Schlagwort: August

  • Deinen Rucksack entleeren…

    Deinen Rucksack entleeren…

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    Beziehungen machen uns glücklich.

    Ist das so?

    Beziehungen machen uns unglücklich.

    Ist das so?

    Wenn Du darüber nachdenkst, was die glücklichsten Momente Deines Lebens waren, warst Du da allein oder mit jemandem zusammen?

    Wahrscheinlich waren es Momente, in denen Du mit jemandem zusammen warst. Also machen uns doch die Beziehungen glücklich? Oder?

    In einem Film gibt es das Gleichnis vom Rucksack.

    Du hast einen Rucksack und füllst ihn mit allem was Dir wert und teuer ist:

    Geliebte Geschenke und Einrichtungsgegenstände, Deine Lieblingsbücher, Dein jahrelang gefahrenes Auto, dann natürlich auch Deine Bekannten, Deine Freunde, Deine Familie, Deine Kinder, Deine Geschwister, Onkel, Tanten, Omas, Opas, Deine Eltern und…wenn vorhanden, Deinen Liebespartner, Dein Ehemann, Deine Ehefrau…

    Dann setzt Du den Rucksack auf den Rücken und fühlst sein Gewicht, wie die Gurte in Deine Schultern einschneiden….Spüre das Gewicht, das Du mit Dir trägst….Jeder Schritt wird schwerer und schwerer und wenn es bergan geht…puhhhh……

    Wer sagt, dass Du diese Last tragen musst?

    Wer verlangt von Dir, was Du alles in den Rucksack packen musst? Die Moral, der Pfarrer?

    Wenn Du die Erlaubnis bekämest, alles, aber auch alles aus dem Rucksack auszuleeren, so dass er völlig leer ist und leicht….

    Wie fühlt sich das an?

    Wie läufst Du damit?

    Leicht, befreit?

    Du kannst aufatmen. Du kannst einfach nur Du selbst sein.

    Leichtigkeit, Genuss, Entspannung kommt plötzlich in Dein Leben.

    Ich sage Dir: Du hast das göttliche Recht, den Rucksack komplett leer zu machen. Du hast das Recht, leicht und glücklich zu leben.

    Musst Du deshalb auf Menschen und Liebe und Sex verzichten?

    Nein, warum auch.

    Nachdem Du Dir das Recht einmal wieder zurückgegeben hast, Dich nicht mit „Beziehungen“ zu belasten, nachdem Du das erste Mal wirkliche Freiheit gespürt hast, kannst Du aus freiem Willen, bewusst und behutsam, vielleicht einen vielleicht zwei, drei Menschen wieder in den Rucksack tun.

    Diese Menschen sind Dir wirklich heilig. Mit Ihnen willst Du wirklich in Beziehung stehen, weil sie Dich so schätzen und lieben, wie Du wirklich bist. Weil sie das Wertvolle, das Du bist, dankbar und voller Wertschätzung annehmen. Und weil sie Dir wirklich etwas geben, Dich nähren, Dein Herz füllen.

  • Gemeinschaft mit Gleichgesinnten im Tantra

    Gemeinschaft mit Gleichgesinnten im Tantra

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    Die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten ist ein Turbo für die spirituelle Entwicklung. Das nennen die Buddhisten “Sangha” und im Yoga wird es “Satsang” genannt. Heute wird es immer wichtiger, sich die richtige “Wahlfamilie” zu suchen. Denn wenn es in der Blutsfamilie zu verstrickt ist und Dir keine Energie gibt, ist es wesentlich, mit welchen Menschen Du Kontakte pflegst. Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei. Darum suche Dir die richtige Gruppe von Menschen in Deinem Umfeld.
    Umgang mit den richtigen Menschen
    Du wirst so, wie die Menschen, mit denen Du Kontakt pflegst. Das färbt ab. Darum gilt, solange Du noch nicht Mutter Teresa oder Franz von Assisi bist: Zusammensein mit Menschen von niedrigem Niveau zieht Dich herunter = es geht Dir schlechter hinterher. Umgang mit Menschen höheren Niveaus hebt Dich empor, d.h. es geht Dir besser nach dem Kontakt.

    Mit Heiligen Zusammensein und über das geheime Wissen verfügen: Das ist wie der Besitz zweier scharfer und klarer Augen, wer beides nicht kennt, der gleicht einem Blinden.
    (Kularnava Tantra, 1. Kapitel)

    Das Wort: “Heilige” hört sich für manchen fremd und arg katholisch an. Heilig kommt aber von “heil”, und das heißt: ganz. Menschen mit Niveau sind also solche, die sich ganzheitlich entwickelt haben, die ihre Talente entfaltet haben und dadurch ein besonderes Charisma ausstrahlen. Heilige sind auch in unserer modernen Welt unter uns, einfach Menschen, die in bestimmten Lebensbereichen Vorbildliches geleistet haben oder auch durch ihre gute Herkunft Charakter, Stärke und Liebe ausstrahlen. Das können Mütter und Hausfrauen sein, genauso wie Unternehmer oder Geschäftsleute. Heiligkeit ist nicht an Äußerlichkeiten fest zu machen. Du merkst daran, ob ein Mensch Niveau hat oder nicht, wie Du Dich eben im oder nach dem Zusammensein mit der Person fühlst.

    Für einen Tantriker bringt es deutliches Wachstum, alle Beziehungen oder Kontakte, die ihm nichts geben, egal ob privat oder beruflich, abzubrechen. Das radikal zu tun, gehört zu den besten Tipps des Kularnava Tantra, sein Leben zu verbessern und sein Glück zu erhöhen. Zu oft hängen wir sentimental mit sogenannten “guten alten Freunden” herum.obwohl ein Teil von uns weiß, dass das reine Zeitverschwendung ist und wir uns hinterher elend fühlen. Dann fragen wir uns zu Recht, warum wir nicht etwas Erhebenderes mit unserer Zeit angestellt haben.
    Da sei das alte italienische Sprichwort zitiert: “Lieber allein, als in schlechter Gesellschaft.” Obwohl das nicht die Alternative sein muss. Es kann sein, dass Du Dich in der Übergangszeit mehr allein fühlst: Einsam sein ist so einsam allein. Aber diese neu gewonnene Zeit kannst Du gut nutzen, um Deinen eigenen Planeten aufzuräumen. Du wirst nach der Trennung von den falschen Menschen bald bessere Treffen und mehr Zeit haben, um sie mit den Richtigen zu verbringen. Das führt zu einem Quantensprung in Deinem Leben.

  • …stirb und werde!

    …stirb und werde!

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    Man muss nie verzweifeln,
    wenn etwas verloren geht,
    ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück,
    es kommt alles noch herrlicher wieder.
    Was abfallen muss, fällt ab;
    Was zu uns gehört, bleibt bei uns,
    denn es geht alles nach Gesetzen vor sich,
    die größer als unsere Einsicht sind
    und mit denen wir nur scheinbar in Widerspruch stehen.
    Man muss in sich selber leben
    und an das ganze Leben denken,
    an alle seine Millionen Möglichkeiten,
    Weiten und Zukünfte,
    denen gegenüber es nichts Vergangenes und Verlorenes gibt.

    Rainer Maria Rilke

    Das sind wunderbare Worte des Dichters Rilke, wer könnte es besser ausdrücken. Wenn ich täglich durch meinen Garten gehe und länger nichts mehr daran gemacht habe, wird mir auch jedes Mal klar, wie wichtig das regelmäßige „Unkrautjäten“ ist. Wer eine Frucht im Leben hervorbringen will, die auch gut schmeckt, muss immer wieder Unkraut jäten. D.h. Altes, Überflüssiges herausreißen, jedes „Zuviel“ reduzieren, um Platz zu machen für das Wachstum der einen wesentlichen Sache.

    Darum spüre nach, was diese wesentliche Sache ist in Deinem Leben, der Du Raum und Licht gibst, Zeit, Aufmerksamkeit und Liebe. Vorher befreist Du Dich von Ballast, von Kompliziertheiten und Umständlichkeiten, von Horten von Dingen und Aktivitäten, die Du nicht brauchst, die Dich nicht in der Tiefe berühren. Lasse sie abfallen, wie das Blatt des Baumes im Herbst. Es wird ein neues anderes, schönes Blatt sprießen. Wenn Du Dich auf Wesentliches reduzieren kannst, wird Dein Leben einfacher, lichter, schöner.

  • Niemandes Leben ist ein Selbstläufer…

    Niemandes Leben ist ein Selbstläufer…

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    An jeder Stelle Deines Lebens, an der Du nicht bewusst bist, nicht ganz wach, kannst Du fallen. Beruflich kannst Du fallen, in der Liebesbeziehung kannst Du fallen, finanziell kannst Du fallen und auch gesundheitlich kannst Du fallen, wenn Du es an Achtsamkeit mangeln lässt.

    Jetzt die gute Nachricht: An jeder Stelle Deines Lebens – egal wie weit Du unten bist und egal wie mies Deine Vergangenheit war – kannst Du aufsteigen!

    Du kannst Dich jederzeit beruflich weiterentwickeln und mehr Erfolg haben, Du kannst jederzeit eine neue Liebesbeziehung erschaffen oder die bestehende erfüllter gestalten, Du kannst jederzeit finanziell eine Wende zum Besseren einleiten, Du kannst jederzeit von einer Krankheit genesen und Dich selbst von einem Leiden heilen.

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  • Tantra als spiritueller Weg: Begehren oder Entsagen?

    Tantra als spiritueller Weg: Begehren oder Entsagen?

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    Solang’ Du nach dem Glücke jagst,
    bist Du nicht reif zum Glücklichsein,
    und wäre alles Liebste Dein.
    Solang’ Du um Verlorenes klagst,
    und Ziele hast und rastlos bist,
    weißt Du noch nicht, was Friede ist.
    Erst wenn Du jedem Wunsch entsagst,
    nicht Ziel mehr noch Begehren kennst,
    das Glück nicht mehr beim Namen nennst,
    dann reicht des Geschehens Flut
    nicht mehr ans Herz,
    und Deine Seele ruht.
    Hermann Hesse

    Ein wundervolles Gedicht tiefer Wahrheit von Hermann Hesse, dem Siddharta-Autor. So wahr wie es ist, reißt es manchen spirituell Suchenden in einen Konflikt:

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  • Die Biologie der Liebe

    Die Biologie der Liebe

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    Professor Karl Grammer weiß, wann Frauen fremdgehen und warum wir beim Flirten stets die gleichen Fehler machen – sein Forschungsfeld ist das menschliche Balzverhalten.

    Seit Jahren beschäftigt sich Karl Grammer mit den Mechanismen der Partnerwahl. Für ihn steht fest: „Wir sind Steinzeitjäger in der Großstadt“

    Professor Grammer ist spät dran an diesem Morgen: Er musste eben noch rasch einen Hai umbetten, der seit mehr als hundert Jahren im Formalinbad vor sich hin dümpelte.

    Gerade haben Mitarbeiter des Naturhistorischen Museums den Formalintank abgeholt – leider ohne den Inhalt. Nun hat der Professor den alten Hai am Hals.

    Eine leidige Geschichte. Denn viel lieber forscht der Evolutionsbiologe dort, wo es knistert und wo die Funken Sprühen – auf dem komplexen Feld des menschlichen Balzverhaltens.

    Karl Grammer gilt als Koryphäe in der Wissenschaft der Partnersuche. Als Verhaltensforscher beschäftigt sich der 56-Jährige am Ludwig-Boltzmann-Institut für Stadtethologie in Wien seit vielen Jahren mit den Mechanismen des Flirtens.

    Grammer strahlt die Souveränität eines Mannes aus, der weiß, wie die Sache läuft. Vielleicht legt er ja deshalb eine gewisse Lässigkeit an den Tag, trägt Bikerboots und spricht breites Schwäbisch. Weil er weiß, dass es darauf nicht ankommt. Aber worauf, bitte schön, dann? – „Ja, das wollen sie alle von mir wissen“, sagt Grammer und buchstabiert gleich den wichtigsten Grundsatz bei der Partnersuche: „Man bekommt immer das, was man nicht will, und zwar dann, wenn man nicht damit rechnet.“ So einfach sei das: Denn der Liebe gegenüber seien die Menschen machtlos. Sie könnten verstehen, wie sie biologisch funktioniere. Nur steuern könnten sie die Liebe nicht.

    Um das zu erklären, fängt Grammer ganz von vorn an. Bei den Parasiten und der Frage nach dem Sinn der Sexualität: „Warum benötigen wir überhaupt zwei Individuen, um ein drittes zu erzeugen? Biologisch gesehen, ist das Blödsinn“, findet er.

    Schließlich gibt es auch Organismen, die sich asexuell vermehren. Doch nur die geschlechtliche Fortpflanzung garantiert die stetige Neukombination der Gene. Und die wiederum die Variabilität der Immunsysteme, ohne die die Menschheit schon längst ausdarwiniert wäre. Dahingerafft vom Ungeziefer. „Wenn es keine Bakterien, Viren und Amöben gäbe, wäre Sex nicht notwendig“, sagt Grammer. „Das ist nicht romantisch, aber es ist halt so.“

    Und es verdeutlicht, wonach wir instinktiv Ausschau halten, wenn wir nach einem Sexpartner suchen: nach einem Menschen mit einem intakten – und möglichst entgegengesetzte – Immunsystem.

    Schon das Äußere verrät, wie es um Gesundheit und Fruchtbarkeit unseres Gegenübers bestellt ist. „Wir wissen inzwischen, dass Attraktivität und Immunsystem zusammenhängen“, erklärt Grammer

    Körpermerkmale, die wir als anziehend empfinden, deuten auf einen makellosen Genpool hin. Symmetrische Gesichtzüge etwas oder ein ebenmäßiges Hautbild und glänzende Haare. Nicht zu vergessen das Verhältnis von Taillen- zu Hüftumfang: „Die magische 0,7“, wie Grammer sagt.

    Beim weiblichen Geschlecht zeigt dieser Wert sowohl Gesundheit als auch Attraktivität an: Frauen, deren Taillenmaß 70 Prozent des Hüftumfangs beträgt, werden von Männern besonders wohlwollend wahrgenommen. Es sind die Proportionen der Beauty-Queens: früher Marilyn Monroe, heute Kate Moss.

    Um einzuschätzen, ob wir mit unserem Gegenüber eine sexuelle Zukunft teilen, arbeiten unsere Sensoren so schnell wie die Scanner-Kassen im Supermarkt: „Da machen zwei Körper blitzschnell etwas miteinander aus, ohne ihren Besitzern viel davon zu sagen.“ Und als ob es noch nicht ausreichen würde, dass wir nicht selbst bestimmen, wen wir begehren, ist sogar biologisch festgelegt, welche Fehler wir beim Flirten begehen.

    Männer tendieren dabei generell zur Selbstüberschätzung: Sie denken, sie könnten jede kriegen. Obwohl das natürlich nicht stimmt und jeder Korb Energieverschwendung bedeutet. Doch ohne diese Selbstüberschätzung würde der Mann zu viele Chancen vergebe: „Das wäre doch saublöd, wenn tatsächlich mal was gegangen wäre, und er hat’s laufen lassen“, meint Grammer.

    Dass sich Männer nahezu ununterbrochen mit Sex beschäftigen, bestätigt auch die US-Neuropsychiaterin Louann Brizendine. Die der Sexualität gewidmeten Zentren im männlichen Gehirn, sagt sie, seien etwas doppelt so groß wie die entsprechenden Zentren der Frau. Brizendine: Während Männer über „einen riesigen Flughafen als Drehscheibe für Gedanken über Sex“ verfügen, besitzen Frauen zum gleichen Zweck lediglich „eine kleine Landepiste für Privatflugzeuge“.

    Im Gegensatz zu Männern sind Frauen nicht von der Panik verpasster Kopulationsmöglichkeiten getrieben, sondern vom Verlangen nach Sicherheit. Das ist ihr kardinaler Fehler beim Flirten – ebenfalls ein biologisch determiniertes Defizit.

    Denn bevor sich eine Frau betrügen lässt und im schlimmsten Fall allein mit dem Nachwuchs dasitzt, verzichtet sie lieber gleich auf die eine oder andere Bettgeschichte.

    bis auf vier Tage im Monat – die Zeit um ihren Eisprung herum. Da ticken Frauen fast genauso wie Männer: Sie wollen Sex. Sofort. Und zwar mit dem Alpha-Mann. In dieser kurzen Zeitspanne ist der Mythos der treuen Frau aufgehoben. Dann zählt auch in der Damenwelt keine Moral mehr, sondern nur noch der Geschlechtsakt und die Jagd nach dem verheißungsvollsten Genpool.

    An den übrigen Tagen allerdings haben auch Durschnittsmänner ihre Chance. Denn von den Alpha-Machos, die sie sich zur Paarung aussuchen, wollen Frauen nur Sex – als Langzeitpartner bevorzugen sie den treu sorgenden Softie, auf dessen Loyalität sie bauen können. Fremdgehen mit einem Alpha-Mann ja, zusammenleben eher nein.

    „Das ist so, weil Frauen bei der Reproduktion immer das höhere Investment haben“, erklärt Grammer. Sie investieren ihre zeit in soziale Kontakte. In ein Beziehungsnetz, das ihnen Unterstützung bei der Versorgung des Nachwuchses zusichert und so ihre Reproduktionskosten senkt. „Das Handy ist insofern der größte feministische Coup aller Zeiten“, lautet Professor Grammers steile These. Denn das Mobiltelefon ermögliche den Frauen erstmals, überall und zu jeder Zeit ihre Sozialkontakte zu pflegen.

    Auch zu jenen Männern, die nicht mit überbordenden Testosteronwerten gesegnet sind, dafür aber verstehen, Frauen zu unterhalten. Die „Kaschperl-Theorie“, wie Grammer sie nennt: Sie besagt, dass der Umweg ins Schlafzimmer einer Frau auch über die Kunst führen kann. „Schließlich müssen auch jene Männer fündig werden, die eine Gruppe nicht durch ihre physische kraft dominieren.“ Für die sei es gut, wenn sie singen, dichten oder Geschichten erzählen können, meint Grammer, „weil solche Kaschperl für die Frauen eben auch interessant sind“.

    Von den Parasiten zum Sex, von der Partnerwahl zur Untreue und vom Testosteronmanko zur Kunst. Für Grammer sind diese Zusammenhänge ein Meisterwerk der natur: „Alles bedingt sich wie eine Durchgängige Linie und lässt sich von Anfang an ohne Bruch herleiten. Bislang ist es noch niemandem gelungen, aus diesem Mosaik ein Steinchen herauszuziehen.“

    Passen Gott und die Naturwissenschaft am Ende also doch in ein gemeinsames Weltbild? Grammer ist bei derart viel Stimmigkeit innerhalb der Evolutionsgeschichte ganz nachdenklich zu Mute: „Jedem biologischen Theoretiker muss himmelangst werden, dass das alles so verflucht gut passt.“

    Nur wo er den toten Hai unterbringen soll, das weiß er immer noch nicht.

  • Fussball-Fieber – Deutschland im Rausch: das ist wie Kularnava-Tantra in gross!

    Fussball-Fieber – Deutschland im Rausch: das ist wie Kularnava-Tantra in gross!

    Flagge zeigen im Weltmeisterland – sich nicht mehr schämen für Deine Nation, ist: sich auch nicht mehr schämen für Dich selbst; denn Du bist Teil von diesem Land und dieser Kultur. Das war so lange ein Kollektiv-Trauma der Deutschen, das jetzt gebrochen ist. Franz Beckenbauer hat vielleicht mehr für Deutschland getan als alle Politiker der letzten sieben Jahre zusammengenommen, indem er die WM nach Deutschland geholt hat. Ein Volk und auch eine Wirtschaft lebt, gewinnt oder verliert aus dem Glauben, aus der Stimmung heraus. Und dieses Bewusstsein hat sich in den Wochen der WM – egal ob Deutschland Weltmeister wird oder nicht – geändert. Wie ich denke sogar bleibend geändert.
    Der Beweis ist das Feedback der internationalen Presse. Im Groben haben sie alle Deutschland gelobt und sich einfach nur mit gefreut mit den Feiernden. Das heisst, das Ausland erwartet nicht mehr, dass wir uns schuldig fühlen, sondern freut sich mit uns! Die Vergangenheit ist 2006 vorbei!

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