Kategorie: Lucian’s Tantra-Essays

Lucian’s Tantra-Essays

  • Was ist der Unterschied zwischen Verliebtheit und Liebe? Um welche Liebe geht es im Tantra?

    verliebtheit liebe

    Ich erkenne immer Dinge wenn ich bei Hare Krishna war. Im Tempel oben war die Energie sehr hoch und ich war glückselig.

    Der Vortragsredner sagte irgendwas von:

    Liebe ist wenn Deine wahre Seele sich auf Gott ausrichtet.

    Insofern ist „verlieben“ die menschliche Liebe eigentlich keine Liebe.

    Sondern eine Projektion mit Genussversprechen.

    Die freudige Erwartung, dass jemand anderes Deine Bedürfnisse vollständig erfüllen wird.

    Wird er aber nicht. Weil Liebe und Erfüllung nur von innen nach aussen geht aber nicht von aussen nach innen.

    Insofern führen sowohl persönliche Liebesbeziehungen als auch Familienbeziehungen zu Leid, weil sie nicht auf Liebe basieren, nämlich auf der Beziehung zu Gott, sondern auf der Befriedigungs-Erwartung, dass der andere etwas für Dich tut, dass der andere Dich besonders wertschätzt, dass der andere Dir besondere Aufmerksamkeit und Ehre schenkt.

    Doch wieso soll ein Familienmitglied, egal ob Mutter, Vater oder Schwester liebenswerter sein als jeder andere Mensch? Hier beginnt der spirituelle Weg.

    Warum soll die Frau, der Mann, in den Du gerade verliebt bist, liebenswerter sein als jeder andere Mensch? Warum soll er/sie göttlicher sein als jeder andere.

    Dieser Unterschied, den wir in der Liebe machen ist das Problem, der Fehler, der Schatten, die Projektion. Die wirklichkeit ist, jeder ist gleich göttlich. Es hängt nur vom Auge des Betrachters ab. Der Rausch der Verliebtheit beruht also auf einer romantischen Ego-Projektion: Er/Sie wird mir Genuss bringen und alle meine innersten Sehnsüchte erfüllen.

    Genau diese Projektion muss aber auf Gott ausgerichtet werden, nicht auf einen Menschen – und dann im zweiten Schritt bist Du verliebt in jeden gleichermaßen und machst keine Unterschiede mehr. Das ist die einzig wahre Liebe. Das andere ist nur ein „Warenaustausch“

    Eine gegenseitige „Befriedigungs-Anstalt“ mit dem Problem, dass wir mehr rausbekommen wollen als wir selbst bereit sind reinzugeben.

    Bhagavan heisst, der alle Reichtümer sein eigen nennt.

    Krishna heisst: Der All-Anziehende.

    Der spirituelle Weg ist ein ständige sich vergrößernder Ozean von Glückseligkeit.

    Das ist ein tolles neues Motto von Kularnava:

    Kularnava ist der Weg des sich ständig vergrößernden Ozeans von Glückseligkeit.

    Ein Großteil der modernen Industrie möchte den Menschen ablenken, unterhalten. Wir stehen alle täglich so unter Strom und Druck, dass wir nach der Arbeit das Gefühl haben, unbedingt Entspannung, Relaxen, Chillen, Abschalten zu brauchen. Nach der Hochspannung der Aktivität und der Überfrachtung des Geistes in der Arbeit, weiß der Geist dann nicht mehr wie er runterkommen und sich leeren soll. Dafür sucht der Mensch Unterhaltung – oder auch aus reiner Langeweile.

    Auch die Langeweile ist ein Ergebnis der Überspannung. Ohne den nächsten Kick, die nächste coole Aktion fühlt Dein Geist sich abgestumpft und leer im negativen Sinne.

    Wer zu viel und zu hart arbeitet, lebt in „Überhaltung“. Die geistige Eigenschaft der Gier, der Eitelkeit und des Ehrgeizes führen dazu. Wer in Überhaltung lebt, braucht zum Ausgleich Unterhaltung.

    Aber wie wäre es, in der Mitte zu leben? Haltung, Mensch!

    Neben Alkohol und Essen ist TV und Internet heute die gebräuchlichste Droge, um sich zu betäuben. Um einfach mal nicht an seine Sorgen und Probleme zu denken, um Ich-frei zu sein, um sich zu vergessen, um abzuschalten. Wie sehr sehnen wir uns alle immer wieder danach.

    Da ist Unterscheidungskraft wichtig, welche Mittel wirklich zu der inneren Ruhe führen und welche zur schrittweisen Verödung Deines Lebens und zur Selbst-Zerstörung. Die meisten merken es erst spät, wenn das Leben in einigen Bereichen in den Abgrund steuert. Massive Gesundheitsprobleme, kaputte Beziehung oder Familie, berufliche Kündigung und Arbeitslosigkeit… Lebensmüdigkeit.

    Die gute Nachricht: Der spirituelle Weg hat seit Jahrtausenden dem Menschen sehr gesunde Mittel zum Abschalten bereitgestellt. Wege und Methoden, die heute  noch genauso aktuell sind und funktionieren wie vor Jahrhunderten. Zwei davon sind Meditation und Gebet oder die Mantra-Wiederholung (Japa).

    Warum ist Unterhaltung auf die Dauer schädlich für Deine spirituelle Weiterentwicklung?

    Jeder Film im TV wird vom Unterbewusstsein als reales Erlebnis registriert. Es sind neue Inputs, Eindrücke, die sich über das Alte legen.

    Wenn Du anfängst zu meditieren, machst Du Dich innerlich leer und schottest Dich von neuen äußeren Eindrücken ab. Der Effekt: Du wirst innerlich ruhiger und klarer, das Göttliche Deiner innersten unsterblichen Seele scheint mehr hervor. Und: Wenn keine neuen aktuellen Eindrücke auf Dich einprasseln, in Aktion im Leben oder in virtueller Aktion im Film oder im Internet oder in anderen Unterhaltungs-Medien, dann steigen im Bewusstsein alte Erinnerungen auf, die noch nicht verarbeitet sind. Dieser gute Verarbeitungsprozess wird durch „Unterhaltung“ gebremst. Dann  bleibt es bei einem „Grundrauschen“ in einem neurotischen Geist. Das zieht Dir täglich Energie ab, dieser Berg unverarbeiteten Mülls im Bewusstsein. Wenn Du Dich also der Unterhaltung hingibst, geht ein Teil Deiner Meditations-Arbeit, des Dich Leerens wieder verloren, weil das Bewusstsein erstmal die aktuellen Inhalte wiederkäut und dadurch verarbeitet und dann die weiter zurück liegenden.

    Als ich einmal drei Tage und drei Nächte schwieg und nur meditierte und betete in einer Einsiedelei, kamen Erinnerungen an meine Freundinnen von vor 30 Jahren hoch…

    Unterhaltung wäre erst dann nicht mehr schädlich, wenn Du Deinen Geist so gereinigt und transformiert hast, dass keine neuen Verstrickungen mehr entstehen und die alten verarbeitet sind. Dann wäre es egal, womit Du Deine Zeit verbringst. Bis dahin überlege Dir gut, womit Du Deine Zeit verbringst…oder vertust…

    Spüre, was Deine wahre Sehnsucht ist, Ablenkung, kleine Freuden oder das tiefere Glück und die tiefere Liebe, die auf dem spirituellen Weg auf Dich warten…

  • Wie werde ich frei vom Ego = frei vom Leiden?

    ego

    Das Schöne am Tantra – es hat erstmal mit Lust und Freude zu tun, nicht mit Ernst, Schwere und Schuldgefühl, welche oft den Religionen und spirituellen Wegen anhaften.

    Und: Die Sinnlichkeit ist nur der Aufhänger im Tantra, um weiter zu gehen und tiefer. Echte innere Erfüllung kann der Mensch nämlich nur erlangen, wenn er beginnt das Ego – das kleine illusionäre Ich – zu erkennen, zu verstehen und schließlich für immer aufzulösen.

    Was ist das „Ego“,wofür wir uns oft fälschlicherweise halten?

    Das Ego besteht aus Abtrennung von der Einheit. Das Ego hat den tiefen Glauben, vom Göttlichen gespalten zu sein als unabänderliche Tatsache. Deshalb schlägt das Ego uns alle möglichen Fluchtmechanismen vor, die dazu dienen dem Schmerz der Abtrennung zu entrinnen, die aber meistens in Sucht und noch größerem Schmerz enden. Um sich selbst und seinen Schmerz zu erhalten ist das Ego stets an Trennung und Isolierung interessiert. Alles was Dich abtrennt von der großen allumfassenden Liebe des Göttlichen, ist Ego. Denn die Höchste Wirklichkeit ist laut den Weisheitslehren der Menschheit die Einheit allen Seins. Das Ego vergleicht und urteilt stets im Sinne von „besser“ und „schlechter“. Das Ego sieht Fehler immer in anderen, nie in sich selbst. Das Ego projiziert das Gefühl der Schuld, der eigenen Schatten immer nach außen und sucht stets neue Feindbilder, seien es Ausländer, Schwule, Tantriker oder einfach Deine Freunde und Partner, die etwas falsch machen, deshalb bekämpft und ausgesondert werden müssen. Dummerweise erzeugt das Ego aufgrund des ständigen Schuldgefühls getrennt zu sein, Selbstbestrafung. Selbstbestrafung sind Sachen, die Du Dir unbewusst antust, die ‚passieren‘, die Dein Leiden und den Schmerz vergrößern.

    Ein weiterer Aspekt des Egos ist Kontrolle und Sicherheit. Danach sucht das Ego stets, weil es in Angst und Misstrauen lebt. Es meint durch Kontrolle im Leben Sicherheit finden zu können, was aber gegen den freien Fluss des Lebens ist und außerdem sehr kraftaufwendig und anstregend. Dem Ego-Abbau dient es somit, weniger zu kontrollieren und weniger nach Sicherheit zu suchen und anstatt dessen einfach zu vertrauen, dass die richtigen Dinge zu Dir kommen zur richtigen Zeit.

    Bei den alten Indern heißt diese Illusion des Ich: Ahamkara – der Ich-Macher und in Wirklichkeit existiert das Ego gar nicht wirklich. Das kann man aber nicht erklären, weil es nur eine Instanz jenseits von Verstand und Ego begreifen kann.

    Wie werde ich frei vom Ego = frei vom Leiden?

    Was ist die Lösung?

    Der tantrische Weg, das Ego aufzulösen ist die universelle Liebe. Das Göttliche in jedem und in allen zu sehen, und sich abzulösen von persönlichen Vorlieben und Abneigungen (=konditioniertes Ich) löst das Ego auf.

    Im Tantra konfrontieren wir das Ego durch Grenzüberschreitungen. Nicht um jeden Preis, sondern sanft und einfühlsam und wach – zur richtigen Zeit die richtige Grenze. Was das ist im Einzelfall, weiß nur jeder persönlich.

    Fantastisch für die Auflösung des Egos ist auch die Übung von Demut. Demut heißt, jeden zu achten und zu respektieren, aber niemals zu erwarten, dass andere Dich achten und respektieren. Demut heißt zu verstehen, dass es das Schönste ist, anderen zu dienen.

    Tantra lehrt die Ego-Auflösung weiterhin dadurch, dass man sich bewusst Situationen auszusetzt, die peinlich sind und mit Gesichtsverlust zusammen-hängen. Das ist zwar schmerzlich für das Ego, aber herrlich für Deine Spontanität und das innere Kind! Es macht ungeheuer lebendig.

    Gut zur Ego-Auflösung ist es ebenso, den Konsum von Essen, Trinken, Shoppen Medienberieselung und Zerstreuungen/Unterhaltung zu reduzieren. Auch sehr hilfreich zur Ego-Auflösung ist es, vorhandene Sucht-Tendenzen in Deinem Leben zurückzudrängen oder ganz zu ersetzen durch positive aufbauende Gewohnheiten.

    Weiter empfiehlt Tantra, sich  Situationen der Ohnmacht auszusetzen. Gestehe Dir Unfähigkeiten ein, Fehler und auch Schwäche, dass Du eben nicht alle und alles kontrollieren und beherrschen kannst. Das bringt viel Frieden und Offenheit. Aller Krieg in Dir ist beendet.

    Das ist ein besonderer Schmerz, der entsteht, wenn Du gut an Deinem Ego arbeitest. Es ist ein guter Schmerz und eine gute Angst, denn das Ego wird rebellieren, sobald es spürt dass es sterben soll und das geht auch mit Angst und Unsicherheit einher. Da hilft dann nur Geduld und Beten, dass Du durch diese Transformation durchkommst.

    Und: Sei Dir bewusst, das Ego aufzulösen ist harte Arbeit. Aber die lohnendste und wertvollste Arbeit, die es gibt auf diesem Planeten. Und wer ist Champion geworden, ohne geübt zu haben? Wer hat Kondition, der nicht täglich Jogging betreibt?

    Die spirituellen „Sportarten“, die Dir die Kondition geben, das Ego aufzulösen sind: Zusammensein mit gleichgesinnten spirituell Strebenden in der Gruppe, Absolvieren von guten Seminaren und Ausbildungen, Aufsuchen von guten Lehrern und Heiligen, Lesen von spirituell hochstehender Literatur, das Üben von Meditation und Yoga, Beten = Bitten an die ‚Große Göttin‘ und Wiederholen des göttlichen Namens (Mantra).

    Das Ergebnis: Eine größere Liebe in Deinem Herzen als Du Dir jemals vorstellen konntest. Eine tiefere Freude in Deiner Seele als Du sie jemals gefühlt hast. Eine Glückseligkeit die von nichts mehr abhängig ist – „Ananda“ bei den Indern genannt.

    Jeder der auf ein Kularnava Seminar kommt war von der Großen Göttin eingeladen keiner ist aus Zufall da. Wenn es Dich zieht, komm‘!

  • Tantra und die besondere Liebe oder die universelle Liebe?

    Was im Tantra am schwierigsten zu verstehen ist, und noch schwieriger in die Tat umzusetzen, ist die universelle Liebe.

    Leichter zu verstehen ist der menschliche Wunsch nach Einheit, Vereinigung, Eins-sein. Wenn alle Trennung in Verschmelzung endet, sind wir selig und in Ekstase. Egal ob sexuell oder geistig gesehen.

    Eine Eingebung gab mir die Frage: Warum lieben wir manche Menschen mehr, manche weniger, andere gar nicht? Wenn doch in jedem Menschen das Göttliche als Funke gleichermaßen innewohnt, was seine Würde im Kern ausmacht?

    Es liegt daran, dass das Ego so arbeitet, dass wir Personen, die unsere Bedürfnisse oder unsere projizierten Bedürfnisse mehr erfüllen, auch mehr lieben. Diejenigen, die sie weniger erfüllen, sie jetzt oder später enttäuschen, lieben wir nicht mehr oder hassen sie sogar. Insofern führt die Verliebtheit, d.h. die „besondere“ Liebe zu „besonderen“ Menschen auch immer wieder zu bitterem Schmerz. Denn es tut dem Ego stets weh, wenn der andere die Bedürfnisse nicht mehr erfüllt oder sogar das Gegenteil tut, von dem, was wir erwarten und wünschen. Die Liebe als „Verliebtheit“ hat immer Ausschließ-lichkeits-Charakter und lässt keinen Raum für Dritte.

    Der „besondere Liebe“ oder Verliebtheit liegt das Mangelprinzip zugrunde. Es besagt, dass in uns etwas fehlt, dass etwas unerfüllt und unvollständig ist. Dies zu fühlen, löst inneren Schmerz und Druck aus. Aus diesem Grund haben wir bestimmte Bedürfnisse. Das Ego drängt uns, etwas zu unternehmen weil dieses Gefühl der Leere, der Nichtigkeit, dass etwas fehlt, absolut unerträglich sei.

    Das Ego meint, dass man an diesem Mangel nichts ändern kann und schlägt uns sehr viele „Ersatz-Befriedigungen“ vor, die es uns versucht, schmackhaft zu machen. Alkohol, TV, Frau, Mann, Karriere, Familie, Reisen, Feiern….Das Ego schlägt uns vor, außerhalb von uns nach etwas Ausschau zu halten, um das innere Loch zu füllen. Insofern drückt die Verliebtheit oder die „besondere“ Liebesbeziehung den Glauben des Egos aus und zementiert ihn: „Meine Bedürfnisse können vom Göttlichen nicht erfüllt werden, weil ich das Göttliche unbewusst für nicht existent oder für meinen Feind halte.“ Indem ich mich verliebe, beschließe ich unbewusst, dass eine bestimmte Person meine unerfüllten Bedürfnisse vollständig sättigen wird. Diese Person tritt dann für mich an die Stelle von Gott oder meinem innersten göttlichen Selbst. Meine besonderen Bedürfnisse werden von einer besonderen Person mit bestimmten Merkmalen und Eigenschaften erfüllt. Und wenn ich die Bedürfnisse der anderen Person erfülle, so wird sie mich ebenso lieben. So beschließt das Ego. Aus der Sicht des Egos hängt jetzt der Himmel voller Geigen. Wir sind himmelhochjauchzend.

    Somit ist das, was die Welt „Liebe“ nennt, in Wirklichkeit projizierte Besonderheit, eine grobe Verzerrung dessen, was die Große Göttin unter Liebe versteht. Diese Dynamik kann man auch das unbewusste Zustimmen zur Abhängigkeit nennen. Ich werde davon abhängig, dass die Person meine Bedürfnisse befriedigt und die andere Person wird davon abhängig, dass ich ihre Bedürfnisse befriedige. Kann eine Zeit lang gutgehen. Genauer gesagt maximal 1,5 Jahre in „harten Fällen“ vielleicht zwei Jahre. Der Sinn der „besonderen Liebe“ besteht darin, den innerlich empfundenen Mangel zu kompensieren, indem wir jemand anderes dazu benutzen die Lücke zu füllen. Aber wehe die andere Person verändert sich und erfüllt nicht mehr unsere Bedürfnisse, dann kann ganz schnell aus der „Liebe“ leichte Verstimmung, Interesselosigkeit, Ärger, bis hin zu großer Wut und tiefem Hass werden, unter denen wiederum sehr tiefe Trauer liegt. So tiefe Trauer, dass wir nie mehr lieben wollen.

    Sollte die Person, in die ich verliebt bin, ein Interesse entwickeln, dass nicht mehr 100% mir gilt, sollte sie beginnen ihre Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu richten, denkt mein Ego: „Ich erhalte weniger. Wenn ich das wahrnehme, werde ich sauer, ich fürchte um mein Überleben.“ Das ist der Ursprung aller Eifersucht. Wir werden eifersüchtig, weil wir spüren, dass unsere besonderen Bedürfnisse nicht mehr in der von uns gewünschten Weise erfüllt werden. Wenn mein Partner außer mir noch jemanden anderes liebt, heißt das für mein Ego automatisch, dass für es weniger Liebe übrig bleibt. Dagegen rebelliert es heftig. Das Ego ist materialistisch und sieht Liebe nur mengenmäßig, nicht qualitativ. Es denkt immer: Wenn ich den einen liebe, kann ich den anderen nicht ebenso sehr lieben.

    Mir persönlich war das, so lange ich denken kann – immer fremd. Ich kann viele gleichermaßen lieben – gleich stark, wenn auch jeden auf andere Weise.

    Für das Göttliche ist Liebe immer qualitativ, sie schließt immer alle Menschen ein, was nicht heißt dass wir jeden gleich lieben. Das ist auf dieser Welt nicht möglich. Aber die Quelle der Liebe ist die Gleiche.

    Wenn der andere meine Bedürfnisse nicht mehr nach meinen Vorstellungen erfüllt, fange ich an ihn zu hassen, weil ich es nicht aushalten kann, mich wieder mit meinem Mangel, meiner inneren Leere, meinem Gefühl der Getrenntheit auseinander zu setzen. Das nennt man das Ende der Flitterwochen. Heutzutage scheint es immer schneller zu kommen. Davon handeln die Dramen der Welt, Millionen Mal in Filmen, Theaterstücken und Romanen uns vor Augen geführt.

    Und wenn der andere nicht mehr der Deckel auf meinem inneren Mangeltopf sein will, dann finde ich halt jemand anderes, der meinen Topf wieder zudeckt. Und die Welt ist immer sehr bereit, wenn es darum geht, Menschen zu finden, die meine Mängel kompensieren könnten. So wird diese Dynamik permanent von einer auf die nächste Person verschoben, bis das Herz so verletzt und gebrochen ist, dass die Seele anfängt aufzuwachen. Wann beschließt Du, aufzuwachen?

    Das, was mit der Droge „Verliebtheit“ geht, geht auch mit anderen Drogen: Ein Alkoholiker versucht die Leere in sich durch eine Beziehung zur Flasche auszugleichen. Ein Sexsüchtiger versucht das innere Defizit durch eine Beziehung zu Frauen in Pornofilmen aufzufüllen und den Hormonschub des Orgasmus. Das gleiche ist der Fall bei Menschen, die zu viel Essen, zu viel Arbeiten oder mit der Manie herumlaufen, nur kaufend die Welt zu entdecken, viel Geld zu verdienen, viele Sachen zu besitzen oder sich einen Status mit entsprechenden Symbolen (Haus, Auto, Schmuck, Klamotten, Reisen) zu verschaffen. Tantra ruft uns zu: Eine Liebesbeziehung ist mehr als nur eine „Bedürfnis-Befriedigungs-Anstalt“!

    Und da kommt die Frage: Was ist die alternative zur „besonderen Liebe“?

    Die Liebe zum Göttlichen.

    Natürlich verschweigt uns das Ego, dass das Einzige, was uns fehlt, das Rückerinnern unserer Einheit mit der Großen Göttin ist. Würden wir uns für das Göttliche entscheiden – und die Wahl haben wir täglich, würde das Ego aufhören zu existieren. Die Leere, den Mangel, die Unerfülltheit kann einzig und allein durch das Rückerinnern unserer Einheit mit dem Göttlichen erfüllt werden.

     

    Heißt das, das wir von nun an ohne Beziehungen leben, wenn wir das erkannt haben? Nein! Tantra versucht nur durch eine neue Sichtweise aus projizierenden Verliebtheits-Beziehungen, heilige Beziehungen zu machen.

    Heilige Beziehungen sind Verbindungen, die bestehen, auch wenn der andere unsere Bedürfnisse nicht in besonderer Weise nachkommt. Dann werden sie heilig, ekstatisch. Das ist ein Hauch der Liebe von Jesus, Buddha, Krishna. Dann sind wir Marien und Götter! Alles esoterisch-religiöser Blödsinn? Nein, du kannst es selbst erforschen, denn die Wahrheit zerreißt den Schleier aller Illusionen.

    Diese Liebe vergleicht nicht und unterscheidet nicht, wenn sie das eine Wesen wahrnimmt. In dieser Liebe gibt es kein „besser“ oder „schlechter“. Diese Liebe interessiert sich für das einzigartige Deines Wesens und genießt es, diese Einzigartigkeit zu sehen – als Bereicherung der Schöpfung.

    Tantra ruft Dir also zu: Du brauchst Dich nicht weiter am falschen Ego festzuhalten, dass Dir suggeriert, es sei die Essenz Deines Ich.

    Im Gegenteil, Ich-frei zu sein ist die höchste Freiheit und Wehrlosigkeit ist die höchste Sicherheit, die es auf diesem Planeten gibt.

    Du glaubst das nicht?

    Dann komme in Kontakt mit Menschen, die das bereits verwirklicht haben und ausstrahlen. Lasse Dich von diesen Menschen umarmen, anschauen, inspirieren.

    Dann keimt in Dir auch wieder die Beziehung zu Deinem wahren inneren Licht auf – und so kannst Du dieses Licht in anderen sehen.

  • Wozu braucht Mensch UNTERHALTUNG?

    Ein Großteil der modernen Industrie möchte den Menschen ablenken, unterhalten. Wir stehen alle täglich so unter Strom und Druck, dass wir nach der Arbeit das Gefühl haben, unbedingt Entspannung, Relaxen, Chillen, Abschalten zu brauchen. Nach der Hochspannung der Aktivität und der Überfrachtung des Geistes in der Arbeit, weiß der Geist dann nicht mehr wie er runterkommen und sich leeren soll. Dafür sucht der Mensch Unterhaltung – oder auch aus reiner Langeweile.

    Auch die Langeweile ist ein Ergebnis der Überspannung. Ohne den nächsten Kick, die nächste coole Aktion fühlt Dein Geist sich abgestumpft und leer im negativen Sinne.

    Wer zu viel und zu hart arbeitet, lebt in „Überhaltung“. Die geistige Eigenschaft der Gier, der Eitelkeit und des Ehrgeizes führen dazu. Wer in Überhaltung lebt, braucht zum Ausgleich Unterhaltung.

    Aber wie wäre es, in der Mitte zu leben? Haltung, Mensch!

    Neben Alkohol und Essen ist TV und Internet heute die gebräuchlichste Droge, um sich zu betäuben. Um einfach mal nicht an seine Sorgen und Probleme zu denken, um Ich-frei zu sein, um sich zu vergessen, um abzuschalten. Wie sehr sehnen wir uns alle immer wieder danach.

    Da ist Unterscheidungskraft wichtig, welche Mittel wirklich zu der inneren Ruhe führen und welche zur schrittweisen Verödung Deines Lebens und zur Selbst-Zerstörung. Die meisten merken es erst spät, wenn das Leben in einigen Bereichen in den Abgrund steuert. Massive Gesundheitsprobleme, kaputte Beziehung oder Familie, berufliche Kündigung und Arbeitslosigkeit… Lebensmüdigkeit.

    Die gute Nachricht: Der spirituelle Weg hat seit Jahrtausenden dem Menschen sehr gesunde Mittel zum Abschalten bereitgestellt. Wege und Methoden, die heute noch genauso aktuell sind und funktionieren wie vor Jahrhunderten. Zwei davon sind Meditation und Gebet oder die Mantra-Wiederholung (Japa).

    Warum ist Unterhaltung auf die Dauer schädlich für Deine spirituelle Weiter-entwicklung?

    Jeder Film im TV wird vom Unterbewusstsein als reales Erlebnis registriert. Es sind neue Inputs, Eindrücke, die sich über das Alte legen.

    Wenn Du anfängst zu meditieren, machst Du Dich innerlich leer und schottest Dich von neuen äußeren Eindrücken ab. Der Effekt: Du wirst innerlich ruhiger und klarer, das Göttliche Deiner innersten unsterblichen Seele scheint mehr hervor. Und: Wenn keine neuen aktuellen Eindrücke auf Dich einprasseln, in Aktion im Leben oder in virtueller Aktion im Film oder im Internet oder in anderen Unterhaltungs-Medien, dann steigen im Bewusstsein alte Erinnerungen auf, die noch nicht verarbeitet sind. Dieser gute Verarbeitungsprozess wird durch „Unterhaltung“ gebremst. Dann bleibt es bei einem „Grundrauschen“ in einem neurotischen Geist. Das zieht Dir täglich Energie ab, dieser Berg unverarbeiteten Mülls im Bewusstsein. Wenn Du Dich also der Unterhaltung hingibst, geht ein Teil Deiner Meditations-Arbeit, des Dich Leerens wieder verloren, weil das Bewusstsein erstmal die aktuellen Inhalte wiederkäut und dadurch verarbeitet und dann die weiter zurück liegenden.

    Als ich einmal drei Tage und drei Nächte schwieg und nur meditierte und betete in einer Einsiedelei, kamen Erinnerungen an meine Freundinnen von vor 30 Jahren hoch…

    Unterhaltung wäre erst dann nicht mehr schädlich, wenn Du Deinen Geist so gereinigt und transformiert hast, dass keine neuen Verstrickungen mehr entstehen und die alten verarbeitet sind. Dann wäre es egal, womit Du Deine Zeit verbringst. Bis dahin überlege Dir gut, womit Du Deine Zeit verbringst…oder vertust…

    Spüre, was Deine wahre Sehnsucht ist, Ablenkung, kleine Freuden oder das tiefere Glück und die tiefere Liebe, die auf dem spirituellen Weg auf Dich warten…

  • Die Tragikomik der egalisierten Gesellschaft

    Unbenannt

    Mann-Sein oder Männchen in einer egalisierten Gesellschaft

    Wenn die Egalisierung der Geschlechter so weit geht, dass dabei die Frauen ihre Weiblichkeit und die Männer ihre Männlichkeit verlieren, haben wir eine plattgewalzte geschlechtsneutrale Gesellschaft, in der beide Seiten sich traurig frustriert und verloren fühlen und nur noch um den Opferstatus wetteifern

    Jetzt ist Zeit, die gesunde polare Spannung zwischen Mann und Frau wieder aufleben zu lassen

    Von Lucian Loosen

    In der geschlechtsneutralen Gesellschaft von heute reibe ich mir des Öfteren die Augen und frage mich: In welche Tragi-Komödie bin ich hier reingeraten? Mit eingefallener Brust, hängenden Schultern und Turnschuhen zu Shorts kommt ein Mann mit Freundin ins Restaurant. Er fragt sie kleinlaut: »Was meinst du, sollen wir uns hier hinsetzen oder lieber dort in die Ecke, oder vielleicht rechts?«

    Anstatt zu beurteilen wo er sich am wohlsten fühlt und wo es am schönsten ist mit seiner Liebsten, druckst er herum. Anstatt die Entscheidung zu fällen und an den Tisch zu gehen, dort der Frau den Stuhl zurecht zu rücken und sie zu bitten Platz zu nehmen, schiebt er ihr die Entscheidung zu.

    Führung
    Die Tragikomödie geht bei der Bezahlung weiter: »lieber getrennt« oder »Kannst du heute mal, ich habe mein Portemonnaie vergessen.« Und wenn er bezahlt, sucht er nach Fünf- und Zehn-Cent-Stücken, anstatt ein ordentliches Trinkgeld zu geben. Hallo!? Warum kann der Mann eine Frau nicht einladen, damit sie sich umsorgt und beschützt fühlt? Warum fehlt ihm der Stolz und das Wohlgefühl, ihr einen schönen Platz und ein schönes Leben zu bereiten? Warum hat er sein Gehirn nicht dazu eingesetzt, genug Geld zu haben für ein Essen?
    Und warum will sie sich nicht einladen lassen, vor lauter Angst, etwas von ihrer Freiheit und Unabhängigkeit einzubüßen? Heißt heute Geschenke anzunehmen, sich zum Sklaven des anderen zu machen? Wo sind die Freiheit und das entspannte Selbstwertgefühl geblieben, sich beschenken zu lassen mit gutem Gewissen? Du bist es wert! Oder etwa nicht?

    Tier oder Engel, je nachdem
    Was im Restaurant zwischen den Geschlechtern zu erstaunlichen Blüten führt, geht ja im Bett weiter. Davon abgesehen, dass ein Gegenwartsmann geschlechtlich chronisch unterversorgt ist, fehlt ihm das sexuelle Selbstbewusstsein oft ganz. »Hättest du es gerne so oder doch lieber so?« »War das jetzt angenehm so, oder willst du es doch lieber anders?« Ja, sind wir denn beim Friseur?
    Der Mann soll bei der Sensualität führen. Ja, er liegt mit einem ebenbürtigen erwachsenen Menschen im Bett, und dieser kann sehr wohl selbst sagen, wenn ihm etwas nicht passt. Bis dahin aber soll der Mann die Führung übernehmen, und auch dann noch, auf seinen Partner eingehend. Er darf sich durchaus dem männlichen Instinkt überlassen und dann das Tier sein – oder auch der Engel – je nachdem wohin sein Instinkt ihn gerade führt.

    Frauenkleider
    Und wo steht das Bekleidungsgesetz geschrieben, dass Frauen nur noch Jeans tragen dürfen, Röcke und Kleider sind verboten? Was beneide ich die Frauen manchmal um die Luftigkeit und Leichtigkeit eines kurzen Rocks oder schönen Sommerkleides! Mensch Frauen, entspannt euch, ihr müsst nicht mehr nur etwas leisten, ihr dürft wieder mehr schweben und genießen. Selbst im kältesten Winter gibt es die schöne Angora-Strumpfhose mit kessem kurzem Wollrock und schicken Lederstiefeln – wie fühlst du dich darin? Und erweckt dieser Anblick nicht so manchen Mann aus dem Winterschlaf oder lockt ihn hinter seinem Tablet hervor? Was kann seinen hypnotisch aufs Smartphone-Display fixierten Blick zum Aufschauen animieren, wenn nicht ein heißer Damenrock?

    Einander bewundern
    Apropos aufschauen: Das wichtigste, auch in der geschlechtsneutralen Gesellschaft, ist, dass eine Frau zu ihrem Mann aufschauen kann. Das gilt übrigens auch umgekehrt. Ein Mann, den die Frau nicht bewundert, ist nicht der richtige für sie; und auch er sollte seine »Verehrte« bewundern.
    Leider ist in der egalisierten Gesellschaft im Lauf von vier Generationen auch die Figur verrutscht. Die Frau hat eine Männerfigur mit breiten, wuchtigen Schultern, einem Stiernacken und schmalem Becken mit flachem Po. Der Mann oft schmale Schultern, eingefallene Brust, Hängeschultern, Bauch und Rettungsringe um die Hüften.

    Wo ist da die stolz geschwellte Brust eines spanischen Toreros? Jetzt komme ich, hier bin ich! Die Körperhaltung und der Blick eines Uni-Sex-Mannes senden ständig non-verbale Signale aus den der Art: »Entschuldigung, dass ich auf der Welt bin, ich gehe ja schon wieder.« Während die egalisierte Frau non-verbal fleht: »Schau mich an, ich bin zwar überarbeitet, gestresst und frustriert, hätte aber doch einen Blick verdient!«

    Die Wohnung der Frau
    Ich es kommt noch schlimmer, wenn der Mann die Wohnung der Frau besucht. Die ist keine Heimat, sondern ein Schlaf-Asyl für Arbeitspausen, das sich noch im Rohbau befindet, früher hätte man es Wohnklo genannt. Ja wo sind denn die Gardinen? Äh, warum sind die Fenster schon elf Monate nicht geputzt? Und der Kühlschrank, darin gähnende Leere. »Ich hatte nicht vor, hier länger zu wohnen. Wenn der richtige Mann kommt, dann kaufen wir vielleicht mal was Schönes zusammen. Ich habe keine Zeit für Einrichtung und schöne Tapeten, ich bin so oft unterwegs.«

    Schlimm, wenn ein Mann der Frau den Koffer die drei Etagen hochtragen will, weil es keinen Aufzug gibt, und sie sagt: »Das kann ich auch alleine, ich bin doch keine Tussi!« Obwohl es heute zu solchen Angeboten kaum noch kommt, weil der egalisierte Mann, besser als Jüngelchen zu bezeichnen, weder Muckis noch Willenskraft besitzt, um eine solche Gentleman-Tat zu vollbringen, denn es könnte dabei zum Schwitzfleck im neuen Hemd kommen, oder seine Fingernägel könnten leiden.

    Unisex-Tanzen
    Noch grotesker wird es beim Tanzen, wenn der Weichmann mit der verhärteten Eva tanzen möchte. Da ist nicht nur der Rhythmus völlig verkehrt – Hören wäre ja empfänglich, und das ist der Hartfrau völlig fremd – sondern auch das Sich-führen-lassen im Salsa oder Tango wäre für die egalisierte Frau zu unemanzipiert. Das Ergebnis ist ein abgehacktes unförmiges Herumhampeln ohne Lust und mit viel zertretenem Schuh-Leder, ich ringe nach Atem, wenn ich daran denke. Ob eine Frau noch Frau ist, kannst du schon nach nur fünf Sekunden Tanz diagnostizieren. Ihre Arme sind verspannt, Führungsimpulse des Mannes nimmt sie vorweg, was zu Gestolpere führt. Anschmiegsames Einlassen, das war mal, heute ist das durch ruppige Aktion ersetzt worden. Ist aber alles nicht böse gemeint – woher sollen Frau und Mann es auch nehmen, wenn es in ihrer Familie dafür keine Vorbilder gab, allenfalls nur in alten Filmen?

    Bindungsfähigkeit?
    Durch die geschlechtsneutrale Gesellschaft – der verweichlichte Mann und die verhärtete Frau – ist auch die Spannung zwischen den Geschlechtern und damit die Bindungsfähigkeit in Beziehungen verloren gegangen, ganz zu schweigen von den vielen traurigen Frauen, die mit Fünfzig trotz Kinderwunsch nie den Richtigen gefunden haben, und dann war es zu spät.
    Oder die gelangweilten Geschäftsfrauen, die mit von Botox und Hyaluronsäure aufgespritztem Gesicht in der Lobby eines 5-Sterne-Hotels an ihrem Champagner nippen, begleitet von Selbstmord-Fantasien.

    Ein neuer Himmel …
    Und wer ist schuld an der ganzen egalisierte Misere? Niemand, es ist unser Schicksal. Und jetzt ist Zeit, die gesunde polare Spannung zwischen Mann und Frau wieder aufleben zu lassen. Nach dem zweiten Weltkrieg waren die Männer tot oder traumatisiert. Das hat bei den Söhnen zum Loch in der männlichen Seele geführt. Und die Frauen mussten für den Überlebenskampf ihren Mann stehen und die Hosen anziehen.

    Doch der zweite Weltkrieg ist jetzt seit 70 Jahren vorbei. Ebenso die materielle Not. Die Söhne haben wieder Väter. Die Frauen brauchen nicht mehr ums Überleben zu kämpfen und niemandem mehr zu beweisen, was sie können und zu leisten im Stande sind. Sie dürfen sich dem Weiblichen wieder unschuldig hingeben, dem Tanzen, dem Fließen dem Genießen, dem Vertrauen und vor allem der wichtigsten aller weiblichen Eigenschaften, der Geduld. Um wieviel schöner wird diese Welt wieder, wenn Frauen einfach nur Frau sind und Männer einfach nur Mann. In der modernen liberalen Gesellschaft von heute wäre das ein neuer Himmel!

  • Die gesundheitlichen Wirkungen der Umarmung

    Umarmungen helfen dem Immunsystem, heilen Depressionen, reduzieren Stress und induzieren Schlaf. Sie beleben und verjüngen und haben keine unangenehmen Nebenwirkungen.

    Umarmungen sind natürlich, organisch, natürlich süß, enthalten keine Pestizide, keine Konservierungsstoffe, keine künstlichen Zutaten und sind zu 100 Prozent gesund. Du benötigst dafür keine Batterien, keine regelmäßigen Checkups, keine monatlichen Zahlungen. Sie sind diebstahlsicher, steuerfrei, umweltfreundlich, machen nicht dick und können natürlich jederzeit zurückgegeben werden.

    Umarmungen sind schlichtweg perfekt.

    Hier 6 Gründe, warum du jeden Tag jemanden umarmen solltest.

    Ein berühmtes Zitat von Psychotherapeutin Virginia Satir besagt: “Wir brauchen 4 Umarmungen pro Tag zum Überleben. 8 Umarmungen pro Tag um uns gut zu fühlen und 12 Umarmungen pro Tag zum innerlichen Wachsen.” Obwohl diese Zahlen nicht wissenschaftlich belegt sind, gibt es dennoch einige Studien, die darauf hinweisen, dass Umarmungen und Körperkontakt eine wichtige Rolle für unser Wohlbefinden spielen.

    Umarmungen stimulieren Oxytocin

    Oxytocin ist ein Neurotransmitter, der sich auf das limbische System, das emotionale Zentrum des Gehirns auswirkt und Gefühle der Zufriedenheit fördert, während Angst- und Stressgefühle unterdrückt werden.

    Oxytocin wird beispielsweise während der Geburt ausgeschüttet und hilft der Mutter dabei, die quälenden Schmerzen zu vergessen.

    Wenn wir jemanden umarmen, setzt die sogenannte Hypophyse in unserem Körper Oxytocin frei und senkt somit unseren Herzschlag und Cortisolspiegel. Cortosil ist das Hormon, das für Stress, hohen Blutdruck und Herzerkrankungen verantwortlich ist.

    Umarmungen verhindern Krankheiten

    Zuneigung hat eine direkte Auswirkung auf die Reduzierung von Stress. Das Touch Research Institut an der Universität von Miami hat mehr als 100 Studien bezüglich Körperkontakt und Umarmungen durchgeführt und fand Hinweise auf signifikante Effekte wie schnelleres Wachstum bei Frühgeborenen, reduzierte Schmerzen, verminderte Symptome bei Autoimmunkrankheiten, geringere Glukosewerte bei Kindern mit Diabetes und ein verbessertes Immunsystem bei Menschen mit Krebs.

    Umarmungen stimulieren die Thymusdrüse

    Umarmungen stärken das Immunsystem. Der sanfte Druck auf das Brustbein und die dabei entstehende emotionale Aufladung stimuliert das Solar Plexus Chakra. Dies wiederum stimuliert die Thymusdrüse, welche die körpereigene Produktion weißer Blutzellen, die dich gesund halten, reguliert und balanciert.

    Kommunikation ohne Worte

    Fast 70 Prozent der Kommunikation erfolgt nonverbal. Die Interpretation der Körpersprache kann auf einer einzigen Geste beruhen und Umarmen ist eine ausgezeichnete Methode sich selbst nonverbal gegenüber einer anderen Person oder einem Tier auszudrücken. Nicht nur fühlt sich der Empfänger der Umarmung dadurch geliebt, er oder sie wird dadurch auch empfänglich dafür, die Geste an andere weiterzugeben.

    Umarmen ist gut für das Selbstwertgefühl

    Umarmungen stärken das Selbstwertgefühl, besonders bei Kindern. Berührungen zeigen uns, dass wir geliebt werden und etwas Besonderes sind.

    Die Liebkosungen, die wir einst von Mama und Papa erhielten bleiben auf zellulärer Ebene immer bei uns, sodass uns Umarmungen heute, im Erwachsenenalter, auf somatischer Ebene daran erinnern. Umarmungen verbinden uns mit unserer Fähigkeit zur Selbstliebe.

    Umarmungen stimulieren Serotonin

    Umarmen setzt Endorphine und Serotonin in den Blutgefäßen frei, welche wiederum Schmerzen und Trauer negieren, das Risiko von Herzerkrankungen verringern und eine wichtige Rolle im Kampf gegen Übergewicht spielen.

    Selbst das Knuddeln von Haustieren hat einen beruhigenden Effekt. Ausgedehntes Umarmen hebt den Serotoninspiegel für längere Zeit, was sich in unserer gehobenen Laune wiederspiegelt.

    Also, lass dich drücken!

    Die Entspannung sei ein wesentlicher Effekt des Umarmens, sagt Diplom-Psychologe Jan Wolter. “Bei Umarmungen wird das körpereigene Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Es hilft, Stress abzubauen. Wir werden entspannter, selbstsicherer und können loslassen.” Jede Art der positiven Berührung wirke zudem anregend: “Französische Forscher haben festgestellt, dass Schüler sich im Unterricht häufiger meldeten, wenn sie vorher am Arm berührt wurden”, sagt Wolter. Die vielleicht stärkste Wirkung, die eine Umarmung haben kam, ist die zwischen Mutter und Neugeborenem. “Die liebevolle Berührung gibt dem Kind Vertrauen und lässt bei der Mutter die Milch einschießen.” Sie gibt Schutz und ist einer der Gründe, warum wir uns im späteren Leben gern Umarmungen hingeben. “In dem Moment, in dem Menschen eine herzliche Umarmung bekommen, erfahren sie Halt im Alltagsstress”, sagt Wolter.

    Die Familie legt den Grundstein

    Auch Wissenschaftler der kalifornischen Berkeley-Universität haben sich mit dem Umarmen und Berühren beschäftigt und interessante Ergebnisse erzielt. So sind im Mannschaftssport die Teams erfolgreicher, wenn sie sich vor ihren Spielen oder in den Pausen kameradschaftlich berühren, also umarmen oder abklatschen. Dabei haben alle Kulturen der Welt ein unterschiedlich starkes Bedürfnis, Körperkontakt zu zeigen. Während in asiatischen Ländern körperliche Zuneigungsbekundungen in der Öffentlichkeit eher verpönt sind, werden sie in emotionalen Kulturen wie zum Beispiel in Südamerika offener ausgedrückt. Grundsätzlich gilt: Bekommen Menschen viel Körperkontakt in ihrer Familie vorgelebt, sind sie besser in der Lage, diese Art der Zuneigungsbekundung an andere weiterzugeben.

    “Die Sprache der Umarmung ist die älteste Sprache der Welt. Es gab sie schon vor den Wörtern”, zitiert Psychologe Wolter aus dem Werk “Umarme mich, geliebte Seele” der israelischen Dichterin Michal Snunit. Er findet, dass es gar kein Zuviel an Wärme geben kann und eine Umarmung der perfekte Ausdruck ist. Das sehen Juliane Günther und Christian Plagemann ähnlich. Und stellen schlicht fest: “Umarmen macht glücklich.”

  • Die Sache mit dem Genuss

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    Das Ziel aller spirituellen Übungen ist die Wiederentdeckung seiner wahren Identität mit der göttlichen Wirklichkeit.

    Zur Erlangung dieses Zieles schreiben viele Religionen und spirituellen Wege die Anwendung schärfsten Unterscheidungsvermögens und Entsagung vor, was nur von wenigen durchgehalten werden kann, die scharfe Intelligenz und unerschütterliche Willenskraft besitzen. Tantra hingegen bezieht die menschlichen Schwächen in Betracht, ihren Appetit auf Sinnesobjekte und ihre Liebe für das Konkrete.

    Der Durchschnittsmensch will die materiellen Objekte genießen. Tantra lässt ihm den Genuss, führt ihn aber dazu, auch darin die Gegenwart Gottes zu entdecken. Durch mystische Riten werden die Sinnesobjekte spiritualisiert und die Sinneskraft in Liebe zum Göttlichen umgewandelt.

    „Sei offen für jeden Genuss der Sinne, aber suche nicht danach und plane ihn nicht. Versuche nicht den Genuss zu wiederholen, egal wie schön er war. Lasse jeden Genuss einmalig sein.“

    Diese Worte kamen mir vor ein paar Tagen.

    Die Kunst des Genusses ist die Kunst, unverhaftet zu sein. Normalerweise versuchen wir uns an das schöne, das glückliche Erlebnis anzuklammern. Wir kleben geistig daran, als hätten wir Angst, dass es uns wieder entfliehen könnte oder für immer verloren wäre…Doch der wiederholte, zweite Genuss ist oft nicht mehr so tief und stark wie der erste und der dritte schwächt sich meist noch mehr ab.

    So wollen wir immer mehr, werden aber nicht satt, weil wir uns an die äußere Freude des Genusses verhaften. Das Herz bleibt aber hungrig, die Seele unerfüllt. Wir verwechseln dann das Objekt des Genusses mit der Freude, die in der Seele liegt. Denn nur durch die Seele können wir Freude empfinden, das Objekt ist nur ein Medium. Während wir genießen dürfen wir aber nicht denken, das Medium gebe uns die Freude von außen, sondern sollten während dessen unserer göttlichen inneren Natur, eins mit der Göttin, eingedenk sein. Das äußere Objekt ist nicht der Genuss in Wahrheit, sondern Deine Seele. Wenn wir uns mit dem Objekt identifizieren und anhaften geraten wir oft in Suchtstrukturen, weil wir den gleichen Reiz immer öfter und stärker wollen (Sex, Zucker, Alkohol, Arbeiten, Helfen, Unterhaltung, Romanzen). Das liegt daran, dass wir nicht zum Kern der Freude vordringen. Der Kern ist ananda = Glückseligkeit, wie die alten Inder diese Eigenschaft Gottes benennen. Es ist eine Freude die irgendwann nicht mehr durch äußere Reize ausgelöst wird, sondern einfach immer von innen strahlt. Es ist Deine wahre Natur ohne Sorgen, Planen, Denken. Dafür ist innere Stille und innere Leere notwendig. Nur wenn nicht ständig die Störfelder Deiner Gedanken inneren Lärm erzeugen, kann die große Göttin in Dir Platz nehmen und sich ausbreiten. Erst wenn auf dem Markt die Stände mit den Schreiern abgebaut wurden, kann die Bühne für das göttliche Theaterstück aufgebaut werden.

    Deine Ausstrahlung ist Dein Potential minus Störung. Es gilt also die Störungen immer mehr zu reduzieren. Das ist die innere Arbeit der Meditation und seine routinierten Süchte zu reduzieren. Ja, auch der angenehme Geschmack eines Erdbeereises am Gaumen ist eine Ausformung von ananda, der göttlichen Glückseligkeit und auch der Orgasmus ist es. Doch sobald wir nicht zum Inneren vordringen, landen wir in der Sucht.

    Daher brauchen wir den Genüssen im Tantra nicht zu entsagen, aber dem Fest-Halten-Wollen eines Genusses, einer schönen Situation. Denn Millionen andere Genüsse werden folgen, wenn Du wach und offen bist. Dein Geist wird nur dann nicht leiden, wenn Du den Genuss nicht zum Konsum, zur Manie oder zum Gefängnis machst.

    Genieße, aber plane danach nicht den folgenden Genuss. Das ist der Weg des Tantra, das ist der Weg zur Seligkeit. Dann erkennst Du irgendwann, dass alles von reiner Seligkeit durchdrungen ist.

  • Enge die Liebe nicht ein…

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    Ja, wir alle brauchen Liebe, um zu leben.

    Für den Erhalt des Körpers reichen Atemluft, etwas zu trinken und zu essen, doch für den Erhalt der Seele nicht. Dafür ist die Liebes-Nahrung überlebensnotwendig. Kularnava Tantra lehrt die größere Liebe.

    Weil wir instinktiv wissen, wie wichtig Liebe für uns ist, versuchen wir unbewusst sie stets festzuhalten, abzusichern, zu zementieren. Den Partner, den wir lieben, der ist plötzlich „mein“ Partner, das Kind, das wir zur Welt gebracht haben, ist auf einmal „mein“ Kind. Aus Liebe machen wir unbewusst so schnell ein Besitztum. So wie „mein“ Auto, „mein“ Haus und „mein“ Hund.

    Und wir machen Millionen Selfies und Fotos von schönen Dingen und glücklichen Situationen. Meinen wir wirklich, damit das Glück einfangen zu können? Können wir durch Fotos Glück und Liebe konservieren, festhalten, zum späteren Konsum bereitstellen? Bei wem funktioniert das wirklich?

    Sobald wir aus Liebe ein Besitztum machen, entstehen Schmerz und Leid.

    Denn in der Einkerkerung stirbt die Liebe allmählich und verkümmert. Zum Schluss zerbricht sie. Das ist das schmerzvollste, was ein Mensch auf dieser Welt erleben kann.

    Die Liebe ist zwar das Wertvollste, was es gibt auf dieser Erde, doch das Göttliche will nicht, dass es jemand besitzt.

    Sondern?

    Du darfst es sein. Du darfst die Liebe sein.

    Wenn Du Liebe bist, bist Du glücklich. Wenn Du Liebe bist, gibt es keine Zeit mehr – kein Gestern und kein Morgen. Wenn Du Liebe bist, bist Du in diesem Augenblick authentisch und schön und erfüllt und glücklich.

    Wenn Du Liebe bist, gibt es keine anderen Wünsche mehr.

    Du wünschst, dass Dein Partner immer bei Dir bleibt. Du wünschst, dass Dein Partner Dich glücklich macht. Du wünschst, dass Dein Partner Deine Bedürfnisse erfüllt. Auch diese Art von Wünschen bringt Schmerz und Leid. Denn nichts außerhalb von Dir kann Dich glücklich machen. Die äußere Welt kann Dich nur an Deine innere Schönheit erinnern – im besten Falle.

    Die Lösung: Suche in keinem Partner, in keinem Geliebten, in keinem Kind das Glück sondern einzig im Göttlichen, in der großen Göttin.

    Dann werden Dir automatisch alle Glückseligkeit, aller Frieden, alle Erfüllung und alle Liebe im Überfluss zufallen, die Du bisher im „Liebesbesitz“ und im „Liebeskonsum“ suchtest.

    Der Weg dorthin? Die Gemeinschaft mit spirituell hochschwingenden Menschen und Lehrern. Dann auch meditieren, beten (wenn Du nicht beten kannst, ist bitten genauso gut), lange Spaziergänge in der Natur und sanftes Körpertraining zusammen mit maßvollem Essen und viel Schlaf.

  • Was ist Kularnava Tantra?

    Kularnava ist: Die höchste spirituelle Weisheit sinnlich zu erleben. Kularnava ist: Das Göttliche in jedem Menschen körperlich zu verehren.

    Kularnava ist rotes Tantra des linkshändigen Weges. Linkshändig und rot, heisst: unmoralisch, grenzüberschreitend und dass die Vereinigung und Verschmelzung eben nicht nur symbolisch zu verstehen ist oder rein geistig, sondern im Körperlich-Sinnlichen erfahren werden soll. Das Kularnava Tantra ist um das Jahr 1100 nach Christus in Indien in der spirituellen Gruppierung der Kaulas entstanden. Es ist die wichtigste erhaltene Schrift des linkshändigen Tantra. Es gehört zu den bedeutungsvollsten der rund 200 Tantra-Texte und wird von seinen Anhängern noch heute als Weg zur Befreiung verstanden. Die Wurzeln dieses Weges liegen im vorarischen Mutter-Kult (Saktismus). Hier wird Gott als weiblich verehrt in Form der „Großen Göttin“. Die abendländische Form davon ist uns noch erhalten in verschiedenen Formen der Madonna und Maria.

    Das Ziel ist die Vereinigung des sich als abgetrennt wähnenden Ichs mit dem göttlichen Urgrund. Das Kularnava Tantra ist ein Lehrgespräch zwischen Shiva und Shakti in 17 Kapiteln, in etwa 2000 Versen. Die Übersetzung stammt von Hartmut Weiss, einem Sanskritologen, der die erste Übersetzung dieses heiligen Textes in deutscher Sprache in meinem Auftrag und mit den Exklusiv-Rechten versehen 1995 besorgte. Ich möchte hier meinen aufrichtigen Dank für diese besondere Arbeit des Hartmut Weiss aussprechen. Bei der Übersetzung wurde auf neutrale und wertfreie wörtliche Wiedergabe Wert gelegt. Gemäß den Lehren des Kularnava ist das Buch nicht frei verkäuflich, sondern wird in einer Zeremonie reifen Schülern übergeben in einer Einweihungs-Zeremonie.

    Unser Weg des Kularnava Tantra soll den modernen Menschen von heute in ihrer Sprache und entsprechend ihrer Erfordernisse des Alltags vorgelebt und vermittelt werden. Diese Lehre steht allen Menschen offen, die sich bereit fühlen für Wandel. Jedes Alter, jede Weltanschauung und Religion und jegliche Herkunft ist im Tantra willkommen und aufgehoben.

    Mit unserem Kularnava Tantra Weg wird also der „alte Wein“ der grossen universellen Weisheit Indiens in „neue Schläuche“ gefüllt.

    Das Problem unserer Zeit: Die Menschen „wissen zu viel“. Nach einer Woche spiritueller Vorträge und dem Lesen von zwanzig spirituellen Büchern meinen sie, erleuchtet zu sein. Aber oft ist dieses Wissen – da es nur im Kopf bleibt – ein Ballast, der zwischen der direkten Erfahrung und der Seele im Wege steht. Darum legen wir nicht Wert auf zu viel Reden, sondern unser Motto ist: „Ein Gramm Praxis ist mehr wert als Tonnen von Theorie!“ Der Mensch möchte selbst erfahren und die Weisheit in seinem Körper spüren. Der Mensch möchte nicht wirklich nur „lesen über“ und konsumieren, er möchte auch kein neues aufgeblähtes esoterisches Ego bilden, sondern er möchte die Weisheit sinnlich erleben!

    Er möchte wissen, wie er alte Begrenzungen ablegen kann und innerlich wachsen und sich erneuern. Er möchte unbekümmert im Moment leben wie ein kleines Baby und einfach nur unbeschwert und glücklich sein. Er möchte fühlen, und das findet im Körper und im Höhepunkt statt. Er möchte unheilsame Eigenschaften ablegen, wie Neid, Gier, Unruhe, Sorge, Hass, Aversion. Er möchte heilsame Eigenschaften entwickeln: Achtsamkeit, Mitgefühl, Geduld, Weisheit, richtiges Verständnis, liebende Güte, inneren Frieden und er möchte innere Ekstase erleben, Gipfelerlebnisse der Glückseligkeit.

    Alles das kann er im Kularnava Tantra für sich entfalten.

    Die Lehren des Sri Kularnava Tantra werden lebendig in den Einführungs-Seminaren und vor allem in der eineinhalb jährigen Tantra-Ausbildung (TAN).

  • Tötet „Gleichberechtigung“ gute Sinnlichkeit?

    Ist eine Frau, die mehr verdient als ihr Partner für ihn überhaupt noch erotisch? Ist ein Mann, der gerade vom Windelwechseln kommt, begehrenswert?

    Fürsorglich ist nett, aber nicht begehrenswert. Ein Windelwechsel- und Putzvirtuose ist im Alltag super, aber nachts? Hat die Frau die beste körperliche Verschmelzung ihres Lebens mit einem fürsorglichen Mann, mit der männlichen „Haushaltshilfe“ erlebt oder mit einem „sorglosen“ Kerl? Hat der Mann den besten Austausch seines Lebens mit der Mutter seiner Kinder oder mit einer „Schlampe von der Straße“ erlebt? Emanzipation und „heiße, wilde Sinnlichkeit“ passen heute leider selten zusammen. Wir sind so ungeheuer vernünftig, effizient und rational im Alltag. Aber wo bleibt das Träumen, das Abenteuer, der Geschmack von „neu“?

    Karrierefrauen und Familienmanagerinnen, die im Alltag ihren Mann stehen, fällt es schwerer sich im Bett fallen zu lassen. Frauen sind teils selbst daran schuld, weil sie wollten, dass der Mann zur „besten Freundin“ mutiert. Kein Wunder, dass dann viele Männer im Bett schlapp machen. Laut Umfragen haben schon 2/3 aller Männer im Bett Erektionsprobleme oder Angst vor vorzeitigem Orgasmus.

    Sogenannte gleichberechtigte Paare lieben sich laut Umfrage nur noch dreimal im Monat, im Vergleich zu fünf Malen der Paare, die im klassischen Rollenverhältnis leben. Dies dürfte zu denken geben.

    Die Moderne will die gleichberechtigte Partnerschaft, in der alles geteilt wird, doch Herz und Bauch wollen den starken, selbstbewussten Mann, der uns packt und vernascht. Der kein Beziehungsgespräch braucht, damit er weiß, wie er uns in Stimmung bringt, der uns nach einem streßigen Tag einfach nur wortlos die Sinne raubt und zum Schreien bringt….Sensualität macht nur wirklich heiß, wenn jeder in seiner eigenen Geschlechtsrolle bleibt. Genauso wie vor 10.000 Jahren. Es sei denn wir wollen Kuschel-Verschmelzung mit Duftkerze und einen Mann, der uns sanft streichelnd „Ist es schön so für Dich, mein Hasenpfötchen?“ fragt. Der seine Latte am liebsten mit ganz viel Milchschaum und Kaltgetränke aus dem Strohhalm trinkt. Soziologen haben herausgefunden, dass sich das Balzverhalten zwischen Mann und Frau in den letzten Zehntausend Jahren nicht wesentlich verändert hat. Da ähneln wir immer noch den Hirschen, die Männer posieren und kämpfen, die Weibchen präsentieren sich und wählen aus.

    Durch die Gleichmacher-Gesellschaft und die entsprechende Mode ist die Spannung zwischen den Geschlechtern verloren gegangen. Denn aufregend ist nur das Fremde, das Exotische. Eine sogenannte „gleichberechtigte“ Partnerschaft, in der Mann und Frau alles teilen, ist der Tod für gute Sinnlichkeit. Die nötige Spannung entsteht erst wieder durch Fremdheit, Trennung und Distanz; dadurch, dass der Mann sich in Männerwelt bewegt oder allein ist und Frau sich in Frauengemeinschaft aufhält. Dann wird das Zusammenkommen mit Sicherheit wieder ein sinnliches Feuerwerk!

    Doch viele Langzeitpaare glauben gar nicht mehr daran, dass es das gibt. Sie sind resigniert und abgestumpft, haben sich sicher eingerichtet mit dem dritten Auto, dem Urlaub im Robinson-Club und Essen als Hauptbefriedigung. Leider macht das fett!

    Traurige Nachricht für alle, die monogam in Familie leben?

    Nein, das muss nicht sein. Denn es sind der Geist und unsere Umgangsformen, die Langweile und Routine oder gute Anregung und Spannung erzeugen.

    Und wer es alleine nicht schafft, sich immer neu in den gleichen Partner zu verlieben, für den gibt es Tantra!

    Frauen sehnen sich vor allem nach starken Gefühlen und intensiven sinnlichen Erfahrungen. Und nach Männern, die wirklich wissen, was sie tun und wer sie sind.

    Ein Mann braucht Verschmelzung für die Liebe.

    Eine Frau braucht Liebe für die Verschmelzung.

    Geht das Gefühl, geht auch die Verschmelzung.

    Die Lösung ist es, das Andersartige des anderen Geschlechtes zu respektieren und stehen zu lassen. Eine Frau will begehrt werden und sollte es dem Mann auch zeigen. Sie muss allerdings auch akzeptieren, dass er auf andere Weise Lust bekommt – meist mehr durch optische Reize. Und zeigt der Mann seine Lust, darf die Frau das nicht abwerten als „nur körperlich“. Die Lust und die Geilheit sind natürlich, gut und heilig – bei Mann wie bei Frau – und sollte immer geehrt werden.

    Der Frau ist es am wichtigsten, dass der Mann bei der voll da ist und nicht mit den Gedanken im Büro. Wer gute Sinnlichkeit will darf nicht mehr zu viel arbeiten sollte sich mehr Zeit für Nichts-Tun, für ungeplante Zeit, für „in den Tag hinein leben“ geben, mehr Zeit zur Regeneration, mehr Zeit für Pausen und Meditation. Nehme Druck heraus aus Deinem Leben, dann werden die Körper und auch das Kopfkino wieder lebendig. Nur so haben ein Mann, eine Frau, die Energie und Aufmerksamkeit um einander wahrzunehmen und der natürliche Trieb ist eigentlich eh immer da und sorgt für den Rest.

    Nur wer den Alltag aus dem Schlafzimmer sperrt und Lust spielerisch und grenzenlos angeht, erfährt erfüllte Sensualität.

    Genau das können Menschen im Tantra lernen. In Ritualen werden sie hingeführt, entspannt und spielerisch ihre Grenzen zu überschreiten und so immer wieder neue Erfahrungen zu machen.