Kategorie: Lucian’s Tantra-Essays

Lucian’s Tantra-Essays

  • Tantra fragt: Eifersucht oder Vertrauen – Mangel oder Fülle?

    Weil Eifersucht aus dem verletzten Kind kommt, was befürchtet nicht gut genug zu bekommen oder nichts wert zu sein und nicht genug Beachtung mangels Selbstliebe können wir es heilen wenn wir das Kind innerlich in den Arm nehmen.

    Viele Menschen hängen noch sehr an der “besonderen Beziehung”, die auf Besitz beruht. Was Du besitzt, wirst Du verlieren….was Du freilässt kommt 1000x schöner immer neu zu Dir zurück. Wir lehren die “Heilige Beziehung” die nicht mehr die Besonderheit verteidigt…wenn Du vertraust, kannst Du keinen Menschen verlieren, der Dir wirklich wertvoll ist.

    Und, ja,  es ist ein Sterben des Egos aber es tut sich eine neue Welt auf voller Frieden und ohne Krieg wenn Du jeden lieben kannst und jedem alles Glück gönnst…dann bist Du in der Erwachsenen-Liebe angekommen. Leider ist das bei 95% der Menschen nicht so, die aus Angst ihre Erwartungen auf den Partner projizieren und deshalb sich Selbst unfrei machen.

    Wenn Du den Anderen in ein Gefängnis sperrst und sei es noch so golden, dann tust Du es auch mit Dir selbst. Wenn Du dem anderen Druck machst, machst Du Dir Druck. Eifersucht ist der beste Weg, einen Partner davonzutreiben sagte der Alt-Meister der Familientherapie, Bert Hellinger. Wer mit Macht, den anderen zwingt, ihm Aufmerksamkeit oder Liebe zu schenken oder ihn versucht durch offene oder subtile erzeugte Schuldgefühle und Strafen zu erpressen, wird so den eigenen Partner von sich wegtreiben und hin zu anderen Liebespartnern…

    Und: Machtausübung kostet sehr viel Kraft und wirkt nur kurzzeitig, sobald der Druck nur wenig nachlässt ist der andere weg oder schon vorher.

    Es beruht darauf, dass Liebe nicht durch Willenskraft zu erhalten ist, sondern durch loslassen im Vertrauen. Keiner kann erzwingen, dass ein anderer Mensch ihn liebt.

    Und wenn er/sie jemand anderes liebt, könnte man ihm Beine und Arme abhacken und er/sie würde nicht von der Liebe ablassen auch über den Tod hinaus.

    Denn die Liebe ist stärker als der Tod.

    Und die Liebe braucht Freiheit. Kein erwachsener Mensch möchte vom anderen Vorschriften bekommen, was er/sie zu tun oder zu lassen hat. Das gehört nur in die Eltern-Kind-Welt, aber hat nichts mit erwachsener Liebe zu tun zwischen ebenbürtigen Menschen auf Augenhöhe. Die Liebe gedeiht in Freiheit sehr gut und ist damit zu verbinden! Das habe ich selbst in der Praxis bewiesen. Die Liebe sagt: Nichts MUSS – Alles DARF!

    Wenn Du dem anderen einiges nicht erlaubst, erlaubst Du es Dir selbst auch nicht.

    Wie schön wäre es, wenn jeder den Überfluss und die Fülle des eigenen Wesens spüren würde und dafür nicht mehr andere “missbraucht” sondern andere freilässt, sie selbst zu sein und ihrem Weg zu folgen…

    Heute gibt es eine fatale Verwechslung.

    Menschen lieben Dinge und benutzen Menschen. Doch Glück und Liebe liegen nur darin, Menschen zu lieben und Dinge zu besitzen.

    Wenn Du einen Menschen als Besitz betrachtest, kannst Du ihn verlieren.

    Wenn Du einen Menschen liebst, ist diese Liebe und dieser Mensch für Dich unsterblich in Deinem Herzen!

    Alles andere sind Illusionen des Ego, mach Dir nicht vor, du liebst, wenn Du damit nur Deine kleinkindlichen Verletzungen und Bedürftigkeiten kaschierst.

    Jede Frau ist eine Königin, die einzigartig ist, dazu brauchst Du keinen Mann um Dir das zu bestätigen, denn das macht immer sehr abhängig und verletzlich…

    Sobald er Dir etwas entzieht, fällst Du in ein Loch oder wenn er ohne Dein Wissen andere gehabt hätte ebenso.

    Sei glücklich in Dir und Gott und gehe viel entspannter mit Deiner Sexualität um. Denn es ist Kundalini-Lebenskraft ein unerschöpflicher Quell, was für einen Sinn macht es, damit geizig umzugehen und sie “aufzusparen” denkt so der Regen? Wenn ich regne, dann gibt es bald kein Wasser mehr? Die Natur zeigt uns die Fülle, geizig mit Liebe oder Sexualität umzugehen hat noch nie Menschen glücklich gemacht.

  • Tantra heißt die helle und die dunkle Seite ehren

    Heute möchte ich über Tantra und das Ehren der hellen und der dunklen Seite sprechen. Dazu habe ich Euch mein jüngstes Bild mitgebracht, das ich in der Toscana gemalt habe:

    „Tara – die zwei Gesichter der Großen Göttin“ Schaut es Euch an…

    Manche erschreckt das Bild ein wenig oder es wirkt befremdlich und ich dachte auch schon, ob das so „salonfähig“ ist? Haben wir nicht alle zwei Gesichter, ein helles und ein dunkles? Hat nicht auch die Erde zwei Gesichter, den Tag und die Nacht? Auf dem Bild siehst Du Licht und Schatten, Sonne und Mond, Schönheit und Hässlichkeit, Grazie und Erschrecken, Das Heile und Heilige sowie den profanen Alltag, Deine Positivität und Deine Negativität, Dein Leuchten und Deine Verstrickung, das Reine und das Schmutzige, den Himmel und die Erde, Das Göttliche und den Teufel.

    Tantra ehrt beide Seiten und fokussiert nicht nur auf die helle Seite, wie es viele Religionen und spirituelle Wege tun. Ja, Tantra hegt geradezu eine Liebe für die dunkle Seite. Tantra zelebriert manches, was in der Gesellschaft unmoralisch oder verboten scheint. Ich als Tantra-Meister verführe die Menschen dazu, zu sündigen, damit sie entdecken, dass es in Wirklichkeit nur Göttliches gibt und keine Sünde. Denn Sünde heißt Abtrennung und wenn Du beides kennst und ehrst, gibt es keine Trennung mehr, alles wird göttlich. Gott hat die Welt als eine Medaille mit zwei Seiten erschaffen.

    Und Ja, das Schlimme bleibt schlimm, aber wir können es als Lektion nutzen, um Wichtiges zu lernen, liebevoller zu sein mit uns und anderen etc. Dann ist das Schlimme plötzlich nicht mehr so schlimm, weil es zum Guten hinführt.

    Das Eine führt zum Anderen – die größten Sünder werden die größten Heiligen – der Saulus wird zum Paulus. Die dunkle Seite zu erkennen und anzuschauen ist der Lichtschalter Deiner Seele. Wir sind nicht mehr innerlich gespalten.

    Durch das Ehren der Polarität hebt Tantra sie letztlich auf, weil wir nicht mehr gespalten sind in Gut und Böse, Tugendhaftigkeit und Laster, Lust und Schmerz, Freude und Trauer, kalt und warm, Mann und Frau, alles gehört dazu. Wie könnten wir Lust empfinden, wenn wir den Schmerz nicht kennen würden?!

    Wir brauchen nicht zu diskutieren ob kaltes oder warmes Wasser besser ist oder ob Sonne oder Schatten besser ist…

    Tantra sieht das Leben als ein Schwingen zwischen den Polen. Wenn Du Dich dagegen wehrst, und nur das Eine willst, leidest Du. Wenn Du beides als göttlich erkennst und annimmst, dann bist Du in Harmonie und Glück. Wir stimmen im Tantra dem Schwingen zwischen beiden Polen zu. Ehre nicht nur die glückseligen Tage, ehre auch die „Scheiß-Tage“.

    Viele haben sich vom Göttlichen abgewendet, wegen eines grundsätzlichen Missverständnisses.

    Warum lässt Gott das viele Schlimme zu? Wenn Gott Liebe ist und Licht, wieso gibt es dann Kriege, Folter, Hunger und Katastrophen, Missbrauch und Vergewaltigung, Mord und Totschlag, Ausbeutung, Unterdrückung….

    Die Antwort ist ebenso tief, wie leicht: Weil Gott dem Menschen als oberste Fähigkeit die Freiheit des Willens, die Freiheit der Entscheidung gegeben hat, die Freiheit schöpferisch zu erschaffen.

    Und so macht nicht Gott das Schlimme, sondern der Mensch. Weil der Mensch frei ist Wunderbares zu erschaffen, ist er auch frei, Schreckliches zu erschaffen. Und das geschieht durch seine Wahl. Und bei der Natur scheint es ähnlich zu sein mit den Vulkanausbrüchen, Tsunamis und Erdbeben…

    Das ist Teil des göttlichen Spiels- da können wir nicht fragen, warum? Einfach weil es der Großen Göttin beim Erschaffen der Welt gefiel, dieses Spiel geschehen zu lassen. Lila nennen es die Inder, das kosmische Spiel.

    Doch auch das „Schlimme“ und „Grausame“ ist erstmal eine Bewertung des Menschen.

    Deshalb verehren die Inder auch die Kali, die Göttin der Zerstörung, weil nur so Raum geschaffen wird für Neues. Kali hat aber auch eine sanfte Seite, die segnet und unendliche Liebe schenkt.

    Sowohl der Tod als auch das Schlimme werden oft verdrängt im Westen oder hochgeputscht in den Medien, damit sich jeder daran ergötzen kann. Grausamkeit bringt Quote. Der Mensch geilt sich scheinbar auch am Schlimmen auf, oder ist froh wenn er behütet auf seinem Sofa sitzt während woanders Weltuntergang herrscht.

    Umgekehrt geht auch – wenn das scheinbar Gute doch zum Bösen führt….

    Technische Erfindungen werden hochgejubelt als Wohltat der Menschheit, wie z.B. das Internet oder Facebook – doch dadurch sind auch genauso viele schlimme Entwicklungen entstanden. Wissensvermittlung, Freundschaft und Verbindung zwischen Menschen genauso wie die Verbreitung von Fanatismus, Manipulation, Datenmissbrauch, Porno und Gewalt, Mobbing  und Smartphone-Sucht.

    Tantra ist der Weg der Grenzüberschreitung. „Das tut man nicht“, gibt es für den Tantriker erstmal nicht, sondern: Mal sehen welche neue Erfahrung ich machen kann, wenn ich diese oder jene Grenze überschreite. Bewusst entschiedene Grenzüberschreitung ist Grundvoraussetzung für Wachstum. Wenn ein Eichbaum-Pflänzchen 30 cm hoch ist, muss und wird es diese Höhe als Grenze überschreiten, wenn es mal ein großer Eichbaum werden will; Grenzüberschreitung erweitert dann Deine Freiheit und Vielfalt an Möglichkeiten und das ist ein Teil von Glück und Frieden.

    Wer weiß ob das so stimmt, was ich sage, wer weiß, wer weiß….

  • Tantrische Mathematik: Liebe wird größer durch Teilen… Ist das wirklich so? Nachlese von Ostern…

    In der Welt wird das, was Du hast, durch Teilen weniger: Wenn Du drei Äpfel hast und diese durch 6 Personen teilst, bekommt jeder nur einen halben Apfel. Das ist die Welt der Mathematik. Doch in der Wunderwelt des Spirituellen und der Liebe wird das, was Du teilst mehr IN DIR.

    Die Liebe, die Du freilässt, kommt zu Dir zurück – immer neu.

    Die Liebe, die Du festhältst oder besitzen möchtest – flieht Dir.

    Gott ist nicht jemand, der täglich kleine Liebespäckchen von 125 ml pro Person verteilt mit Liebestrunk. Nein, es ist nicht Capri-Sonne-Liebestrunk, den Du bekommst und es wird gesagt, Du mögest sparsam damit umgehen, weil Du sonst bald nichts mehr hast. Aber so gehen wir oft mit der Liebe um.

    Doch die Liebe denkt nicht in Quantitäten. Sondern in Qualität und ist ein unerschöpflicher Quell. Es ist absurd zu denken, wenn Dein Partner einem anderen Liebe schenkt, dass dann für Dich weniger oder nichts mehr übrig bleibt. Sich mit sich selbst besser zu fühlen, hat nichts mit jemand anderem zu tun!! Das ist nur die Realität des verletzten kleinen Kindes, das sich im Glauben an den Mangel eingesperrt hat. So verkleidet sich Dein Ego und verschanzt sich dahinter mit (Ohn-)Macht und Gewalt.

    Die Liebe vermehrt sich durch Teilen. Die Liebe ist freier als ein Vogel und kann nie eingefangen werden. Anstatt also täglich ängstlich auf Dein Tetrapak voll Liebestrunk vom Partner oder von Gott zu warten, lass Dich von der Großen Göttin an die Hand nehmen und gleich zum großen, unendlich großen Liebes-See führen. Dort kannst Du jederzeit und unbegrenzt so viel Liebe trinken wie Du willst. Das Wasser im See (die Liebe) wird nie weniger.

    Ostern liegt hinter uns, das große Fest der Freude und des Besiegens aller Angst. Jesus hat gezeigt, dass man sich an die Quelle universeller Liebe ohne Angst anschließen kann. Die Botschaft von Ostern genauso wie von Tantra ist: ‚Säge von Deinem Kreuz nichts ab!‘ Das Kreuz, das jeder mit sich herumträgt, sind die Sorgen, die Ängste, die Schmerzen, eben die Baustellen, die wir alle haben, den Rucksack an Lasten der Probleme, die wir mit uns herumschleppen. Vom Kreuz nichts abzusägen und es zu tragen heißt, diese Last, diese Schatten anzuschauen, sie nicht zu verdrängen, sie nicht zu ignorieren, aber auch nicht davor zu fliehen oder sich zu betäuben. Tantra stellt sich auch dem Dunklen und durch das Licht der Bewusstheit löst es sich auf. Tantra lehrt: ‚Konfrontiere Dich mit Deinen Ängsten und Deiner Dunkelheit‘. Achtsamkeit und Mitgefühl mit Dir selbst lösen die Verhaftung an diese negativen kräftezehrenden Gedanken.

    Danach kannst Du das ganze Kreuz von Deinem Rücken werfen. Du musst gewillt sein, das Gewicht von Deinen Schultern fallen zu lassen. Dann bist Du in der Leichtigkeit und Freude des Augenblicks. Mich hat in der ganzen Bibel diese Geschichte von Jesus im Garten Gethsemane ein paar Tage vor seinem Tod am meisten beeindruckt und berührt (Die letzte Versuchung Christi). Wie er verzweifelt ausrief: ‚Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen…‘…wie der Übermensch, der Gottmensch Jesus noch einmal ganz Mensch wurde wie Du und ich mit Ängsten und Verzweiflung und Ohnmacht. Indem er sich das eingestand, ‚Ich habe solche Angst, ich zittere‘, hat er nochmal seine ganze menschliche Seite gezeigt. Im Angesicht des Todes, erlebte er ein letztes Aufzucken des Egos, bevor es sich für immer und vollständig auflöste. Danach war er frei von aller Angst, sowohl der Angst vor dem Tod, (diese liegt jeder Angst zugrunde) als auch der der Angst vor Schmerz und Leid. Als er am Kreuz hing und man ihm einen Stock mit einem Schwamm voll Essigwasser und Myrre reichte zur Schmerzlinderung, hat er nur seinen Kopf weggedreht. Er war schon für immer frei.

  • Tantra mit Qualitäts-Siegel – die wissenschaftliche Studie zu Kularnava-Tantra

    Kaum ein Gebiet unterliegt auch heute noch so vielen Vorurteilen wie Tantra.
    Über kaum ein Gebiet werden so viele abfällige Bewertungen gemacht, oder böse Witze wie Tantra. Es wird mit „Kamasutra“ und „Gruppensex mit Räucherstäbchen“ gleichgesetzt, was mit der Realität überhaupt nichts zu tun hat.
    Da liegt daran, dass die Menschen nur Vorstellungen im Kopf über Tantra haben, verbunden mit vielen subtilen Ängsten, die auf Tantra projiziert werden.

    Bei dem heiklen Thema Tantra stellt sich immer wieder die Frage: Wer ist der Begleiter dabei, wie Kompetent sind seine Auskünfte, wie „seriös“ ist er und kann ich mich, will ich mich, darf ich mich auf Ihn einlassen?

    Anbei wird durch eine wissenschaftliche Studie bewiesen wie gut die Arbeit von Kularnava wirkt auf die Verschiedenen Aspekte der Persönlichkeits-Entwicklung. So kannst Du sicher sein, einen der besten Tantra-Wege in Deutschland auf den Seminaren zu begegnen, mit einer Güte, die nachgewiesen ist.
    Das hohe Niveau der Kurse ist in mehr als 30 Jahren Erfahrung gereift und wird aktuell immer weiter entwickelt.

  • Tantra und die Entwicklung von Selbstliebe

    Ich möchte heute über die Entfaltung von Selbstliebe sprechen.

    Tantra bedeutet, zu lernen, sich selbst mehr zu lieben – körperlich und seelisch.

    Sich selbst also nicht mehr so hart zu behandeln, durch Selbstverurteilung, sondern weich durch Mitgefühl.

    Selbstliebe ist das Reinlassen von Begünstigung  und das Gefühl, dass Du es nicht nur verdient hast, sondern es wert bist, GLÜCKLICH zu sein.

    Selbstliebe ist das Annehmen von Belohnung und Befreiung.

    Die tiefste Wahrheit ist die Einheit allen Lebens.

    Wenn alles göttlich ist, wie kann ich selbst dann ausgeschlossen sein aus der Göttlichkeit?! Wenn Du Deine Mitmenschen lieben sollst, die Tiere, die Natur, den Planeten, wie dann nicht auch Dich selbst?!

    Tantra lehrt Dich, Dich selbst mehr mit Mitgefühl zu betrachten anstatt Dich zu verurteilen. Wenn Du beschließt, Dich als lieblos anzusehen, wirst Du nicht glücklich sein. Du verurteilst Dich selbst und musst Dich daher als unzulänglich betrachten, als wertlos.

    Tantra heißt zu lernen, mit Dir selbst freundlicher zu sein, sanfter, geduldiger, wärmer, verständnisvoller, milder. Selbstliebe bedeutet, Dich besser zu pflegen und besser für Dich zu sorgen.

    Das Ego kann Dir da nicht weiterhelfen, für das Ego bist Du nie gut genug.

    Die Große Göttin betrachtet Dich mit vollkommener Liebe. Sie kann nicht anders als Lieben.

    Es hängt von Deiner Entscheidung zur Empfänglichkeit ab, ob Du es jeden Moment auch spürst. Die Tantra-Rituale, die schönen Massagen, die Heilige Sexualität erinnert Dich daran, wie sehr Du geliebt bist und alle Freude und alle Ekstase auf dieser Erde annehmen und genießen darfst.

    Verstehe, wie glücklich die Göttin ist, Dich in Ihren Armen zu halten.

    Das Einzige, was sie wünscht, das Du glücklich bist. Eltern gegenüber ihren Kindern, wissen, was das heißt. Natürlich kannst Du als Kind schmollen und verstockt sein. Aber so wirst Du Dich abgetrennt und isoliert fühlen. Egal was Du machst, die Göttin wird Dich immer lieben und jeden Fehler verzeihen. Ja sie wird Dir alles vergeben und hat Dir schon alles vergeben.

    Dazu dient die Umarmung im Tantra. Wenn jemand offene Arme hat für Dich oder Du für ihn oder sie erinnert es Dich daran, dass die Arme der Großen Göttin immer offen sind und dass sie Dich immer liebt und in ihren Händen hält. Mehr noch: Die Große Göttin ist ohne Dich unvollständig. Allein deshalb bist Du wertvoll, bist DU liebenswert und ich bin es auch.

    Diese Liebe anzunehmen, nennt man Empfänglichkeit, Offenheit, Gnade, Sühne, Dankbarkeit, ein Geschenk zu empfangen, DAS größte Geschenk.

    Am Anfang ist es Schmerz, sich zu öffnen, weil Du dann verletzlich bist, und Dich an die Zeiten erinnerst, wo Du Dich selbst eingemauert hast,  hinter dicke Beton-Mauern. Ja, Liebe ist anfangs schmerzvoll aber zehnmal schmerzvoller ist es, verschlossen zu bleiben. Natürlich herrscht dann Trauer und Depression.

    Für Licht in Deinem Herzen ist Deine immer neue Entscheidung wichtig, die Liebe anzunehmen, zu akzeptieren, Deiner Bereitwilligkeit, Dich lieben zu lassen. Die Göttin sieht über alle Deine Fehler hinweg, weil sie sie nicht als Fehler bewertet und damit sind sie völlig bedeutungslos.

    Du darfst Dich in dem Armen der Göttin immer geborgen und sicher fühlen und alles Schöne der Erde für Dich genießen

    Mache Dir klar, das alles auf dieser Welt aus Liebe geschieht. Erschaffen heißt Lieben. Sogar das Schlimme geschieht aus verstrickter Liebe, aus fehlgeleiteter falsch verstandener Liebe.

    Vorgestern habe ich mir eine gute Thai-Massage gegönnt, ein Akt der Selbstliebe.

    Ich habe ohne Druck gearbeitet ganz entspannt mit den richtigen Pausen, ein Akt der Selbstliebe. Ich habe mir beim Zahnarzt eine professionelle Zahnreinigung geben lassen – ein Akt der Selbstliebe. Ich habe nur so viel gegessen, wie mir gut tut, ein Akt der Selbstliebe.

    Ich habe meine Kinder ganz entspannt wahrgenommen und ihnen meine Aufmerksamkeit geschenkt, ein Akt der Selbstliebe.

    Ich bin meinem Herzen gefolgt und habe einen neuen Artikel geschrieben, ein Akt der Selbstliebe – ich schreib so gerne Weisheit… Ich habe mir eine Siesta, einen schönen Mittagschlaf gegönnt, ein Akt der Selbstliebe.

    Ich habe mir klar gemacht, dass ich gerne für andere arbeite, damit sie weiterkommen, ein Akt der Selbstliebe. Ich habe das Zuviel-Leisten-Müssen losgelassen, ein Akt der Selbstliebe.

    Ich habe eine Woche schönen Urlaub auf La Palma gebucht, ein Akt der Selbstliebe.

    Ich habe mir eine Stunde Meditation am Morgen gegönnt ein Akt der Selbstliebe.

    Ich bin im Wald und Wiesen 8 km gejoggt und habe die frische Luft geatmet, das Aroma der frischen Frühlingsblätter eingeatmet, ein Akt der Selbstliebe. Ich habe mir eine Tasse Thymian-Tee gekocht, für meinen kratzigen Hals, ein Akt der Selbstliebe.

    Ich habe mir einen frisch gepressten Orangensaft mit einer Limette gemacht und ihn in Ruhe genossen – ein Akt der Selbstliebe. Ich habe meine Berufstermine so geplant, dass ich genug Pausen dazwischen habe, ein Akt der Selbstliebe.

    Ich habe mir ein Auto besorgt, das nie kaputt ist, ein Akt der Selbstliebe.

    Jeder Tag – sollte von Akten der Selbstliebe durchzogen sein.

    Sich jetzt kaputt arbeiten damit man in Zukunft Genießen kann ist geistiger Wahnsinn und doch verschiebt ein Großteil der Menschen die Selbstliebe auf die Zukunft, die es nie geben wird.

    Pflege Dich selbst noch besser, sorge gut für Dich in Sanftheit. Du darfst es, es ist Dir gegönnt, weil Du ein so wunderbares göttliches Wesen bist. Immer.

    Ich bin das Baby der Große Göttin – erlaube auch Du Dir diese Freude.

    Wer weiß, wer weiß, ob das alles so stimmt, was ich sage….

  • Paradise Now! Tantra zeigt Dir: Das Paradies ist schon da!

    Das Paradies ist etwas Innerliches, nicht etwas Äußerliches. Tantra lehrt, dass das Paradies nicht weit weg ist, in einem fernen Himmel. Und das Paradies wartet auch nicht in einer Zukunft auf Dich, denn die Zukunft gibt es nicht. Auch braucht das Paradies nicht anstrengend erarbeitet zu werden. Im Gegenteil: Du darfst alle Last jetzt abwerfen. Du darfst jetzt schon so leben, als ob Du ein geliebtes Kind im Garten der Großen Göttin bist, Du darfst leicht sein und spielen.

    Gefangene, die jahrelang in schweren Ketten lagen, hungernd und ausgezehrt, schwach und erschöpft, und deren Augen in der Dunkelheit gesenkt gewesen sind, dass sie sich nicht an das Licht erinnern, springen nicht voll Freude auf, im Augenblick, in dem sie freigelassen werden. Es dauert eine Weile, bis sie verstehen, was Freiheit ist.

    Du, der Du in der Trennung Gefangener warst, bist jetzt im PARADIES befreit.

    Das Paradies ist inwendig in Dir. Darum kannst du es auch nicht verlieren und wirst es wieder ent-decken.

    Egal wieviel Paradiese Du schon erlebt hast in diesem Leben, egal wieviel schöne Erfolge Du Dir schon erarbeitet hast, davon hast Du JETZT nichts. Jeder Moment will neu gelebt und kreativ erschaffen werden. Ruhe Dich nicht auf einer schönen Vergangenheit aus, es wird zur schal schmeckenden Konserve werden. Der gerade verstorbene Mode-Kaiser Karl Lagerfeld hat in einem der letzten Interviews noch gesagt: „Paradise Now! Mich interessiert nicht die Vergangenheit und das, was kommt…“.  So hat er bis zum Alter von 85 Jahren noch schöpferisch gewirkt.

    Der Rauswurf aus dem Paradies und die Abtrennung von der himmlischen Einheit soll ja durch die böse Schlange der Verführung angezettelt worden sein und danach begann das Leid von Adam und Eva. Die böse Schlange ist aber auch die gute Schlange Kundalini – unsere Schöpferkraft. Und: Die Trennung von der Einheit hat auch ihr Gutes: Wie langweilig wäre es, nur im Paradies von Milch und Honig zu liegen und nichts von Schmerz und Dunkelheit zu wissen. Wie flach würde dann alle Freude! Allein durch fade Gewöhnung.

    Deshalb hat mit dem Rauswurf aus dem Paradies das göttliche Spiel der Polarität begonnen und damit auch das göttliche Spiel zwischen Mann und Frau.

    Und es ist dazu da, um sich daran zu erfreuen und zu lernen und zu wachsen. Das ist die wunderbare Herausforderung; und eben innerlich in den Zustand des Paradieses zurückzukehren, indem wir das Ego immer mehr bei Seite lassen und uns der Einheit allen Lebens bewusst werden. Dann gibt es keine Absonderung (= Sünde) mehr. Dann herrscht Selbstliebe und Unschuld, weil Du weißt, dass es keine Fehler gibt, weder bei Dir noch bei anderen. Nur das ist im wirklichen Sinne: Liebe. Darum liebt, spielt – seid fruchtbar und paaret Euch!

  • Tantra und die Geschichten von der gerissenen Mala

    Die ‚Mala‘ ist eine indische Gebetskette zur Wiederholung des Mantras, 108 Perlen, die man durch die Finger gleiten lässt bei jeder Wiederholung.

    Ich habe damit 30 Jahre meditiert. 1988 wurde ich in Nord-Indien im Tempel der verehrten Meisterin Sri Anandamayi Ma in Hardwar von einem ihrer Schüler Swami Bhaskarananda eingeweiht und bekam das Mantra mit der Anweisung für die Praxis. Ich kann mich noch sehr gut an den Morgen erinnern. Ich wollte eigentlich gar nicht eingeweiht werden, aber weil meine damalige Partnerin es sich wünschte, sagte ich in letzter Minute, okay, warum nicht auch ich? Vier Uhr morgens aufgestanden, geduscht und das indische Gewand angelegt (Dhoti), gingen wir zum Ashram und Tempel, es war noch dunkel draußen und eine ganze Meute räudiger Straßenhunde kläffte uns an, dass es einen das Fürchten lehren konnte.

    Just am Montagmorgen habe ich mit der Mala meditiert und sie ist gerissen. Ich war überrascht, dachte: ‚Oh Gott, was hat das zu bedeuten?‘
    Las im Internet darüber ‚altes Karma aufgelöst, verbrannt‘, ‚etwas vollendet, eine Aufgabe erledigt, eine Lektion gelernt‘
    Ich wusste und fühlte es, ein Abschnitt ist damit zu Ende gegangen, ich konnte mich von alten Verhaftungen für immer ablösen.
    Wenn etwas kaputt geht, kann es also durchaus ein gutes Zeichen sein.

    So ist die gerissene Mala ein Zeichen von Vollendung, von Tod und Neugeburt.

    Das geschah nach fast genau 30 Jahren, in denen die Perlen um die dreieinhalb Millionen  Mal über meine Finger geglitten sind mit dem Gedanken an den göttlichen Namen. (Und gefühlt ebenso oft mit Alltagsgedanken, die sich eingeschlichen hatten…;-) )

    Was ihr auf dem Bild sehen könnt ist, wie schön glatt und glänzend die Perlen dabei geworden sind, vorher pures unbehandeltes Holz. Gleich einem Rohdiamanten, welchen man durch Schliff und Polieren zum strahlenden Brillanten macht, durfte auch meine Seele sich entwickeln und wachsen durch die spirituelle Praxis sogar beschleunigt. So wird auch Eure Seele genau wie die Perlen durch die Praxis poliert und sanft und glatt und weich und glänzend, wo sie vorher rauh und kantig war. Doch ich habe die Perlen nicht durch die Finger gezogen, um sie zu polieren, sondern um mich an das Göttliche zu erinnern. Der Rest ist nur die Neben-Wirkung.

    Japa, das Wiederholen des göttlichen Namens (Mantra) ist eine gute und wichtige Praxis, für alle die nach Verwirklichung streben. Vielleicht sogar die beste und einfachste Methode in unserem Zeitaltern, von vielen, vielen Meistern immer wieder empfohlen, am besten rein mental wiederholt, im Stillen. Es gibt das auch in der orthodoxen Ostkirche als immerwährendes Herzensgebet und in unserer christlichen Tradition etwas abgewandelt als ‚den Rosenkranz beten‘.

    Wenn Du keinen Lehrer hast, der Dir ein persönlich genau auf Dich zugeschnittenes Mantra gibt, nimm: SOHAM, das ist universell anwendbar und eines der Stärksten, damit begann auch ich als junger Mann mit gutem Erfolg zu meditieren.

    Japa hebelt die anderen Gedanken aus, neben der Atemachtsamkeit die beste Methode. Denn nur wenn der Geist wach, entspannt, aber frei von Gedanken ist, kannst Du die göttliche Gegenwart spüren, die immer da ist, aber manchmal verdeckt gleichsam wie Wolken am Himmel die ewig strahlenden Sonne verdecken. Die Perlenkette (Mala) dient zum Zählen, 3 x 108 Wiederholungen am Tag werden empfohlen. Und die Mala  ist ein Amulett, ein Kraftgegenstand, der sich auflädt und gut wirkt wenn Du ihn bei Dir trägst, um den Hals oder in einem kleinen Beutel (Gomukhi).

    Japa wird Dich am schnellsten zur göttlichen Verwirklichung führen.

  • Tantra-Serie geliebtes Ego – geliebte Illusion IV Projektionen zurücknehmen = Ausloggen aus dem Ego

    Je mehr Du über das Ego lernst, desto klarer wird Dir, dass es nicht glaubhaft ist. Es ist wichtig zu verstehen, wie das Ego die Projektion anwendet. Das Ego versucht immer den Konflikt zu erhalten. Es ist sehr raffiniert im Ersinnen von Wegen, die den Konflikt zu vermindern scheinen, weil es nicht will, dass Du den Konflikt derart unerträglich findest, dass Du darauf bestehst, ihn aufzugeben. Das Ego versucht Dich daher, davon zu überzeugen, dass es Dich vom Konflikt befreien kann, damit Du nicht das Ego aufgibst und Dich selbst befreist. Es projiziert den Konflikt von Deinem Geist auf andere im Versuch, Dich davon zu überzeugen, dass Du das Problem losgeworden bist.

    Ein Irrtum ist die Vorstellung, dass Du etwas, das Du nicht willst, dadurch loswerden kannst, dass Du es weggibst oder Dich davon im Nein abtrennst. Jedes ‚Nein‘ zu einem Menschen als emotionale Zurückweisung ist eine von Dir produzierte Projektion, für die nur Du selbst die Verantwortung hast. Und weil Du die Verantwortung hast, kannst Du sie zurücknehmen. Somit ist im Tantra das Partnerwahlritual hervorragend geeignet, um die eigenen Negativ-Projektionen auf andere anzuschauen und zurück zu nehmen.

    Diejenigen, die projiziert haben, haben Angst, dass ihre Projektionen zurückkehren können und sie verletzen werden. Da sie glauben, dass sie ihre Projektionen aus ihrem eigenen Geist gelöscht haben, glauben sie auch, dass sie sich wieder  in ihren Geist einzuschleichen versuchen. Sie sind gezwungen, sich in ständige Aktivität zu stürzen, damit sie das nicht bemerken.

    Du kannst eine Projektion über einen anderen nicht aufrechterhalten, ohne sie über Dich selbst aufrecht zu erhalten. Dein Geist kann nicht in Stücke zerbrochen werden. Dein Geist kann weder angreifen noch angegriffen werden.

    Das ist nur im Bereich des Egos möglich. Das Ego ist Dein Glaube an Einflüsterungen, eine zufällige, dumme Verwechslung Deiner Identifikation.

    Fürchte Dich nicht vor dem Ego. Es ist von Deinem Geist abhängig. Und so wie Du es machtest, indem Du an es glaubtest, kannst Du es dadurch auflösen, dass Du den Glauben an es zurücknimmst.

    Zurücknehmen heißt nicht zu kämpfen aber auch nicht zu ignorieren.

    Es ist ein Entzug. Wie bei einer Droge, wo Du Dich durch eine Selbstverpflichtung entschlossen hast, sie Dir nicht mehr zu geben, weil Du nicht mehr zwingend daran GLAUBST, dass nur das Rauschmittel XYZ Dir Glück bringen kann. Dieser Entzug macht Dich frei von der Einschränkung, der Fixierung, der Enge, des Zwangs und öffnet Dich für die GANZHEIT des Lebens. Genauso entziehst Du dem Ego den Glauben an seine Stimmen.

    Diese heilsame Zurücknahme geschieht vor allem dadurch, dass du aufhörst Negatives auf andere zu projizieren. Nur so übernimmst Du Verantwortung für Deinen Glauben an das Ego und sprengst es damit.

    Nur wenn Du bereit bist, die alleinige Verantwortung für die Existenz des Egos zu übernehmen, dann hast Du allen Angriff und allen Ärger für immer abgelegt.

    Angriff und Ärger entspringen dem Versuch, die Verantwortung für Deine eigenen Fehler zu projizieren. Das aufzugeben, gehört zum Kern der Lehren des Tantra, genauso wie der christlichen Lehre.

    Hast Du aber die Fehler als Deine eigenen angenommen, dann behalte sie nicht.

    Das tun die Depressiven, die in Schuld eingehen, die in Selbstmitleid versinken gebückt und schwach.

    Sondern: Übergib sie rasch dem Göttlichen, um die Fehler vollständig aufheben zu lassen durch die Große vollkommene Liebe, die die Große Göttin für Dich hegt. Gott, die Göttin in ihrer vollkommenen Liebe für Dich KÖNEN NICHT ANDERS als Dir alles zu verzeihen und zu vergeben, das Du jemals falsch oder nicht gut genug gemacht hast!

    Das Ego kann jederzeit vollständig vergessen werden, weil es ein völlig unglaubhafter und nicht vertrauenswürdiger Glaube ist.

    Lass los den Gedanken an Zeit in der Therapie. Das Wunder ist sofort möglich und vollständig. Glaube an das Wunder.

    Wenn nicht, verlangsamst Du künstlich Deine Entwicklung durch Deinen Glauben an Zeit. Zeit ist immer morgen. Dein Leben aber ist jetzt. Das Wunder bringt Dir jetzt ALLES. Und Du verlangsamst auch bei Deinen Mitmenschen, Teilnehmern, Schülern und Klienten die Entwicklung durch Deinen Glauben an die Zeit.

    Die Lehre des Kularnava bezweckt einzig und allein, Dich zu lehren, dass das Ego unglaubhaft ist und für immer unglaubhaft sein wird.

    Du hast das Ego dadurch gemacht, dass Du gelernt hast daran zu glauben.

    Du kommst da nur raus durch Zuflucht zu einer höheren Macht. Diese ist die Große Göttin. Indem Du die Liebe und Gnade der Göttin FÜR DICH ANNIMMST, = daran glaubst, entscheidest Du Dich gegen den Glauben an das Ego. Gegen den Glauben, dass Du allein sein kannst, zerstreust auf diese Weise die Idee der Trennung und bejahst Deine wahre Identifikation mit dem Göttlichen. Dann herrscht das Paradies, das Himmelreich auf Erden.

  • Tantra-Serie geliebtes Ego – geliebte Illusion III

    Dem Ego auf die Schliche kommen….

    Vom menschlichen Leben im Hühnerstall!

    Ja, die Stimme des Egos ist sehr unruhig. Ich erzähle Euch heute, was sie mir so alles sagte letzten Monat  und was ich von anderen hörte, was sie ihnen sagte:

    Du musst noch das Auto waschen!

    Oder:

    Der Garten sieht aus, schneide mal die Bäume…und fege die Blätter…Der Nachbar hat den Garten ordentlicher…

    Oder

    Wäre wichtig mal Dein Zimmer aufzuräumen!

    Oder:

    Der rechte Scheinwerfer vom Auto ist kaputt, müsste mal in die Werkstatt!

    Oder:

    Mach mal frühzeitig die Schulanmeldung für Deinen Sohn, sonst bekommt er keinen Platz mehr…

    Und vor allem:

    Du musst fertig werden, erst wenn Du fertig bist mit allem, dann kannst Du ruhen und richtig glücklich sein! Zum 24.12. musst Du fertig sein und dann kommt die große Sause!

    (Wobei Du natürlich nie fertig bist, außer mit den Nerven!)

    Immer fehlt noch etwas und wenn Du Aufgabe 3, 4, 5 und 6 abgehakt hast auf Deiner To-do- und Prioritäten-Liste, sagt das Ego:

    Es gibt aber noch Aufgabe 7, 8, 9 und dann kommt 10…

    Du musst jetzt schnell was essen (obwohl Du gar keinen Hunger hast), zur Beruhigung oder zur „Selbstbelohnung“

    Du musst schnell ein Glas Wein oder ein Bierchen trinken, damit Du abschalten darfst!

    Du musst jetzt einen Orgasmus haben, damit Du entspannen kannst!

    Du musst jetzt TV schauen oder im Internet den Klatsch der Promis oder Politiker lesen, weil es sich sonst so leer in Dir anfühlt und Du nicht ‚chillen‘ kannst!

    Du müsstest jetzt was mit den Kindern unternehmen, was kreativ und unterhaltsam ist, die anderen Eltern machen das alle….

    Oder:

    Dein Geschäft läuft nicht gut genug, Du müsstest so erfolgreich sein wie die Konkurrenten am besten noch erfolgreicher

    Oder:

    Deine Partnerin ist traurig, Du musst was dagegen tun, wahrscheinlich liegt es an Dir…

    Oder:

    Du wirst älter, du musst etwas tun, dass Du jünger aussiehst als es in Deinem Pass steht und dass Du nicht bald so aussiehst wie Dein Passfoto!!

    Oder:

    Du darfst Deinen Tag nicht vertrödeln, am Ende des Tages, muss Leistung dagewesen sein, was zum Vorzeigen!

    Oder:

    Wenn Du größere Brüste hättest oder einen runderen Po, dann würden Dich die Männer viel mehr mögen, anschauen und lieben…

    Oder:

    Wenn Du das große SUV Auto hättest mit Turbo, dann könntest Du zeigen, wer Du wirklich bist!

    So hält Dich das Ego immer auf Trab, bis zum Tod. Erst dann spätestens darfst Du akzeptieren, dass Aufgabe 1008 unvollendet bleibt.

    Doch: Aus der Göttlichen Sicht IST SCHON ALLES VOLLKOMMEN, so wie es ist, oft in der Unvollkommenheit und Unfertigkeit, weil es nur Definitionssache ist, was vollkommen ist oder fertig oder in Ordnung. Auch die Natur ist nicht immer „aufgeräumt“ und fertig schon gar nicht.

    Soweit die Nachrichten aus meinem Hühnerstall und von anderen Hühnern. Gack, Gack, Gack…Höre achtsam die Stimmen des Ego und begegne ihnen mit einem Lächeln und heiterer Gelassenheit.

    Gib Ihnen die Antwort: Wer weiß, wer weiß ob das so stimmt….

    Und ‚Schwupps‘, der zwanghafte Impuls des Egos ist weg. Das Ego ist ausgehebelt, es ist weggeklickt mit der Maus, runtergefahren, ausgeloggt und es spielt keine Rolle mehr und DANN bist Du frei, das zu tun oder zu lassen, was DU WIRKLICH WILLST in dem Moment.

  • Tantra-Serie: geliebtes Ego – geliebte Illusion II

    Die 14 Ego-Spiele

    Ist Tantra ein Ego-Booster oder ein Ego-Shooter?

    Blähen wir unser Ego auf oder lösen wir es auf durch die Tantra-Praxis?

    Das kommt ganz auf die Benutzung an…

    Damit wir auf unserem spirituellen Weg weiterkommen, ist es wichtig, die Funktionsweise des Egos anzuschauen und zu verstehen.

    Denn so können wir unterscheiden und uns dem zuwenden, was wir WIRKLICH WOLLEN – Glück, Liebe, Seligkeit, Ekstase – und es SEIN.

    Woran erkennst Du ob Du im Ego verhaftet bist = freiwillig eingemauert, oder im Göttlichen Selbst ruhst?

    1) Das Ego gibt Dir das Gefühl von Abtrennung. Es wirkt immer auf Isolierung hin anstatt Einheit. Das gibt Dir danach das Gefühl von Verlassen-sein, von Alleinsein, Wertlosigkeit und Traurigkeit. Fokussiere anstatt dessen auf Einheit, Einssein allen Lebens und Mitfreude. Sage Dir: Ich bin vollkommen geliebt und angenommen. Mir ist für alle Fehler vergeben.

    2) Das Ego trennt sich vor allem ab durch Projektion. Was Du in Dir selbst nicht leiden kannst und durch Verdrängung nicht siehst, wird in jemanden anderen hineinverlegt. Seine eigene Dunkelheit überträgt das Ego auf einen anderen Menschen. Das dient dazu, sich von dem Menschen abzuspalten. Wenn Du das bemerkst (meist mit starker Emotion verbunden), sage Dir: ‚Etwas davon ist auch in mir, wenn ich ehrlich bin und ich vergebe mir selbst dafür und dem anderen.‘

    3) Das Ego lebt immer in der Angst. Vor allem in Angst vor Bestrafung. Das führt zur Vermeidung von Menschen oder Situationen oder zu Angriff oder Verteidigung. Es führt zu dem ständigen Gefühl, unter Druck zu stehen und nicht ganz entspannen zu dürfen. Das Ego meint, durch Über-Aktivität der Angst entkommen zu können. Lass nicht Angst die Triebfeder für Deine tägliche Arbeit sein, sondern die Lust am Schöpferisch-Sein. Das verändert etwas an der Qualität Deines Tages. Fokussiere anstatt dessen auf Vertrauen. Das ist so einfach und doch oft so schwer – aber es gibt keine Alternative. Vertrauen lernt man nur durch Vertrauen. Öffne Dich, atme tief und entspanne Deinen Beckenboden. Sage Dir: Ich bin getragen in den Armen der Großen Göttin, vollkommen geliebt. Ich bin das geliebte Baby der Großen Göttin!

    4) Das Ego ist immer im Mangel. Es gibt Dir das Gefühl: ‚Genug ist nie genug.‘ Du wirst nicht satt. Daraus entsteht: Haben-Wollen und ‚Ich will mehr!‘ und die ewig nagende Eifersucht. Fokussiere anstatt dessen auf vollkommene Fülle und Überfluss. Sage Dir: Es ist genug für mich da und es ist immer da. Ich darf mir alles gönnen und anderen alles gönnen.

    5) Das Ego lebt vom Besitzen und Festhalten, weil es Angst hat  zu verlieren. Es möchte nichts mit anderen teilen und ist stets geizig. Das führt zur Verschlossenheit und Panzerung von Körper und Seele. Fokussiere auf Sein in Fülle, dann hast Du auch alles. Gebe großzügig im Vertrauen in die Fülle. Das was Du gibst, wird mehr in Dir!

    6) Das Ego fühlt sich gezwungen zu Lügen und Verbergen und Verstecken. Weil es Angst hat, die Wahrheit würde es selbst zerstören. Fokussiere auf Arglosigkeit und Schamlosigkeit des Kindes. Wahrheit ist Macht. Wenn es nicht gut wirkt, die wörtliche Wahrheit zu sagen, schweige.

    7) Das Ego ist gewalttätig, geistig und körperlich. Es möchte angreifen und Krieg führen, weil es sich ständig bedroht fühlt. Es ist fixiert auf Zurückweisung Kampf und Vergeltung. Ohne Kampf verliert das Ego seine Daseins-Berechtigung. Fokussiere auf: Der beste Angriff ist gar kein Angriff. Die beste Verteidigung ist gar keine Verteidigung. Beschütze nur die Wahrheit und schweige ansonsten.

    8) Das Ego möchte über alles urteilen, vergleicht ständig und verurteilt liebend gerne. Es konkurriert, anstatt zu lieben. Es ist immer im Wettbewerb von ‚besser‘ und ‚schlechter‘. Fokussiere auf das Mantra: „Es ist, wie es ist.“ Ersetze das Verurteilen einfach durch ehrliches Lob und aufrichtige Wertschätzung für das Schöne in anderen.

    9) Das Ego möchte immer Rechthaben. Genieße Deine Souveränität wenn Du Dir den Luxus erlaubst, nicht Recht haben zu müssen. Danke Dir selbst dafür und lächle innerlich. Ersetze Rechthaben einfach durch Liebhaben.

    10) Das Ego möchte immer jede Situation und jeden Menschen kontrollieren (aus Angst). Es möchte immer alles im Griff haben, um sich sicher zu fühlen. Das wird befördert durch die moderne digitale Welt, die die Illusion erzeugt, Du könntest alles im Leben kontrollieren und Dich absichern. Das soll Dir ein Gefühl künstlicher Macht verleihen. Alles Wesentliche ist nicht kontrollierbar: Liebe, Gesundheit, Glück. Fokussiere auf Hingabe und Gottvertrauen. Ich bin in Gottes Hand und werde immer zum Richtigen geführt. Genieße Kontrollverlust im Vertrauen.

    11) Das Ego sagt Dir liebend gerne: ‚Du musst…‘ und ‚Du sollst…‘ oder ‚Ich kann nicht…‘ Entlarve dies als tiefe Lebenslügen, denn das leugnet Deine schöpferische Freiheit, mit der Du geboren wurdest aus göttlichem Willen. Es gibt nichts, das Du musst und es gibt nichts, was Du sollst. Du darfst selbst frei wählen, was Du möchtest. Ersetze es immer öfter durch: ‚Ich darf…“ oder durch: ‚Ich wünsche von Herzen…“ oder: „Ich kann alles, was ich will!“ sowie “Andere können alles, was sie wollen!“

    12) Das Ego führt Dich gerne hinters Licht mit den Sätzen: „Dafür habe ich leider keine Zeit…“ und: „Dafür habe ich leider kein Geld…“ Durchschaue diese Lebenslügen, denn Du hast für alles Zeit, das Du wirklich willst und: Das Geld ist immer da, zur Erfüllung Deiner echten Träume und Herzenswünsche, denn Geld folgt liebend gerne guten Ideen – und zwar im Überfluss. ERschaffen heißt Lieben. Lieben heißt ERschaffen. Nichts ist schwierig, das voll und ganz ersehnt wird. Voll und ganz ersehnen, heißt erschaffen. Der Rest ist ein wenig Geduld und Zuversicht.

    13) Das Ego zweifelt immer wieder an Deinem Weg, Deiner Bestimmung und Deinem spirituellen Weg. Das ist das größte Hindernis und der letzte Rettungsanker des Egos, um sein krankes Wesen zu erhalten. Kehre den Zweifel um, indem Du nicht mehr am Göttlichen zweifelst, sondern an den Einflüsterungen des Ego zweifelst. Glaube nicht mehr an die Stimmen der Einwände und Zweifel. Folge Deinem Weg. Meist bist Du richtig, wenn Dein Umfeld sagt: Du bist wohl verrückt!

    14) Das Ego hält Stille und Nichts-Tun nicht aus. Es möchte ständig geschäftig sein. Aktivismus ist die größte Passion des Ego. Leere ist für das Ego Untergang. Fokussiere auf köstliche Muße, erlösende innere Stille und nährenden Frieden. Gönne Dir so viele Pausen wie Du willst, in Balance für Aktivität und Leistung. Zelebriere immer wieder Göttliches Nichts-Tun, In-die- Luft-Gucken!

    Ego ist ein anderes Wort für Illusion oder falschen Glauben.

    Du kannst Dich jederzeit entscheiden, ob Du an das Ego glaubst und seine Stimmen oder an Dein Göttliches Selbst. Glaube nicht mehr an die Egostimmen, sondern richte die Aufmerksamkeit auf Dein wahres Selbst.