Winterschlaf für die Seele

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Eine Zeit der Besinnung

Für unsere Vorfahren war die Zeit um die Wintersonnenwende und die geheimnisvollen „Rauhnächte“ eine absolute Ruheperiode – vergleichbar mit dem Winterschlaf bei Tieren.

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Wenn wir uns mehr auf diese naturgegebene stille Zeit besinnen, kann der Geist zur Ruhe kommen und auch der Körper bekommt seine wohlverdiente Auszeit. In der Zeit von 21. Dezember bis 7. Januar sollte jeder so wenig wie möglich arbeiten, auch nur die allernötigste Hausarbeit verrichten und keine großen Reisen oder Unternehmungen starten. Gönne Dir soviel wie möglich, Schlaf, Ruhe, Meditation.

Selbst wer in der Zeit der Einkehr aktiv war, sollte jetzt im Januar noch innehalten. Wichtig ist es auch, eine Würdigung und einen Dank für das vergangene Jahr zu vollziehen. Das sollte rituell geschehen, zumindest ein Aufschreiben auf ein Blatt Papier wäre gut. Alles was Du für Erfolge hattest im vergangenen Jahr, alles, was Du durch eigene Anstrengung erreicht hast, alles was Dir geschenkt wurde, alle schönen Erlebnisse, alle Menschen, die Dir geholfen haben und die Dir wichtig waren. Und auch alles, was schief gegangen ist, wo Du Schmerz oder Leid erlebt hast und warum es gut für Dich war, auch dafür solltest Du danken. Für jede Angst, die Du überwunden hast, für jede neue Fähigkeit, die Du gelernt hast.

Wer das Danken und würdigen versäumt, dem fehlt der Grund, das Fundament für neue Visionen und Ziele im neuen Jahr.

Auch wenn die Einkehr und Visionsfindung bei Dir noch keinen Platz gefunden hat, nutze noch die Winterzeit im Januar dafür. Äußere Aktivitäten, die Du jetzt anschiebst haben eh’ nur geringe Wirkung. Suche und finde Deine Träume, Deine Herzenswünsche, Deine wahren und ehrlichen Lebensziele, die allem einen Sinn verleihen. Nur so wirst Du in ein kraftvolles Frühjahr später durchstarten können. Dein ganzes Jahr wird davon bereichert.

Wenn Dich Genaueres interessiert, lies weiter:

Dank Heizung und elektrischem Licht spüren wir kaum mehr, dass überhaupt Winter ist. Auch die stille Adventszeit gibt es schon lange nicht mehr. In vielen Firmen müssen am Ende des Jahres Jahresabschlüsse gemachte werden, eine Weihnachtsfeier folgt der nächsten – alles läuft auf Hochtouren weiter. Es herrscht eine hektische Atmosphäre und zwischendurch werden noch schnell Geschenke gekauft, meist in der letzten Minute.

Hat man die Feiertage dann in der Großfamilie oder auch einsam und allein hinter sich gebracht, stürzen sich viele in den Skiurlaub oder machen sich auf die Reise zu Verwandten. Selbst wer zuhause bleibt, hat nur etwa vier Tage Zeit um auszuspannen, denn die Silvesterparty will vorbereitet werden. Zu Neujahr hat man dann wenigstens gute Wünsche und Vorsätze: Erfolg im Beruf, Erfolg in der Liebe, gesund bleiben, ein paar Pfunde verlieren…

Aber schneller als man denkt, ist einmal mehr die Möglichkeit verstrichen, sich vom Jahr und von altem Stress zu verabschieden und das neue Jahr mit neuer Kraft willkommen zu heißen. Stattdessen treten wir oft nur widerwillig, schlecht erholt und mit leerem Gefühl erneut der Welt entgegen.

Wenn das JAHR RUHT

Klüger wäre es, jahreszeitbedingte Phänomene wie Müdigkeit, Erschöpfung und vielleicht auch Traurigkeit einfach zu akzeptieren. Der Zwang, immer gesund und fit sein zu müssen, macht nämlich erst recht krank und müde. Wer meint, immer funktionieren zu müssen, für den ist es häufig ein Gewinn dank einer schweren Grippe endlich einmal in Ruhe im Bett bleiben zu können und die Decke über den Kopf zu ziehen. Würden wir unserem Bedürfnis nach Ruhe und Abstand nachkommen, könnte die gefürchtete Grippe wohlmöglich schnell harmlos verebben.

Wie kommen wir also nicht nur durch den Winter, sondern können sogar noch von ihm profitieren? Interessante Hinweise liefert hier das traditionelle Brauchtum, welches sicht um die Wintersonnenwende am 21. Dezember und die anschließenden „Raunächte“ vom 24. Dezember bis 6. Januar rankt. Unsere Vorfahren waren der Überzeugung, dass es mit diesen zwölf Nächten eine besondere Bewandtnis hat: Die emotionale Sensibilität sei hier höher und das Gleichgewicht der Energien labiler, glaubten sie. Wer mit dieser Zeit umzugehen wusste, der fand sein Glück – Fehler hingegen konnten zu Unglück und Krankheit führen. Hinter diesem vermeintlichen Aberglauben verbergen sich dennoch Wahrheiten, die wir für uns nutzen können:

  • In der „Nacht des Jahres“, also in der dunklen Jahreszeit, können wie in der Nacht des Tages verstärkt negative Träume, aber auch im Wachzustand quälende Gedanken auftauchen. Themen, die das Jahr über verdrängt wurden, treten in der dunklen Zeit als innere Dämonen in den Vordergrund. Wer sich mit seinen dunklen Seiten aber schon vor Anbruch des Winters auseinandersetzt, hat entsprechend weniger zu befürchten, dass ihm das Unterbewusstsein einen Streich spielt, sobald die Kräfte und Aktivitäten des Tagesbewusstseins nachlassen.
  • Genauso wie der Mensch den Feierabend und das Wochenende braucht, braucht er eine Art „Feierabend des Jahres“. Zumindest in den Tagen zwischen Weihnachten und Heilige Dreikönige wäre möglichst absolute Ruhe oberstes Gebot. Was man in diesen Tagen dennoch an übermäßiger Aktivität unternimmt, „bringt Unglück“ – es fordert seinen Tribut in Form von halbherziger Arbeit und mäßigen Ergebnissen sowie Erschöpfung und Depression, die sich spätestens im Januar und Februar bemerkbar machen. Im übertragenen Sinn sind Raunächte, in denen man ohne Rücksicht auf die Zeitqualität Hektik verbreitet, wie schlaflose Nächte.

RÜCKZUG oder eher „SATURNALIEN“?

Der Mythos von den ruhigen, sensiblen und zum Rückzug einladenden Rauhnächten wird schon seit Jahrhunderten von einem zweiten Mythos überlagert. Im römischen Reich feierte man zu dieser Jahreszeit die so genannten „Saturnalien“- große Fressgelage bei gelockerter Moral, nicht unähnlich den „christlichen“ Betriebsweihnachtsfeiern und Silvesteraktivitäten. Auch bei den Kelten gab es in der betreffenden Zeit oft lärmende Feste statt Stille. Diese Saturnalien wurden dem Gott Saturn mit einem Opferritual am 17. Dezember gewidmet. Im alten Rom war es das Ende der Zeit der Einsaat für die neue Ernte und dann konnte man bis zum Frühjahr ruhen. Es wurde ursprünglich am 17. Dezember gefeiert, später zwischen dem 17. und 23. Dezember. Es wurde später allerdings bis zum 30. Dezember ausgedehnt. Das Öffentliche Einrichtungen und alle Märkte waren während der Saturnalien geschlossen. Die Tempel veranstalteten öffentliche Speisungen. Es war üblich, sich zu den Saturnalien zu beschenken. Wichtigster Aspekt der Saturnalien war die Aufhebung der Standesunterschiede, auch Sklaven wurden an diesem Tag von ihren Herren wie Gleichgestellte behandelt, teilweise wurden die Rollen sogar umgekehrt, so dass die Herren ihre Sklaven bedienten. Es wurde ein Saturnalienfürst (Saturnalicus princeps) gewählt, teilweise wurde dieser auch rex bibendi („König des Trinkens“) genannt. Dieser Name deutet auch auf den stark gesteigerten Weinkonsum während der Festtage hin. Nicht nur der Wein wurde während der Festtage in großem Maße getrunken, es war auch offiziell das Würfelspiel um Geld erlaubt. Auch sonst lockerte sich die Moral während der Feiertage erheblich. Einige Aspekte finden wir davon auch im rheinischen Karneval wieder. Es gibt also diese zwei Aspekte: die Ruhe und Einkehr und das ausgelassene Feiern, dass aber anders als bei uns heute immer im religiösen spirituellen Zusammenhang stand und mit Dank und Anbetung an Gott verbunden war.

Dass im Winter die Kraft in der Ruhe liegt, zeigt schließlich auch die Beobachtung der Natur. Wer nicht gegen sondern im Einklang mit seinem inneren Rhythmus leben möchte, erkennt im hiesigen Winter eine scheinbar karge, reizarme Zeit, in der sich das Leben ins Verborgene zurückzieht und darauf wartet, später wieder zum Vorschein zu kommen. Tiere halten ihren Winterschlaf, Pflanzen existieren nur noch als Samen, unsichtbar tief in der Erde vergraben. Sie existieren gleichsam nur noch als Potenzial, als Möglichkeit, um später wieder zur Pflanze zu werden. Die Lebenskraft der Natur befindet sich also in einem Zustand der Latenz. Wenn wir demnach mit dieser Energie mitschwingen wollen, empfiehlt es sich, Aktivitäten zu meiden, die nach außen, in die materielle Welt hinein wirken sollen. Ruhe und wirkliches Feiern unter Menschen entsprechen dem.

Der WINTERLICHE Rückzug

Wer der vorherrschenden Grundstimmung Rechnung tragen will, wird seien Energien auf Sparflamme brennen lassen und tief in sein Innenleben eintauchen. Er wird zu sich kommen und Pläne in Ruhe reifen lassen, um später, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, die Früchte seiner Geduld zu ernten. Nicht der Winter oder Weihnachten selbst stellen also ein Problem dar; vielmehr ist es so, dass die meisten Menschen verlernt haben, den Erfordernissen dieser Zeit gerecht zu werden. Man kämpft ständig gegen die eigene Natur an und vergeudet dadurch Kräfte, die man lieber sammeln und für bessere Zeiten aufsparen sollte. Ein bewusster Rückzug würde hier eine ganze Reihe von Funktionen gleichzeitig erfüllen:

  • Vorbeugung gegen Winterdepression, Grippe und Burnout.
  • Regeneration der Lebenskraft, damit diese sich in der warmen Jahreszeit umso besser entfalten kann.
  • Ausklinken aus dem Trubel der Alltags- und Berufswelt. Reduktion der beständigen Verfügbarkeit.
  • Zu sich kommen, Auseinandersetzung mit sonst vernachlässigten Aspekten der eigenen Persönlichkeit.
  • Zeit, um Bilanz des alten Jahres zu ziehen und Pläne für das neue zu schmieden.
  • Erspüren von Hinweisen aus dem eigenen Unterbewusstsein mit dem Ziel, Orientierung für zukünftige „Taten“ zu finden.

Der Winter-Rückzug sollte mindestens die Rauhnächte vom 24. Dezember bis 6. Januar Umfassen, nach Möglichkeit sogar länger dauern. Hier ein paar grundlegende Tipps zur Gestaltung:

  • Vorbereitung:
  • Oft empfohlen aber selten realisiert: Weihnachtsgeschenke möglichst im November, spätestens Anfang Dezember kaufen.
  • Nimm’ möglichst keine unerledigten Aufgaben und keine belastenden Konflikte mit in die Tage des Rückzugs. Versuche vorher zu erledigen, was erledigt werden kann. Das gilt insbesondere auch für Beziehungen zu Personen, die Du über Weihnachten treffen wirst.
  • Putze Deine Wohnung möglichst vorher, kaufe genug ein und besorge alle notwendigen Dinge, die eine gemütliche Atmosphäre ermöglichen, wie z.B. Kerzen, Lebkuchen oder ein gutes Buch.
  • Sage möglichst vielen Menschen in Deinem Umfeld, dass und warum Du diesen Rückzug planst. Wer viel Freude am Treffen mit Freunden hat, kann sich dies durchaus gönnen (soweit es entspannend ist), empfehlenswert ist aber, Termine sparsam zu vergeben. Hinterlasse Abwesenheitsnachrichten auf dem Anrufbe-antworter und im Email-Postfach.
  • Falls Du familiäre Verpflichtungen hast, versuche zusammen mit Deinem Partner und der Kinder zumindest einen Teil der Ruhetage für Dich zu reservieren oder sich darin abzuwechseln oder sogar gemeinsam in die Ruhe zu gehen. Alle Familienmitglieder werden davon profitieren.
  • Der Rückzug selbst:
  • Mache Dir nach Möglichkeit schon vor Weihnachten ein paar Tage frei, damit Du einigermaßen entspannt in die Feiertage gehen kannst (vor allem, falls die Festvorbereitungen bei Dir liegen.)
  • Es ist gut, zu Beginn der Ruhetage ein Fest (Weihnachten) zu feiern, dass Deine Bedürfnisse nach den einfachen Freuden des Lebens (gut essen, trinken, Gemeinschaft, sich gegenseitig beschenken) erst einmal stillt. Dadurch hast Du in der kommenden stilleren Zeit nicht mehr so das Gefühl etwas zu versäumen. Verpasse aber nicht den Übergang in eine wirklich ruhigere, zurückgezogene Zeit und versuche die Intensität der Festivitäten zu dosieren.
  • Nehme Dir für diese Tage wenig, nach Möglichkeit nichts vor, damit kein „Handlungsdruck“ infolge eines vollen Terminkalenders entsteht. Ab und zu ein Ausflug ist angebracht, es sollte aber darauf geachtet werden, dass dies stressfrei geschieht.
  • Verlangsame bewusst das Tempo bei all Deinen Aktivitäten (z.B. Essen zubereiten und verzehren, Tee trinken, Gehen, Hausarbeiten) und spüre wie den körperlichen und psychischen Effekten dieser Entschleunigung nach. Versuche auch während der Aktivitäten gelegentlich Gedankenstille herzustellen und die Bewegungen und Sinneseindrücke dabei genau wahrzunehmen.
  • Wähle die Bücher, die Du nun liest, die Filme, die Du ansiehst, die Musik, die Du hörst, sorgfältig aus. Verstörende, gewaltträchtige oder zu hart stimulierende „Kulturerzeugnisse“ sind nicht angebracht. Verzichte nach Möglichkeit auf zerstreuende Aktivitäten wie Fernsehen und das Surfen im Internet. Übe Vertiefung und Geduld, Qualitäten, die im Internetzeitalter mehr und mehr verloren gehen. Lese zum Beispiel lieber ein wirklich gehaltvolles oder längeres Buch als fünf eher oberflächliche und kurze.
  • Schlafe so lange wie Du willst und lege auch tagsüber Ruhepausen ein, wenn Dir danach ist. Das Sofa ist jetzt Dein wichtigstes Möbelstück.
  • Nach chinesischer Ernährungslehre isst man in der kalten Zeit ausreichend, warm und eher schwer. Ausschließlich Salat und Obst erfüllen nicht die Bedürfnisse, die Du gerade im Winter haben dürftest. Gelegentlich einen heißen Punsch oder ein Glas Wein musst Du Dir nicht verkneifen. Dennoch ist es gut, Maß zu halten, um sich in dieser sensitiven Phase nicht unnötig selbst zu vergiften.
  • Gewöhne Dir eine Übungsroutine an, je nachdem, welche Körper-, Atem- oder Meditationsübungen Du beherrschst (z.B. Yoga, Gymnastik, Autogenes Training, Meditation in der Stille, bewusstes, tiefes Atmen). Versuche diese Übungen täglich durchzuführen und ihren stärkenden bzw. beruhigenden Effekt zu genießen. Besonders empfehlenswert ist auch der Saunabesuch, der zu einer tiefen Entspannung führt.
  • Unternimm’ aufmerksame, meditative Spaziergänge. Das Motto sollte heißen: „Nichten gehen, um anzukommen, sondern gehen, um zu gehen“.
  • Achte auf Deine Träume in der Nacht, auf Impulse, Eingebungen und Phantasien bei Tag. Notiere wichtige Gedanken und Bilder, damit diese nicht verloren gehen. Wem dies liegt, kann auch Tagebuch führen.
  • Versuche in ruhigen Stunden, eine Bilanz aus dem zu Ende gehenden Jahr zu ziehen und zugleich herauszufinden, was für Dich im kommenden Jahr wirklich wichtig ist.
  • Wenn Du religiös bist oder einem spirituellen Weg folgst und um Führung im neuen Jahr bitten möchtest, ist dies eine gute Zeit dafür.
  • Falls Du Müdigkeit verspürst, versuche diese auf keinen Fall zu vertreiben – ruhe Dich einfach aus. Wenn Traurigkeit oder negative Gedanken hochkommen, dränge diese nicht weg. Nehme diese Gefühle als etwas hin, was einfach da sein darf, und lasse sie dann weiterziehen. Meist will Traurigkeit einfach „durchwandert werden“, da sie im Alltage oft keinen Platz gefunden hat, sich zu entfalten und dem Menschen ihre spezielle „Botschaft“ zu überbringen.
  • Ideal ist ein Rückzug, der von Gleichgesinnten (z.B. Mann und Frau oder Freunden) übereinstimmend geplant und durchgeführt wird. Beide können dann über das Erlebte reflektieren, sich gegenseitig stützen und beraten. Andererseits sollte es nicht zu einem Debattierclub werden. Rede eher weniger als im Alltag und plane Zeiten des Schweigens und des Alleinseins ein.
  • Falls Kinder im Haus sind, wird man von dem hier entworfenen „Idealprogramm“ Abstriche machen müssen. Beziehe Kinder in Deine Pläne mit ein, erkläre ihnen den Sinn der stillen Tage und schließe Kompromisse mit deren wahrscheinlich größerer Lebhaftigkeit.
  • Falls Du ganz alleine lebst, empfehlen sich gelegentliche Anrufe, Besuche bei Freunden und andere Aktivitäten. Allein zu sein besitzt zwar großes Potential, es will aber gut dosiert sein, damit krankmachende Gefühle der Einsamkeit vermieden werden.
  • Nachbereitung:
  • Wenn es beruflich irgendwie möglich ist, lasse den Alltag im Januar langsam angehen, damit der Wechsel in einen neuen, aktivieren Lebensmodus nicht „schockartig“ erfolgt.
  • Versuche, falls sich Arbeitsbelastung nicht vermeiden lässt, wenigstens etwas von dem Geist der besinnlichen Tage hinüberzuretten. Vertraue darauf, dass Deine Kräfte und ein Aktivitätsschub von allein wieder kommen, ohne dass Du diese extra anregen mußt.
  • All diese Anregungen sollen natürlich gemäß den eigenen Vorlieben und Bedürfnissen variiert werden. Ein „richtig“ gelebter Winter ist die beste Voraussetzung dafür die warme und heitere Jahreszeit später in vollen Zügen genießen zu können. Wer die Winterstille nützt, startet optimal in das neue Jahr, denn er hat Kräfte gesammelt, sich mit seiner inneren Führung verbunden und sich seinen Schattenbereiche gestellt. So wie die Tiere im Frühjahr langsam aus dem Winterschlaf erwachen, können auch wir darauf vertrauen, dass der Winterschlaf der Seele zu gegebener Zeit sein Ende findet und dass die Kräfte, die während der Rauhnächte verborgen in uns geschlummert haben, bald nach Erprobung im praktischen Leben drängen werden.
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