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Liebe Tantriker,

ja im Tantra haben wir 7 Augen, für jedes Chakra eins, weil wir jede Energie ehren und auch das „Unheilige“, Profane in die Heiligkeit mit einbeziehen. Augen und Sehen stehen für Bewusstheit. ‚Heilig‘ heißt ganz, im Sinne von ganzheitlich und vollkommen. Die Heilige Lucia ist die Göttin des Lichtes, die besonders in der dunkelsten Zeit verehrt wird. Das ist bei uns die Wintersonnen-wende am 21. Dezember, auf die später das Weihnachtsfest gelegt wurde. Die Zeit der Dunkelheit möge Dir – jenseits des Vor-Weihnachts- und Weihnachts-Wahnsinns – dazu dienen, Einkehr in Stille zu finden und Dein inneres Licht zu entdecken….

Mit herzlich-tantrischen Grüßen aus Engelskirchen

Euer Lucian

P.S: “Wer das Kula-Dharma kennt, benötigt keine andere Religion.” (Kularnava Tantra, 2. Kapitel). (Anmerkung: Gleichwohl kann man aber jede Religion ausüben in Einklang mit Tantra)

Dezember Tantra Essay von Lucian

Tantra heißt Selbst-bestimmt leben

Der in Güte lebende Mensch wird sich selbst niemals Gewalt antun, auch nicht um einem anderen einen Gefallen zu tun. Denn er weiß, dass er dann nicht nur sich selbst Schmerz zufügt, sondern das Leben in sich selbst verrät. Damit ist auch dem anderen in keiner Weise gedient, indem die Lügen-Schwingung der Selbstverachtung aufrecht erhalten wird. Damit ist der Welt wahrlich nicht geholfen.

„Dem Leben nach leben“, das tun, was Deine innerliche Lebensquelle von Dir verlangt, bedeutet auch das Folgende:

Ausruhen, wenn Du müde bist, in Aktion zu kommen, wenn die Energie in Dir braust. Trinken, wenn Du Durst hast. Essen, wenn Du hungrig bist. Auf Deine Herzensgefühle hören, nicht nur wie ein rationaler Roboter durch das Leben gehen. Deinen Körper und Deine Gesundheit lieben und pflegen. Für Dein Wohlbefinden sorgen. Gutes zu tun für andere, aber erst Dich selbst in Selbst-Liebe vollkommen anerkennen. Dich nicht für andere aufopfern, für ein Ideal, für eine Arbeit, für die Eltern, für Deine Kinder, für die Familie, für Freunde, für die Firma etc….

Geben in Liebe ist okay, aber gehe nicht über Deine Grenzen hinaus. Du musst und Du sollst nichts machen. Du darfst wählen, etwas zu tun, wenn der Impuls kommt. Das hat nichts mit Ich-Sucht zu tun, sondern mit dem tiefen Wahrheitsgefühl in Dir selbst. Nicht Lachen, wenn Dir nach Weinen zumute ist. Nicht nach der Überzeugung leben, dass Du ständig lächeln musst, immer lieb und nett zu anderen zu sein hast, damit Dir niemand etwas tut. Sei echt und wahrhaft. Nichts mehr tun nur wegen ‚Geld‘ oder ‚Anerkennung‘, was aber nicht Deinem inneren Wahrheitsgefühl entspricht. Lebe nicht dem Schein nach und setze keine Maske auf. Genieße das reine schöne Sein. Dem Leben nach leben, bedeutet auch, dass der Mensch seine Körperform aus seinem Herzen heraus wachsen lässt, aus Liebe nicht nach Normen, die ihm von einer unwissenden Gesellschaft auferlegt wurden, in der das ‚Habenwollen‘ und Gefallsucht oft im Mittelpunkt stehen. Dieser Pfad mündet schließlich in den Tod. Höre nur auf die erhabenste Stimme, das nobelste Gefühl, das in Dir wohnt. „Nicht mein Wille geschehe, sondern Dein Wille geschehe…“ Nicht das, was das kleine Ich will, sondern wonach die große Wahrheitsstimme des Lebens in Dir fragt, das darf geschehen. Wachse hin zu: ICH BIN….IN LIEBE.

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