Kategorie: Lucian’s Tantra-Essays

Lucian’s Tantra-Essays

  • Serie I: Dem eigenen Ego auf die Schliche kommen: Wer weiß, wer weiß….

    Wer sich selbst verliert, wird sich selbst finden. Hingabe ist das Tor.

    Komm‘ Deinem Ego auf die Schliche.

    Ego ist immer das, was abtrennt.

    Ego glaubt an den Mangel und verleiht dem Mangelgefühl Fortdauer.

    Ego ist das, was Widerstand und Krieg erzeugt.

    Ego ist Angst (lat. Angustias) = Enge.

    Wenn Du an das GLAUBST, was das Ego sagt, entscheidest Du Dich für die Enge, nicht für die Freiheit; für den Mangel, nicht für die Fülle; für Kampf und Krieg, nicht für Frieden und Harmonie.

    ***

    Wir alle haben unser Ego. Solange ein Mensch einen Körper hat, hat er zumindest noch Reste von Ego. Selbst die Erleuchteten könnten sonst nicht überleben in dieser Welt.

    ***

    Keiner kann sein Ego durch Willenskraft besiegen, denn der Wille ist oft wieder ein maskierter Teil des Egos und ein Zwiespalt entsteht im Geist. Dieser Kampf verleiht in Wirklichkeit dem Ego nur Energie und gewährleistet damit die Fortsetzung dieser Illusion.

    Die Lösung:

    Entscheidend ist, ob wir an das GLAUBEN, was das Ego sagt.

    Wenn Du z.B. vom Ego hörst:

    „Ich krieg nicht genug, ich bekomme nie genug“ glaubst Du das einfach nicht mehr, sondern, antwortest: Wer weiß, wer weiß….ob das so stimmt….

    Wenn Du vom Ego hörst: „Ich bin so allein, alle haben schöne Liebeserlebnisse, nur ich nicht“ glaubst Du das einfach nicht mehr, sondern antwortest: Wer weiß, wer weiß, ob das so stimmt….

    Wenn Du vom Ego hörst: „Alle sind doof hier, keiner versteht mich“ glaubst Du das einfach nicht mehr, sondern antwortest: Wer weiß, wer weiß´…ob das so stimmt….

    Wenn Du vom Ego hörst: „Ich muss mich anpassen und das tun, was die anderen von mir erwarten“ glaubst Du das einfach nicht mehr, sondern antwortest: wer weiß, wer weiß, ob das so stimmt….

    Wenn Du vom Ego hörst: „Ich halte das Leben so nicht aus, ich brauche jetzt sofort Alltags-Droge XYZ“

    Glaubst Du das einfach nicht mehr, sondern antwortest: Wer weiß, wer weiß, ob das so stimmt…

    Wenn du vom Ego hörst: „Ich bin der beste Liebhaber“

    Glaubst Du das einfach nicht mehr, sondern antwortest: Wer weiß, wer weiß, ob das so stimmt…

    Wenn Du vom Ego hörst: „Ich bin hier die Schönste“

    Glaubst Du das einfach nicht mehr, sondern antwortest: wer weiß, wer weiß, ob das so stimmt…

    Lass also Dein Bewusstsein nicht schleifen, nicht faul und bequem werden, sondern höre die Stimmen wach und richte die Aufmerksamkeit dann auf das, was Du wirklich bist nicht auf die Einflüsterungen der Ego-Stimme. Die darfst Du bewusst lassen in Sanftheit, Mitgefühl und Verständnis für die Funktion Deines Geistes…und manchmal darfst Du auch darüber LACHEN!

    Durch diese sehr klare aber auch sehr gelassene bewusste Reaktion auf Dein Ego, ist es im gleichen Moment aufgelöst und Du bist in dem Teil Deines Wesens, das immer Glück, Liebe, Fülle, Wohlstand und Frieden IST und frei ist, frei zu entscheiden und zu leben, dem zu folgen, was Du WIRKLICH willst.

  • Kularnava: „Der Paradies-Kodex heilsamer Sexualität“

    Eine Lanze für die freie Liebe und gegen die Doppelmoral bayrisch katholischer Verklemmtheit (ich sündige, dann beichte ich, ich sündige, dann beichte ich) oder des US-amerikanischen puritanischen Masochismus. (ich gönne mir nichts, alle anderen dürfen sich auch nichts gönnen oder: ich bin sauber – die Flecken haben immer die anderen) oder: Sex ist nicht gut, dafür habe ich das Recht, andere zu erschießen oder Bomben zu werfen auf Kulturen mit anderen Werten. Es gibt 1000 Begründungen warum die Sexualität falsch oder schlecht oder sündig ist. Tantra pfeift darauf.

    ***

    Tantra ist der Weg radikaler Eigenverantwortung.

    Das setzen wir um in unserer Seminaren.

    Im Leben sollte alles erlaubt sein, wenn es offen und ehrlich ist. Der Mensch braucht in der Moderne nicht mehr so viele Regeln und Verbote, weil er innerlich seine eigenen Werte bewusst spüren kann. Tantra hat als einziger Weg den Mut und die Klarheit, hemmende Konventionen zu ignorieren. Das funktioniert aber nur bei gleichzeitig gesteigerter Bewusstheit und Eigenverantwortung. Motto: Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist als vorher!

     

    Mit aller Pflicht und aller Moral und allen Geboten macht man einander selten glücklich, weil man sich selbst damit nicht glücklich macht. Wenn der Mensch “gut” sein kann, so kann er es nur, wenn er glücklich ist.

    Hermann Hesse

    „Wenn man nicht selbst den Weg zur Freiheit findet – wer sonst sollte die richtigen Mittel kennen?

    Kularnava Tantra, 1. Kapitel

    Tantra braucht keine Verbote und keine Autoritäten, die einem zu sagen haben was richtig und falsch ist in der Sexualität, was gut für Dich ist. DU WEISST ES SELBST AM BESTEN! Du bist frei. Nutze Deine Freiheit!

    Sex wird im Kularnava Tantra nicht wie üblich verstanden, sondern als ein Akt der Heilung, der Energieübertragung und der Wissensvermittlung ohne Worte.

    Körperliche Vereinigung drückt die tiefe Wahrheit des Eins-Seins allen Lebens auf der körperlichen Ebene aus. Es ist die Manifestation universeller Liebe.

    Der Paradies-Kodex lehrt:

    • Sex als wirklich natürlich zu empfinden, wie atmen, gehen, essen, schlafen und nicht eine Ego-Nummer daraus zu machen, eben arglos wie die Kinder nach Jesus‘ Credo: Darum werdet wie die Kinder!
    • arglos heißt, rein im Herzen die Sinne beglücken ohne gestern oder morgen, eben im Augenblick, wie Kinder spielen und die Zeit vergessen.
    • Das gab es in einigen primitiven Urvölkern, wo mit Sexualität nicht der Besitzanspruch oder der Status verbunden war und wo es dadurch, weil jeder immer befriedigt war, es auch nicht den Schmerz des Mangelgefühls gab, aus dem all die destruktiven Süchte der modernen Gesellschaft entstehen.

    Wir Tantriker betrachten uns als Wunderwirkende und Heiler und Vermittler von Licht und Liebe. Damit es in der Sexualität zu diesen wunderbaren Heilerfahrungen und Einweihungen kommen kann, ist allerdings eine Schulung und Reife notwendig, damit Sex zu einer Erfahrung der Bereicherung und Umwandlung für alle Beteiligten werden kann.

    Die Grundvoraussetzungen sind:

    • Die Triebhaftigkeit des Geschlechts nicht als negativ zu bewerten und als „Notdurft“ oder „Geilheit“ abzuwerten, sondern als heilige Kraft zu betrachten
    • Ja, Kularnava-Tantra sieht den Trieb immer als heilig. Das Wort heilig kommt von

    ‚ganz‘, ‚vollkommen‘. Das Kreuzbein, lateinisch „sacrum“ ist wörtlich der „heilige Knochen“ und dem Sex-Chakra zugeordnet

    • Im Kularnava soll Sex nicht „abgeklemmt“ und durch eine verlogene Doppelmoral ersetzt werden, wie in der normalen Gesellschaft üblich. Sex soll nicht in heimlichen und unbewussten Schatten- und Parallelwelten gelebt werden in unerlöster Form z.B. als Internet Porno, Prostitution oder über Seitensprung-Agenturen oder Swinger-Sex.
    • Niemand sollte für Sex Geld bezahlen müssen. Wir können es uns frei schenken.

    Die Verdrängung des Eros durch die Nicht-Kultivierung oder durch „Liegenlassen“  führt dann auch oft zu Arbeits- und Karrieresucht; oder zu Ersatzbefriedigungen wie Essen, Trinken, TV, Internet  oder zu  allgemeiner Aggressivität und Kritiksucht. Wer gute, an das Herz angebundene Sexualität hatte, ist einfach nicht aggressiv.

    • Sex wird mit Achtsamkeit und Liebe vollzogen, nicht abgespalten vom Herzgefühl
    • Heilige Sexualität ist kein Sex im üblichen Sinne, sondern ein Ritual.
    • Voraussetzung ist das Gefühl der Liebe im Herzen, den anderen so zu nehmen, wie er/sie ist, nicht wie er/sie sein sollte und das Göttliche = vollkommene Liebe im anderen zu sehen
    • Sex ohne Gier, denn Gier entsteht immer aus dem Glauben: ‚Ich habe nicht genug.‘ oder ‚Es gibt nicht genug.‘ Das sind aber Täuschungen des Egos, denn die Wahrheit ist sexueller Überfluss und sexuelle Fülle. Das Göttliche möchte, dass wir beschenkt und reich und satt sind und das Schöne dieser Erde ausleben und unseren Körper zelebrieren mit jeder Zelle, so lange er lebendig ist – und: mit wem wir wollen und wann wir wollen.
    • Heilsamer Sex ist Sex ohne Angst und ohne Stress
    • Sexuelle Energie ist weise – ohne Steuerung des Verstandes führt sie zu Erkenntnis, Verwandlung und Schöpfen von neuen Ideen (ohne das jmd. darüber nachdenken muss)

     

    • Heiliger Sex ist somit absolut kreativ.
    • Heilsamer Sex entwickelt die größten Fähigkeit: Hingabe, die zur Ekstase führt.

    Nur Loslassen und Öffnung kann zur Ekstase führen. Heilige Sexualität ist die Erfahrung, dass Kontrollverlust und Gewaltlosigkeit wunderbar glücklich machen.

    • Tantriker = sexuelle Heiler haben den Trieb, nicht der Trieb hat sie.

    Das ist ein großer Unterschied: Tantriker können die sexuelle Energie

    Lenken und Beherrschen – das heißt nicht UNTERDRÜCKEN und abspalten.

    Diesen Unterschied verstehen viele nicht, die wenig Erfahrung mit Sex haben.

    Nicht der Trieb hat Dich, sondern Du bleibst der Wagenlenker, ohne Kontrolle

    zu haben im Sinne von Abklemmen oder Runterdrücken.

    • Heilsamer Sex wird nicht ausgeübt, um Anerkennung und Selbstbestätigung für das Ego zu bekommen, sondern um Liebe und Mitgefühl auszudrücken
    • Heilsamer Sex ist kein Machen, sondern ein Geschehen–lassen = absichtslos
    • Die Einzige Absicht im heilsamen Sex ist, es den anderen glücklich zu machen und göttliche Lust zu bereiten
    • Heilsamer Sex hat nichts mit „Leisten“ zu tun. Wer ihn ausübt muss nicht gut ankommen und nichts beweisen, am allerwenigsten dass er oder sie ein guter Lieb-haber, eine gute Liebhaberin ist
    • Heilsamer Sex hat somit nichts mit Arbeit oder Anstrengung zu tun, sondern ist ein Sich-treiben-lassen und so können auch Stille-Phasen entstehen die wunderbar sind.
    • Im heilsamen Sex gibt es keinen Plan, keine Regeln und keinen vorgegebenen Ablauf, obwohl für Anfänger eine „Choreografie“ Orientierung und Sicherheit gibt.
    • Wir überlassen uns dem ES – geschieht und wirkt.
    • Sex nicht in erster Linie, um im Rausch der Hormone seine ungelösten Probleme und Lebenssorgen für ein paar Momente zu vergessen, sondern um aufzuwachen (Sex also nicht zur Betäubung = Sucht, sondern um Bewusstheit zu steigern)

    Heiliger Sex heißt nicht: ‚unbewußtes Leben nach dem Lustprinzip‘ und jeder Zeit nur

    auf Sex fixiert zu sein. Der Tantriker weiß, dass das ständige Ausleben der Lüste und Genüsse zur Abstumpfung und Verflachung der Gefühlsintensität und des Lustempfindens führen kann. Der Tantriker versteht die Kunst, die Lust wohl zu dosieren und manches Mal auch heraus zu zögern durch Enthaltsamkeit oder kunstvolles Hinausschieben der letzten Erfüllung. So kommt es zur Verlängerung des Liebesspiels und zur Ausdehnung der Energie im Körper. Dann wird es zur Meditation, zum Fest!

    • Heiliger Sex heißt, dass er nicht zum Konsum führt, der durch Unbewusstheit immer höhere oder härtere Reize benötigt, um zum gleichen Kick wie vormals zu gelangen.
    • Der Tantriker hört nie auf, in der heiligen Sexualität neue Türen und Fenster zu öffnen wie ein neugieriges kleines Kind. So entsteht auch nie tötende Routine.
    • Sex in völliger Freiheit und Freude in frohem Einvernehmen von beiden Seiten
    • Wenn Du jemanden anderes zum heiligen Sex einlädst, akzeptiere immer in Liebe

    ein ‚Nein‘, wenn es kommen mag und ehre ihn/sie dafür ohne Dich selbst zu oder das Gegenüber zu entwerten. Verneige Dich vor einem JA, doch verneige Dich genauso vor einem NEIN.

    Das Nein für einen anderen kann ein JA zu Dir selbst sein. Und das NEIN eines anderen zu ehren ist ebenso ein JA zu Dir selbst! Nimm es nie persönlich und werte weder Dich noch andere ab, deswegen!

    • Sex zu haben wandelt immer um – daher braucht es zwei eigenverantwortliche Erwachsene, die das wissen und die Folgen richtig verarbeiten
    • Auf der körperlichen Ebene gehört zur Eigenverantwortung unter Erwachsenen, dass

    Jeder verantwortlich mit dem Thema Gesundheit umgeht und verpflichtet ist den/die Partner zu informieren über sexuell übertragbare Krankheiten. Und es heißt, bewusst mit dem Thema Verhütung umzugehen.

    • Kularnava Tantra stellt bewusst die Moral der Gesellschaft in Frage und schert sich nicht um sie; die höhere Entwicklungsstufe ist, aus seiner eigenen authentischen

    Gefühl-Moral zu handeln. Jeder Mensch kann spüren, was ihm gut tut und was nicht und sich in völliger Freiheit dazu entscheiden oder dagegen.

    Bei unreifen Menschen ist der sexuelle Akt meist mit dem Wunsch verbunden, zu besitzen.  Doch Tantra lehrt: Beziehungen und Sexualität sind dann am schönsten und ekstatischsten    wenn wir den Menschen, mit dem wir Sex haben/hatten nicht besitzen wollen. Besitzen und Verhaften ist dasselbe. Habe Sex ohne Dich dabei zu verhaften. Nicht-Verhaftung ist der Weg zu Freiheit und Glück. Dennoch heißt Nicht-Verhaftung nicht, dass die Beziehung zu einem

    Menschen belanglos, beliebig oder oberflächlich wird, sondern sie bleibt immer individuell und besonders! Du ehrst die Einzigartigkeit des Menschen und die Einzigartigkeit des Momentes.

    Und: Bei unreifen Menschen möchte ein schönes sexuelles Erlebnis immer wiederholt werden. Doch das Vergleichen mit anderen sexuellen Erfahrungen führt nicht zur Ekstase sondern zu Enttäuschung und Schmerz.

    Somit ist die Wurzel der sexuellen Abwertungs- und Unterdrückungsmoral nicht die Sexualität an sich, sondern das Ego, welches danach einsetzt mit Besitz und Ausschließlichkeits-Ansprüchen oder mit kindlicher Bedürftigkeit. Sex kann dann in die Kleinkindzeit versetzt, verbunden sein mit dem Wunsch nach General-Befriedigung ohne Aufschub von Seiten der Mutter. Heilsamer Sex kann aber nur unter gleichwertigen Erwachsenen stattfinden auf Augenhöhe. Wenn einer in die Mutter-Sohn oder Tochter-Vater-Rolle fällt, führt es zu Verstrickungen. Oder zu Machtansprüchen: Wir hatten Sex, jetzt musst Du alles tun, was ich will.

    Oder: Wir hatten Sex jetzt darfst Du keinen/keine andere mehr anschauen.

    Oder: Wir hatten Sex, jetzt bist Du für die vollständige Befriedigung aller meiner Bedürfnisse verantwortlich.

    Oder: Wir hatten Sex, jetzt darfst Du Deine Aufmerksamkeit nie mehr von mir abwenden, denn das würde mich entwerten und dann falle ich in Trauer oder Wut.

    Sex will immer wieder neu ohne Erwartungen und Vorurteile erlebt werden im Hier und Jetzt.

    Ohne das Bedürfnis zu besitzen, gibt es auch keine Eifersucht.

    Heilsamer Sex kann nur stattfinden, ohne dass Eifersucht entsteht.

    Eifersucht entsteht aus einem inneren Gefühl von Mangel und den Glauben an Mangel.

    Heilsamer Sex kann nur aus einem Gefühl und Glauben von vollkommenem Überfluss und

    vollkommener Fülle entstehen.

    Heilsamer Sex kann nicht aus suchtartiger Fixierung auf den nächsten Kick entstehen.

    Erst wenn Du meditierst, kannst Du heilsamen Sex haben, weil dann Dein Geist frei ist von Sucht-Mechanismen. In der Sucht, siehst Du nicht mehr den Menschen, sondern nur Dein Verlangen nach Vergessen. Das hängt zusammen mit dem Glauben an Dein falsches Ego. Heilsamen Sex machst Du nicht zur Betäubung, sondern zum Erwachen.

    Heilsamer Sex gibt dem anderen Raum.

    Heilsamer Sex hat nichts Zwanghaftes und kann jederzeit beendet werden, wenn es sich nicht stimmig anfühlt und man kann jederzeit eine Pause machen.

    Heilsamer Sex ist frei von Angst und arglos. Die beteiligten fühlen sich wie Kinder im Paradies. Heilsamer Sex ist so natürlich wie ein leckeres Essen zu genießen, oder einen guten

    Duft zu riechen oder sich an einem schönen Anblick zu erfreuen. Ganz ohne Urteil, wie bei den Wilden, die nicht durch Zivilisation verdorben wurden. Das kann man wieder erlernen.

    Heilsamer Sex ist so natürlich wie Atmen, Gehen, Essen, Schlafen.

    Heilsamer Sex findet in einem Bewusstsein statt, das jeder der Beteiligten schon heil ist.

    Jeder, der befreit ist, kann andere befreien durch heilsamen Sex.

    Heilsamer Sex kann einen Mann zum Mann machen und eine Frau zur Frau machen. Heilsamer Sex kann zum wundersamen Einweihungs-Erlebnis werden, zur Initiation.

    Heilsamer Sex wird von beiden als befreiend und leicht empfunden.

    In heilsamem Sex hat auch das Lachen einen Platz.

    Heilsamer Sex ist ein Geburtsrecht und sollte durch nichts unterdrückt werden.

    Heilsamer Sex ehrt die heilige Schöpferkraft im Becken, von den Tantrikern als Kundalini-Kraft bezeichnet.

    Kularnava Tantra entspricht dem humanistischen Ansatz der Psychologie:

    Wenn man den Menschen sein lässt, wie er ist, wird er sich automatisch zum Guten  entwickeln. Wir brauchen dazu heute keine äußere Moral mehr, die dem Menschen vorschreibt was gut und was schlecht ist. Durch Zumutung von Eigenverantwortung entfalten Menschen Potentiale und Kräfte.

    In heilsamen Sex ist jeder klein und keiner übt Macht aus.

    Heilsamer Sex macht demütig und dankbar.

    In heilsamen Sex sind wir alle gleich – nur Menschen.

    Heilsamer Sex manifestiert die tiefste Wahrheit der Welt: Wir sind alle eins.

    Darum ist heilsamer Sex ein Schlüssel zur Erleuchtung – das Bewusstsein der Einheit.

    Heilsamer Sex ist immer mit Liebe verbunden und blendet alles andere aus. Unterschiede in Alter und Bildung, Herkunft, Rasse, Weltanschauung etc. werden in heilsamem Sex aufgelöst.

    Diese Weltanschauung ist radikal positiv und vertraut den guten Kräften. Ebenso ist diese Anschauung eine Ehrung des freien Willens, den jeder Mensch als Schöpferkraft mit der Geburt geschenkt bekam.

    Kularnava Tantra lehrt die Freie Liebe und die freie Entscheidung für jeden und schafft dafür einen Raum der Entfaltung in den Seminaren und in der Ausbildung.

    Die freie Liebe, die in anderen Systemen wegen der Moral als Sünde empfunden wird (Kirche, Yoga, Psychotherapie, Meditationswege), wandelt sich im Tantra zu einer göttlichen Gabe, so wird aus der Verstrickung ein Weg zur Freiheit!

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  • Tantra: Über das Geschenk, Leid zu erfahren

    Oft genug sind wir getrennt von dem, was wir lieben. Oft genug müssen wir uns mit dem auseinandersetzen, was wir nicht ausstehen können. Und oft genug kriegen wir einfach nicht das, was wir wollen. Oft genug geraten wir im Leben in eine Situation, die wir nicht mehr kontrollieren können, und an der wir nicht Schuld sind. So sieht es aus im Leben.

    Wie reagieren wir auf diese Enttäuschung, diesen inneren Schmerz, diese Frustration? Mit Flucht, Ankämpfen, Betäubung, Ignoranz, Selbsthass, Selbst-verurteilung, Depression und Abwendung in Resignation??

    Oder mit klarem, richtigen Umgang?

    Auf der anderen Seite passieren auch manches Mal überraschend schöne und glückliche Dinge in unserem Leben. Oft werden wir beschenkt mit einer neuen Liebe, einer schönen Begegnung, unerwartetem Gewinn im Geschäft, Heilung von einer Krankheit oder auch Lob und Wertschätzung, die wir von anderen erfahren. Und seien wir ehrlich, geschehen nicht die wunderbarsten Dinge in unserem Leben scheinbar zufällig, ohne unser Zutun, nicht von uns gesteuert?

    Wie gehen wir damit um?

    Das Positive anzunehmen fällt scheinbar leichter, als das Negative. Doch auch beim Positiven haben viele Menschen mehr Probleme, als man denkt.

    Gut wäre:

    1. Stufe: Annehmen und sich freuen
    2. Stufe: dabei schweigen und tief einatmen
    3. Stufe: Dankbarkeit (dem Leben, dem Göttlichen gegenüber, sich selbst gegenüber)
    4. Stufe: Weitergeben – das Glück, die Liebe mit offenen Händen verteilen an andere. Auch das zu üben ist besonders wichtig, denn dadurch wird Glück verstärkt. Glück und Liebe werden mehr, wenn man sie teilt.

    Jetzt zum richtigen Umgang mit scheinbar Negativen: Wie gehen wir mit Trennung, Abschied und Verlusten im Leben um?

    Diese kleinen Tode des Alltags, die wir alle immer wieder zu durchleben haben?

    Da ist es auch völlig unerheblich, ob wir die Trennung entscheiden oder ob ein Gegenüber sagt: ‚Ich gehe!‘.

    Reagieren wir mit Trauer, Wut, Ärger, Verzweiflung, Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen?

    Würden wir das mit den Blättern am Baum tun, die im Herbst fallen, sich verabschieden und sich vom Baum trennen, egal ob wir es wollen oder nicht?

    Nein. Wir wissen, die Blätter machen Platz für das Sprießen des Neuen, frischen im nächsten Frühjahr. So können wir von der Natur lernen, Trennung und Abschied als Positive Prozesse zu betrachten. Es ist Reinigung, es ist Umwandlung, es ist Transformation.

    Wie können wir also konstruktiv und positiv mit Trennung und Abschied umgehen?

    1. Wir machen uns das Schöne und Wertvolle bewusst, was wir mit der Person erlebt haben, von der der Abschied unausweichlich ist.
    2. Wir danken für die guten Zeiten, die wir hatten.
    3. Wenn wir Wut oder Hass fühlen, vergeben wir der Person, was dann gelingt, wenn wir uns klarmachen, dass ihr Geist dem unseren in Teilen wirklich sehr ähnlich ist oder war. Zu gerne projiziert unser Ego den eigenen Schatten und die unerlösten Anteile auf andere Menschen.
    4. Wir lassen los. Im Bewusstsein, dass durch den Abschied Platz gemacht wird für etwas Neues. Dieses Neue kann und darf sehr viel beglückender, reicher, schöner sein als das Alte.

    Somit können wir lernen, sowohl das scheinbar Dunkle und Unangenehme als auch das Helle und Angenehme im Leben gleichermaßen als göttliches Geschenk für uns ganz persönlich zu betrachten. Wir dürfen uns geliebt fühlen wenn Glück herabregnet, wir dürfen uns auch vom Göttlichen geliebt fühlen, wenn etwas im ersten Moment „Schlimmes“ und Schmerzliches passiert. Denn dieses Schlimme und Schmerzliche kommt nur, weil das Göttliche uns helfen möchte, uns weiter zu entwickeln zu einem höheren, besseren Zustand.

    Leider ist es nun mal oft so, dass der Mensch bei Schmerz und Leid-Ereignissen eher aufwacht, als bei Konsum von Leichtigkeit und Glück.

    Oder wie es eine alte Upanishad aus Indien ausdrückt: ‚Das Gute und das Angenehme sind nicht immer das Gleiche‘. Und: Wie der Dalai Lama einmal sinngemäß sagte: ‚Manchmal ist es das größte Glück, nicht das zu bekommen, was man wollte‘. (Warum? Weil zum einen die Wunscherfüllung uns in der Auswirkung nicht glücklich gemacht hätte und zum anderen, weil wir aus Schmerz dann doch unter dem Strich am meisten lernen.)

    Dennoch sind Tantriker keine Masochisten, die das Leid suchen, sondern Genießer, die den Moment in vollen Zügen zelebrieren, eingedenk der Vergänglichkeit.

  • Tantra = angstfrei genießen!

    Eine Tantrikerin, ein Tantriker befreit sich Schritt für Schritt von allen Ängsten.

    Wenn Du Angst hast, sei still und erkenne, dass die Große Göttin wirklich ist und dass Du ihr geliebtes Kind bist, an dem sie ihr Wohlgefallen hat.

    Welch‘ kraftvolle Wahrheit:

    W i r   s i n d   i m m e r    s i c h e r.

     …das können wir nur durch Vertrauen erreichen, diese Zuversicht. Aber auch indem wir mit Klarheit auf unser Leben zurückschauen, und erkennen, das am Ende immer alles gut ausgegangen ist. Und wenn nicht, ist es noch nicht zu Ende.

    Kraftvolle Wahrheit zwei:  

    D a s   G ö t t l i c h e   s o r g t   i m m e r   f ü r    u n s.

    Mehr noch: Die besten Sachen folgen immer nach Sterbeprozessen.

    Immer wenn wir durch unsere Ängste hindurch gegangen sind und 1000 Tode gestorben sind, weil unser inneres Kind Panik gemacht hat, folgt danach die größere Fülle, glückselige Verwirklichung von großen Träumen und ein vor Seligkeit überfließendes Herz.

    Die schweren Zeiten der Angst kannst Du nur überstehen durch eine Beziehung zum Göttlichen. Ja, ich danke der Großen Göttin, wenn ich Spaß und Freude erlebe. Ich danke ihr, wenn ich Erfolg habe und Wohlergehen genieße.

    Und: Ich schimpfe mit ihr, wenn ich Misserfolg habe, Fehler mache, Tiefschläge einstecken muss, oder bestimmte Wünsche oder Träume nach Jahren immer noch nicht eingetroffen sind. Aber auch wenn ich mit Gott hadere und böse auf ihn bin, so bleibe ich doch in Beziehung. Denn wie eine gute Mutter, wie ein guter Vater, hört Gott uns immer und vergisst uns nie und hat immer unser Bestes im Sinn. Du darfst der Großen Göttin alles anvertrauen, auch die Wut, auch die Trauer, auch die Ohnmacht, auch die Verzweiflung und natürlich vor allem Deine Liebe. Deine Aufgabe ist es, Dich nicht abzuwenden vom Göttlichen wenn ‚Scheiße‘ in Deinem Leben passiert, sondern Dich gerade dann mit voller Liebe zuzuwenden und den fortdauernden Strom von Liebe an Dich ranzulassen, ihn aufzunehmen, anzunehmen. Verliebe Dich immer mehr in die Göttin. Sie hört Dich sehr gut.

    Dann erkennst Du auch sehr bald, dass die unausweichlichen, unangenehmen und schmerzlichen Dinge, die ‚Schicksals-Schläge‘ die Frustrationen und ‚Unglücke‘ in Wirklichkeit auch aus der Liebe Gottes Dir gesandt werden – denn: Es darf etwas daraus gelernt werden.

    Auch das Ungewollte, was wir nicht ausstehen können, worum wir uns drücken, auch das ist Liebe und Gnade, weil – wenn Du jetzt etwas daraus lernst, die Lektion verstehst und umsetzt, dann wirst Du in Zukunft nicht mehr leiden.

    Tantra ist Freisein von Leiden.

    Und irgendwann – egal was passiert, Dich kann nichts mehr wirklich umhauen! Du bleibst oben auf. Aber nicht durch Powern und Kontrolle, Angriff oder Abwehr, sondern durch Verständnis und Empfänglichkeit.

    Nichts, was Du tust oder denkst  oder wünschst oder machst, ist nötig, um Deinen Wert zu begründen!

    Jeder Tag, sollte einem Wunder gewidmet sein.

    Alles, was aus Liebe kommt, ist wunderbar.

    Tantriker sind Wunder-Wirkende.

    Durch Wunder nimmst Du die Vergebung der Großen Göttin an, jetzt.

    Du bist liebens-wert.

    Du bist liebe-voll.

  • Lieben heißt, die Angst verlieren

    Viel zu oft agieren wir aus Ängsten, sind unbewusst oder bewusst getrieben vom „Müssen“ und „Sollen“ oder „Nicht-dürfen“. Wir strengen uns an, um gut genug zu sein. Wir passen uns an, folgen dem ‚Main Stream‘. Wir Leisten und Schwitzen, um genug Anerkennung oder Liebe oder Gewinn zu erreichen. Wir schinden uns von mehr, zu immer mehr und von immer mehr zu noch mehr und das hat kein Ende. Wir definieren uns zu oft über ‚Tun‘ statt über ‚Sein‘. Und ein Tun, das von Ängsten befeuert wird, das kann zu nichts Gutem führen. So sagte mir ein Coach vor Jahren: ‚Das richtige Handeln ist, wenn Du genau das Gegenteil von dem tust, wozu die Ängste Dich zwingen wollen.‘

    Das ist ein guter Anfang, löst aber noch nicht die negative Macht der Ängste vollständig auf.

    Glaubst Du, dass das Göttliche das wünscht, dass Du aus Ängsten lebst? Oder ist es Dein Schicksal? Musst Du Dich damit abfinden?

    Wohl eher nicht.

    Sondern: Die Große Göttin, will, dass Du vollkommen glücklich bist;

    in Leichtigkeit und Entspanntheit jeden Moment Deines Tages genießt; egal ob in der Arbeit oder in der Pause oder im Urlaub. Die Große Göttin liebt Dich, so wie Du bist, dafür musst Du nichts tun oder Dich anstrengen. Ist das nicht ein schönes Gefühl, allein wenn Du Dir nur diesen Gedanken, diese Fantasie erlaubst? Ist es nicht das höhere Glück, der wahre Luxus, wenn Du einen Tag, nur einen Tag in diesem Bewusstsein leben kannst?!

    So, wie kleine Kinder es können, die noch nicht geschockt wurden, einfach die Liebe und das Wohlergehen und den Überfluss als Selbstverständlichkeit anzunehmen. „Ich bin geliebt. Ich darf diese Liebe voll annehmen und genießen. Alle Last ist mir von den Schultern genommen, alle Steine vom Herzen gefallen. Ich darf aufatmen, ich darf einatmen. Ich darf die Freude genießen. Ich darf die Freude empfinden, nur noch das Richtige zu tun, nämlich der Inneren göttlichen Stimme in meinem Inneren zu folgen. Ich darf heil sein und heilend auf meine Umwelt wirken. Ich erwarte das Wunder.

    Ich darf das Geschenk der Großen Göttin annehmen, in innerem und äußerem Wohlstand zu leben. Ich darf vollkommenes Wohlbefinden in meinem Körper genießen. Ich darf meinen After-Muskel ganz entspannt und weich sein lassen im Vertrauen. Ich darf ausruhen und schlafen wann ich will und so viel ich will. Ich darf aktiv sein und etwas kreativ erschaffen und manifestieren auf dieser Erde wann ich will; oder auch es einfach sein lassen. Ich bin in Gottes Hand. Ich bin angenommen. Alle Schuld ist mir vergeben und ich habe mir selbst vergeben, alles Alte ist gelöscht. Ich bin nicht mehr getrennt vom Göttlichen. Ich liebe das Göttliche und das Göttliche liebt genauso mich.“

    Ja, das ist die Wahrheit, das Göttliche liebt Dich noch unendlich viel mehr als eine Mutter ihr Kind lieben kann. Ja gibt es denn etwas Schöneres?

    Das Göttliche kann nichts dafür, wenn Du – wenn es Liebe und Glück regnet, – Du den Regenschirm öffnest. Es kann nichts dafür wenn Du Dich entscheidest, Dich selbst einzumauern oder wie ein Stein zu leben. Mit Ängsten zu leben, ist wie in einem Boot zu sitzen, das Löcher im Rumpf hat, durch die ständig Wasser eindringt und Du, anstatt vorwärts zu rudern, bist ständig damit beschäftigt mit einem Eimer oder Fingerhut das Wasser aus dem Boot zu schöpfen, um zu verhindern, dass das Boot ganz sinkt und Du stirbst…

    An der Wurzel der Angst steht ein Schock, ein Schreck, ein Schmerz, den das Bewusstsein nicht richtig verarbeitet hat. Anstatt zu vergeben, Dir und anderen und dem Leben, hat das Bewusstsein sich im Moment des Schocks abgetrennt vom Göttlichen und eingeigelt. Es hat sich abgesondert (Das Wort Sünde heißt wörtlich: Abtrennung). Es hat sich selbst entwertet und mit Schuld beladen für den Schock, obwohl Du oft gar nicht schuld daran warst.

    Das nennt man in der Psychotherapie Trauma. Es wird oft erst verdrängt und verkapselt, um den Schmerz nicht mehr fühlen zu müssen und die Erinnerung daran zu löschen. Doch: Es ist nicht aufgelöst, das was verdrängt wurde, nur tiefgefroren. Es wird eines Tages wieder auftauen und es bestimmt unterbewusst weiter Deine Gefühle und Taten. Du agierst neurotisch und vergrößerst beständig Dein Unglück und das Deiner Umwelt. Auch in guten Zeiten, z.B. wenn Du viel verdienst oder frisch verliebt bist, treiben die Schock-Ängste gleichsam wie Holzparasiten in der Substanz Deines Lebens weiter ihr Unwesen. Wenn Holzbalken vom Holzbock durchlöchert werden, bricht nicht das ganze Haus gleich zusammen. Doch nach vielen Jahren schon. Man kann sie hören, wenn man gut hinhört und hinschaut, doch selbst das tun viele Menschen nicht.

    Und immer führt ein Schock, der nicht richtig verarbeitet wurde, zur Krankheit. Doch der Körper hat die Krankheit nicht ausgelöst, sondern Deine Gedanken, bzw. Dein Glaube.

    Wie kann also die Angst, jede und schlussendlich die Urangst vom Anfang Deiner Abtrennung für immer aufgelöst werden???

    Das ist die Millionen Dollar-Frage. Und hier die Antwort:

    Meditation und Bonding und Innere-Kind-Arbeit sind drei bewährte Methoden, Ängste zumindest zu lindern oder teilweise zu heilen.

    Meditation, z.B. Vipassana betrachtet die hochkommenden Ängste immer wieder ohne sie zu bewerten und durch das Betrachten gewinnst Du Distanz dazu. Durch die Distanz schwächt sich die Angst ab und Du bist nicht mehr in zwanghaftem destruktivem Verhalten gefangen.

    Durch Bonding lassen sich mittels Atmung und Körperkontakt, die zu Regression in die Kindheit führen, die alten Ängste wiedererleben. Während Du sie aufs Neue erlebst, wirst Du allerdings gleichzeitig von einer liebevollen Person festgehalten in Ganzkörperkontakt. Dadurch erfährst Du Sicherheit und Geborgenheit, die im Moment des Schocks damals fehlte. Das heilt die Angst. Du öffnest Dich für Liebe und vertraust wieder Menschen und dem Leben. Das führt zu Erfolg in Beziehungen und im Beruf etc.

    Die Innere-Kind-Arbeit führt zu einem Dialog zwischen dem geschockten, ohnmächtigen, hilflosen Kleinkind mit dem weisen Erwachsenen-Ich. In diesem Dialog überzeugt das starke und weise Erwachsenen-Ich das Kleinkind, das es sicher ist, keine Angst mehr zu haben braucht, weil es gehalten wird. Und das Erwachsenen-Ich sagt dem Kind-Ich, dass es dableibt; sprich: es nicht und nie mehr verlässt. Dann beruhigt sich dieser ängstliche Kind-Anteil und wird das Leben des Erwachsenen nicht mehr terrorisieren. Und die Talente und Ressourcen und Lebensenergien werden nicht mehr boykottiert.

    Alle diese Methoden wirken und sind heilsam. Aber man muss sie anwenden und üben!

    Doch wodurch kannst Du alle Ängste für immer entwurzeln und dafür sorgen, dass keine Neuen entstehen auch wenn der Körper sicher immer einmal wieder Schocks oder Unfälle etc. erleben kann und wird?

    Dabei hilft es nur, die Liebe der Großen Göttin GANZ ANZUNEHMEN. Das beinhaltet, dass Du annimmst, dass das Göttliche Dir alle Schuld nimmt, die es jemals gab und alle Fehler löscht, die Du jemals gemacht hast.

    Denn das Göttliche sieht sie nicht als Fehler an. Denn das Göttliche bewertet nicht, sondern liebt nur. Insofern ist endlich auch die alte Frage nach dem strafenden Gott geklärt, den gibt es nicht, denn das Unheil richtet der Mensch auf dieser Erde an, es ist hausgemacht von DIR. Deshalb hast Du auch die volle Verantwortung dafür und – als Schlussfolgerung nicht die Bestrafung zu ertragen sondern: alles umzukehren und DICH zu befreien!!

    Ja, Reset, einfach so. Alles auf Null stellen. Ist das gerecht? Ja.

    Dir ist schon vergeben und Du warst schon immer eins mit dem Göttlichen und der absoluten göttlichen Liebe. Alles andere war nur ein böser Alptraum, nur eine hässlich schillernde Seifenblase. Befreiung ist: nur anzunehmen, dass Du schon befreit bist!

    Insofern ist Befreiung keine Arbeit und keine Leistung, keine Anstrengung und kein Kampf, sondern es ist, mit Bereitwilligkeit und Empfänglichkeit die Hände zu öffnen für DAS. Ja, du bist geliebt. Ja Du bist liebens-WERT. Ja Du bist liebe-VOLL.

    Du brauchst den Ängsten keine Wichtigkeit und künstliche Realität mehr zu verleihen, indem Du an sie glaubst. In dem Moment in dem Du an sie glaubst, bist Du abgetrennt und hast Dir den Wert geraubt. Dein Blick geht zu Boden, Deine Brust senkt sich, Dein Stolz und Deine Freiheit sterben, Du bist ein Sklave, ein Bettler und fühlst Dich auch so. Deinem Lebens-Schlauchboot hast Du die Luft rausgelassen.

    In dem Moment, wo Du durch die Liebe die Trennung wieder aufhebst, hebt sich Dein Blick, wird Dein Körper und Schritt leicht, hast Du Schmetterlinge im Bauch, Deine Brust hebt sich in natürlichem Stolz. Und Du kannst wieder lachen, auch über die Fehler.

    Nur die Liebe kann die Trennung auflösen. Denn Liebe ist in Wirklichkeit Eins-Sein.

    Dieser Prozess ist oft mit Tränen verbunden, Tränen darüber, wie schlecht Du Dich all die Jahre selbst behandelt hast, und wie vergeudet Dein Leben dadurch war. Und wie Du Dich selbst unnötig gequält hast all die Jahre.

    In dem Moment bist Du eins mit Gott – und Dein falsches Ich ist verschwunden.

    Bitte nicht Gott darum, Deine Ängste aufzulösen, denn Gott ist nicht schuld daran, er hat sie nicht erzeugt, sondern DU SELBST in Deiner Freiheit zu erschaffen. Deshalb hast auch Du die Freiheit zu wählen, die Ängste aufzulösen für immer, indem Du nicht mehr an sie glaubst, indem Du Ihnen den Saft abdrehst, dadurch dass Du Dich in dem Moment wo die Ängste hochkommen mit Liebe verbindest anstatt Dich abzutrennen. Mit Liebe für Dich, was in Wirklichkeit ist, die Liebe des Göttlichen anzunehmen und empfänglich und sanft tief einzuatmen. Dann bist Du gleichzeitig lammfromm und stark wie ein Löwe. Denn wahre Stärke kommt nicht aus dem Ego, wahre Stärke ist nichts was Du machst, sondern wenn Du das Sein, die höhere Macht vollkommen durchlässig durch Dich strömen lässt.

    Lob und Preis der Großen Göttin!

  • Tantra: Du bist immer sicher und die Große Göttin sorgt immer für Dich!

    Welch‘ kraftvolle Wahrheit. Wir sind immer sicher – das können wir nur durch Vertrauen erreichen, diese Zuversicht. Aber auch indem wir mit Klarheit auf unser Leben zurückschauen, und erkennen, das am Ende immer alles gut ausgegangen ist. Und wenn nicht, ist es noch nicht zu Ende.

    Mehr noch: Die besten Sachen folgen immer nach Sterbeprozessen.

    Immer wenn wir durch unsere Ängste gegangen sind und 1000 Tode gestorben sind, weil unser inneres Kind Panik gemacht hat, folgt danach die größere Fülle. Wir erleben die glückselige Erfüllung von großen Träumen und ein vor Seligkeit überfließendes Herz. Auch die schweren Zeiten der Transformation kannst Du nur überstehen durch eine Beziehung zum Göttlichen. Ja, ich danke der Großen Göttin, wenn ich Spaß und Freude erlebe. Ich danke ihr, wenn ich Erfolg habe und Wohlergehen genieße. Und: Ich schimpfe mit ihr, wenn ich Misserfolg habe, Fehler mache, Tiefschläge einstecken muss, oder bestimmte Wünsche oder Träume nach Monaten oder Jahren immer noch nicht eintreffen. Aber auch wenn ich mit Gott hadere und böse auf ihn bin, so bleibe ich doch in Beziehung. Denn wie eine gute Mutter, wie ein guter Vater, hört Gott uns immer und vergisst uns nie und hat immer unser Bestes im Sinn. Du darfst der Großen Göttin alles anvertrauen, auch die Wut, auch die Trauer, auch die Ohnmacht, auch die Verzweiflung und natürlich vor allem Deine Liebe. Sie hat Dir alle Fehler vergeben und aufgelöst, wie Eltern ihren Kindern Fehler verzeihen und nicht nachtragen. Du darfst die Gnade des Wunders empfangen, ohne etwas dafür tun zu müssen. Einfach Deine Bereitschaft und Offenheit genügen. Sprich täglich mit der Göttin und bitte sie um Führung und Intuition. Nur so kannst Du das Richtige tun. Im Verstand sind Millionen Fehlerquellen und das Ego spielt Dir immer viel Unsinn vor. Vergiss nie, Du brauchst das Göttliche mehr als alles andere! Es ist das einzig Sichere im Leben. Alles andere ist unsicher und birgt nur die Illusion von Sicherheit. Und: Das Göttliche braucht genauso DICH, um seinen Schöpfungsauftrag zu erfüllen. Vergiss nie: Du bist liebenswert und liebevoll.

  • Liebe und Hingabe sind wichtiger als Ergebnisse und Erfolge

    Die menschliche Liebe gibt es, um enttäuscht zu werden. Die Wahrheit ist nicht immer schön. Aber sie reinigt das Herz. Sie gibt uns die Fähigkeit, nach und nach immer größer zu lieben. Nicht klein, eng und beschränkt, sondern mehr in die Liebe einzuschließen. Die Verliebtheit ist voller wunderbarer Täuschungen und Illusionen. Sie ist ein köstliches Gift, das wahrhaft süß schmeckt. Wenn die Verliebtheit zu Liebe wird, opfern wir die Illusionen, projizieren nicht mehr unsere Sehnsüchte und Wünsche auf den Partner, sondern verwirklichen sie SELBST. Und in der göttlichen Liebe hören wir auch auf, den Schatten auf unsern Partner zu projizieren, unsere Ängste und die unbewussten und ungeliebten, unerlösten dunklen unverarbeiteten Anteile. Wir brauchen immer wieder die Nähe zu Menschen, die weit entwickelt sind, die Vorbild sind in dieser göttlichen Liebe. Diese Menschen sind wie ein Loch in einer Mauer, vor der wir stehen. Wenn wir durch dieses Loch hindurchschauen, sehen wir einen großen paradiesischen Garten vor uns, oft kilometerweit. Und dann können wir selbst irgendwann auch diese Mauer durchbrechen und in den Garten schreiten, in unser neues Leben. Möge der Frühling uns wieder neu zur Geburt bringen!

    Von der Shakti, der göttlichen Mutter des Universums:

    In tiefer Dunkelheit, o Mutter,
    glänzt Deine Schönheit ohne Form;
    das ist der Grund, weshalb die Yogis
    in einer dunklen Felsenhöhle meditieren.
    Im Schoße grenzenloser Dunkelheit,
    emporgehoben auf Mahanirvanas Wogen,
    fließt heiterer Friede unerschöpflich.
    Du nimmst die Form der Leere an
    und hüllst Dich in das Gewand der Dunkelheit;
    sag, wer Du bist, o Mutter,
    einsam im Schreine des Samadhi thronend!
    Vom Lotus Deiner furchtzerstreuenden Füße
    zucken die Blitze Deiner Liebe;
    Dein Geist-Antlitz erstrahlt
    mit lautem, schrecklichem Gelächter!

    Von Shiva, dem göttlichen Vater des Universums:

    Welch beispiellose Schönheit!
    Welch ein betörend Antlitz nehm ich wahr!
    Der Herrscher meiner Seele
    ist in meine niedere Hütte eingetreten;
    Die Quellen meiner Liebe sprudeln überall.
    Sag mir, o mein Geliebter, meines Herzens Herr!
    Was soll ich nur für Schätze Dir zu Füßen legen?
    Nimm Du mein Leben, meine Seele;
    Was könnt ich Dir denn sonst noch bringen?
    Nimm alles, was ich habe.
    Geruhe, mich ganz hinzunehmen!

     

  • Die Oster-Botschaft aus der Sicht des Tantra

    Besondere Feiertage wie Ostern haben eine besondere Schwingung. Aus anderer Sicht sind es ganz gewöhnliche Tage. Sie werden nur gut, wenn Du einfach im Moment bleibst, Augenblick für Augenblick. Selbst wenn Du an einem Tag keinerlei Lust geschweige denn Ekstase erlebst, kann es ein sehr guter Tag gewesen sein, sogar ein perfekter Tag, wenn Du im Moment bleibst.

    Jeschua hat in der Geschichte des Oster-Festes drei große Illusionen der Menschheit aufgedeckt – und so über 2000 Jahre lange Einfluss auf die Welt ausgeübt:

    Illusion 1: Die Angst vor dem Tod als Wurzel jeder anderen Angst kann überwunden werden für immer. Er war siegreich und konnte sie in Freude wandeln. Es ist die Angst, nicht zu sein und damit allein, einsam, ausgeschlossen. Die Angst vor dem Tod kann nur durch Gegenwärtigkeit überwunden werden, weil die Angst vor dem Tod nur ein gedankliches Konstrukt, eine Projektion von Vorstellungen über die Zukunft darstellt. Wenn Du das durch Verständnis, Achtsamkeit und Mitgefühl für Dich selbst verstanden hast, kommst Du zum „ewigen Leben“. Du kannst es jetzt schon finden, wenn Du im Hier-und-Jetzt bleibst. Das kann gelernt und geübt werden wie jede Kunst.

    Illusion 2: Die Angst vor Schmerz und Leid. Auch das hat Jesus gelehrt, dass der Schmerz und das Leid – das sein Körper erfuhr, seinen Geist und seine Seele nicht erreichten, weil er so sehr mit seinem wahren Selbst, mit dem Göttlichen identifiziert war, das das Leiden ihn nicht mehr berührte. Einen Schwamm mit Essigwasser und Myrre zur Schmerzlinderung am Kreuz lehnte er ab.

    Illusion 3: Die Angst vor dem Alleinsein. Du bist nicht allein, nie. Nur wenn Du im Bewusstsein eines traumatisierten Kindes verharrst, dass vernachlässigt oder vergessen wurde. Aber die Kindheit ist lange her. Du kannst heute erkennen, dass Du immer von Menschen umgeben bist, die Dich lieben. Du kannst lernen um Hilfe und Unterstützung zu bitten, wenn Du etwas brauchst. Du kannst spüren lernen, wie Du in der Wärme der Liebe gehalten und getragen bist. Umso mehr Du die Einheit allen Lebens erkennst – wie das Gewebe des Tantra – umso mehr liebevolle Menschen umgeben Dich, bei denen Du Dich in schweren Zeiten fallen lassen kannst, bei denen Du Dir eine Umarmung holen kannst, Rat und Trost finden kannst. Auch Jeschua hatte auch im Tod noch Menschen um sich, die ihn begleiteten – auch im Sterben unter seinem Kreuz standen, z. B. Maria und Magdalena.

    Die Kirchen dieser Welt sind deshalb so leer geworden, weil man Gott nicht sehen kann, nicht anfassen, nicht spüren, er ist nur eine abstrakte Idee. Daran zu glauben fällt Vielen schwer, es erscheint als künstlich und konstruiert. Hier kommt Tantra ins Spiel. Im Tantra ist der Ritualpartner, der Dir gegenüber sitzt, der Gott oder die Göttin. Und im Partner, kannst Du Gott in die Augen schauen, Du kannst ihn berühren und von ihm umarmt und liebkost werden. Dann spürst Du es und brauchst nicht mehr glauben. Dann erkennst Du im Gegenüber Deine eigene Göttlichkeit. Darum muss Religion sinnlich sein. Darum wurde Tantra erfunden. Es ist der beste Weg der Neuzeit, um über das sinnliche auch spirituelle Erfahrungen zu machen und zum Göttlichen Leben zurückzukehren. Tantra ist der Königsweg.

  • Liebe und Hingabe sind wichtiger als Ergebnisse und Erfolge

    Was ist die tantrische Mathematik?

    Wünsche/Gebete plus Hingabe = göttliches Leben.

    Das bedeutet für Dich, immer JA zu sagen zu dem, was ist oder kommt und gleichzeitig nicht passiv bleiben, indem Du Wünsche, Visionen, Ziele an die Göttin sendest oder Deinen Mit-Menschen äußerst und so die schöpferische Magie auslöst. Es geht also um Beides: Hingabe und Schöpfung. So umschiffst Du immer das NEIN, welches das falsche Ego stärkt. Ich sage nicht, was ich nicht will, sondern das, was ich will. Und den Rest nehme ich 100% als den Willen der Göttin an. So kannst Du gewaltlos und in Liebe leben. So kommst Du heraus aus der Spirale von Kämpfen und Krieg, von Sieg und Niederlage, von Drama und Tragödie. So findet Dein Herz den ersehnten Frieden.

    Ramakrishna warnte die Strebenden vor Halbherzigkeit bei den spirituellen Bemühungen und wollte nicht, dass sie unterschiedslos dem Ideal des Sich-nicht-wehrens anhingen, dass einen Unbedachten leicht zum Feigling macht. Tantra vermittelt Dir die Kunst der Hingabe verbunden mit der Schöpferkraft Deiner Herzenswünsche.

  • Tantra lehrt: zur Liebe gehört immer das Loslassen

    Jeder Mensch lebt auf zwei Ebenen:

    Auf der einen leistet man etwas, das von anderen gesehen und beurteilt wird. Da hat man Erfolg oder Misserfolg, da wird man getrieben von Ehrgeiz und Machtwillen und Besitzgier und Eigennutz und Eitelkeit, und man ist in Unruhe und verzettelt sich in lauter Betrieb. Und es muss immer mehr sein und genug ist nie genug.

    Auf der anderen Ebene sieht einen ein anderes Auge, und man wird mit einem anderen Maßstab gemessen, der lässt nichts gelten als das, was ganz ohne Berechnung getan wird, ganz ohne Egoismus, aus keinem anderen Motiv als dem der Liebe und der Freude.

    Nur Letzteres bringt Erfüllung und Glück in der Tiefe.

    Im Tantra lernen wir, von einer Ebene auf die andere zu springen.

    Dann sind wir auf Erden im Himmel – oder: Dann leben wir bereits hier und jetzt im Paradies.

    Das ist ein wunderbares Hinweisschild für Dein Leben: Orientiere all‘ Dein Tun nur noch an zweierlei: Entweder an Liebe oder an Freude. Die Liebe  äußert sich im Dienen für Menschen auf selbstlose Weise. Indem Du ihr Erblühen und Wohlergehen siehst, bist Du selbst beschenkt und Dein Herz ist erfüllt. Dieses Dienen in Liebe hat manchmal mit Opferbereitschaft zu tun, manchmal mit Unbequemlichkeit, manchmal mit Demut und mit Sterben von unreifen Ich-Anteilen, es schmeckt nicht immer süß.

    Und das zweite, woran Du Dein Tun orientieren solltest, ist die Freude. Folge spontan, wie ein kleines Kind dem, was Freude macht. Sinne dabei nicht über den Sinn und Nutzen oder die Wirkung nach und erst recht nicht darüber, was andere darüber denken. Umarme, tanze auf der Straße, lege Dich im Regen auf eine Wiese…Folge den Impulsen, die in Dir sind, aber dann viel zu oft von Vernunft und Verstand gedeckelt werden. Erlaube es Dir verrückt und anders zu sein.

    Im Tantra leben wir in heiliger Anarchie – es gibt keinen Leiter, keinen ersten, zweiten, dritten, vorletzten, letzten, keinen der befiehlt und keinen der gehorcht, keinen der privilegiert ist, jeder gehorcht jedem, oder besser gesagt: jeder gehorcht der Notwendigkeit. Und wir haben einen Brennpunkt: Die universelle Liebe, die die wunderbare Sinnlichkeit der Erde mit einbezieht.

    Tantra ist eine offene Gemeinschaft – wo alle Konfessionen einen Platz haben Christen, Hindus, Muslime, Atheisten. Sich zu vertragen ist ein ständiges Lernen.

    Die meisten Menschen kennen die Liebe nur als „Verliebt-Sein“. Sie sind in Männer und Frauen verliebt, in Häuser, Autos, in TV-Serien, in Geld, in Karriere, in Arbeiten, in Berühmtheit, in Klamotten…

    Verlieben heißt Festhalten.

     Ergreifen und Festhalten und ganz auskosten, besitzen und besessen werden für den Moment, sich mit Haut und Haaren verschreiben und hingeben, ohne an ein Morgen zu denken, ist im Tantra okay. Doch dabei darf es nicht bleiben.

    Denn wenn das Ergreifen und Festhalten zum krampfhaften Anklammern und ängstlichen Kleben wird, verbunden mit dem Zwang zu Kontrollieren und den Besitz mit Gewalt notfalls zu verteidigen, dann ist es ein selbst gebautes Gefängnis, aus dem Du nur noch unter viel Schmerz und Leid entkommen kannst.

    Denn alles, was Du festhältst ist vergänglich und wird wieder gehen. Darum trainiere im Tantra die hohe Lebenskunst, zu genießen nach Strich und Faden und dennoch nicht an das schöne Erlebnis, die Liebesekstase, den Genuss, den ekstatischen Glücksmoment festzuhalten. Das gelingt, wenn Du das Vertrauen trainierst, das die Ekstase jeden Augenblick auf Dich wartet und wiederkommen kann, aber erst wenn Du Dein Seelengefäß entleert hast von allem Vergangenen Glück und auch Leid. Ehre auch die Leere und die Stille.

    Wenn Du das schaffst, bist Du ganz nah dran an…Göttlichkeit.