Kategorie: Lucian’s Tantra-Essays

Lucian’s Tantra-Essays

  • Ach wie schön, sich zu verlieben – oder doch nicht?

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    Du verliebst Dich in jemanden, der das in Dir sieht, was Du noch nicht in dir siehst, aber in Dir trägst – und sehen sollst.
    So kannst du aus Verliebtheit ein Werkzeug der Selbstentwicklung machen. Wenn Du Dich also erinnerst an Deine wirklichen Stärken und Deinen wirklichen Wert und Dich aufrichtest in Würde, dann kann Verliebtheit ein wertvolles Werkzeug für Dich sein.
    Doch darfst Du verstehen, dass es IN DIR ist und dass es nicht der Partner ist.

    Dass das Gefühl der Verliebtheit eine Projektion eigener Sehnsüchte und Wünsche ist, wissen Psychologen schon lange. Gleichsam wie ein Mäntelchen werden diese unerfüllten Bedürfnisse über einen Mann oder eine Frau gestülpt. Wir sehen Wunderbares im Anderen, obwohl Teile davon gar nicht da sind. Besonders schmerzlich ist das Erwachen aus dieser Illusion nach spätestens 1,5 Jahren. Aber jede Ent-Täuschung, – einmal überwunden und verstanden – ist auch gesund. Denn ohne Täuschung lebt es sich geerdeter. Viele Trennen sich an dem Punkt vom Partner. Zu schmerzlich ist diese Frustration für das Ego, zu demütigend, dass vom einstigen Strohfeuer nur noch ein Häufchen Asche übrig geblieben ist.
    Ein weiser Buchautor nannte die romantische Verliebtheit einmal, „die größte Illusion und Enttäuschung des Abendlandes“. Sie ist ab einem bestimmten Zeitpunkt an die Stelle religiöser Verehrung Gottes getreten in der Moderne.
    Die gute Nachricht: Nach der Verliebtheit kann Liebe kommen.
    Und: Wenn Du reifer bist, steigerst Du Dich nicht mehr so in die Illusion der Verliebtheit hinein, sondern bleibst bei Dir, bleibst auf dem Teppich. Du fängst gleich mit Liebe an, anstatt der Verliebtheit. Diese Liebe umfasst auch das Opfer und den Schmerz, dass der andere eben nicht ALLE Deine Bedürfnisse erfüllen wird wie die Mutter es für ihr Baby tut.
    Und das ist gut so. Denn Die Erfüllung aller Bedürfnisse würde Dein Leben sehr schnell schal und schwach werden lassen. Durch die Reibung und den Konflikt bekommst Du durch ein männliches oder weibliches Gegenüber immer wieder wertvolle Wachstums-Impulse; die Besten sogar. Denn keiner kann Dich so stark mit Deinen Schatten und Ängsten so gnadenlos konfrontieren wie Dein Liebespartner. Unentrinnbar spürt er Deine tiefsten Wunden auf und legt seinen Finger hinein… Darin liegt eine Chance, dass Deine Seele größer wird. Aber es ist Arbeit und tut weh. Doch das Ergebnis sind ein größeres Glücksgefühl und eine tiefere Liebe als Du sie je zuvor erlebt hast.

  • Die wunderbare Macht der Hilflosigkeit

    Die wunderbare Macht der Hilflosigkeit

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    Die wunderbare Macht der Hilflosigkeit

    Am meisten Hilfe erfährst Du, wenn Du aufgegeben hast.

    Die größten Geschenke bekommst Du, wenn Du lebensmüde bist.

    Es verändert sich alles um Dich herum, wenn Du die Ohnmacht des „Ichs“ ganz angenommen hast.

    Wenn Du Dich richtig klein fühlst, geschehen große Dinge um Dich herum.

    Wenn Du das Gefühl hast, mit Deiner Weisheit am Ende zu sein, steht die Zeit still und das Göttliche zeigt sich.

    Wenn Du verzweifelt bist, weil Du nichts mehr weißt, wärmt eine wunderbare zärtliche Hand Dein Herz.

    Wenn Du total verwirrt bist, wird Dein Leben ganz einfach – einfach und schön.

    Wenn Dein Glaube an Gott und das Gute fast verloren ist und Du wütend bist auf Gott – hörst Du seine Stimme überdeutlich und klar.

    Wenn Du aufhörst zu wollen, zu sollen und zu müssen, siehst Du in das Angesicht der Göttin.

    Wenn Du leer bist, fühlst du die Stille – und dahinter die wirkliche Fülle.

    Wenn Du enttäuscht bist von der Liebe, tritt die größere Liebe in Dein Leben.

    Wenn Du zu traurig bist zum Weinen und zu schwach zum Schreien, schaut Gott Dich mit unendlich süßen Kinderaugen an.

    Wenn Du verzweifelt bist und nicht mehr weißt, was richtig und was falsch ist, erfüllen sich Deine Träume – ohne Dein Zutun.

    Wenn Du Dich einsamer fühlst, als eine Rauhnacht im Winter, umarmen und küssen Dich die Engel.

    Wenn Du resigniert bist, nachdem Du alles Erdenkliche versucht hast für die Lösung, zeigt sich das Gegenteil davon.

    Wenn Du alle Deine Hoffnungen begraben hast, stehst Du ganz fest und stark auf der Erde.

    Wenn Du glaubst, dass alle „Freunde“ Dich verraten, vergessen, allein gelassen haben, bist Du Dir selbst der zärtlichste Freund.

    Wenn Du vergebens alles für die Liebe getan hast, umfangen dich die Arme der Liebe der göttlichen Mutter.

    Wenn Du über andere enttäuscht, wütend, verärgert bist, löst sich Deine Illusion auf, dass es anderes als Gott gibt.

    Was ich an anderen hasse, bin ich selbst. Ich darf es anschauen und aushalten.

    Alles bist DU.

    Alles ist EINS.

    Lucian gefunden in der Neujahrsnacht 2014/15

  • Wo ist der Himmel? Und wie komme ich da hin?

    Wo ist der Himmel? Und wie komme ich da hin?

    Bild Newsletter Januar 2015

    Auszüge aus der Abschluss-Rede der 19. Tantra-Ausbildung von Lucian am
    7. Dezember 2014:
    „Ich danke der Großen Göttin, die ich schon seit ich junger Mann bin verehre. Als Shakti der Inder, die im Tanz die ganze Schöpfung erschafft, als Kali – die Zerstörerin, als Durga – die Wilde, als Sarasvati – die Wissen und Künste vermittelt, als Lakshmi – die Wohlstand schenkt oder auch als Maria, als schwarze Madonna der Ostkirche, als Virgen de Cobre – Schutzheilige von Cuba, als Guadalupe aus Mexico, als Aphrodite der Griechen oder Venus der Römer. Im Tantra ist das Göttliche urweiblich.
    Ich habe in meiner Seminararbeit zehn Jahre gebraucht, um zu verstehen irgendwann mit 30 Jahren, dass nicht ich es bin, der die wunderbaren Wandlungen auf den Seminaren bewirkt bei den Menschen, sondern das Energiefeld der großen Göttin. Es ist da, sobald das Seminar beginnt. Ich bin nur der „Hausmeister“.

    Auf dem spirituellen Weg sollten die Strebenden ab einem bestimmten Punkt die eigene Familie nicht mehr zu wichtig nehmen. Obwohl ich die Wichtigkeit der Klärung des Verhältnisses zu den Eltern lehre und den Teilnehmern helfe, sich von Verstrickung zu befreien in Familienaufstellungen, ist es wichtig irgendwann die vielen Probleme von Familie nicht mehr zu den Prioritäten im Leben zu zählen. Ja, eine Mutter muss ihr Kind nähren und aufziehen, ein Vater sich der Verantwortung stellen, aber alles was darüber hinaus geht, sollte später nicht mehr so wichtig sein.
    Meister haben uns das vorgelebt, die wahre Familie ist ab einem bestimmten Zeitpunkt die Gemeinschaft mit spirituell Gleichgesinnten. Mache das zur Priorität in Deinem Leben. Du hast dafür immer die Zeit und immer die Mittel – weil es wichtig ist.
    Für mich war das schon immer so. In meinem Wirken habe ich die Teilnehmer immer wie meine Familie betrachtet und entsprechend viel dafür getan und auch geopfert. Suche Dir eine spirituelle Familie, das ist ab einem bestimmten Punkt ein größerer Rückhalt als die Blutsfamilie. Das inspiriert Dich, das lässt Dich wachsen. Hier erfährst Du die Wertschätzung und Liebe, die Du verdient hast.

    Verrückt sein, das ist es! Als Tantriker stehen wir dazu, „verrückt“ zu sein. Warum? Ganz einfach: Ich habe in meine Leben erfahren, dass der Versuch, „normal“ zu sein nicht glücklich macht. Ich kenne keinen einzigen normalen Menschen auf dieser Welt.
    Jeder ist besonders, jeder ist einzigartig. Mache Dir immer wieder bewusst: Du bist besonders, Du bist einzigartig! Versuche nicht der Masse oder der Mode oder irgendwelchen Trends zu entsprechen, nur um „dazu zu gehören“. Das hast Du nicht mehr nötig. Dabei verschwendest Du viel Energie. Sei Du selbst!
    Wenn Du Adler bist, versuche nicht Katze zu sein. Wenn Du Hund bist, versuche nicht Tiger zu sein. Wenn Du Maus bist, versuche nicht Reh zu sein.
    So wie Du bist, bist Du richtig. Verstelle Dich nicht.

    Gerade ist Weihnachten vorbei – angeblich das Fest der Geburt von Jesus. Ich habe mich in den letzten Monaten viel mit ihm beschäftigt. Jesus oder „Jeschua“, wie er in seiner Ursprache hebräisch hieß, und Franz von Assisi waren Tantriker.
    Warum? Sie predigten nicht nur die göttliche Wahrheit, sondern haben auch Lepra-Kranke umarmt und geküsst oder einfachen Leuten von der Straße die Füße gewaschen und geölt. Oftmals für die Umgebung schockierend, haben sie die Liebe auch körperlich und sinnlich ausgedrückt und gezeigt. Zum Zweiten kannten sie keine Scham, keine Peinlichkeit, keine Konvention und Moral wenn es um die Wahrheit ging. Da waren sie oft überraschend kompromisslos und scheinbar hart. So haben sie Menschen wachgerüttelt. Jeschua musste darüber hinaus durch seinen frühen selbst gewählten Tod zeigen, dass er jede Angst überwunden hatte. Denn jede Angst wurzelt in der Angst vor dem Tod, der Angst nicht mehr zu sein. Jeschua musste beweisen, dass das Unsichtbare, der Geist stärker sein kann als die Materie. Er musste zeigen, dass Werte und Ideale für einen Menschen wichtiger sein sollten, als der eigene Tod. Er zeigte, es geht heute nicht mehr ums Überleben, sondern darum wirklich zu leben.

    Jeschua lehrte die Gewaltlosigkeit als natürliches Ergebnis seiner universellen Liebe. Das war aber nicht die Gewaltlosigkeit eines Schwachen, eines Feiglings.
    Jeschua hätte den Mut und die Männlichkeit und den Geist besessen zu kämpfen und auch zu töten. Aber er sagte: Gewalt entsteht aus Angst. Du wirst immer dann gewalttätig und aggressiv, wenn Du innerlich große Angst hast, die Dir Druck macht. Darum Jeschua: Bist Du nicht viel stärker, viel souveräner, wenn Du ruhig bei Deiner Wahrheit bleibst, ohne aus Angst zu reagieren und zuzuschlagen? Ist das nicht echte Stärke, echte Kraft?
    Das ist der tantrische Weg: Gewaltlosigkeit aus Klarheit und Kraft und trotzdem bei seinen Idealen und seiner Wahrheit bleiben, ohne den Schwanz einzuziehen.
    Vor ein paar Monaten sagte mir ein Teilnehmer: „Lucian, Deine Arbeit ist viel größer und wertvoller, als Du denkst. Deine Fähigkeiten und Talente sind viel stärker als Du im Moment selbst weißt.“ Darüber war ich positiv geschockt. Mir ist klar geworden, dass es für mich selbstverständlich war und „normal“ weil ich in einem spirituellen Elternhaus mit „Erleuchtung“ groß geworden bin. Aber es hat wohl auch zu einer geheimen Unterschätzung geführt. Ehre auch Du den Wert Deiner Arbeit und ehre Deine Fähigkeiten und Talente.
    Diesen besonderen Wert will ich neu anerkennen und das wird die Arbeit von Kularnava wieder einmal verändern. Darauf bin ich im neuen Jahr gespannt und schon sehr neugierig!
    Ich freue mich, wenn Du daran teilhaben möchtest.

    Ich gab gerade im Allgäu das Seminar: „Heaven for everyone“ Der Himmel für alle. Wir alle sehnen uns nach dem Himmel, dem Paradies. Doch wo ist der Himmel? Und: Wie komme ich da hin? Wie lange muss ich noch warten und hart arbeiten, bis ich den Himmel erreiche? Und was soll ich tun, um endlich dahin zu kommen?
    Die Antwort: Du bist im Himmel, wenn Du liebst, wenn Du Dein Herz ganz weit öffnest. Was könnte es Schöneres geben auf diesem Planeten als voll und ganz zu lieben? Was kann sich schöner anfühlen?
    Und: Dein Herz ganz weit öffnen, kannst Du nur JETZT. Du kannst nicht gestern lieben und auch nicht morgen. Liebe ist immer Jetzt. Dann bist Du in der Wahrheit, dann bist Du rein. Der Himmel ist nicht in weiter Ferne, sondern genau HIER. Du kannst Liebe nicht „machen“. Sie ist da, wenn Du einen Menschen anschaust und gleichzeitig dem neurotischen Grundrauschen Deiner Gedanken und Emotionen in Deinem Kopf keine Aufmerksamkeit mehr schenkst, dann ist Liebe DA.

  • Über das Nein in der Liebe

    Über das Nein in der Liebe

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    Kürzlich war ich am Telefon positiv geschockt als mir jemand die Eigenschaft:
    „unerbittliche Empathie“ zusprach. Das sollte als Kompliment gemeint sein. Es ist ein wichtiges Thema, weil wir allzu oft die Liebe nur mit Streicheleinheiten verbinden. Doch hat die große Göttin auch die Liebe zweifach geschaffen – wie alles in der Natur: Yin und Yang, Tag und Nacht, Mann und Frau, oben und unten, kalt und warm….Und: Kein Pol ist besser als der andere, beide sind gleichwertig und gleich wichtig, ja sogar nötig für die Balance der Schöpfung.
    Auch Erich Fromm schrieb einst über das YinYang Prinzip in der Liebe und in der Erziehung. Das Grenzen-Setzen ist oft hart, weil Unreife dagegen anrennen…. Aber es ist genauso notwendig wie das In-den-arm-nehmen, Zuhören und Halten, dem anderen zu verstehen geben, dass man ihn als Wesen tief innerlich liebt, egal wie gerade eine Stimmung ist oder was der andere getan hat. Ja, Liebe verbinden wir in der Tat mehr mit den mütterlichen Eigenschaften des Verzeihens, Vergebens und eine neue Chance Einräumens….
    Sogar meine eigenen Assistenten kritisieren mich manchmal, weil ich Teilnehmer oder Mitarbeiter gehen lasse. „Hättest Du ihm/ihr nicht verzeihen können? Das wäre doch die Liebe…gibt es nicht die Geschichte in der Bibel vom verlorenen Sohn der trotz seines ‚Fehlverhaltens‘ zurück durfte und nicht bestraft sondern sogar beschenkt und geliebt wurde bei der Rückkehr von seinen „Eskapaden“?
    Ja und nein. Ich bin sehr geduldig und großzügig mit Menschen, wo ich spüre, dass sie offen sind und wirklich wachsen wollen. Denn nur so ist die Liebesmüh nicht vergeblich. Zu dieser Offenheit gehört, Empfänglichkeit, Demut und es nicht „besser zu wissen“ die Fähigkeit zu ehrlicher Verneigung. Es ist eine Geisteshaltung.
    Doch wenn ich sehe, dass jemand trotz wiederholter Belehrung und Erklärung das Gleiche Falsche wieder tut oder nichts vom Richtigen annehmen will, beende ich das Verhältnis, weil alles andere Energieverschwendung wäre. Ja, Menschen lernen und wachsen – und: manche weigern sich und beharren auf starrem Festhalten am Leid, auf dem Anklammern an gewohnter Neurose und dem ach so vertrauten Schmerz. Dazu hat jeder ein Recht, denn die Freiheit hat das Göttliche jedem gegeben. Insofern setze ich mich gerne weiter dem Risiko aus, ein „Arsch“ zu sein in den Augen mancher. Das ist mir lieber, als dem billigen und schwachen „JA“ nach dem Mund zu reden, wo ein hartes – und gleichzeitig absolut liebevolles – „NEIN“ das Gegenüber viel mehr zum Wachstum anregt. Das ‚Nein‘ lässt Menschen oft erwachen und ihren EIGENEN Weg fühlen, was äußerst wertvoll ist. Das Nein macht Menschen oft viel stärker als ein halbherziges oder billiges Ja. Nein sagen können aber nur Menschen mit Rückgrat, Menschen mit inneren Werten, denen sie verpflichtet sind, Menschen, denen es egal ist, was andere denken, ob sie applaudieren oder „Buhh“ rufen, Menschen, die ihre Wahrheit gefunden haben und leben.
    Die Kunst ist es, den Unterschied zu erkennen, wann das Liebes-Nein und wann das Liebes-Ja dran ist. Das richtige Liebes-Nein kannst Du daran erkennen, das nicht die Spur Reaktion aus Ärger, Kränkung oder Hass darin liegt auf Seiten des Verneiners. Es ist ein Nein, das aus ausgeglichener Mitte kommt, ohne jede Verhaftung. Genauso ist ein JA nur kraftvoll, wenn es nicht aus innerer Schwäche oder aus Angst gesagt wird, sondern echt aus der Tiefe des Herzens kommt, auch wenn das Ego dagegen rebellieren mag.

  • Was ist Kularnava?

    Herzlich Willkommen bei Kularnava Tantra, dem authentischen linkshändigen Weg, basierend auf dem Kularnava Tantra. Mein Name ist Lucian und gerne will ich Dir erklären, was Kularnava bedeutet.

    Kularnava ist ein Übungsweg für den modernen Menschen, um ganz neue Formen der Lebensfreude und Ekstase zu entdecken.

    Die Kularnava Methode wurde von mir im Laufe der vergangenen 30 Jahre entwickelt. Sie ist die vollkommene Synthese aus asiatischen und westlichen Techniken, die zur inneren Befreiung dienen und den Lebensgenuss erstaunlich erhöhen. Dabei kann jeder erleben, wie schön es ist, wenn der natürliche Magnetismus zwischen Mann und Frau zu neuen Gipfelerlebnissen in der Liebe führt.

    Kularnava ist ein geerdeter Weg und vermeidet jedes Abgehoben-Sein. Wir arbeiten hier von unten nach oben, d.h. wir beginnen mit den drei untersten Energiezentren im Körper und verbinden sie dann mit dem Herzgefühl und geistiger Vision.

    Eros ist der griechische Gott der Liebe. Wer von seinem Pfeil getroffen wird, ist verloren im verzückten Rausch. Eros steht für das Ehren der Erde. Eros ist das Feiern der Lebensfreude, die in der sensuellen Kraft enthalten ist. Das zu erleben, ist Dein Geburtsrecht, so wie Essen, Trinken und Schlafen.

    Spirit steht für die himmlischen, geistigen Kräfte. Hiermit ist gemeint, dass Du in Deinem Leben auch „Fliegen“ lernst. Du hast Träume, Herzenswünsche, Visionen und setzt sie um. So entsteht ein Paradies auf Erden…Dein Paradies. Spirit steht auch für intuitives Leben, ein kreatives und mutiges Leben, das durch Geistesblitze und gute Ideen gespeist wird.

    Kurz: Kularnava bringt in Dir das zusammen, was zusammen gehört: Erde und Himmel!

  • Tantra ist keine Therapie

    Tantra ist keine Therapie

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    …und Kularnava erst Recht nicht. Kularnava ist 80% direkte sinnliche Erfahrung mit Dir und anderen in der Gruppe und nur 20% Reflektieren oder Erklärung der Theorie des Tantra oder Reden über…
    Gemäss dem Grundsatz: Ein Gramm Praxis ist mehr wert als Tonnen von Theorie. Tantra sagt: „Du weißt nur, was Du wirklich erfahren hast.“ Alles andere ist nur mentaler Ballast, der zu spirituellem Hochmut führt; aufgepfropftes Wissen, dass man gelesen oder „gehört“ hat.
    Das ist wertlos im Tantra.

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  • Streiflichter aus meinem Leben

    Streiflichter aus meinem Leben

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    Lieber Leserin, lieber Leser,

    Am 25. August 1963 in Düsseldorf geboren, ist meine Biographie für einen Deutschen wahrhaft ungewöhnlich. Ich wurde in eine Familie hineingeboren, in der die Eltern Yoga, Meditation und fernöstliche Weisheit praktizierten sowie Vegetarier waren.

    Deshalb ist mein Werdegang ebenso ungewöhnlich, nämlich dass ich – so wie Hermann Hesse’s Siddhartha,- meinen Weg nicht von unten nach oben ging, sondern umgekehrt, vom Himmel immer mehr auf die Erde hinab im Laufe meiner Lebensjahre.

    Mein Vater – Klaus Heinrich Loosen – ist mein wichtigstes geistiges Vorbild. Er beschäftigte sich selbst als Jugendlicher bereits mit Buddhismus. Er zeigte mir, dass es im Leben nichts Wichtigeres gibt, als die geistige Erkenntnis und das Streben nach Erleuchtung.

    Mit 16 Jahren begann ich, mich bewusst mit Spiritualität zu beschäftigen und hatte mit 18 Jahren meine tiefsten Meditations-Erlebnisse. Die indischen Heiligen Ramakrishna und Anandamayi Ma waren leuchtende Vorbilder für mich, die ich glühend verehrte. In meinen 20’er Jahren waren 6-8 Stunden spirituelle Praxis täglich keine Ausnahme.

    So machte ich mich als junger Mann auf, zu mehreren dreimonatigen Pilgerreisen nach Indien, um dort in den Ashrams direkt bei den noch lebenden Meistern zu lernen.

    Parallel studierte ich die westliche Psychologie und fand in der personen-zentrierten Therapie von Carl Rogers große Inspiration. Seine Lehre: „Wenn man dem Menschen den Freiraum gibt, er selbst zu sein, findet er ganz automatisch den Weg zum Glück.“

    Ein Meilenstein in meiner Entwicklung war auch die Begegnung mit dem Psychotherapeuten Bert Hellinger. Er brachte eine Dimension von Tiefe in die Therapie, die es vorher nicht gab. Er lehrte mich die inneren Gesetze der Ordnung der Familie zu verstehen und anzuerkennen.

    Durch meine Liebesbeziehungen und meine 5 Kinder, deren stolzer Vater ich bin, weiß ich nur zu gut um die Nöte und Leiden des allzu Menschlichen.

    Die Begegnungen mit den Tantra-Lehrern Andro und Margo Naslednikov, machten den Kreis rund. Mit dem modernen Tantra fanden auch die Lust und der Genuss einen angemessenen Platz in meinem Leben.

    So bin ich bis heute ein Mensch geworden, der sowohl hart und diszipliniert arbeitet, als auch die Lüste des  Lebens mit ganzem Herzen auszukosten weiß.

    Über allem steht jedoch meine Lebensbestimmung.

    Die Menschen aus Mitgefühl zu befreien und sie an ihr inneres Licht zu erinnern.

  • Mein persönliches Verständnis von Tantra

    Mein persönliches Verständnis von Tantra

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    Lieber Leserin, lieber Leser,

    mich hat schon immer die Idee der Ganzheitlichkeit fasziniert. Körper-Seele-Geist sind eine Einheit.

    Wenn ich bei den Psycho-Leuten war, hat mir irgendwann der Körper gefehlt.

    Wenn ich bei den Meditationsleuten war, haben mir irgendwann die bunten Gefühle und die Leidenschaft gefehlt.

    Wenn ich bei den Massageleuten war, hat mir irgendwann der spirituelle Hintergrund gefehlt.

    Ich dachte: „Mein Gott, das gehört doch alles zusammen! Das sind doch alles wichtige Teile von mir!“

    Ich habe diese erstmals im Tantra vereinigt gefunden. Und: Das ist das Besondere an der Kularnava-Methode, diese konsequente Ganzheitlichkeit. Das findest Du nirgendwo auf der Welt – eine so große Bandbreite – in solcher Tiefe und Konzentration vermittelt!

    Im Grunde meines Herzens bin ich ein sehr religiöser Mensch. Es berührt mich immer tief, wenn ich Gläubige sehe, egal welcher Coleur, die inbrünstig meditieren, beten, singen oder Verehrungsrituale vollziehen. Mein Verständnis von Religion war aber immer universell, nicht eingeengt und eingeschränkt durch zu viel Dogma, Fanatismus, Konvention und Moral.

    Das EINE Göttliche hat viele Namen und kann auf vielen Wegen erreicht werden. Es ist an der Zeit, dass die Menschheit aufhört, darüber zu streiten.

    So ist Kularnava-Tantra für mich in erster Linie ein religiöser, spiritueller Weg, der das Göttliche in jedem Menschen freilegt und sieht.

    Bei den spirituellen Leuten und in der Religion fehlte mir oft der Humor, die Natürlichkeit und Fröhlichkeit. Zuviel Ernst macht schwer. Der Witz über unser Leben und unsere fehlerhafte Menschlichkeit, erleichtert es, die Last all unserer Probleme zu tragen.

    Ein herzhaftes Lachen bringt uns stets dem Göttlichen näher…Ha, Ha, Ha….!

  • Tantra in den Medien – eine FÜR SIE-Reportage von unserem Tantra-Seminar

    Tantra in den Medien – eine FÜR SIE-Reportage von unserem Tantra-Seminar

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    Lieber Leserin, lieber Leser,

    seit Jahren bekomme ich immer wieder Anfragen von Presse und TV, ob sie einen Beitrag über Tantra machen dürfen. Ich lehnte zuletzt  immer ab, da das Ergebnis alles andere als gut war für die Außendarstellung des Tantra. Jetzt habe ich einem Versuch einmal wieder zugestimmt mit dem Ergebnis in angehängter Mail lesbar in der aktuellen Ausgabe der Main-Stream Frauenzeitschrift FÜR SIE aus Hamburg.

    Über diesen Artikel habe ich mich ausgetauscht mit dem wohl erfahrensten Journalisten und Autoren unserer Tantra-Szene, dem Macher des „Connection-Magazins“, Wolf Schneider. Für Dich heute unser Mail-Austausch….

    Lieber Wolf,

    lies mal rein…eigentlich wollte ich solche Reportagen nicht mehr machen lassen,

    in meinen Augen wird da für jemanden, der noch nie Tantra gemacht hat, nur ein Heer von Vorurteilen bestätigt oder ausgelöst, wie siehst Du das….? Als Mann vom Fach…. Dein Lucian

    Antwort:

    Hallo Lucian,

    ich finde, das hat er gut hingekriegt. Ein sympathischer Mann, und er kann schreiben. Anfangs dachte ich: Tantra und Escort, das passt doch nicht zusammen. Geht wieder alles nur um Sex. Aber die Art wie er den Wechsel zwischen beiden Szenen hinkriegt und dann sein Fazit: Es geht eben letztlich nicht um Sex, sondern um »Geborgenheit und Nähe«, das ist gut.

    Liebe Grüße

    Wolf

    Antwort:

    Lieber Wolf, ja ich stimme Dir zu, ist gut geschrieben….aber die konkreten Übungsbeschreibungen wirken auf jemanden von außen, der noch nie ein Tantra-Seminar gemacht hat, (da gehe ich bei FÜR SIE Leserinnen davon aus) doch lächerlich und teilweise nur obszön. Auch die Bilder letztlich mit der angedeuteten Nacktheit dürften einen ähnlichen Eindruck hinterlassen. Ich glaube eben nicht, dass man das vermischen darf, Prostitution und Tantra. Das ist leider textlich und bildlich und von den Zitaten her so gemacht, dass es die Leserin in eine einzige Schublade im Kopf abspeichert. Glaubst Du wirklich dass so ein Artikel Tantra oder den Ruf des Tantra weiterbringt?

    Mit herzlich-tantrischen Grüßen aus Engelskirchen

    Dein Lucian

    Antwort:

    Lieber Lucian, ob das Tantra weiterbringt? Wohl eher nicht.

    Aber die Bekanntheit von Tantra in Deutschland.

    Auch nach deinen Veröffentlichungen in der BILD-Zeitung blieb diese Frage ja im Raum: Hilft das dem Verständnis, oder verstärkt es nur die Klischees? Yoga, das sind die Verrenkungen, die die Inder machen, um erleuchtet zu werden, das stimmt ja auch nicht, und doch ist Yoga heute auf eine gute Art (so gut wie es in diesem System eben geht) in D-land angekommen. Ich hoffe, dass auch Tantra diesen Weg nimmt. Auf welchem Niveau es das tut …. so lange unser Wirtschaftssystem so ist wie es ist (die Kirchen sind inzwischen keine so großen Hemmnisse mehr), wird das nicht auf hohem Niveau passieren. Aber doch mit viel Freiheit, und das ist ja auch einiges wert.

    Außerdem finde ich Prostitution nicht grundsätzlich schlecht. Schade, dass nur die Reichen sich das leisten können – aber das gilt ja auch für ein Tantra-Wochenende, mehr noch für ein Jahrestraining. Die Jugendlichen, die sowas eigentlich bräuchten, die können es sich nicht leisten (oder dürfen nicht).

    Vielleicht ist dieser Escort-Nick für manche Frauen wirklich ein großes Glück?

    Liebe Grüße

    Wolf

    Antwort:

    Lieber Wolf,

    gewiss wird Nick das gut machen und einige Frauen trösten, aber ist dieser Trost gut?

    Vielleicht verhilft es den Managerinnen dazu, das kranke Über-Stress-System noch ein paar mehr Jahre fortzusetzen und den betuchten Hausfrauen ihre kranke Ehe noch länger weiterzuführen anstatt sie zu renovieren oder aufzulösen für etwas Neues.

    Ja, Prostitution und Porno sind Trostpflaster, die auch viel Suchtpotential enthalten.

    Aber ich bin der Meinung, dass kein Mensch für Liebe und Sex bezahlen sollte. Und wenn Mensch es tut, ist es letztlich ein Armutszeugnis.

    Im Tantra geht es ja nicht darum in erster Linie Liebe oder Sex zu bekommen, sondern sein Selbstwertgefühl zu stärken, seine männliche bzw. weibliche Identität zu entfalten und sich freier ausdrücken zu können. Ebenso zu lernen, wie man seinen eigenen Körper liebt und sich von sexuellen Blockaden befreit.

    Wenn das gelingt, kann jeder Mensch auch in der „freien Wildbahn“ genug sexuelle und Liebesabenteuer befriedigender Art haben OHNE dafür zu bezahlen, weder für Tantra-Seminare noch für Escort oder Prostitution. Das ist meine Erfahrung. Absolut.

    Mit herzlich-tantrischen Grüßen aus Engelskirchen

    Dein Lucian

    Antwort:

    Lieber Lucian,

    was du das sagst gilt m.E. für fast alles, was unter dem Namen Spiritualität und Religion (und natürlich auch  positives Denken) angeboten wird. Das ist fast alles Trost, und das meiste davon auch nicht mehr. Wer weiter will, muss aus seiner Komfort-Zone raus. Meine Hoffnung ist, dass immer mehr durch die Trostphase hindurch und dann weitergehen. Aber auch ich habe Zweifel, ob das so ist. Wenn das Thema in dir brennt, schreib uns doch dazu was!

    Dein Standpunkt, dass man nicht für Liebe und Sex bezahlen sollte, unterminiert aber auch die Bezahlbarkeit therapeutischer Hilfe, die ja aus Liebe geschieht und andernfalls nutzlos ist.

    LG

    Wolf

    Antwort:

    Lieber Wolf,

    ja Therapeuten sind bezahlte Freunde und üben eine Funktion aus, die früher von den Familien übernommen wurde, von der ganzen Sippe. Insofern ist die Therapie die Antwort auf unser modernes, künstliches und globalisiertes Leben.

    Es lässt sich nicht zurückdrehen. Aber wir können wieder Beziehungen aufbauen, in denen wieder Therapie möglich ist und ebenso der Austausch von Nähe und Sexualität – ohne dafür Profis zu bezahlen. Das ist die Absicht auch meiner Arbeit. Menschen dazu in die Lage versetzen, weil sie sich selbst wiederfinden.

    Mit lieben Grüßen

    Lucian

  • Was ist Tantra?

    Was ist Tantra?

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    Herzlich Willkommen bei Kularnava Tantra, dem authentischen linkshändigen Weg, basierend auf dem Kularnava Tantra. Mein Name ist Lucian und gerne will ich Dir erklären, was Tantra ist.

    Tantra ist ein Übungs- und Lebensweg, der Deine im Becken schlafende sexuelle Kraft erweckt und anregt. Diese Kraft wird mit dem wunderbaren Herzgefühl verbunden.
    Dadurch gelangst Du in Deinem Leben zu neuen Höhepunkten an Lust und Kreativität.
    Tantra heißt wörtlich: “Gewebe” oder “das, was zur Ausdehnung gut ist.”

    Im Tantra lernst Du, Dich mit allen Wesen verwoben zu fühlen. Das heißt, Du erlebst, wie sich eine enge, begrenzte Liebe ausdehnt. Das ist mit tiefen Glücksgefühlen verbunden.
    Tantra dehnt auch den Horizont des Bewusstseins aus. Wer Tantra übt, wird offener, freier, toleranter. Tantra setzt die Vereinigung von männlichen und weiblichen Kräften (im Tantra “siva”, sprich: “schiwa” und “sakti”, sprich: “Schakti”, genannt) ein, um zu höheren Bewusstseins-Ebenen zu gelangen. Du erlebst Ekstase (= das ist das Heraustreten aus dem normalen sorgenden und planenden Alltagsbewusstsein) und verwandelst Dich.
    Diese Verwandlung durchlichtet dann wieder Deinen Alltag und Du lebst in einem Kreislauf der Aufladung.

    Somit ist Tantra eine tiefe Selbsterfahrung, ein Training zur Persönlichkeits-Entwicklung und ein universeller spiritueller Übungsweg.

    Das besondere am Tantra ist die Einbeziehung aller Lebensbereiche, auch derer, die mit Scham oder Tabus besetzt sind, wie Sexualität oder Tod. Es geht im Tantra darum, seine Grenzen in Denken und Verhalten zu erweitern. Denn nur so hast Du mehr Freiheit, zu neu fühlen und neu zu handeln.
    Traust Du Dich das?