Kategorie: Lucian’s Tantra-Essays

Lucian’s Tantra-Essays

  • Die Sache mit der Selbstliebe

    Die Sache mit der Selbstliebe

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    Madonna de Guadalupe IV Gemälde von Lucian Acryl auf Leinwand 08/2012

    „Wir geben anderen so viel Liebe – aber uns selbst oft so wenig.“ Das ist ein Kraftsatz aus der Quantum Light Breath Meditation von Jeru Kabbal.

    Ja, „Liebe Deinen Nächsten!“, das war viele hundert Jahre wichtig, um den Menschen vom Tier hin zum sozialen Geistwesen zu führen. Doch heute stimmt dieser Satz so nicht mehr. Jesus ergänzte ja in der Tat: „…wie Dich selbst.“

    Doch das ist das A und O. Es muss von innen nach außen gehen und nicht zuerst die anderen.

    Wahres Mitgefühl für Dich selbst, echte Selbstliebe, kreiert Glück und Wohlergehen für alle um Dich herum.

    Ja, jeder Konflikt, jedes Negativ-Ereignis basiert darauf – soweit will ich gehen –, dass Du meintest, andere mehr lieben zu müssen, mehr als göttlich sehen zu müssen, als Dich selbst. Wenn etwas faul ist, begann es faul in Dir.

    Wenn Du Dich selbst übergehst, wenn Du keine Rücksicht auf Deine echten Bedürfnisse nimmst, wenn Du Dich selbst auch nur im geringsten (unbewusst) abwertest oder schlecht machst…kann darauf nur Chaos und Unglück in Beziehungen entstehen, Scheitern und Untergang im Beruf, gesundheitliche Probleme. Darum ist es die Aufgabe Deines Bewusstseins noch achtsamer, noch genauer jeden Moment zu erspüren, was das richtige Handeln ist, indem Du ebenso Deine Göttlichkeit berücksichtigst und Dein Wohlergehen.

    Denn die Göttin möchte Dein absolutes Wohlergehen. Ja, Schmerz ist zwar letztendlich nicht vermeidbar, sonst gäbe es kein Lernen und keine Entwicklung mehr, aber durch Erkenntnis brauchst Du immer weniger davon bzw. wenn Leid eingetreten ist, kannst Du es für Dich sofort umpolen und zu Gold waschen.

    Wir haben in unserem 9-tägigen Herbstseminar einen besonderen Kraftsatz gefunden:

    „Das Glück einer Beziehung lebt von der Entscheidung, einen Partner zu lieben.

    Das Glück der Lust lebt von der Entscheidung, Dich selbst zu lieben.“

    Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

    Kultiviere beides!

    Deshalb gehört es zu den höchsten Lehren des Tantra, daß zuallererst jeder selbst für seine sexuelle Lust verantwortlich ist – und kein Partner. Der Partner, auch nicht der beste, kann Deine Lust wirklich erhöhen, wenn Du nicht in Dir den Kippschalter gefunden und umgelegt hast. Wenn Du das verstanden hast und umsetzt, wirst Du mit jedem Partner höchste Lust erleben.

    Umso mehr Du Dich selbst liebst, umso mehr Lust erlebst Du; Mit oder ohne Partner. So einfach und so schwer ist das.

    Das ist die spirituelle Lehre des Tantra.

    ***

    Wenn ich mich umschaue in der Welt, finde ich es erstaunlich, ja oft sogar erschreckend, mit wie wenig Qualität und Niveau Menschen zufrieden sind.

    Beim Essen, bei den Restaurants, in der Liebe und auch in der Sexualität…

    …sie wussten nicht, was sie tun….

    Verkaufe Dich nicht unter Wert!

    Und: poliere den Brillanten, der Du bist und erinnere Dich an Deine göttlichen Qualitäten, dann werden sie Dir auch äußerlich immer mehr gespiegelt.

    Es braucht zwei Dinge, um Dein Lebensniveau zu erhöhen:

    1) Glaube daran, dass es ein BESSER gibt und dass Du es WERT BIST!

    2) Frage, frage, frage andere nach besserer Qualität. Suche danach mit Geduld bis Du sie gefunden hast!

    Du wirst erstaunt sein, dass es das gibt, und es ist nicht immer teurer sondern manchmal sogar erstaunlich preisgünstig, aber Du musst fragen, Deine Ansprüche anmelden, überall. So wird Dein Leben schöner, leichter, wertvoller, tiefer, stärker.

    „Muss“ und „soll“ gibt es für den heutigen Menschen nicht. Er kann seine schöpferische Freiheit nutzen. Er ist kein Herdentier und Massengut mehr. Er muss nicht mehr im verwaschenen Kollektiv untergehen, er muss kein gleichgeschalteter Roboter der Political Correctness mehr sein und er ist vor allem nicht eines: unisex.

    Zeige Profil, sei besonders, zelebriere Dein „anders“, Schau nicht nach der Norm, fühle Dich selbst. Dieser Weg beginnt bei Deinem Körper. Pflege ihn bewusst, trainiere ihn, genieße ihn wahrhaft und schütte ihn nicht mit Frustkonsum und Trägheit zu.

  • Tantra ist weder Esoterik-Kitsch noch Hippie-Kultur

    Tantra ist weder Esoterik-Kitsch noch Hippie-Kultur

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    Ist Erotik an sich anstößig? Nein, sie ist natürlich. Anstößig vielleicht nur, wenn Du für Liebe Geld bezahlen musst. Obwohl das auch nicht anstößig ist, nur schade für Dich und Dein Herz. Denn wenn Du wüsstest, wie wertvoll und liebenswert Du bist, würdest Du genug schöne Liebe und schönen Sex bekommen, auch ohne dafür zu bezahlen.

    Tantra ist nicht Hippiekultur. Mit zerrissenen Hosen und Stroh im verfilzten Haar herumzurennen, macht Dich noch nicht zum Tantriker. In der Hängematte am Strand von Koh Samui zu liegen und Pilze zu rauchen, auch nicht.

    Tantra ist keine Kommune-Romantik. Der Gedanke, – in Gemeinschaft zu leben, befreie Dich von allen Deinen Problemen – ist schön, aber verändert nichts in Deinem Leben. Die Geringschätzung der Materie, in verfallenen Häusern mit nicht geputzten Fenstern zu wohnen, macht Dich auch nicht zum Tantriker. Ebenso wirst Du nicht  durch Bindungslosigkeit in Beziehungen und Bettgemeinschaft mit Vielen zum Tantriker.

    Tantra ist auch nicht, an einer esoterischen Elite-Gruppe teilzuhaben. Durch auf -dem-Boden-sitzen und an den Händen haltend Om zu singen wirst Du nicht zum Tantriker. Weder durch Klangschalen und Kristalle in Deiner Wohnung noch durch Pluderhosen aus Nepal wirst Du zum Tantriker.

    Tantriker wirst Du erst, wenn Du die Schatten umarmst und das ganze Leben wertschätzt und auslotest. Von oben bis unten und von Ost bis West. Darum gehe dort weiter wo Du noch nicht warst. Gehe an die Grenzen, die Du noch nicht kennst. Lebe die bisher neuen, ungelebten Bereiche. Das macht Dich zur Tantrikerin, zum Tantriker!

    Die Bewusstheit macht Dich zu Tantriker.

    Lass Dich anstecken von einer Atmosphäre der Bewusstheit, der Achtsamkeit und des Mitgefühls in einer unserer Gruppen.

    Ich gebe Dir noch ein exzellentes Mantra für den Oktober mit: „ICH BIN ICH“.

    Benutze es.

  • Unzerstörbares Glück

    Unzerstörbares Glück

    Gemälde von Lucian 07/12 Acryl auf Leinwand „Girasoles“…
    Gemälde von Lucian 07/12 Acryl auf Leinwand „Girasoles“…

    Ich traf in Rom in einem Hotel im Vatikan einen indischen Yogi über-raschenderweise beim Frühstück. Er hatte das Siva-Zeichen auf die Stirn gemalt, langen grauen Rauschebart und die orangenen Kleider des Swami, der Gelübde abgelegt hat, z.B. Besitzlosigkeit und Keuschheit. Neugierig fragte ich ihn später im Gespräch, wie er denn eine so teure Reise finanziere. Er erwiderte nur: „Gott gibt alles. Man muss nur vertrauen.“ Und er segnete mich mit einer Hand auf meinen Kopf. Das war seine Botschaft.
    Und das erinnert uns an den Kern des Tantra – die spirituelle Botschaft des Tantra. Setze Dein Ich-Gefühl nie auf Äußeres, Vergängliches, sondern erinnere Dich so oft wie möglich im Alltag und in den Ritualen des Tantra  an Dein göttliches Selbst, den Beobachter. Vertraue in die innere göttliche Führung.

    Das Glück, das auf äußere Anerkennung setzt, ist sehr zerbrechlich.
    Heute feiern sie Dich, morgen mobben sie Dich. Es ist nicht wichtig, was andere über Dein Tun denken, sondern ob es sich für Dich richtig und gut anfühlt.

    Das Glück, das auf einen Beziehungspartner setzt, ist sehr zerbrechlich.
    Vielleicht ist er/sie nächste Woche schon weg oder findet jemand anderes attraktiv.

    Das Glück, das auf Besitz wie Haus, Auto, Schmuck setzt, ist sehr zerbrechlich.
    Vielleicht haben Einbruchs-Profis Deine Wohnung ausgeräumt wenn Du aus den Ferien zurückkommst.

    Das Glück, das auf finanzielle Absicherung setzt, ist zerbrechlich. Der nächste Börsencrash, der nächste Bankenbankrott, der nächste gierig-dreiste Anlage-berater, die nächste Steuer-Sünder-CD aus der Schweiz und die Hälfte Deines Geldes ist schon weg.

    Das Glück, das auf beruflichen Erfolg setzt, ist sehr zerbrechlich.
    Niemand kann den Erfolg absichern. Trends und Wirtschaftslage ändern sich immer schneller.

    Das Glück, das auf Statussymbole wie schicke Designer-Kleider setzt, ist sehr zerbrechlich. Was helfen die Klamotten, wenn Du niedergeschlagen und frustriert bist.

    Das Glück das auf eine starke Gesundheit, Schönheit und Jugend setzt, ist sehr zerbrechlich. Jugend rinnt wie Wasser durch Deine Finger. Keine OP kann die Falten wirklich aufhalten. Krankheit überfällt Dich wie Schicksal, wer kommt dagegen an?

    Selbst das Glück, das auf die Familienbande setzt, ist zerbrechlich.
    Wie oft unterstützt Deine Familie nicht das Leben Deiner wahren Bestimmung, Deine echten Talente, Deinen gesunden Eigensinn?

    Um welches Glück geht es also im Tantra?
    Um das Glück, das auf Dein unsterbliches, strahlendes, wunderschönes und unendlich wertvolles Selbst setzt. Das kann Dir niemand nehmen. Nur hier bist Du frei und von nichts abhängig. Nur hier kannst Du alles wahrhaft genießen, bist aber genauso selig, wenn Dir alles genommen wird.
    Ist das eine abgehobene, esoterische Lehre? Nein. Es ist die härteste und solideste Wahrheit echteste Realität, die es gibt.
    Prüfe es selbst!
    Tantra mit seinen Ritualen ist Dir ein Weg und wundervoller Begleiter dabei.

  • Gemeinschaft mit Gleichgesinnten im Tantra

    Gemeinschaft mit Gleichgesinnten im Tantra

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    Die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten ist ein Turbo für die spirituelle Entwicklung. Das nennen die Buddhisten “Sangha” und im Yoga wird es “Satsang” genannt. Heute wird es immer wichtiger, sich die richtige “Wahlfamilie” zu suchen. Denn wenn es in der Blutsfamilie zu verstrickt ist und Dir keine Energie gibt, ist es wesentlich, mit welchen Menschen Du Kontakte pflegst. Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei. Darum suche Dir die richtige Gruppe von Menschen in Deinem Umfeld.
    Umgang mit den richtigen Menschen
    Du wirst so, wie die Menschen, mit denen Du Kontakt pflegst. Das färbt ab. Darum gilt, solange Du noch nicht Mutter Teresa oder Franz von Assisi bist: Zusammensein mit Menschen von niedrigem Niveau zieht Dich herunter = es geht Dir schlechter hinterher. Umgang mit Menschen höheren Niveaus hebt Dich empor, d.h. es geht Dir besser nach dem Kontakt.

    Mit Heiligen Zusammensein und über das geheime Wissen verfügen: Das ist wie der Besitz zweier scharfer und klarer Augen, wer beides nicht kennt, der gleicht einem Blinden.
    (Kularnava Tantra, 1. Kapitel)

    Das Wort: “Heilige” hört sich für manchen fremd und arg katholisch an. Heilig kommt aber von “heil”, und das heißt: ganz. Menschen mit Niveau sind also solche, die sich ganzheitlich entwickelt haben, die ihre Talente entfaltet haben und dadurch ein besonderes Charisma ausstrahlen. Heilige sind auch in unserer modernen Welt unter uns, einfach Menschen, die in bestimmten Lebensbereichen Vorbildliches geleistet haben oder auch durch ihre gute Herkunft Charakter, Stärke und Liebe ausstrahlen. Das können Mütter und Hausfrauen sein, genauso wie Unternehmer oder Geschäftsleute. Heiligkeit ist nicht an Äußerlichkeiten fest zu machen. Du merkst daran, ob ein Mensch Niveau hat oder nicht, wie Du Dich eben im oder nach dem Zusammensein mit der Person fühlst.

    Für einen Tantriker bringt es deutliches Wachstum, alle Beziehungen oder Kontakte, die ihm nichts geben, egal ob privat oder beruflich, abzubrechen. Das radikal zu tun, gehört zu den besten Tipps des Kularnava Tantra, sein Leben zu verbessern und sein Glück zu erhöhen. Zu oft hängen wir sentimental mit sogenannten “guten alten Freunden” herum.obwohl ein Teil von uns weiß, dass das reine Zeitverschwendung ist und wir uns hinterher elend fühlen. Dann fragen wir uns zu Recht, warum wir nicht etwas Erhebenderes mit unserer Zeit angestellt haben.
    Da sei das alte italienische Sprichwort zitiert: “Lieber allein, als in schlechter Gesellschaft.” Obwohl das nicht die Alternative sein muss. Es kann sein, dass Du Dich in der Übergangszeit mehr allein fühlst: Einsam sein ist so einsam allein. Aber diese neu gewonnene Zeit kannst Du gut nutzen, um Deinen eigenen Planeten aufzuräumen. Du wirst nach der Trennung von den falschen Menschen bald bessere Treffen und mehr Zeit haben, um sie mit den Richtigen zu verbringen. Das führt zu einem Quantensprung in Deinem Leben.

  • Lust und Disziplin im Tantra

    Lust und Disziplin im Tantra

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    Tantra = ungezügeltes Ausleben der Lust??
    Auch hier gibt das Kularnava Tantra Tipps: “Fehlender Widerstand gegenüber sinnlichen Wünschen verkürzt die Lebensspanne…”

    Da Tantra niemals moralisch war, es im Tantra also keine Gebote und Verbote genereller Art gibt, wurde es von westlichen Menschen manchmal missverstanden als Leben nach dem Lustprinzip. Wer rein nach dem Lustprinzip lebt, versteht aber recht bald, dass das auch nicht das „Gelbe vom Ei“ sein kann. Denn das ständige Ausleben der Wünsche und Genüsse führt bald zur Abstumpfung und zur Verflachung des Lustempfindens. Dann ist es vorbei mit dem fürstlichen Wohlgefühl. Oder aber, es wird der gleiche Reiz in kürzerer Abfolge oder verschärfter Form benötigt, um den gleichen „Kick“ zu erreichen. Und da klopft die Suchtkrankheit an die Tür. Deshalb versucht ein Tantriker zur Erhöhung der Lust, diese, wohl dosiert einzusetzen und sie manchmal sogar zu steigern durch Zeiten der Enthaltsamkeit. Der Tantriker enthält sich aber nicht aus moralischen Gründen. Nicht, weil er denkt, der Lust zu frönen sei schlecht oder schlimm, sondern er enthält sich im Wissen, daß durch die Disziplin seiner Sinne, diese später umso mehr geschärft sind und zigfach mehr geniessen können und dürfen. Und: Der Tantriker entwickelt auch seine Lüste immer weiter. Er probiert alles aus, worauf er neugierig ist. Er hört nie auf, in der Lust neue Fenster und Türen zu öffnen, wie ein neugieriges Kind. Wichtig: Der Tantriker vermeidet übertriebene Askese und Selbstquälerei, wie im Yoga oftmals empfohlen und praktiziert. Diese Extreme schlagen nämlich später nur in das Gegenteil um. Durch extreme Askese wird also kein Wachstum erreicht, sondern die Unausgewogenheiten verschlingen eine Menge Energie. Das ist wie die Schaukel: Fasten – und hinterher maßlos “fressen”.

    Das richtige Maß und die richtige Zeit für Lust und Disziplin muss aber jeder selbst herausfinden. Das kann Dir keiner abnehmen. Wenn Du lange Zeit hart mit Dir umgegangen bist oder sehr hart erzogen wurdest, kann ein sehr freies und ungehemmtes Ausleben aller Lüste eine Zeit lang genau das richtige Mittel zur Heilung sein. Bevor Du Verhalten anderer bewertest, solltest Du Dir also nicht nur die Taten anschauen, sondern auch, welchen Menschen mit welcher Lebensgeschichte Du vor Dir hast. Dann verstehst Du eher, als zu verurteilen.

  • Tantra ist die Verschmelzung von Geist und Natur

    Tantra ist die Verschmelzung von Geist und Natur

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    Der Mensch ist eine Brücke zwischen Natur und Geist.

    Nach dem Geiste hin, zu Gott hin treibt ihn die innerste Bestimmung – nach der Natur, zur Mutter zurück, zieht ihn die innigste Sehnsucht: zwischen beiden Mächten schwankt angstvoll bebend sein Leben.

    Was die Menschen unter dem Begriff: „Mensch“ verstehen ist stets nur eine vergänglich-bürgerliche Übereinkunft. Gewisse roheste Triebe werden von dieser Konvention abgelehnt und verpönt, ein Stück Bewusstsein, Gesittung und Entbestialisierung wird verlangt, ein klein wenig Geist ist nicht nur erlaubt, sondern wird sogar gefordert.

    Der „Mensch“ dieser Konvention ist, wie jedes Bürgerideal, ein Kompromiss, schüchterner und naiv-schlauer Versuch, sowohl die böse Urmutter Natur wie den lästigen Urvater Geist um ihre heftigsten Forderungen zu prellen und in lauer Mitte zwischen ihnen zu wohnen. Darum erlaubt und duldet der Bürger das, was er „Persönlichkeit“ nennt. Darum verbrennt der Bürger heute den als Ketzer, hängt den als Verbrecher, dem er übermorgen Denkmäler setzt.

    Wir haben zwar das Recht, an uns zu verzweifeln, aber nicht das Recht, darum das Bild des Menschen für besudelt und verloren zu erklären. Und wir haben die Aufgabe, dies Bild, auch wo die Zeit ihm sehr zu widersprechen scheint, weiter in uns zu hegen und den Nachkommen zu vererben. Wir Tantriker leben in einer Welt, die oft blind ist. Aber durch unser eigenes Aufwachen und Sehen, können wir mehr Licht in uns und um uns herum verbreiten.

  • Das Wesen der Transformation

    Das Wesen der Transformation

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    – Lass uns zu neuen Höhen emporsteigen –

    Zuerst ist immer die Frage da: Soll alles so bleiben wie es ist?

    Oder soll Neues kommen?

    Sehnst Du Dich nach Veränderung, Wandlung? Gibt es Bereiche in Deinem Leben, die Du definitiv leid bist? Ist die Vision in Dir stark genug, die etwas Besseres deutlich vor Augen hat und an die Realisierung glaubt?

    Dann kann es losgehen.

    Oft vergessen wir, daß für Wandlungen das Ur-Vertrauen in das Wachstum der Schöpfung sehr wichtig ist. Oft steht das Bedürfnis nach Sicherheit einem Wandel entgegen. Zu oft behindern Ängste den Wandel. Ängste – oft unbewusst – lassen uns an das Gehabte anklammern als gäbe es kein Morgen. Das macht uns auch blind für neue Lösungsmöglichkeiten.

    Oft schauen wir nach neuen Sicherheiten, bevor wir den Wandel wagen wollen.

    Doch ich habe gelernt, das funktioniert nicht.

    Wir müssen das Alte aufgeben, bevor wir das Neue in der Hand haben oder konkret sehen. Wir müssen etwas weggeben – das auch teilweise liebgewonnen war. Wir müssen Raum schaffen und Platz machen BEVOR wir im Besitz der neuen Lösung oder Transformation sind.

    Das erfordert Mut und noch tiefer eben Vertrauen, daß sich alles fügt, wenn wir dem inneren göttlichen Ruf folgen. Dabei hilft Dir eine gute Erdung. Wenn Du in Deinem Körper lebst und ihn spürst und mit der Natur in Kontakt bist, auch immer wieder einfache Arbeiten mit dem Körper machst, dann bist Du geerdet.

    Und wenn Du durch Meditation erfahren hast, das in allem Wandel immer eine Konstante bleibt: Dein göttliches Selbst. Das ist unsterblich und unwandelbar. Das bleibt. Immer.

    Ja, die Göttin hat das Beste mit Dir vor, wenn Du sie nur machen lässt. Dieses „Weggeben“ oder „Platz-machen“ ist die wichtigste Voraussetzung für Wohlstand, für neuen Reichtum, Verschönerung, Erleichterung, Liebe.

    Vor dem Geschenk kommt aber immer das Opfer.

    Wir müssen uns die Blöße, die Verletzlichkeit geben, dass nach der Kündigung, der Beendigung, des Weggebens, der Trennung – erst einmal Nebel herrscht. Wir sehen nichts und sind allein dem Glauben an Unsichtbares ausgeliefert.

    Wenn wir uns diese Blöße geben, wenn wir uns der Leere und dem Nicht-Wissen stellen, dann kommt wie ein Blitz die Lösung.

    Viele neue gute Kräfte und Menschen helfen und unterstützen uns plötzlich und überraschend zur Erfüllung der neuen Vision. Neue grandiose Menschen treten in Dein Leben. Viele neue Türen öffnen sich und Du darfst es genießen, neue schöne Gärten zu betreten, schöner als alles was Du zuvor kanntest.

    Dann entsteht etwas, das eine Teilnehmerin kürzlich so ausdrückte:

    Ja, ich spüre genau, wie die Schwingung mich trägt und ich die Angst verliere.

    Aus meiner immer stärker wachsende intensiven Verbindung zu den tiefsten Tiefen dieser Erde, zu meinem wahren Selbst, zu meinen in mirschlummernden Schätzen,ist einFundament entstanden, auf das ich vertrauen kann und das mir den Mut schenkt, voller Freude in die Höhe zu steigen.

    Ein Teil dieser Transformation zu sein, auch bei der Wandlung von Kularnava präsent sein und mitwirken zu dürfen, erfüllt mich mit Demut. Ich bin zur richtigen Zeit am richtigenOrt – könnte ich mir etwas Schöneres wünschen?

    In dem Sinne rufe ich Dir im Wonnemonat Mai zu:

    Habe den Mut zur Wandlung und

    erlaube Dir zu höchsten Höhen empor zu steigen!

  • Tantra ist eine Revolution

    Tantra ist eine Revolution

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    Vor ungefähr Tausend Jahren hat in der indischen Geisteswelt eine Revolution stattgefunden. Alte verkrustete und starre Werte wurden verworfen, die Menschen fühlten sich nicht mehr berührt, nicht mehr abgeholt von den konventionellen Glaubenslehren.

    So entstand Tantra als eine Bewegung, die Tabus brach, die Grenzen überschritten hat, die verrückt war.

    Eine ähnliche Bewegung gab es bei uns auch als 68’er Bewegung. Die „Studentenrevolte“ mit so viel Aufbruch im Gefolge: Das war Aufbegehren gegen politische Zustände, trotzig sein gegen universitäre und staatliche Autoritäten, gegen die traditionellen Werte der Eltern, sowie ablehnen „spiessiger“ Zustände.

    Diese „Kultur-Revolution“ spiegelte  sich weiter in der Hippie-Bewegung, der Friedensbewegung gegen den Vietnam Krieg und in dem legendären „Woodstock-Festival“ in Kalifornien.

    Es fand ein Wertewandel statt, hin zu

    • Zurück zur Natur!
    • Umweltpolitik und die Grünen
    • Friedensbewegung und Kriegsdienstverweigerung
    • Anti-Atomkraft
    • freie Liebe: “Make Love not war!”
    • sexuelle Revolution – leben in Kommunen, WG’s und Gemeinschaften
    • liebe Deinen Körper: Der bis heute andauernde weltweite Yoga-Boom nahm seinen Anfang
    • Meditiere – es gibt ein Sein, das über den Verstand hinaus geht
    • Naturkost- und Biobewegung, Vegetarismus breitet sich im ganzen Westen aus
    • Selbstverwirklichung ist das Lebensziel, nicht nur Statussymbole zu besitzen
    • „Human Potentials Movement“ und Beginn der modernen psychotherapie-Bewegung mit Gestalt-Therapie, Gesprächstherapie, Gruppentherapie, Psychodrama, Primärtherapie…in Esalen
    • Emanzipation und Frauenbewegung: Jede Frau hat ein Recht auf ihre Lust!
    • Musik und Tanzen: Gefühle statt nur Rädchen im Wirtschaftsbetrieb
    • Bewusstseins-verändernde Drogen: Es gibt noch  andere Realitäten…
    • Toleranz gegenüber Andersdenkenden und anderer sexueller Orientierung
    • Kultur von Demonstrationen, Menschen gehen für ihre Ideen auf die Strasse und schreien sie heraus – ein neues Element der Basis-Demokratie

    Das, was die 68’er Bewegung losgetreten hat, hat Osho (Bhagwan Shree Rajneesh) in Poona/Indien weitergeführt und in Formen und Strukturen zur persönlichen Praxis gestaltet. Dabei verband er auf genial ganzheitliche Weise die fernöstliche Weisheit mit der westlichen Psychotherapie. Er hat eine Brücke geschlagen zwischen zwei bis dahin komplett getrennten  Welten, zwischen Ost und West. Und sein Verdienst war es auch, eine Beziehung zwischen Meditation und Sex zu schlagen, zwischen Geist und Körper. Das hatte es vorher so noch nie gegeben: in keiner Religion, in keiner anderen spirituellen Schule.  So entstand der moderne Tantra-Weg, von Osho als „Neo-Tantra“ bezeichnet.

    All‘ die Ideen aus dieser Zeit haben auch die Tantriker vor etwa 1000 Jahren in ganz ähnlicher Weise propagiert. Natürlich war damals manches noch nicht nötig, weil die Welt weniger technisiert und künstlich war. Außerdem waren auch die Gesellschaft und die Familienstrukturen sehr geordnet und festgelegt.

    Aus diesem Grund müssen wir Tantra heute immer wieder neu interpretieren und an die sich verändernden Menschen anpassen. Das Tantra von 1980 kann nicht mehr das Tantra von 2012 sein…

    Wir bei Kularnava beziehen uns auf die wesentlichste linkshändige Tantra-Schrift: Sri Sri Kularnava Tantra. Die Uralte Lehre wird aufbereitet und erlebbar gemacht für moderne Menschen von heute

  • Tantra zeigt echte Werte: Mehr ist nicht Besser

    Tantra zeigt echte Werte: Mehr ist nicht Besser

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    Ich widme das März-Essay Whitney Houston, die am 11.2.2012 verstarb.

    Sie war die großartigste Popsängerin, die je lebte. Keine hatte eine reinere, kraftvollere Stimme mit so großer Bandbreite. Sie berührte die Menschheit so tief im Herzen mit „I will always love you…“.

    Wie sehr sie uns bereicherte mit diesem hohen Niveau und dieser Qualität! Die Erde ist ärmer ohne sie. Leider setzt die Popmusik heute mehr auf Aussehen und Show als auf musikalische Qualität.

    Wir leben heute in einer Kultur, in der „mehr“ mit „besser“ verwechselt wird.

    Die Menschen meinen: Mehr zu haben, wäre besser zu sein.

    Die klassische Frage des Philosophen Erich Fromm: ‚Haben oder Sein?’ hat sich anscheinend heute bei einem Großteil der Kultur mit „Haben“ beantwortet.

    Die fehlende Erziehung mit Werten und Grenzen führt dazu, dass die Manipulations-Maschinerie von Werbung und Marketing eine große Macht über die Menschen ausübt. Die Werbung möchte durch „Marken“ und „Labels“ den Menschen eine Identität geben. „Ich bin wer, weil ich mir diese oder jene Marke leisten kann, diese oder jene Artikel benutze oder diese oder jene Internet-Plattformen.“ Diese psychologische Manipulation kann nur funktionieren bei Menschen, die vergessen haben, wer sie wirklich sind; bei Menschen, die sich von ihrem göttlichen Kern weit entfernt haben.

    So will die Werbung also bei Menschen eine neue künstliche, übergestülpte Identität schaffen, auf die der Mensch stolz sein soll, durch die er sich definiert.

    Die gleiche Gehirnwäsche wird noch durch die Politik verstärkt, die Menschen dahingehend manipuliert, der „political correctness“, dem „common sense“ der allgemein anerkannten, politisch korrekten Meinung zu folgen:

    Man denkt, man glaubt, man hat zu denken als moderner aufgeklärter Mensch…

    z.B. dass Energiesparbirnen die Erde retten oder Elektroautos das generelle Energie- und Umweltproblem lösen; oder 5% mehr Ethanol im Benzin die Welt besser machen, oder dass es die Lösung für die moderne Frau ist, immer mehr zu arbeiten und die Kinder – wenn überhaupt noch vorhanden – in Kindertages-stätten abzuschieben und von Bezahlkräften betreuen zu lassen.

    Das ist wissenschaftlich objektiv gesehen alles kompletter Unsinn, was jeder Mensch mit Verstand auch sofort einsieht, wenn er/sie die „allgemein propagierten Meinungen“ einmal hinterfragt.

    Tantra ist das Gegenteil davon, sich politisch korrekt zu verhalten. Tantra ist das Gegenteil davon, als Schaf in der Herde mitzutraben, nur „um jemand zu sein“. Aber diesen Jemand gibt es nicht.

    Jeder ist so original und einzigartig und braucht deshalb auch originale und einzigartige Einstellungen und Verhaltensweisen, die zu ihm/ihr passen um glücklich zu sein.

    Vor allem schenkt der Konsum von Waren und Dienstleistungen, was man macht, um „hip“ zu sein, nur sehr kurzes, oberflächliches Glück. Die Meinung der TV-Shows und des Common Sense zu vertreten, bringt Dir Zugehörigkeit zur Herde. Aber darüber solltest Du in Deiner Entwicklung hinaus sein. Der Hunger bleibt. Die Sehnsucht frisst sich in die Menschen noch tiefer hinein. Die Sucht lauert hinter jeder Ecke.

    Das Versprechen der Medien wird an keiner Stelle eingelöst. Nie.

    So tappen die Menschen noch mehr im Dunkel. Wo sie doch eigentlich getrieben von der wahren Sehnsucht nach der Verwirklichung ihres göttlichen Selbst – das Licht suchen; unabhängig von allem Äußeren, das immer vergänglich ist und daher niemand wirklich darauf bauen kann.

    Durch regelmäßige Übung einer spirituellen Disziplin, die zumindest Danken und Beten beinhalten sollte, wird der Mensch achtsamer und sein Mitgefühl steigt. Die Projektion des Glücks in das Außen wird immer mehr zurückge-nommen, um es innen immer mehr zu finden.

    Nein, wir Tantriker sind keine Kostverächter. Wir sind keine Mönche und keine Asketen mit verkniffenen Mundwinkeln. Wir suchen den höchsten Genuss und verachten auch das Äußerliche nicht. Die Welt mit all’ ihren Genüssen kann aber erst dann richtig gekostet und zelebriert werden, wenn der Standpunkt im inneren Selbst ist.

    Erst dann können Auto und Haus, die schicke Tasche, der Urlaub, das feine Essen und die tollen Schuhe Dich wirklich erleuchten.

    Aber ebenso der Tautropfen auf einem Grashalm am morgen oder die Form der vorbeiziehenden Wolke, wenn Du mit Deiner ganzen Achtsamkeit dort hineintauchst.

     

  • Überwältige andere mit Liebe…

    Überwältige andere mit Liebe…

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    Jeder von uns trägt eigentlich so viel Liebe in sich. Doch wir haben gelernt, sie zu verstecken. Und vor allem geben wir sie uns selbst zu selten. Auch Anerkennung, Wärme und Wertschätzung zeigen wir nicht oft und wenn wir sie empfangen, prallen sie ab. In der modernen Welt ist es „in“, ‚cool’ zu sein: Bloß keine Bedürftigkeit zeigen, bloß nach außen völlige Unabhängigikeit und Freiheit demonstrieren. Die innere Vereinsamung nimmt aber rapide zu, besonders für die, die im Internet 1000 Fans und Freunde haben. Sie haben in Wahrheit nicht einen einzigen wirklichen Freund. Gleichzeitig nimmt der Hunger nach echter Berührung und Begegnung zu. Als Tantriker durchbreche diese tote Welt und diesen Unsinn. Lasse die Liebe einfach raus, das Natürlichste, das es gibt. Schaue anderen mit Liebe in die Augen. Umarme andere aus einem Impuls von Liebe. Berühre andere auch wenn die Konvention sagt – „Anfassen verboten!“. Liebe ist ansteckend. Liebe ist erstaunlich einfach. Liebe entwaffnet den anderen. Wahre Liebe versteht jeder und jeder wird davon berührt. Ich meine hier eine meditative Liebe; eine, die keinen Druck macht und nichts erwartet: eine Liebe die eine klare Wahrnehmung auf den anderen behält – ohne zuviel Wunschprojektionen.

    Diese Liebe erwächst aus Deiner Mitte, wenn Du in ihr wirklich ruhst in Leichtigkeit.

    Um dort hinzukommen, einige neue Glaubenssätze für Dich. Schau mal unten, ob es bei dem einen oder anderen bei Dir „klingelt“….dann lebe nur den heutigen Tag nach diesem Satz.

    • Ich sorge voll Liebe für mich selbst.
    • Ich gehe mit Leichtigkeit durchs Leben.
    • Ich nehme das Gute in mir an.
    • Ich werde geliebt und bin in Sicherheit.
    • Ich freue mich über mich selbst.
    • Liebevoll überlasse ich andere ihren eigenen Lektionen.
    • Ich kann alles handhaben, was ich erschaffe.

    Nimm den Satz wie ein Mantra in Deinen Tag. Das sind sehr machtvolle Kraftsätze, auch wenn sie simpel klingen.