebe.

    Und Tantra beendet das Baby-Verhalten in Beziehungen. Sieh jeden Partner nicht als Baby an und sieh Dich selbst nicht als Elternteil oder umgekehrt, sondern sieh Beziehung immer als  eine gleichwertige Partnerschaft auf Augenhöhe:

    Hingegen: „Wenn Du gehst, dann bringe ich mich um….“

    „Wenn Du jemand anderem Aufmerksamkeit schenkst, dann bin ich wertlos und fühle mich beschissen….“

    Die Lösung heraus aus aller Eifersucht ist zum einen die Selbstliebe – dann hast Du keinen Absturz mehr, wenn von außen Dir jemand die Liebe entzieht, und zum anderen die universelle Liebe allen Menschen gegenüber, denn jede und jeder ist göttlich. Erst dann ist es die reife und die wahre Liebe und kein Geschäft und kein Kindergarten mehr.

    Wenn Du weiterkommst, Schritt für Schritt, im Auflösen der Eifersucht darfst Du zu Recht stolz auf Dich sein! Du bist weitergekommen auf Deinem spirituellen Weg. Das ist Seligkeit, das ist Glück! Im Tantra findest Du ein Übungsfeld, um das zu trainieren.

  • Es gibt keine Liebe, nur den Beweis für die Liebe

    Ärger ist, auf Erscheinungen zu reagieren, die Illusionen sind.

    Vergebung ist ein Zustand der Liebe, der übersieht (die Fehler des anderen) und deshalb nicht zu verzeihen braucht.

    Im gnädigen Verzeihen sieht man sich selbst als größer oder besser als die Person, der man vergibt. In der Liebe sieht man den anderen und sich selbst als gleich göttlich, als eins an.

    Eifersucht ist KEIN Beweis für Liebe.

    Schmerz in der Abwesenheit eines geliebten Menschen, ist KEIN Beweis für die Liebe, SONDERN:

    Sich selbst als eins zu empfinden mit dem anderen ist ein Beweis für Liebe, ohne Angst.

    Und das ist identisch mit Eins-Sein mit dem Göttlichen.

    Alles andere ist das verletzte Kleinkind, das nach der Mutter schreit, ohne zu wissen, dass es auf ihrem Schoß sitzt und reich genährt ist.

    Wir sind in vielen Bereichen hoch entwickelt, doch im Bereich der Liebe und Beziehungen noch im dunklen Mittelalter gefangen.

    Einem anderen nicht das Glück gönnen, heißt, sich selbst nicht das Glück zu gönnen.

    Wo Angst ist, kann keine Liebe sein.

    Wo Liebe ist, kann keine Angst sein.

  • Über die Macht des Annehmens

    Tantra strebt mehr Hingabe im Leben an. Dafür ist die Grundlage das Annehmen dessen, was ist. Oh, wie schwer mir das in meinem Leben allzu oft fiel. Wie begeistert oder zerknirscht ich gegen alles und jedes ankämpfte, was mir nicht genau in den Kram passte. Wie entschlossen ich mit ganzer Kraft gegen das gefochten habe, was ich nicht wollte oder das, was ich wollte betrieb, um es durchzusetzen. Doch irgendwann wurde ich des Kämpfens und Widerstand-Leistens müde.

    Und auch bei genauem Hinsehen waren die Ergebnisse oft nicht glücksbringend oder trugen nicht zum Frieden bei.

    Daher lohnt es sich, das Prinzip des Annehmens zu verstehen und anzuwenden.

    Das Annehmen ist der Gegenpol zur Willensdurchsetzung. Ja, der feige Mensch vermeidet es oft, aus Mangel an Mut und Schwäche. Das ist hier nicht gemeint. Sondern: der freie Wille kann auch dazu benutzt werden zu sagen: ‚Ja, ich will annehmen!“

    Und so ist das Erschaffen und das Annehmen wie Yang und Yin, wie Männlich und Weiblich eine Polarität, die bei uns im Westen nicht mehr ausbalanciert ist, weil wir das Annehmen verlernt haben.

    Wenn wir ungünstigen Umständen begegnen oder Menschen, die Widerwillen in uns auslösen, wie reagieren wir normalerweise darauf?

    Mit Widerstand? Langeweile? Frustration? Betäubung? Trauer? Flucht? Schuldgefühlen? Selbstabweisung? Selbstmitleid? Müdigkeit? Trägheit, Lethargie?

    Oder: Mit ANNEHMEN?

    Was so passiv scheint ist eine ungeheuer kreative aktive Leistung eines Menschen, denn ES WANDELT DIE UMSTÄNDE. Es wandelt die Situation und die Wahrnehmung vollständig. Und auch ein Mensch, den Du vorher abgelehnt hast, in dem siehst Du plötzlich liebenswerte Anteile und DICH.

    Das alles kannst Du dann umarmen.

    Hellinger benannte sein persönliches Lebensprinzip, mit dem er stets gut gefahren war, einmal knapp: ICH STIMME ZU.

    Annehmen Transformiert eine Situation und macht sie leicht und lösbar. Doch braucht es diesen kleinen Schritt über das Ego hinweg, diesen kleinen Moment des Abstand-Nehmens und tief Durchatmens, die Bewertung rausnehmen und dann lacht die Welt Dich mit neuen Augen an. Wo Schatten war, scheint die Sonne. Wie lieblich die Welt dann wird, frei von Angst, wie voll des Segens und des Glücks. Und welche Freude ist es, eine kleine Weile an einem solch glücklichen Ort zu verweilen.

  • Tantra und der Ausgleich von Geben und Nehmen

    Tantra lehrt: Dies ist ein Universum der überfließenden Fülle, in dem es mehr als genug für jeden gibt; Liebe, Zärtlichkeit, wundervolle Sexualität und vieles mehr! Doch das Energieformat dieses Planeten heißt Polarität. Hier geht es insbesondere um den Ausgleich von Geben und Nehmen. Wenn Du nur gibst, erschöpfst Du Dich, wirst widerwillig und empfindest Mangel…

    Wenn Du nur nimmst, kannst Du Dich nicht an dem erfreuen, was Du hast.

    Prüfe für Dich, ob beide Seiten in Deinem Leben ausbalanciert sind.

    Bald ist Erntedankfest. Ein Bauer, der immer nur sät, sät, sät aber nichts erntet, wird irgendwann verhungern. Genauso ein Bauer, der immer nur erntet, erntet, erntet, aber nichts sät, dessen Feld wird bald leer sein und er wird genauso verhungern.

    Dass Du zu viel gibst, erkennst Du an tiefen Erschöpfungszuständen, und Momenten der Depression und Niedergeschlagenheit, oft mit Krankheit verbunden. Das Laufen im Hamsterrad kommt Dir irgendwann zwanghaft vor. Freude und Spaß fehlen einfach.

    Die Lösung ist: Dir Zeit zu nehmen für Handlungen der Selbstliebe, wo Du Schönes für Dich genießt und empfängst – OHNE Dich anzustrengen oder etwas dafür zu tun. Empfänglichkeit und Dir etwas gönnen zu können ist für manche ein wichtiges Training. Ebenso hilft es Dir beim Geben klarzumachen, das Erschaffen Lieben heißt.

    Mache Dir klar, dass Dein Tätig-Sein ein Akt der Liebe ist für andere. Nach dem Universalgesetz der Einheit allen Lebens, gibst Du sogar Dir selbst, weil Du nicht verschieden bist von den anderen. Erfreue Dich an dem Positiven was für andere entsteht und übe die Mitfreude, dann ist es fast so als hättest Du es auch empfangen. Gebe nie zu viel und dränge Deine Hilfe niemandem auf. Sie wirkt eh nur wenn sie von den anderen in Offenheit angefordert wird. Schluss mit Perfektionismus, denn genug ist nie genug. Weniger ist oft mehr.

    Und: Gebe es den Richtigen. Wenn jemand nicht offen ist und die Hilfe nicht anfordert, ist es  Kraftverschwendung die ins Leere geht. Und es ist auch nicht die Menge des Gebens das Wesentliche, sondern das Richtige zur richtigen Zeit zu geben.

    Wenn Du zu viel nimmst wird es irgendwann schal und leer, Du kannst es nicht mehr wertschätzen und fühlst nicht mehr die Erfüllung.

    Wenn Du verstockt bist oder depressiv und nicht bereit zu empfangen, tue einfach gar nichts und warte. Oder gib anderen etwas, das sie erfreut, das kann auch Dich manchmal für das Empfangen öffnen.

    Auch in der Paarbeziehung solltest Du dieses Gesetz des Ausgleichs beachten:

    Nein, Geben ist nicht seliger als Nehmen. Jeder sollte gleichviel Geben und Empfangen auf die Monate gesehen, z.B. wenn einer immer nur dem anderen eine Massage gibt aber keine zurück erhält, das wirkt nicht gut auf Euch.  Wenn die Beziehung in der Sackgasse ist, oder das gemeinsame Glück auf der Strecke geblieben ist, hilft immer Folgendes:

    Gib dem anderen ungefragt etwas, wo Du weißt dass es ihm gut tut. Oder: Erbitte vom anderen etwas, das Dir guttut. So kommt das Schwungrad von Geben und Nehmen wieder in Gang.

    Es ist wie bei einer Supermarkkasse: wenn viel reinkommt in die Kasse und der Kaufmann auch viel rausnehmen kann um neu zu investieren dann ist der Gewinn am Größten und der Kaufmann am Glücklichsten. Umso größer der Umsatz von Geben und Nehmen umso glücklicher ist eine Beziehung.

    Wenn Du also eine Beziehung stärken willst, erhöhe den Umsatz.

    Wenn Du eine Beziehung beenden willst, gib dem anderen nichts mehr – auch keine Energie in Form von Wut und lasse Dir nichts mehr geben, lehne alle weiteren Geschenke ab.

    Wenn Du ein Glas mit Wasser hast, dann leert es sich allmählich mit dem Geben. Das Wasser ist Deine Energie. Was zurück bleibt ist also ein leeres Glas, um weiter gut geben zu können müsste man es füllen, doch viele halten das Glas falschrum, sprich mit der Öffnung nach unten. Wenn man dann von oben Wasser reinfüllen möchte, läuft alles vorbei und das Glas bleibt leer. So ist es wenn jemand nie empfänglich wird zum Aufnehmen, sondern immer nur gibt. Sobald Du das Gefäß umdrehst, wird es wieder gefüllt. Du hast wieder die Fülle, Energie, in dem Gleichnis Wasser um zu geben. Umso größer Deine Öffnung und Empfänglichkeit, umso mehr Wasser = Energie, Liebe kannst Du aufnehmen. Also vergrößere Dein Gefäß – Das ist Glück bis ins Unendliche!

    Der Ausgleich zwischen Geben und Empfangen entsteht, wenn Du furchtlos Deiner inneren Führung folgend gibst und mit Freude und Dankbarkeit annimmst.

    Es ist genau wie das Atmen: Einatmen und Ausatmen sind gleichermaßen wichtig. Übe täglich zu geben und zu empfangen und Dir wird es nie an etwas fehlen.

  • Heute ist Tantra notwendiger denn je – die Zeit ist reif!

    In der heutigen zivilisierten Welt, in der die Seele des Menschen an einer Fülle von oberflächlichen Äußerlichkeiten zu zerbrechen droht, fügt Tantra wieder das zusammen, was zusammen gehört: Körper-Seele-Geist.

    Das Bildungssystem macht uns zu Kopfmenschen von Anfang an. Anstatt Erfahrungen zu machen, lesen wir und verbringen den halben Tag vor Bildschirmen, Displays und Monitoren. Schon kleine Kinder sind stundenlang im Internet und spielen Videospiele ohne den eigenen Körper zu spüren oder zu bewegen. Trotz Dauerberieselung über die Medien werden Menschen innerlich immer einsamer. Menschen werden unfähig zu echter Begegnung und Kontakt. Wir sind überernährt mit Konsum von Unterhaltung, aber unterernährt, was Zärtlichkeit, Sinnlichkeit, Umarmungen und schöne Sexualität angeht.

    Durch die digitalisierte Welt wird das Bewusstsein des Menschen oft unmerklich und schleichend immer mehr zerstückelt und manipuliert.

    Gleichzeitig wird das Leben immer stressiger, schneller und leistungs-orientierter ohne dass jemand wirklich weiß wo die Flucht nach vorne hinführen soll. Dafür bietet die Gesellschaft vielerlei Ersatzbefriedigungen an: Junkfood, TV, Alkohol, Süßigkeiten, Internetsurfen. Die Quote der Sucht-Erkrankungen und Burn-Outs (= Depressives Erschöpfungs-Syndrom) steigt in erschreckendem Maße.

    Das Beziehungs- und Liebesleben der Menschen scheint oft im Baby-Stadium stecken geblieben zu sein und erzeugt bei vielen mehr Schmerz und Mangel als  Lust und Erfüllung. Die Phasen von der Illusion der Verliebtheit bis zur Trennung vom Partner werden immer kürzer. Auch die Liebes- und Partnerschafts-Portale im Internet beuten die Sehnsucht der Menschen nach Nähe schamlos aus mit ausgeklügelten Lügen über die Erfolgsquote. Sie halten nicht, was sie versprechen. Keiner kann online die Schwingung eines anderen Menschen spüren. Dafür brauchst Du die körperliche Gegenwart, um die Aura zu fühlen.

    Und die Welt wird immer profaner. Immer mehr gute Rituale fallen weg, weil sie als lästig und altmodisch abgetan werden. Es fehlen die sinnerfüllten neuen Rituale. Die Kirche leert sich immer mehr, weil die alte Sprache die Menschen nicht mehr erreicht, weil Spaß und Freude nicht praktiziert werden und weil die Priester und Pfarrer oft keine authentischen  Vorbilder mehr sein können.

    Durch seine ausgefeilten und kraftvollen Rituale zeigt Tantra den modernen Menschen wieder in direkter Erfahrung sich zu nähren mit Liebe, Zärtlichkeit, Sinnlichkeit. Tantra lässt jeden Menschen entdecken, dass es Liebe im Überfluss gibt und jeder ein Geburtsrecht auf erfüllte Sexualität besitzt.

    Tantra zeigt, dass Liebe die tiefste Freude ist und Freude bleiben kann. Tantra lehrt, dass Ekstase möglich ist und dass das Leben eine Kette von Gipfelerlebnissen sein kann!

    Kularnava führt den Menschen zu den Dingen, die man für Geld nicht kaufen kann und nicht konsumieren kann:

    Gesundheit, Liebe, Glück und inneren Frieden.

    Tantra führt über die Sinnlichkeit zum Sinn und zeigt einen spirituellen Weg auf, wie man sich mit der göttlichen Natur zurück verbindet.

    Das Besondere an Tantra – es wird kein Kopfwissen vermittelt und nicht gepredigt, sondern jeder kann die Weisheit in den körperlichen und sinnlichen Erfahrungen selbst entdecken in völliger Freiheit und Freude. Im Tantra muss man nichts glauben, sondern  man kann es selbst erleben!