Lucian's Tantra-EssaysTantra Ausbildung, Tantra Training

Flagge zeigen im Weltmeisterland – sich nicht mehr schämen für Deine Nation, ist: sich auch nicht mehr schämen für Dich selbst; denn Du bist Teil von diesem Land und dieser Kultur. Das war so lange ein Kollektiv-Trauma der Deutschen, das jetzt gebrochen ist. Franz Beckenbauer hat vielleicht mehr für Deutschland getan als alle Politiker der letzten sieben Jahre zusammengenommen, indem er die WM nach Deutschland geholt hat. Ein Volk und auch eine Wirtschaft lebt, gewinnt oder verliert aus dem Glauben, aus der Stimmung heraus. Und dieses Bewusstsein hat sich in den Wochen der WM – egal ob Deutschland Weltmeister wird oder nicht – geändert. Wie ich denke sogar bleibend geändert.
Der Beweis ist das Feedback der internationalen Presse. Im Groben haben sie alle Deutschland gelobt und sich einfach nur mit gefreut mit den Feiernden. Das heisst, das Ausland erwartet nicht mehr, dass wir uns schuldig fühlen, sondern freut sich mit uns! Die Vergangenheit ist 2006 vorbei!

newsletter2006-07

Würde, Selbstwertgefühl und aufrechter Gang
Die Würde des aufrechten Ganges ist den Deutschen 60 Jahre abgegangen…
Die kollektive Schuld durch Hitler scheint sich unbewusst im gebückten Gang mit eingefallener Brust und Hängeschultern bei den Deutschen manifestiert zu haben, Blick zum Boden gerichtet. Wie habe ich stets im Restaurant die stolzen Kellner aus Italien oder Spanien bewundert, die mit geschwellter Brust und starkem Rücken aufrecht daherstolzieren – ihres Wertes und ihrer Kraft bewusst.
Wenn alle Nationen zu recht Stolz auf die Werte sein können, die sie erschaffen haben, warum nicht Deutschland? Jede Schuld endet irgendwann, dieses irgendwann ist Juli 2006! Wir haben genug gelitten und uns schlecht und schuldig gefühlt. Wir haben viel für andere Völker getan und tun es weiter.
Ganz Europa nutzt die besten Autobahnen in Deutschland – gebührenfrei (bis voriges Jahr, Private immer noch)…alle anderen nahmen und nehmen Gebühren….
Das Wort ‚Stolz’ ist nicht anrüchig. Es ist das Bewusstsein des eigenen Wertes. Wer stolz ist, versteckt sich nicht und zeigt, was er hat. Das trainieren wir ständig in Kularnava-Tantra. Jeder ist ein Star. Jeder darf auf der Bühne stehen. Jeder hat etwas einzigartig Schönes, wenn er es nur weiß und nach außen bringt. Dann können alle es Erkennen. Das ist nicht nur die persönliche Lösung sondern auch eine politische und wirtschaftliche Lösung.
Nie habe ich bei Pop-Konzerten schöner gefeiert als jetzt bei den Fussballfesten:
Weniger Drogen – mehr Spass – mehr Tanzen – mehr „wir-sind-eins“-Gefühl.

Einheit – statt immer nur das Herumreiten auf der Individualität des Egos
Sich eins fühlen mit der Gruppe, dem Kollektiv, dem grösseren Ganzen, Teamgeist über alle Unterschiede hinweg. Wie schön kann es sein, in der Masse unterzugehen und sich als Teil eines grossen Ganzen zu fühlen. Das ist das Spirituelle im Kularnava-Tantra und das erleben wir zur Zeit auf Deutschlands Strassen. Wundervoll, nicht nur ein Aufbruch sondern der Durchbruch! Das Volk „miesgelaunter ewig unzufriedener Nörgler“ feiert. Und darin sind sich alle einig. Es gibt keine Kritiker der euphorischen Stimmung in Deutschland.
Über alle Unterschiede hinweg sind sich da einfach so alle einig! Wie befreiend ist das für das Herzchakra. Die Deutschen sind sich einmal einig, sind eins.

Das Feiern der Verschiedenheit
Dass Toleranz der anderen und Stolz auf die eigene angeborene Kultur sich nicht ausschliessen müssen, sondern eine grosse Bereicherung sind, sehen wir auch in diesen Fussball-WM-Wochen. Auf der Strasse feiern die unterschiedlichsten Menschen und Kulturen zusammen. Wildfremde Menschen umarmen sich, so wie wir es in Kularnava praktizieren.
Umso mehr wir den Wert des Eigenen verinnerlicht haben, umso weniger müssen wir andere Kulturen schlecht machen und dagegen ankämpfen. Krieg, Rassismus und Diskriminierung entstehen immer aus Angst und dem Gefühl der Unsicherheit. Die schönste Entwicklung machen wir weltweit, wenn wir uns ergänzen, denn jedes Land, jedes Volk, jede Religion und jeder Kontinent haben etwas Einzigartiges, Wertvolles, was allen anderen fehlt und was sie schenken können für alle.

Gefühle ausdrücken und zeigen
Die Emotionen leben während dieser WM weltweit, wie in einer griechischen Tragödie: Schreien, Jubeln, Springen, Weinen, Trauern…Ausbruchartig, und wir erkennen wie ähnlich wir uns doch sind als Menschen egal ob Brasilianer, Engländer oder Deutscher wir jubeln gleich und wir trauern gleich wenn wir gescheitert sind…und irgendwann stehen wir wieder auf. Die WM ein riesiges Emotional-Training wie auf dem Kularnava-Seminar…Und: Es reinigt die Seele – es ist eine ‚Katharsis’, wie die alten Griechen sagen.
Wir fühlen uns hinterher jünger, neu geboren.

Teamgeist – die Gruppe – das Netzwerk
Die Weltmeisterschaft hat gezeigt, nicht die Mannschaften mit den grössten Einzel-Stars allein haben gewonnen, sondern die mit dem besten Teamgeist. Und so ist es in allen Lebensbereichen, wird es in Zukunft noch mehr sein. Ohne Vernetzung ist für jede Unternehmung Hopfen und Malz verloren.
Sein Team anfeuern, auch und gerade in Zeiten, wo es nicht gut läuft, denn in Zeiten, wo es gut läuft ist es kaum nötig…auch das können wir lernen bei der WM; und dass wir unser Team lieben, bedingungslos, solange sie ihr Bestes geben und dass wir sie weiter lieben, auch wenn sie mal verlieren sollten, Fehler machen, eben bedingungslos. Das ist sehr spirituell.
Und es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig immer wieder mit Begeisterung anfeuern, wie Jürgen Klinsmann z.B., der jedem Spieler vor dem Spiel in der Kabine einzeln ins Gesicht schreit (wohlgemerkt schreit!! nicht sagt): „Du bist stark!“ „Alles heute!“ oder: „Los jetzt!“
Fussball-WM in Deutschland – einfach geil.