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Liebe Tantriker,

den Wonnemonat Mai – den hatten wir schon im April – da sprießt das Grün so frisch und grün wie es grüner nicht sein kann. Dir wünsche ich im Frühling, dass Du den Mut hast, neue Dinge zu tun und neue Entscheidungen zu treffen. Das Neue kann nur kommen, wenn wir alte Grenzen überschreiten. Von meiner Buchenhecke im Garten fallen die alten verwelkten braunen Blätter erst ab, kurz bevor jetzt die neuen hellgrünen Blätter sprießen.

Mit herzlich-tantrischen Grüßen aus Engelskirchen

Euer Lucian

P.S:Wir sind nicht auf der Welt, um Recht zu haben, sondern um lieb zu haben!“(Kularnava Tantra)

Mai Tantra Essay von Lucian

Liebe und Hingabe sind wichtiger als Ergebnisse und Erfolge

Die menschliche Liebe gibt es, um enttäuscht zu werden. Die Wahrheit ist nicht immer schön. Aber sie reinigt das Herz. Sie gibt uns die Fähigkeit, nach und nach immer größer zu lieben. Nicht klein, eng und beschränkt, sondern mehr in die Liebe einzuschließen. Die Verliebtheit ist voller wunderbarer Täuschungen und Illusionen. Sie ist ein köstliches Gift, das wahrhaft süß schmeckt. Wenn die Verliebtheit zu Liebe wird, opfern wir die Illusionen, projizieren nicht mehr unsere Sehnsüchte und Wünsche auf den Partner, sondern verwirklichen sie SELBST. Und in der göttlichen Liebe hören wir auch auf, den Schatten auf unsern Partner zu projizieren, unsere Ängste und die unbewussten und ungeliebten, unerlösten dunklen unverarbeiteten Anteile. Wir brauchen immer wieder die Nähe zu Menschen, die weit entwickelt sind, die Vorbild sind in dieser göttlichen Liebe. Diese Menschen sind wie ein Loch in einer Mauer, vor der wir stehen. Wenn wir durch dieses Loch hindurchschauen, sehen wir einen großen paradiesischen Garten vor uns, oft kilometerweit. Und dann können wir selbst irgendwann auch diese Mauer durchbrechen und in den Garten schreiten, in unser neues Leben. Möge der Frühling uns wieder neu zur Geburt bringen!

Von der Shakti, der göttlichen Mutter des Universums:

In tiefer Dunkelheit, o Mutter,
glänzt Deine Schönheit ohne Form;
das ist der Grund, weshalb die Yogis
in einer dunklen Felsenhöhle meditieren.
Im Schoße grenzenloser Dunkelheit,
emporgehoben auf Mahanirvanas Wogen,
fließt heiterer Friede unerschöpflich.
Du nimmst die Form der Leere an
und hüllst Dich in das Gewand der Dunkelheit;
sag, wer Du bist, o Mutter,
einsam im Schreine des Samadhi thronend!
Vom Lotus Deiner furchtzerstreuenden Füße
zucken die Blitze Deiner Liebe;
Dein Geist-Antlitz erstrahlt
mit lautem, schrecklichem Gelächter!

Von Shiva, dem göttlichen Vater des Universums:

Welch beispiellose Schönheit!
Welch ein betörend Antlitz nehm ich wahr!
Der Herrscher meiner Seele
ist in meine niedere Hütte eingetreten;
Die Quellen meiner Liebe sprudeln überall.
Sag mir, o mein Geliebter, meines Herzens Herr!
Was soll ich nur für Schätze Dir zu Füßen legen?
Nimm Du mein Leben, meine Seele;
Was könnt ich Dir denn sonst noch bringen?
Nimm alles, was ich habe.
Geruhe, mich ganz hinzunehmen!

 

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