Schlagwort: 2011

  • Wenn Du liebst

    Wenn Du liebst

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    Wenn Du liebst

    Wenn Du liebst, solltest Du nicht sagen: ‘Gott ist in meinem Herzen.’, sondern: ‘Ich bin in Gottes Herzen.’

     Und glaube nicht, Du kannst den Lauf der Liebe lenken, denn die Liebe, wenn sie Dich für würdig hält, lenkt Deinen Lauf. Liebe hat keinen anderen Wunsch, als sich zu erfüllen.

    Aber wenn Du liebst und Wünsche haben musst, sollst Du Dir dies wünschen: …zu schmelzen und wie ein plätschernder Bach zu sein, der seine Melodie der Nacht singt.

     …den Schmerz allzu vieler Zärtlichkeiten zu kennen. Vom eigenen Verstehen der Liebe verwundet zu sein; und willig und freudig zu bluten.

     Bei der Morgenröte mit beflügeltem Herzen zu erwachen und für einen weiteren Tag des Liebens dankzusagen; zur Mittagszeit zu ruhen und über die Verzückung der Liebe nachzusinnen; am Abend mit Dankbarkeit heimzukehren; und dann einzuschlafen mit einem Gebet für den Geliebten im Herzen und einem Lobgesang auf den Lippen.”

    aus “Der Prophet” von Khalil Gibran

  • Ein persönliches Interview mit Lucian Loosen

    Ein persönliches Interview mit Lucian Loosen

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    (das Interview wurde geführt von Gabriele Schmidt)

    Welchen Stellenwert hat Tantra in Deinem Leben?

    Kularnava hat oberste Priorität in meinem Leben. Es ist doch so: Wenn die Beziehung das Wichtigste ist, oder Familie, und dann in die Brüche geht, denkt man: „Ich habe alles falsch gemacht!“ Deshalb sollte jeder eine Sache in seinem Leben haben, die einen ausbalanciert. Egal ob man Stress hat mit der Freundin oder mit den Eltern.Bei mir ist das Kularnava, das lässt mich den Alltag vollständig vergessen.

    Mit wem teilst Du dann den Erfolg?

    Mit den Menschen um mich herum. Viele, mit denen ich arbeite, sind meine Freunde.

    Wurdest Du von Freunden schon oft enttäuscht?

    Ständig. Aber Enttäuschungen sind nicht schlimm. Sie zeigen mir, wo ich stehe. Sie geben mir die Möglichkeit, mir klar zu werden, wo ich wirklich hin will. Und sie geben mir die Möglichkeit, meine Konsequenzen zu ziehen. Es gibt immer Menschen, die nur das Geschäft im Kopf haben oder einfach ihrem Ego unentrinnbar verhaftet sind. Und genau diese werde ich durch Enttäuschungen los. Das ist doch großartig.

    Wie sieht Deine Bilanz bei Frauen aus, gab es da viele Enttäuschungen?

    Meine Erwartungshaltung gegenüber Frauen ist grundsätzlich niedrig. Ich versuche immer gleich am Anfang realistisch zu sein, sage der Frau: „Es wird schwierig mit uns, weil ich mit Kularnava verheiratet bin. Und damit verbunden auch viele Tage des Jahres unterwegs auf Seminar oder Ausbildung.“ Und: Ich sage mir selbst: „Wichtig ist, dass ich mit mir selbst zu recht komme und mit mir selbst einverstanden bin und in meiner Mitte.“ Daraus erwächst dann sekundär ohne weiteres Zutun eine schöne und erfüllte Beziehung.

    Meditierst Du oft?

    Im Durchschnitt dreimal pro Woche. Ich versuche mich aber den ganzen Tag zu zentrieren, benutze dazu auch ein Mantra oder den Atem. Für jeden Menschen auf dem Weg ist es wichtig, eine wiederholte spirituelle Routine zu haben. Denn: Die alten Muster haben Macht und sind nicht mit einem Seminar ausgemerzt. Aus dem Grund ist diese spirituelle Arbeit notwendig wie das wiederholte Putzen eines Hauses. Erst durch die wiederholte neue gute Gewohnheit kann das Alte entwurzelt werden. Wenn die Routine aber starr wird, sollte man etwas flexibel sein und die Methoden variieren. Es gibt so viele Wege sich zu zentrieren, aber man muss es tun!

    Das hat zwar nicht direkt was mit Tantra zu tun, aber immer wieder fragen Menschen nach Tipps für die Liebesbeziehung?

    Ich weiß in meinem Bereich viel, aber in der Liebe halte ich mich zurück mit Ratschlägen. Sie ist ein ewiges Mysterium. Vielleicht das: Zu erwarten, dass der andere oder ich mich ändere durch die Beziehung, geht schief. Warum sollte ich mich ändern? Ich bin bestimmt beziehungsfähig. Aber der Deckel muss zum Topf passen. Für meine Situation ist es wohl ein sehr komischer Deckel. Der Topf muss sich also nicht ändern, um zum Deckel zu passen.

    Selbst für Deine große Liebe würdest Du in Kularnava nicht kürzer treten?

    Nein. Es ist meine Berufung, die steht über allem.

    Hast Du noch unerfüllte Träume?

    Für mich persönlich benutze ich den Begriff Traum nicht. Wenn ich etwas will, dann mache ich es einfach. (lacht)

  • Betrachtung ist Liebe

    Betrachtung ist Liebe

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    Unrein und verzerrend ist der Blick des Wollens. Erst wo wir nichts begehren, erst wo unser Schauen reine Betrachtung wird, tut sich die Seele der Dinge auf, die Schönheit.

    Wenn ich einen Wald beschaue, den ich kaufen, den ich pachten, den ich abholzen, in dem ich jagen, den ich mit einer Hypothek belasten will, dann sehe ich nicht den Wald, sondern nur eine Beziehung zu meinem Wollen, zu meinen Plänen und Sorgen, zu meinem Geldbeutel.

    Dann besteht er aus Holz, ist jung oder alt, gesund oder krank. Will ich aber nichts von ihm, blicke ich nur „gedankenlos“ in seine grüne Tiefe, dann erst ist er Wald, ist Natur und Gewächs, ist schön.

    Ist es nicht mit der Beziehung zum anderen Geschlecht genauso? Wie kann sich dann Glück und Ekstase entfalten, wenn wir die Beziehung nur als „zivile Konvention zur gegenseitigen Nutzung der Geschlechtsteile“ sehen?

    Mit den Menschen und ihren Gesichtern ist es wie mit dem Wald.

    Der Mensch, den ich mit Furcht, mit Hoffnung, mit Begehrlichkeit, mit Absichten, mit Forderungen ansehe, ist nicht Mensch, er ist nur ein trüber Spiegel meines Wollens. Ich blicke ihn wissend oder unbewusst, mit lauter beengenden, fälschenden Fragen an: Ist er zugänglich oder stolz? Achtet er mich? Kann man ihn anpumpen? Versteht er etwas von Kunst? Mit tausend solchen Fragen sehen wir die meisten Menschen an, mit denen wir etwas zu tun haben.

    Im Augenblick, da das Wollen ruht und die Betrachtung aufkommt, das reine Sehen und Hingegeben sein, wird alles anders. Der Mensch hört auf, nützlich oder gefährlich zu sein, interessiert oder langweilig, gütig oder roh, stark oder schwach. Er wird Natur, er wird schön und merkwürdig wie jedes Ding, auf das reine Betrachtung sich richtet. Denn Betrachtung ist ja nicht Forschung oder Kritik, sie ist nichts als Liebe. Sie ist der höchste und wünschenswerteste Zustand unserer Seele: begierdelose Liebe.

    Haben wir diesen Zustand erreicht, es sei nur für Minuten, Stunden oder Tage (ihn immer innezuhalten, wäre die vollkommene Seligkeit) dann sehen die Menschen anders aus als sonst. Keiner mehr kann verachtet, kann gehasst, kann missverstanden werden. Dann fühlst Du plötzlich den tiefen Sinn des Lebens.

  • Frau – Mann: und was dann?

    Frau – Mann: und was dann?

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    In der Toskana sah ich mitten auf dem Feld zwei Bäume stehen, links eine Schirm-Pinie, rechts eine Zypresse, Frau und Mann. Ich malte sie. Schau sie Dir oben auf dem Bild noch einmal in Ruhe an.

    Zunächst einmal wichtig: Jeder steht für sich. Und jeder braucht den Abstand, um genug Luft und Licht zu bekommen und Raum zum Wachsen zu haben.

    Erstens: Stehen Frau und Mann zu nah beieinander, nehmen sie sich gegenseitig Luft zum Atmen weg. Licht und Nährstoffe, die Äste, wenn sie wachsen, behindern sogar den anderen in seinem Wachstum. Auf dem Gemälde oben neigt sich sogar jeder ein wenig zu seiner Seite hin, die Frau zum Reich der Venus, der Mann zum Reich des Mars.

    Zweitens: Frau und Mann sind ganz verschieden. Links, die Frau, hat einen dicken Stamm und ist sehr gut mit der Erde verwurzelt. Sie geht in die Breite und repräsentiert die Fülle. Der Mann hat einen schmaleren, aber festeren Stamm, der wie ein Pfeil, gleich einer Rakete zum Himmel weist. Schlank und knochig ragt er in die Höhe. Seine goldenen Eier sind seine Kraftbrunnen. Er versprüht und verschwendet sich in schöpferischem Tun. Die Frau links ist ein Garten mit einem spiralartigen Labyrinth von Wegen. Sie webt mit dem silbernen Faden des Mondlichts. Im Zentrum ist ihr Schoß, die Yoni mit der Lustperle. Darin verliert sich alles…

    Drittens: Zwischen beiden entsteht Strom, wenn sie für sich stehen und Distanz haben. Das ist der Magnetismus der Anziehung zweier Gegensätze der zwischen Frau und Mann fließt. Es sind Energiewellen, manchmal auch Feuerflammen. Es ist ein Liebesspiel, manchmal auch ein Kampf, der daraus entsteht. Am schlimmsten jedoch ist Langeweile und Abstumpfung, wenn beide zu nah beieinander stehen, wie heute in der Uni-Sex-Gesellschaft propagiert. Die Gleichmacherei tötet immer mehr die Erotik und den Respekt vor dem anderen Geschlecht. Das spannungsreiche Spiel ist gelb und orange, golden und rot. Es ist Lust, Wonne und Erfüllung, aber auch Entzweiung und Krieg, an dem sich beide verbrennen können.

    Was ist also die Kunst?

    Die Spannung zu halten, ohne sich gegenseitig zu sehr zu verbrennen oder gar einzuäschern.

    Und wie gelingt das?

    Indem Du immer wieder Distanz bewahrst und die Verwurzelung mit Deinem eigenen Ursprung, Deinem Geschlecht pflegst. Und: Indem Du Dich nie zu sehr in den Garten des anderen Reiches hineinbegibst und einmischst. Das ist wahre Liebe, sich in Respekt verneigen, ohne zu verstehen.

    Lass das andere Geschlecht ein Mysterium bleiben, vor dem Du stehst…und immer mal wieder unglaublich darüber staunst….

  • Das Gasthaus

    Das Gasthaus

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    Das menschliche Dasein ist ein Gasthaus,
    jeden Morgen ein neuer Gast.

    Freude, Depression und Niedertracht –
    auch ein kurzer Moment von Achtsamkeit
    kommt als unverhoffter Besucher.

    Begrüße und bewirte sie alle!
    Selbst wenn es eine Schar von Sorgen ist,
    die gewaltsam dein Haus seiner Möbel entledigen,

    selbst dann behandle jeden Gast ehrenvoll.
    Vielleicht bereitet er dich vor,
    auf ganz neue Freuden.

    Den dunklen Gedanken der Scham, der Bosheit –
    begegne ihnen lachend an der Tür
    und lade sie zu Dir ein.

    Sei dankbar für jeden, der kommt,
    denn alle sind zu Deiner Führung
    geschickt worden aus einer anderen Welt.

    von Rumi (Sufi-Mystiker und Dichter)

    Rumi, ich liebe ihn, sehr tantrische und leidenschaftlich schön formulierte Weisheit. Wer beherrscht schon seine Gedanken und Gefühle, dass sie ihn nie mit Düsterem überfallen? Niemand. Da sie nicht mit Gewalt zu beherrschen sind – oder nur auf Kosten der Lebendigkeit.

    Deshalb ist es der tantrische Weg der gelösten Achtsamkeit, sie dasein zu lassen, sie anzuschauen, sie zu beobachten, ohne sich einzumischen, ohne etwas hinzuzufügen, ohne sie kontrollieren oder lenken zu wollen, ohne krampfhaft „positiv“ sein zu wollen. Tantra ist ‚Annehmen, was ist’ und zwar – in Dir.

    „Annehmen, was ist“ sollte aber nicht missverstanden werden als esoterisch verbrämte Hängenmatten-Philosophie, als träge und faule Träumerei, als kraftlose oder ängstliche Untätigkeit. Nein, der Tantriker wird immer wieder Risiken eingehen und mutig Grenzen überschreiten, ohne zu wissen, was ihn jenseits davon erwartet.

    Die Stimmungen und Gedanken und Gefühle, die kommen, anzunehmen ist aber ein weiser Akt der Demut und schafft Raum, schafft Distanz zur Identifikation, schafft innere Freiheit. Dankbar sein können,, auch für Dunkles…wenn Dir das gelingt, bist Du schon sehr weit gekommen auf dem tantrischen Weg;

    Dann können wir leichter wandeln und ein Lied singen…manchmal….

  • …stirb und werde!

    …stirb und werde!

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    Man muss nie verzweifeln,
    wenn etwas verloren geht,
    ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück,
    es kommt alles noch herrlicher wieder.
    Was abfallen muss, fällt ab;
    Was zu uns gehört, bleibt bei uns,
    denn es geht alles nach Gesetzen vor sich,
    die größer als unsere Einsicht sind
    und mit denen wir nur scheinbar in Widerspruch stehen.
    Man muss in sich selber leben
    und an das ganze Leben denken,
    an alle seine Millionen Möglichkeiten,
    Weiten und Zukünfte,
    denen gegenüber es nichts Vergangenes und Verlorenes gibt.

    Rainer Maria Rilke

    Das sind wunderbare Worte des Dichters Rilke, wer könnte es besser ausdrücken. Wenn ich täglich durch meinen Garten gehe und länger nichts mehr daran gemacht habe, wird mir auch jedes Mal klar, wie wichtig das regelmäßige „Unkrautjäten“ ist. Wer eine Frucht im Leben hervorbringen will, die auch gut schmeckt, muss immer wieder Unkraut jäten. D.h. Altes, Überflüssiges herausreißen, jedes „Zuviel“ reduzieren, um Platz zu machen für das Wachstum der einen wesentlichen Sache.

    Darum spüre nach, was diese wesentliche Sache ist in Deinem Leben, der Du Raum und Licht gibst, Zeit, Aufmerksamkeit und Liebe. Vorher befreist Du Dich von Ballast, von Kompliziertheiten und Umständlichkeiten, von Horten von Dingen und Aktivitäten, die Du nicht brauchst, die Dich nicht in der Tiefe berühren. Lasse sie abfallen, wie das Blatt des Baumes im Herbst. Es wird ein neues anderes, schönes Blatt sprießen. Wenn Du Dich auf Wesentliches reduzieren kannst, wird Dein Leben einfacher, lichter, schöner.

  • Über die bedingungslose Liebe

    Über die bedingungslose Liebe

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    Ein Freund schickte mir folgenden schönen Text…

    Mögen gute Menschen Dich begleiten

    Ich wünsche Dir einen Menschen, dem Du vertrauen kannst
    und der Dir sagt, was er fühlt und denkt,
    der Dir Sicherheit gibt und Vertrauen,
    bei dem Du Dich geborgen fühlen kannst, was immer geschieht.

     Ich wünsche Dir einen Menschen, vor dem Du Dich nicht verstecken musst,
    und der vor Dir nicht Verstecken spielt, wo Du sein kannst, wie Du bist,
    mit Freuden und Fehlern, mit Lachen und mit Deinen Tränen.

    Ich wünsche Dir einen Menschen, vor dem Du Dich
    nicht dauernd verteidigen musst,
    der Dich nicht in ein fixes Bild pressen will, der Dir
    Veränderungen zugesteht und Dich sein lässt, wie Du bist.

    Ich wünsche Dir einen Menschen,
    in dessen Nähe, Du ganz Du selbst sein kannst,
    und der Dir hilft, auf Deinem Weg, ein immer besserer Mensch zu werden.

    Ich wünsche Dir einen Menschen, der Dir vergeben und der vergessen kann,
    der sich entschuldigen kann, wenn er einen Fehler gemacht hat,
    der nach einem Streit Dir die Hand zur Versöhnung
    wieder reicht und den ersten Schritt zu Dir macht.

    Ich wünsche Dir einen Menschen, der an Gott glaubt:
    mit Dir gemeinsam an den Gott der Liebe,
    bei dem Du Dich geborgen fühlen kannst
    und getragen auch in schweren Tagen.

    Ich wünsche Dir einen Menschen, der Dich wirklich liebt:
    Nicht obwohl und nicht deshalb, sondern trotzdem und auch nicht weil,
    sondern ohne wenn und aber, einfach Dich, wie Du bist.

     Aus: Rupert W. Federsel – „Sie können die Sonne nicht verhaften“, Weishaupt Verlag

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  • Eine Mitfreude-Meditation

    Eine Mitfreude-Meditation

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    Die gute Nachricht, es gibt nicht nur Mitleid in dieser Welt, sondern auch Mitfreude! Immer wenn wir etwas Schönes sehen bei uns selbst oder bei anderen, dürfen wir uns mit freuen. Das kultivieren wir in unseren Tantra-Kursen und es bringt viel Energie!

    Das Mitleid macht schwer und raubt Energie. Oftmals ist es sogar anmaßend und kommt von oben herab. Es degradiert das bemitleidenswerte „Opfer“ zur Schwäche.

    Insofern lehren wir das Mitgefühl – ohne Identifikation – und die Mitfreude.

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  • Wenn die Liebe winkt

    Wenn die Liebe winkt

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    ” … wenn die Liebe Dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil. Und wenn ihre Flügel Dich umhüllen, gib Dich ihr hin, auch wenn das unterm Gefieder versteckte Schwert Dich verwunden kann. Und wenn sie zu Dir spricht, glaube an sie, auch wenn ihre Stimme Deine Träume zerschmettern kann wie der Nordwind den Garten verwüstet. Denn so wie die Liebe Dich krönt, kreuzigt sie Dich. So wie sie Dich wachsen lässt, beschneidet sie Dich. So wie sie emporsteigt zu Deinen Höhen und die zartesten Zweige liebkost, die in der Sonne zittern, steigt sie hinab zu deinen Wurzeln und erschüttert sie in ihrer Erdgebundenheit. Wie Korngarben sammelt sie Dich um sich. Sie drischt Dich, um Dich nackt zu machen. Sie siebt Dich, um Dich von Deiner Spreu zu befreien. Sie mahlt Dich, bis Du weiss bist. Sie knetet Dich, bis Du geschmeidig bist. Und dann weiht sie Dich ihrem heiligen Feuer, damit Du heiliges Brot wirst für Gottes heiliges Mahl.

    All dies wird die Liebe mit Dir machen, damit Du die Geheimnisse Deines Herzens kennenlernst und in diesem Wissen ein Teil vom Herzen des Lebens wirst.

     Aber wenn Du in deiner Angst nur die Ruhe und die Lust der Liebe suchst, dann ist es besser für Dich, Deine Nacktheit zu bedecken und vom Dreschboden der Liebe zu gehen. In die Welt ohne Jahreszeiten, wo Du lachen wirst, aber nicht Dein ganzes Lachen, und weinen, aber nicht all’ Deine Tränen.

    Liebe gibt nichts als sich selbst und nimmt nichts als von sich selbst. Liebe besitzt nicht, noch lässt sie sich besitzen; denn die Liebe genügt der Liebe.

    (aus “Der Prophet” von Khalil Gibran)

  • Anti-Aging – Tantra macht jung!

    Anti-Aging – Tantra macht jung!

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    Tantra zu praktizieren, ist eine wirkungsvolle Maßnahme, das biologische Altern hinauszuzögern. Tantra hält auch im Alter die Lebensqualität möglichst lange auf hohem Niveau; vielleicht verlängert Tantra sogar das Leben, weil künstlicher Stress nachhaltig abgebaut wird und zu einem natürlicheren, lustvolleren Lebensstil hingeführt wird. Für Paare lässt Tantra die erstorbene Liebe und den versickerten Sex wieder auferstehen.

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