
Wer heute Tantra praktiziert, ist vielfältigen Anfeindungen ausgesetzt. Nicht nur dem tausendmal abgenudelten „Lieblingsvorurteil“ von Gruppensex mit Räucherstäbchen, sondern auch das der süffisant vorgebrachten Lächerlichkeit einer „Kama-Sutra-Schule“. Das hat soviel mit Tantra zu tun, wie ein Automobilclub mit einem Kochkurs. Tantriker sind scheinbar auch heute in der modernen Welt eine diskriminierte Gruppe, die von der konventionellen Gesellschaft wenig verstanden und gelitten ist, nicht viel anders als Schwule, Islamisten oder Schwarze. Es geht über offene Ablehnung bis hin zu den bunten Vorurteilen bis zum Lächerlichmachen dessen, was weder gekannt noch verstanden wird. Damit musst Du leben können, wenn Du Dich zu Tantra als Lebensweg bekennst. Du darfst da nicht auf gesellschaftliches Verständnis oder gar Anerkennung hoffen. Diese Anerkennung muss sich also aus einer anderen Quelle speisen. Und diese Quelle ist Deine stark empfundene Lebensfreude und Deine authentische Hingabe an eine göttliche Kraft, die Du in den Gruppen und Ritualen immer wieder spürst und in diesen Momenten der Schöpfung unendlich dankbar bist, dass Du leben darfst und diese ungeheure Schönheit wahrnimmst. Du weißt dann ganz tief und ganz sicher, dass sich nur für solche Minuten schon Dein ganzes Leben gelohnt hätte.








