Zum Jahreswechsel denkt mancher darüber nach, was er im Neuen Jahr anders machen möchte. Auch ich nutze die Zeit der Rauhnächte stets dazu, innere Inventur zu machen und meine Visionen und Träume anzupassen, zu ergänzen, zu erneuern und aufzuschreiben. Das ist das neue Drehbuch für das Jahr.

Dabei ist nicht nur der INHALT Deines Lebens wichtig, sondern ebenso WIE Du Deinen Tag lebst. Jeder darf seine Bestimmung finden und leben, nämlich mit dem sein Geld verdienen – oder die sinnvolle Tätigkeit ausüben, die Dich mit größter Leidenschaft, heller Begeisterung und sprühendem Enthusiasmus erfüllt.

Nur dann – wahrlich nur dann – gerätst Du nicht in den Teufelskreis, Dein Glück in die Zukunft zu verlegen und entkommst dem krankmachenden Zirkel von AUSPOWERN – WELLNESS; AUSPOWERN – WELLNESS; AUSPOWERN – WELLNESS…ACKERN – URLAUB; ACKERN – URLAUB; ACKERN – URLAUB; (wobei die meisten noch die Phase von Krankheit oder Unfällen zu erleiden haben dazwischen);

Die Saunalandschaften und Wellness-Spa‘s schießen wie Pilze aus dem Boden, weil sie diese krankmachende Lebensweise fördern und unterstützten! Es ist eine Illusion und schmerz-generierende Lebensphilosophie unserer Zeit, Dich heute kaputt zu machen, damit es Dir morgen irgendwann gut geht….

Wenn Du täglich in Gefühl von Wellness, von Wohlbefinden arbeitest, brauchst Du keinen Urlaub. Viele Dinge, die ich besitze, helfen mir, mich zu entspannen und mit meinem Umfeld besser zurecht zu kommen. Ich frage mich, wie viel ich davon noch bräuchte, wenn ich nicht das Bedürfnis hätte, ‚wegzukommen‘ oder ‚abzuschalten‘. Wenn ich stets täte, was ich gerne mache, dann müsste es eigentlich weniger geben, dem ich gerne entfliehen würde und wahrscheinlich hätte ich auch nicht annähernd so viel Stress, von dem ich mich erholen müsste.

Mit anderen Worten: wenn Du das Gefühl bekommst: „Jetzt brauche ich Urlaub!“ oder schlimmer: „Jetzt bin ich reif für die Insel!“ dann ist es schon zu spät, weil Du im WIE der Arbeit Dich selbst übermäßig gestresst hast und getrieben gefühlt und im WAS der Tätigkeit neben der Spur läufst; weil Du immer noch nicht glaubst, dass Du wirklich Schöpfer Deines Lebens bist und Regisseur Deines Films und selbst bestimmen kannst, was Dir Freude macht und womit Du die Tage ausfüllst! Beruflich und privat!!

Denn wenn Du Deine Bestimmung lebst, dann powerst Du Dich nicht aus, dann entlädt sich nicht Deine Batterie, sondern sie füllt sich!! Fange heute damit an, indem Du eine Stunde das tust, was Dir wirklich Freude macht und Erfüllung bringt. Opfere dafür Zeitverschwender wie Internet-Surfen und TV-Schauen oder am Smartphone rumdaddeln. Opfere dafür Dinge, von denen Du bisher dachtest, es sei Deine Pflicht und Du müsstest es machen, damit Du ein guter Mensch bist, in den Augen Deiner Familie, Deiner Mitarbeiter etc.

 

Und: Natürlich darfst Du Reisen, aber nicht, weil Du Urlaub brauchst. Natürlich darfst Du eine schöne Sauna genießen, aber eben nicht als Anlauf für die nächste Runde des krankmachenden AUSPOWERN-Spiels.

Nur dann, wenn Du bei dem, was Deiner Leidenschaft entspricht, entspannt bleibst in der Arbeit und Dich eben nicht ausbrennst…weder für andere noch für falsche, weil zu ehrgeizige Ziele, bist Du in der richtigen Spur. Da kommen wir zum asiatischen Wu Wei „Nicht-Tun im Tun“ oder wie die Inder es nennen Karma-Yoga, d.h. tätig sein ohne das Ego reinzumischen, selbstlos, aus Freude an der Sache. So rät der weise Schriftsteller Mark Twain: „Arbeite, als würdest Du das Geld nicht brauchen!“.

Wie wahr, wie wahr. Denn Geld ist keine Vision und alle die ihrer Leidenschaft wirklich folgen, die interessiert Geld nicht. Sie haben es, weil Geld den richtigen Visionen folgt, ganz selbstverständlich, im Vertrauen.

Neben dem mutigen Leben Deiner Leidenschaft braucht es also auch während des Tages in der Arbeit von Moment zu Moment diese meditative Einstellung: Zu arbeiten, ohne ein Gefühl der Hast, ohne ein Gefühl der Dringlichkeit, ohne ein Gefühl der Anstrengung, der Selbst-Überforderung…ohne die „Welt retten zu wollen“. Ohne die Lüge des Egos „mal schnell noch alles fertigmachen zu wollen“ bevor man leben darf! So ruhst Du nicht in Deiner Seele, so bist Du nicht bei Dir, so bist Du nicht wirklich DU!

Ja, kann man damit genug Geld verdienen und Leistung bringen, die als Arbeit definiert ist, die man innerhalb einer begrenzten Zeit schafft?? Kann man damit erfolgreich sein und ein gutes Unternehmen führen? Oder geht dann alles den Bach runter, wenn man in yogischer Gelassenheit, in schläfriger Bewusstheit den Tag gestaltet, dem Moment folgt, wie ein Hippie?? Ich behaupte, langfristig und nachhaltig NUR DANN!

Das geht, wenn Du sehr klar bist in Deinen Strukturen und anstatt Selbstüberforderung an andere abgibst. Delegiere, was zu viel ist oder was nicht Deiner Bestimmung entspricht, weil es Dir keinen Spaß macht.

Ist es also möglich, zu arbeiten, ein Ziel zu haben und trotzdem in dem Bewusstsein, zu leben „Der Weg ist das Ziel“? Ja, und es ist die Grundlage für Wohlbefinden, für Frieden, für Entspannung, für das Freisein von Sorge.

Nur der sowohl Entspannte als auch Begeisterte hat ein so hohes Energieniveau,

das andere ihm helfen, ihn unterstützen und mitgerissen werden von dieser positiven Energie. Wir sehen auch das spannende Phänomen, das diesen Menschen immer wieder glückliche Zufälle passieren. Solche Menschen sind Glücks-Magnete. Gute Gelegenheiten kommen ihnen entgegen, scheinbar zufällig, regelmäßig erleben sie traumhafte Wunder, kleinere und größere!

Jede Vision sollte mit Wohlbefinden beginnen, in Wohlbefinden sein und in Wohlbefinden münden bei der Erreichung von Zielen.

Sich in diese Richtung zu bewegen, das wünsche ich Euch allen zum Neuen Jahr! Es fängt täglich an!!