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Tantra heißt die helle und die dunkle Seite ehren | Kularnava Tantra

Tantra heißt die helle und die dunkle Seite ehren

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Heute möchte ich über Tantra und das Ehren der hellen und der dunklen Seite sprechen. Dazu habe ich Euch mein jüngstes Bild mitgebracht, das ich in der Toscana gemalt habe:

„Tara – die zwei Gesichter der Großen Göttin“ Schaut es Euch an…

Manche erschreckt das Bild ein wenig oder es wirkt befremdlich und ich dachte auch schon, ob das so „salonfähig“ ist? Haben wir nicht alle zwei Gesichter, ein helles und ein dunkles? Hat nicht auch die Erde zwei Gesichter, den Tag und die Nacht? Auf dem Bild siehst Du Licht und Schatten, Sonne und Mond, Schönheit und Hässlichkeit, Grazie und Erschrecken, Das Heile und Heilige sowie den profanen Alltag, Deine Positivität und Deine Negativität, Dein Leuchten und Deine Verstrickung, das Reine und das Schmutzige, den Himmel und die Erde, Das Göttliche und den Teufel.

Tantra ehrt beide Seiten und fokussiert nicht nur auf die helle Seite, wie es viele Religionen und spirituelle Wege tun. Ja, Tantra hegt geradezu eine Liebe für die dunkle Seite. Tantra zelebriert manches, was in der Gesellschaft unmoralisch oder verboten scheint. Ich als Tantra-Meister verführe die Menschen dazu, zu sündigen, damit sie entdecken, dass es in Wirklichkeit nur Göttliches gibt und keine Sünde. Denn Sünde heißt Abtrennung und wenn Du beides kennst und ehrst, gibt es keine Trennung mehr, alles wird göttlich. Gott hat die Welt als eine Medaille mit zwei Seiten erschaffen.

Und Ja, das Schlimme bleibt schlimm, aber wir können es als Lektion nutzen, um Wichtiges zu lernen, liebevoller zu sein mit uns und anderen etc. Dann ist das Schlimme plötzlich nicht mehr so schlimm, weil es zum Guten hinführt.

Das Eine führt zum Anderen – die größten Sünder werden die größten Heiligen – der Saulus wird zum Paulus. Die dunkle Seite zu erkennen und anzuschauen ist der Lichtschalter Deiner Seele. Wir sind nicht mehr innerlich gespalten.

Durch das Ehren der Polarität hebt Tantra sie letztlich auf, weil wir nicht mehr gespalten sind in Gut und Böse, Tugendhaftigkeit und Laster, Lust und Schmerz, Freude und Trauer, kalt und warm, Mann und Frau, alles gehört dazu. Wie könnten wir Lust empfinden, wenn wir den Schmerz nicht kennen würden?!

Wir brauchen nicht zu diskutieren ob kaltes oder warmes Wasser besser ist oder ob Sonne oder Schatten besser ist…

Tantra sieht das Leben als ein Schwingen zwischen den Polen. Wenn Du Dich dagegen wehrst, und nur das Eine willst, leidest Du. Wenn Du beides als göttlich erkennst und annimmst, dann bist Du in Harmonie und Glück. Wir stimmen im Tantra dem Schwingen zwischen beiden Polen zu. Ehre nicht nur die glückseligen Tage, ehre auch die „Scheiß-Tage“.

Viele haben sich vom Göttlichen abgewendet, wegen eines grundsätzlichen Missverständnisses.

Warum lässt Gott das viele Schlimme zu? Wenn Gott Liebe ist und Licht, wieso gibt es dann Kriege, Folter, Hunger und Katastrophen, Missbrauch und Vergewaltigung, Mord und Totschlag, Ausbeutung, Unterdrückung….

Die Antwort ist ebenso tief, wie leicht: Weil Gott dem Menschen als oberste Fähigkeit die Freiheit des Willens, die Freiheit der Entscheidung gegeben hat, die Freiheit schöpferisch zu erschaffen.

Und so macht nicht Gott das Schlimme, sondern der Mensch. Weil der Mensch frei ist Wunderbares zu erschaffen, ist er auch frei, Schreckliches zu erschaffen. Und das geschieht durch seine Wahl. Und bei der Natur scheint es ähnlich zu sein mit den Vulkanausbrüchen, Tsunamis und Erdbeben…

Das ist Teil des göttlichen Spiels- da können wir nicht fragen, warum? Einfach weil es der Großen Göttin beim Erschaffen der Welt gefiel, dieses Spiel geschehen zu lassen. Lila nennen es die Inder, das kosmische Spiel.

Doch auch das „Schlimme“ und „Grausame“ ist erstmal eine Bewertung des Menschen.

Deshalb verehren die Inder auch die Kali, die Göttin der Zerstörung, weil nur so Raum geschaffen wird für Neues. Kali hat aber auch eine sanfte Seite, die segnet und unendliche Liebe schenkt.

Sowohl der Tod als auch das Schlimme werden oft verdrängt im Westen oder hochgeputscht in den Medien, damit sich jeder daran ergötzen kann. Grausamkeit bringt Quote. Der Mensch geilt sich scheinbar auch am Schlimmen auf, oder ist froh wenn er behütet auf seinem Sofa sitzt während woanders Weltuntergang herrscht.

Umgekehrt geht auch – wenn das scheinbar Gute doch zum Bösen führt….

Technische Erfindungen werden hochgejubelt als Wohltat der Menschheit, wie z.B. das Internet oder Facebook – doch dadurch sind auch genauso viele schlimme Entwicklungen entstanden. Wissensvermittlung, Freundschaft und Verbindung zwischen Menschen genauso wie die Verbreitung von Fanatismus, Manipulation, Datenmissbrauch, Porno und Gewalt, Mobbing  und Smartphone-Sucht.

Tantra ist der Weg der Grenzüberschreitung. „Das tut man nicht“, gibt es für den Tantriker erstmal nicht, sondern: Mal sehen welche neue Erfahrung ich machen kann, wenn ich diese oder jene Grenze überschreite. Bewusst entschiedene Grenzüberschreitung ist Grundvoraussetzung für Wachstum. Wenn ein Eichbaum-Pflänzchen 30 cm hoch ist, muss und wird es diese Höhe als Grenze überschreiten, wenn es mal ein großer Eichbaum werden will; Grenzüberschreitung erweitert dann Deine Freiheit und Vielfalt an Möglichkeiten und das ist ein Teil von Glück und Frieden.

Wer weiß ob das so stimmt, was ich sage, wer weiß, wer weiß….

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