Das Kehlcakra – Ich finde immer die richtigen Worte

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…darum führe uns in Versuchung…
damit wir unserer schöpferischen Freiheit gewahr werden…

Die Themen

Hast Du manchmal einen dicken Hals? Fehlen Dir ab und an die richtigen Worte? Oder schnürt es Dir manchmal die Kehle zu? Bist Du manchmal stumm, anstatt etwas zu sagen? Dann lohnt sich die Beschäftigung mit Deinem Halscakra, dem Ausdrucks-Zentrum des Menschen. Es liegt vorne im Hals und ist dem Kehlkopf zugeordnet. Da die Natur erstmal nur vier Elemente kennt, gibt es hier hier das feinstoffliche „Äther-Element“, welches zugeordnet wird. Es wäre das Element, das den Klang im Raum trägt, damit er sich fortpflanzen kann.

Es heißt wörtlich: „visuddha cakra“ oder auch „Reinigungscakra“. Die Funktion ist vermittelnd und kommunizierend. Hier können alle Energien, Gedanken oder Gefühle der unteren vier cakras oder der oberen zwei ausgedrückt werden. Die Farbe ist hier hellblau, auch silbrig oder grünlich-blau. Als Sinnesfunktion ist das Hören zugeordnet. Wer herrschen und andere Menschen führen will, muss erst einmal gut zuhören können. Buddha und die ägyptischen Pharaonen hatten deshalb –  als Skulptur dargestellt -immer vergrößerte Ohren.

In der Entwicklungsgeschichte der Menschheit wurden am Anfang – vor der Sprache – nur Laute ausgestoßen, als Signal für Hunger, sexuelle Erregung/Lust, Gefahr/Angst, Freude/Zufriedenheit, Schmerz und Trauer. Wurden in der Kindheit diese grundlegenden Lebensäußerungen unterdrückt  oder verboten, haben manche Erwachsene später Ausdrucksschwierigkeiten. Aus den unartikulierten Lauten wurden später Worte, aus den Worten wurde Sprache. Mit der Sprache ist der Mensch in der Lage, sehr differenziert Erfahrungen und Stimmungen zu schildern. Gute Rhetoriker haben in der Menschheitsgeschichte Millionen Menschen durch ihre Rede bewegen können.

Im Tantra lernt der Student, dass nicht nur Laute Ausdruck von Lust sind, sondern dass Laute, Töne, Stimme auch ihrerseits Lust hervorbringen können. Das wissen nicht zuletzt die Sänger, die das Ausdruckszentrum auf das Feinste kultiviert haben. Eine befreite Ausdruckskraft, gemeinsam mit einer schönen und trainierten Stimme, was kann schöner sein? Was kann Menschen mehr tief berühren in der Seele? Ja, ich behaupte zu sagen, dass ein Pavarotti, die Menschheit mehr beeinflusst hat, also so mancher große Politiker.

Als Tatorgan ist der Mund zugeordnet. Nicht selten haben Menschen mit verschlossenem Kehlcakra auch keine besondere Freude am Küssen.

Bei Blockaden in diesem Energiezentrum kommt es zu:

  • heiserer, stotternder, piepsiger oder krächzender Stimme
  • „Nuscheln“: der Mund und die Gesichtsmimik bleiben beim Sprechen starr und werden nicht bewegt
  • dauerndes Klagen und Jammern als einziger Ausdruck
  • zuviel inhaltsloses Reden („Verbal-Durchfall“ – man kann am Telefon den Hörer daneben legen ohne das der andere es merkt)
  • Schilddrüsen- Über- oder Unterfunktion
  • Verspannter Hals und Nacken
  • Mandelentzündung (Tonsillitis = Halsschmerzen)
  • Die Unfähigkeit über eigene Gefühle sprechen zu können
  • Unfähigkeit zu sprechen, wenn man eigentlich etwas sagen will…
  • Lautlosigkeit beim Sex

Die Heilsätze

  • Ich finde immer die richtigen Worte.
  • Meine Worte sind verständlich und klar.
  • Ich genieße es, mich auszudrücken.
  • Kommunikation ist Erfolg.
  • Ich zeige mich der Welt durch meine Stimme.
  • Ich wachse, wenn ich mein Wissen und meine Erfahrungen austausche.
  • Ich schenke Anderen Energie, indem ich ihnen zuhöre.
  • Ich erreiche und begeistere andere durch meine Worte.
  • Fragen tut mir gut, um immer mehr im Leben zu lernen.
  • Leicht und freudig bringe ich mein ganzes Wesen zum Ausdruck.

Praktische Maßnahmen zur Heilung

  • Singen wann immer Du kannst (z.B. Mantras)
  • Vokale tönen: A-E-I-O-U
  • Schreien
  • Bewusstes Schweigen, um die Negativität des Sprachzentrums zu unterbrechen
  • Öfters die eigene Wahrheit mitteilen statt hinunterschlucken
  • Dyaden-Gespräche, in denen die Rollen so aufgeteilt sind, daß einer jeweils nur hört und einer spricht.
  • Reden halten vor anderen (Geburtstag, Beerdigung, Abitur etc.)
  • „Gibberish Talk“ In Phantasie- oder Unsinn-Sprache bewusst reden als Übung
  • Rhetorik-Kurse: Reden lernen kann man nur durch Reden, es dann auswerten und immer weiter verbessern. Tipps: Beim Reden Pausen zum Atmen nicht vergessen, immer tief Atmen; das können dann auch Spannungs- oder Wirkungspausen sein in der Rede; viele reden zu schnell wenn sie vor anderen von neuen Dingen reden; die Artikulation wird besser wenn Mund und Gesicht viel bewegt werden – Effekt: halb so laut reden und trotzdem verstanden werden; Modulation der Stimme: nicht monoton reden wie eine Maschine, sondern mal lauter, mal leiser, mal höher, mal tiefer, mal emotional, mal sachlich, dem Thema angemessen; so steigt die Fähigkeit der Zuhörer zur Aufmerksamkeit beträchtlich; Bevor eine Rede „in echt“ gehalten wird, sie im stillen Kämmerlein mindestens 3 x „sprechdenken“, d.h. laut und auswendig sagen. Gegen Lampenfieber und Redeblockade hilft nur häufiges Wiederholen der Rede im Trainingmodus ohne Publikum.
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